Monat: Februar 2012

Wo gibt es ein neues Herz?

Ein Freund von mir ist Kardiologe und auf Herztransplantationen spezialisiert. Er mag Hesekiel 36,26, einen Vers, den nicht viele verstehen. Mike betreut die Patienten vor und nach einer Operation. Oft ist er im OP, wenn die Ärzte kranke, verfärbte Herzen entfernen und gegen ein pulsierendes, rotes „neues“ Spenderherz austauschen.

Mike sagt, das Auswahlkriterium dafür, wer ein „neues“ leibliches Herz bekommt,…

Warmherzig und weise

Als Dr. Vernon Grounds, ehemaliger Präsident und Kanzler des Seminars in Denver, im Alter von 96 Jahren heimgerufen wurde, trafen von früheren Studenten, Kollegen und Freunden unzählige Erinnerungen und Würdigungen ein. Fast alle konnten sich an Begebenheiten erinnern, wo Dr. Grounds sie durch seinen Unterricht, seinen Rat oder allein sein freundliches Lächeln ermutigt hatte. Es war ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, Pastoren, Lehrer und Seelsorger heranzubilden, die eine lebendige Beziehung zu Jesus besaßen und die Bereitschaft hatten, anderen zu dienen.

Nicht wie wir

In „Star Wars“ gibt es eine Szene, die mich an gewisse Leute in der Gemeinde erinnert. In einem Betrieb irgendwo in der Galaxie unterhalten sich grotesk aussehende Gestalten bei gutem Essen und Musik. Als Luke Skywalker mit seinen zwei Droiden C-3PO und R2-D2 hereinkommt (die „normaler“ sind als alle anderen), wird er überraschend mit einem kurzen: „Solche wie ihr werden hier nicht bedient!“, abgewiesen.

Der Teufel vor Gericht

„Der Teufel und Daniel Webster“ ist eine Kurzgeschichte von S.V. Benet. Jabez Stone, ein Farmer in Neuengland, hat darin soviel Pech, dass er seine Seele an den Teufel verkauft, um zu Wohlstand zu gelangen. Schließlich kommt der Teufel zu Jabez, um die Schuld einzutreiben. Doch der beauftragt den berühmten Anwalt Daniel Webster mit seiner Verteidigung. Mit einer Reihe von geschickt vorgetragenen Argumenten gewinnt Webster das Verfahren gegen den Teufel und Jabez wird vor dem Verderben bewahrt.

Mit offenem Haar

Kurz bevor Jesus gekreuzigt wurde, goss eine Frau namens Maria eine Flasche teures Parfum über seine Füße aus. Und dann tat sie etwas, was wohl noch anstößiger war. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar (Joh. 12,3). Sie opferte nicht nur ihr gesamtes Gespartes, sondern auch ihren Ruf. Im Nahen Osten jener Zeit zeigte eine anständige Frau sich draußen nie mit offenem Haar. Echter Gottesdienst kümmert sich jedoch nie darum, was andere von uns denken (2.Sam. 6,21-22). Um Jesu willen nahm Maria in Kauf, für schamlos, ja sogar unzüchtig gehalten zu werden.

Frisch und fruchtbar

Der Verfasser des 92. Psalms beginnt mit einem Aufruf zum Lob: „Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken.“ Köstlich? Für wen? Für dich und mich. Es tut unserer Seele gut, wenn wir uns von unseren sorgenvollen Gedanken lösen und unseren Tag mit lobender Anbetung füllen. Es ist gut, jeden Tag mit einem Danklied zu beginnen, denn Danken macht uns froh. Es hebt uns hinaus aus der Schwermut und ersetzt die Traurigkeit mit fröhlichen Liedern über „die Taten [seiner] Hände“ (V.4). Und was sind das für Taten? Die Taten, die er für uns tut!

Hilfe gesucht

Im Zweiten Weltkrieg bildeten die britischen Inseln das letzte Bollwerk gegen den Ansturm der Nazis in Europa. Angesichts der ständigen Angriffe drohte jedoch die Niederlage. Außerdem fehlten dem Land die Mittel, den Konflikt siegreich zu bestehen. Winston Churchill, der britische Premierminister, wandte sich aus diesem Grund über Radio an die Menschen und appellierte an die Welt: „Gebt uns das Werkzeug, und wir bringen die Arbeit zu Ende.“ Er wusste, dass sie sich dem Angriff ohne Hilfe von außen nicht widersetzen konnten.

Ein ganz normaler Typ

Steve war ein ganz normaler Typ. Er half ganz unauffällig in der Gemeinde, zu der ich vor vielen Jahren gehörte, zum Beispiel bei der Vorbereitung des Abendmahls, räumte im Winter den Schnee vor der Kirche und mähte im Sommer den Rasen. Er verbrachte Zeit mit den jungen Teenagern, die zu Hause keinen Vater hatten. Oft hörte ich, wie er Leuten in der Gemeinde in seiner ruhigen Art erzählte, wie gut Gott zu ihm sei. In der Gebetsstunde sprach er nicht viel von sich selbst, sondern bat uns, für die zu beten, denen er von Jesu Vergebung und Liebe erzählt hatte.

Drückeberger?

Als wir in unserem kleinen Bibelkreis das Buch der Sprüche durchnahmen, meinte unser Leiter, wir sollten das Wort Fauler durch Drückeberger ersetzen (6,6.9). Tja, jetzt sprach er meine Sprache. Sofort fielen mir eine Menge Leute ein, die ich für Drückeberger halte.

Ein Mittel gegen die Angst

In seiner ersten Regierungserklärung im Jahr 1933 wandte sich Franklin D. Roosevelt, der neu gewählte Präsident der USA, an ein Volk, das noch immer unter der Großen Depression litt. In der Hoffnung, trotz wirtschaftlicher Krise neuen Optimismus zu wecken, erklärte er: „Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst!“

Ein Wort vom Herrn

Der bekannte Pastor und Theologe Helmut Thielicke (1908–1986) hatte unter der Naziherrschaft in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts viel Opposition zu erdulden. Dennoch blieb es auch in dieser schweren Zeit sein wichtigstes Anliegen, die Macht und Gegenwart Jesu Christi zu verkündigen. Der Wissenschaftler Robert Smith sagt von ihm, wenn er in seinen Predigten die aktuellen Fragen und Probleme aufgriff, „versuchte er Antwort auf die Frage zu finden: ‚Gibt es dazu ein Wort des Herrn?’“

Zum Fragen einladen

Wenn ich Unterricht gebe, versuche ich manchmal mit dem Motto „Frage-Autorität“ die Aufmerksamkeit meiner Schüler zu gewinnen. Sie sollen nicht meine Autorität in Frage stellen, sondern ich ermutige sie, Fragen zu stellen. Erziehungsexperten meinen, es lerne sich leichter, wenn Lehrer Fragen beantworten, als wenn sie Informationen weitergeben. Von Natur aus legen wir alle größeren Wert auf das, was wir wissen wollen, als auf das, was andere uns sagen wollen.

Seite an Seite

In meinem Familienalbum ist ein Bild von meiner Tochter, wie sie mir mit  4 Jahren mit ihrem Spielzeughammer bei einer Reparatur am Haus half. Seite an Seite arbeiteten wir an jenem Tag. Sie machte mir jeden Handgriff nach und war felsenfest davon überzeugt, dass auch sie das Haus flickte. Selten hat mir eine Arbeit mehr Vergnügen gemacht. Auf dem Bild…

Aus der Bahn geworfen?

Weil ich schon viel darüber geschrieben habe, wie man mit Verlusten umgeht, durfte ich schon viele Menschen kennen lernen, die ebenfalls Schweres durchgemacht haben. Eine meiner neueren Bekannten ist eine Mutter, deren 21-jährige Tochter 2009 ganz plötzlich starb. Dadurch kam sie völlig ins Wanken. „Ich komme mir vor, als hätte ich mit der normalen Welt nichts mehr zu tun“, sagte sie. „Ich bin wie zerstört und weiß vor Schmerz nicht, wohin.“

Mehr, mehr, mehr

Seit meine kleine Tochter sprechen lernt, hat sie ein Lieblingswort: mehr. Sie sagt „mehr“ und zeigt auf das Marmeladenbrot. Sie streckte die Hand aus und sagte: „Mehr!“, als mein Mann ihr ein paar Münzen für ihr Sparschwein gab. Ja, eines Morgens, als ihr Vater zur Arbeit ging, rief sie sogar: „Mehr Papa!“

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