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Artikel von David McCasland

Schrottkünstler

Noah Purifoy begann seine Laufbahn als „Assemblage“-Künstler mit drei Tonnen Abfall. Aus kaputten Fahrradrädern und Kegelkugeln über entsorgte Reifen bis hin zu kaputten Fernsehern—Dingen, die nicht mehr gebrauchstüchtig sind—schuf er mit einem Kollegen Skulpturen, die eindrücklich bewusstmachen, wie Menschen von der modernen Gesellschaft als „Abfallprodukte“ behandelt werden.

Macht es Freude?

Das Buch einer jungen Japanerin über das Aufräumen und Organisieren wurde schon über 2 Millionen Mal verkauft. Marie Kondo will Menschen helfen, unnötige Dinge in ihren Wohnungen und Schränken loszuwerden—Dinge, die sie nur belasten. „Nimm jedes Teil in die Hand“, sagt sie, „und frage dich, ob es dir Freude bereitet.“ Heißt die Antwort Ja, behalte es. Lautet sie Nein, gib es weg.

Umsorgt

An dem Tag, als unsere jüngste Tochter von München nach Barcelona flog, ging ich auf meine liebste Flug-TrackerWebseite, um ihre Reise nachzuverfolgen. Nachdem ich ihre Flugnummer eingegeben hatte, konnte ich auf dem Bildschirm sehen, dass sie über Österreich geflogen war und sich jetzt irgendwo über Norditalien befand. Von dort würde es südlich der französischen Riviera über das Mittelmeer Richtung Spanien gehen. Sie sollte pünktlich ankommen. Das einzige, was ich nicht wusste, war, welches Essen auf dem Flug serviert wurde!

Wiederaufbau

Als Edward Klee nach langer Zeit nach Berlin zurückkehrte, gab es die Stadt nicht mehr so, wie er sie in Erinnerunghatte. Sie hatte sich dramatisch verändert—und er auch. In einem Artikel schrieb er: „In eine Stadt zurückzukehren, die man einmal geliebt hat, ist wie beim Lotto . . . Es kann enttäuschend sein.“ Die Rückkehr an die Orte der Vergangenheit kann Trauer über das Verlorene hervorrufen. Wir selbst sind nicht mehr der, der wir damals waren, und auch der Ort, der in unserem Leben einmal so wichtig war, ist es nicht mehr.

Nicht vergeblich

Ich kenne einen Finanzberater, der über das Geldanlegen einmal gesagt hat: „Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten.“ Aber das gilt sicher nicht nur für das Geldanlegen. Bei den meisten Entscheidungen, die wir im Leben zu treffen haben, wissen wir nicht, wie sie ausgehen. Einen Weg gibt es jedoch, dem wir folgen können und bei dem wir wissen, dass unser Einsatz nie vergeblich sein wird, egal was passiert.

Nichts zu verbergen

Eine internationale Untersuchung ergab 2015, dass weltweit 245 Millionen Überwachungskameras installiert sind und ihre Zahl jährlich um 15 Prozent zunimmt. Daneben schießen Millionen von Menschen Tag für Tag mit ihren Smartphones Bilder, von der Geburtstagsfeier bis zum Banküberfall. Ob wir uns über die zunehmende Sicherheit freuen oder die schwindende Privatsphäre beklagen, wir leben in einer Welt, in der Kameras allgegenwärtig sind.

Das perfekte Geschenk

In vielen Teilen der Welt sind die Wochen nach Weihnachten die hektischste Zeit des Jahres, weil dann viele Leute die Geschenke zurückbringen, die ihnen nicht gefallen und sie diese gegen etwas eintauschen wollen, was ihnen wirklich gefällt. Aber es gibt auch Menschen, die so gut wie immer das Richtige schenken. Woher wissen sie, was einem anderen gefallen könnte und dem Anlass entspricht? Der Schlüssel zum erfolgreichen Schenken ist nicht das Geld, sondern dass man anderen zuhört und sich dafür interessiert, woran sie sich freuen.

Freude für alle

Am letzten Tag einer christlichen Verlagskonferenz in Singapur versammelten sich 280 Teilnehmer aus 50 Ländern  auf dem Platz vor dem Hotel, um ein Gruppenfoto zu    machen. Vom Balkon im zweiten Stock machte ein Fotograf Aufnahmen aus allen möglichen Perspektiven, bis er schließlich sagte: „So, das war‘s.“ Worauf eine erleichterte Stimme aus der Gruppe ertönte: „Freue dich, Welt!“ Sofort fing jemand anders an zu singen: „Dein König naht“, und andere fielen ein. Bald sang die ganze Gruppe in vollendeter Harmonie das bekannte Weihnachtslied. Es war ein bewegender Eindruck, den ich nie vergessen werde.

Weihnacht in Gefangenschaft

Pfarrer Martin Niemöller verbrachte fast acht Jahre im Konzentrationslager, weil er am Widerstand gegen Hitler beteiligt war. Am Heiligabend 1944 sprach er den Mitgefangenen in Dachau Worte der Hoffnung zu: „Meine lieben Freunde, lasst uns diese Weihnachten im Kind von Bethlehem den Einen suchen, der zu uns kam, um alles mit uns zu tragen, was schwer auf uns lastet . . . Gott selbst hat die Brücke von sich zu uns gebaut! Das Licht aus der Höhe hat uns besucht!“

Gute Nachricht

Internet, Fernsehen, Radio und anderes bombardieren uns mit Nachrichten aus aller Welt. Die meisten berichten Negatives—Verbrechen, Terrorismus, Krieg und wirtschaftliche Probleme. Es gibt aber auch Momente, in denen gute Nachrichten das Dunkel von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung durchdringen—Geschichten von selbstlosem Handeln, einem Durchbruch in der Medizin oder erfolgreichen Friedensbemühungen.

Mutmacher

In seinem Song „If We Make It Through December“ erzählt Countrysänger Merle Haggard die Geschichte von einem Mann, der seinen Job verlor und kein Geld hat, um seiner kleinen Tochter ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Obwohl der Dezember eine glückliche Zeit sein soll, ist sein Leben kalt und finster.

Von oben

Meine Sicht von der Erde hat sich dramatisch verändert, seit ich das erste Mal im Weltraum war“, sagt Charles Frank Bolden Jr., Astronaut des Space Shuttle. Aus einer Entfernung von über 600 Kilometern über der Erde sah alles friedlich und schön aus. Doch als er über den Nahen Osten flog—erinnerte er sich später—und an den anhaltenden Konflikt dort dachte, wurde er „in die Realität zurückgeholt“. In einem Fernsehinterview sagte er, das sei der Moment gewesen, in dem er die Erde betrachtet hatte, wie sie eigentlich sein sollte—und er verspürte die Verpflichtung, alles dafür zu tun, um sie besser zu machen.

Ich bin reich!

V ielleicht haben wir im Fernsehen auch schon mal die Werbung gesehen: Jemand macht die Tür auf und da steht jemand mit einem Scheck über eine riesige Summe. Der Empfänger fängt an zu jubeln und herumzutanzen, er hüpft und umarmt jeden, der in der Nähe ist. „Ich hab gewonnen! Ich bin reich! Ich kann es kaum glauben! Jetzt bin ich alle Probleme los!“ Plötzlicher Reichtum löst gewaltige Emotionen aus.

Rückruf

Hast du schon mal eine E-Mail abgeschickt und plötzlich gemerkt, dass sie an den falschen Empfänger ging oder du etwas geschrieben hast, was du lieber zurücknehmen würdest? Gäbe es doch nur eine Taste, um die Mail anzuhalten. Nun, unter gewissen Bedingungen ist das möglich. In manchen Programmen kann man einstellen, dass eine Mail nicht sofort gesendet wird. Danach jedoch ist sie wie ein gesprochenes Wort, das man nicht ungesagt machen kann. Statt als Heilmittel angesehen zu werden, sollte die „Rückruf“—Funktion uns daran erinnern, wie wichtig es ist, dass wir darauf achten, was wir sagen.

Der zwölfte Mann

Auf einer Tafel im Fußballstadion einer Universität in Texas heißt es: „Heimat des zwölften Mannes.“ Auf dem Spielfeld sind nur elf Mann erlaubt. Der zwölfte Mann sind Tausende von Studenten, die während des Spiels auf den Rängen stehen, um ihr Team anzufeuern. Die Tradition dort geht auf das Jahr 1922 zurück. Damals forderte der Trainer einen Studenten von den Rängen auf, aufzustehen und sich als Ersatz für einen verletzten Spieler bereit zu halten. Zwar musste er nicht spielen, aber seine Bereitschaft, an der Seitenlinie zu stehen, machte dem gesamten Team Mut.

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> Unser Täglich Brot

Ein Baum am Fluss

Dieser Baum ist zu beneiden. Auf einem Grundstück am Fluss muss er sich keine Sorgen machen über Wettervorhersage, schwankende Temperaturen oder eine ungewisse Zukunft. Vom Fluss ernährt und gekühlt, verbringt er seine Tage damit, die Zweige der Sonne entgegenzustrecken und die Erde mit seinen Wurzeln zu umklammern. Mit seinen Blättern reinigt er die Luft und bietet allen Schatten, die Zuflucht vor der Sonne suchen.

Besser als eine Piñata

Ein mexikanisches Fest ohne Piñata ist undenkbar—einem Karton oder Krug mit Süßigkeiten oder anderen Leckereien. Die Kinder schlagen mit einem Stock danach, um an den Inhalt zu gelangen.

Der Leuchtturm

Allein durch sein Dasein und seinen Namen, „Leuchtturm“, zeugt ein Gemeindezentrum in Ruanda von Versöhnung. Es steht auf einem Grundstück, auf dem der Staatspräsident während des Völkermords im Jahr 1994 ein großes Haus hatte. Das neue Zentrum wurde von Christen errichtet und soll ein Licht—und Hoffnungsstrahl sein. Es beherbergt eine Bibelschule, in der eine neue Generation christlicher Leiter herangezogen wird, ein Hotel, ein Restaurant und verschiedene Dienstleistungsangebote. Aus der Asche kommt neues Leben. Die Erbauer des „Leuchtturm“ schauen auf Jesus als Quelle für Hoffnung und Versöhnung.