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Artikel von David McCasland

Nichts zu verbergen

Eine internationale Untersuchung ergab 2015, dass weltweit 245 Millionen Überwachungskameras installiert sind und ihre Zahl jährlich um 15 Prozent zunimmt. Daneben schießen Millionen von Menschen Tag für Tag mit ihren Smartphones Bilder, von der Geburtstagsfeier bis zum Banküberfall. Ob wir uns über die zunehmende Sicherheit freuen oder die schwindende Privatsphäre beklagen, wir leben in einer Welt, in der Kameras allgegenwärtig sind.

Das perfekte Geschenk

In vielen Teilen der Welt sind die Wochen nach Weihnachten die hektischste Zeit des Jahres, weil dann viele Leute die Geschenke zurückbringen, die ihnen nicht gefallen und sie diese gegen etwas eintauschen wollen, was ihnen wirklich gefällt. Aber es gibt auch Menschen, die so gut wie immer das Richtige schenken. Woher wissen sie, was einem anderen gefallen könnte und dem Anlass entspricht? Der Schlüssel zum erfolgreichen Schenken ist nicht das Geld, sondern dass man anderen zuhört und sich dafür interessiert, woran sie sich freuen.

Freude für alle

Am letzten Tag einer christlichen Verlagskonferenz in Singapur versammelten sich 280 Teilnehmer aus 50 Ländern  auf dem Platz vor dem Hotel, um ein Gruppenfoto zu    machen. Vom Balkon im zweiten Stock machte ein Fotograf Aufnahmen aus allen möglichen Perspektiven, bis er schließlich sagte: „So, das war‘s.“ Worauf eine erleichterte Stimme aus der Gruppe ertönte: „Freue dich, Welt!“ Sofort fing jemand anders an zu singen: „Dein König naht“, und andere fielen ein. Bald sang die ganze Gruppe in vollendeter Harmonie das bekannte Weihnachtslied. Es war ein bewegender Eindruck, den ich nie vergessen werde.

Weihnacht in Gefangenschaft

Pfarrer Martin Niemöller verbrachte fast acht Jahre im Konzentrationslager, weil er am Widerstand gegen Hitler beteiligt war. Am Heiligabend 1944 sprach er den Mitgefangenen in Dachau Worte der Hoffnung zu: „Meine lieben Freunde, lasst uns diese Weihnachten im Kind von Bethlehem den Einen suchen, der zu uns kam, um alles mit uns zu tragen, was schwer auf uns lastet . . . Gott selbst hat die Brücke von sich zu uns gebaut! Das Licht aus der Höhe hat uns besucht!“

Gute Nachricht

Internet, Fernsehen, Radio und anderes bombardieren uns mit Nachrichten aus aller Welt. Die meisten berichten Negatives—Verbrechen, Terrorismus, Krieg und wirtschaftliche Probleme. Es gibt aber auch Momente, in denen gute Nachrichten das Dunkel von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung durchdringen—Geschichten von selbstlosem Handeln, einem Durchbruch in der Medizin oder erfolgreichen Friedensbemühungen.

Mutmacher

In seinem Song „If We Make It Through December“ erzählt Countrysänger Merle Haggard die Geschichte von einem Mann, der seinen Job verlor und kein Geld hat, um seiner kleinen Tochter ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Obwohl der Dezember eine glückliche Zeit sein soll, ist sein Leben kalt und finster.

Von oben

Meine Sicht von der Erde hat sich dramatisch verändert, seit ich das erste Mal im Weltraum war“, sagt Charles Frank Bolden Jr., Astronaut des Space Shuttle. Aus einer Entfernung von über 600 Kilometern über der Erde sah alles friedlich und schön aus. Doch als er über den Nahen Osten flog—erinnerte er sich später—und an den anhaltenden Konflikt dort dachte, wurde er „in die Realität zurückgeholt“. In einem Fernsehinterview sagte er, das sei der Moment gewesen, in dem er die Erde betrachtet hatte, wie sie eigentlich sein sollte—und er verspürte die Verpflichtung, alles dafür zu tun, um sie besser zu machen.

Ich bin reich!

V ielleicht haben wir im Fernsehen auch schon mal die Werbung gesehen: Jemand macht die Tür auf und da steht jemand mit einem Scheck über eine riesige Summe. Der Empfänger fängt an zu jubeln und herumzutanzen, er hüpft und umarmt jeden, der in der Nähe ist. „Ich hab gewonnen! Ich bin reich! Ich kann es kaum glauben! Jetzt bin ich alle Probleme los!“ Plötzlicher Reichtum löst gewaltige Emotionen aus.

Rückruf

Hast du schon mal eine E-Mail abgeschickt und plötzlich gemerkt, dass sie an den falschen Empfänger ging oder du etwas geschrieben hast, was du lieber zurücknehmen würdest? Gäbe es doch nur eine Taste, um die Mail anzuhalten. Nun, unter gewissen Bedingungen ist das möglich. In manchen Programmen kann man einstellen, dass eine Mail nicht sofort gesendet wird. Danach jedoch ist sie wie ein gesprochenes Wort, das man nicht ungesagt machen kann. Statt als Heilmittel angesehen zu werden, sollte die „Rückruf“—Funktion uns daran erinnern, wie wichtig es ist, dass wir darauf achten, was wir sagen.

Der zwölfte Mann

Auf einer Tafel im Fußballstadion einer Universität in Texas heißt es: „Heimat des zwölften Mannes.“ Auf dem Spielfeld sind nur elf Mann erlaubt. Der zwölfte Mann sind Tausende von Studenten, die während des Spiels auf den Rängen stehen, um ihr Team anzufeuern. Die Tradition dort geht auf das Jahr 1922 zurück. Damals forderte der Trainer einen Studenten von den Rängen auf, aufzustehen und sich als Ersatz für einen verletzten Spieler bereit zu halten. Zwar musste er nicht spielen, aber seine Bereitschaft, an der Seitenlinie zu stehen, machte dem gesamten Team Mut.

Mit Liebe leiten

In seinem Buch Geistliche Leiterschaft beschreibt J. Oswald Sanders Wesen und Wichtigkeit von Takt und Diplomatie. „In diesen beiden Worten“, so sagt er, „liegt die Kunst, sich widersprechende Standpunkte zusammenzufassen, ohne verletzend zu sein oder Kompromisse der Prinzipien einzugehen.“

Der Patient, der betet

Im Nachruf auf Alan Nanninga, einem Mann aus meiner Stadt, hieß es, er sei „vor allem ein eifriger Zeuge für Jesus“ gewesen. Der Artikel berichtet über sein Familien- und Berufsleben und erwähnt, dass sein Gesundheitszustand sich in den letzten zehn Jahren immer weiter verschlechtert habe. Er schließt mit den Worten: „Seine Krankenhausaufenthalte haben ihm den Ehrentitel, ‚der Patient, der betet‘, eingetragen. In Zeiten, wo es ihm selbst nicht gut ging, hat er für und mit anderen Patienten und vielen anderen gebetet, die Gebete brauchten.“

Von Herzen

In vielen Kulturen gelten lautes Weinen, Klagen und Zerreißen der Kleider als Zeichen der Trauer bei persönlichen oder nationalen Tragödien. Die Menschen Israels im Alten Testament brachten mit ähnlichen äußerlichen Verhaltensweisen ihr tiefes Bedauern über die Abkehr von ihrem Herrn zum Ausdruck.

Das Kreuz ergreifen

Im Jahr 1856 gründete Charles Spurgeon, der große Londoner Prediger, das Pastors‘ College, um Männer für den christlichen Dienst auszubilden. 1923 wurde es umbenannt in Spurgeon-College. Das heutige Logo des Colleges zeigt eine Hand, die ein Kreuz hält, und dazu die lateinischen Worte Et Teneo, Et Teneor, was bedeutet: „Ich halte und bin gehalten.“ In seiner Autobiografie schrieb Spurgeon: „Das ist das Motto unseres Colleges. Wir halten das Kreuz Christi mit fester Hand hoch . . . weil das Kreuz uns durch seine Anziehungskraft hält. Unser Wunsch ist, dass jeder Mensch nicht nur die Wahrheit festhält, sondern auch von ihr gehalten wird; besonders die Wahrheit des gekreuzigten Christus.“

Gedächtnisstütze

Ein Freund von mir bezeichnet Jesus als seine größte „Gedächtnisstütze”. Das ist gut, weil wir so vergesslich und voller Zweifel sind. Egal, wie oft Jesus den Menschen half, die zu ihm kamen, als er auf der Erde lebte, seine Jünger befürchteten, sie könnten irgendwie zu kurz kommen. Obwohl sie ein Wunder nach dem anderen miterlebten, verstanden sie nicht, was Jesus ihnen sagen wollte.

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Ganze Hingabe

Als ich Basketball spielte, habe ich mir jede Saison ganz bewusst vorgenommen, mich konsequent den Anweisungen des Trainers zu unterstellen, sobald ich die Sporthalle betrete—egal, was er von mir verlangen würde.

Odem des Lebens

An einem frostig-kalten Morgen ging ich mit meiner Tochter zur Schule. Fasziniert beobachteten wir, wie unser Atem in der Luft zu sehen war. Wir kicherten über die kleinen Dampfwölkchen, die wir produzierten. Für mich war der Augenblick wie ein Geschenk. Ich freute mich an meiner Tochter und am Leben.

Weitergeben

Im März 1974 gruben chinesische Bauern einen Brunnen und machten dabei eine überraschende Entdeckung: Unter der trockenen Erde von Zentralchina begraben lag die Terrakotta-Armee—lebensgroße Terrakottafiguren, die aus dem 3. Jahrhundert vor Christi stammten. Zum außergewöhnlichen Fund gehörten rund 8000 Soldaten, 150 Schlachtrosse und 130 Wagen, die von 520 Pferden gezogen wurden. Die Terrakotta-Armee wurde zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in China und zieht jährlich über eine Million Besucher an. Der erstaunliche Schatz lag Jahrhunderte lang verborgen. Doch jetzt ist er auf der ganzen Welt bekannt.