Monat: Mai 2018

Zerbrochene Gemeinschaft

Der laute, klagende Schrei drang durch die dunkle Nachmittagsluft. Ich stelle mir vor, dass er den Klagelaut der Freunde und der Lieben, die sich zu Jesus Füßen versammelten hatten, übertönte. Er muss auch das Klagen der sterbenden Verbrecher zu seinen beiden Seiten übertönt haben. Und sicherlich hat er alle, die ihn gehört haben, erschreckt.

Wenn Worte versagen

Vor kurzem schickte ich meiner Frau Cari eine Textnachricht, wobei ich nur die Sprachansage benutzte. Ich war auf dem Weg zur Tür, um sie von der Arbeit abzuholen und hatte vor, die folgenden Worte zu schicken. „Wo möchtest Du abgeholt werden, altes Mädchen?“

Schau auf den Horizont

Sobald die Fähre sich bewegte, sagte meine kleine Tochter, dass ihr übel sei. Sie war bereits seekrank. Bald wurde auch mir übel. „Schau auf den Horizont“, sagte ich mir selbst. Seeleute sagen, dass dies helfen würde, den Sinn für die richtige Perspektive wiederzuerlangen.

Der letzte Aufruf

Nachdem er seinem Land zwei Jahrzehnte als Hubschrauberpilot gedient hatte, kehrte James zurück, um seiner Gemeinde als Lehrer zu dienen. Aber er vermisste die Hubschrauber und so übernahm er die Aufgabe, für ein örtliches Krankenhaus Krankentransporte zu fliegen. Er flog bis in sein hohes Alter.

Gott in Menschengestalt

Mein Mann verreiste für einen Monat und fast augenblicklich wurde ich von den Bedürfnissen meiner Arbeit, unseres Hauses und unserer Kinder übermannt. Ein Abgabetermin für ein Schriftstück rückte bedrohlich näher. Der Rasenmäher ging kaputt. Meine Kinder hatten Schulferien und langweilten sich. Wie konnte ich mit all diesen Dingen allein fertig werden?

Niemand liebt mich

Als ich ein Kind war und mich einsam oder zurückgewiesen fühlte oder Selbstmitleid hatte, versuchte meine Mutter mich manchmal aufzuheitern, indem sie ein beliebtes Liedchen sang: „Niemand liebt mich, jeder hasst mich. Ich denke, ich gehe hinaus und esse Würmer.“ Wenn ein Lächeln auf meinem traurigen Gesicht erschien, half sie mir, die vielen besonderen Beziehungen und Gründe zur Dankbarkeit, die ich wirklich hatte, zu erkennen.

Zufällige Weisheit

Vor einigen Jahren erzählte mir eine Frau, dass sie ihren jugendlichen Sohn dabei entdeckte, dass er sich eine Nachrichtensendung über ein gewalttätiges Ereignis ansah. Instinktiv griff sie nach der Fernbedienung und wechselte den Kanal. „Du musst Dir nicht solches Zeug ansehen“, sagte sie ihm ziemlich schroff. Eine Auseinandersetzung folgte und schließlich sagte sie ihm, dass er seinen Verstand mit dem füllen sollte „was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert ist . . .“ (Philipper 4,8). Nach dem Abendessen sahen sie und ihr Mann sich die Nachrichten an, als plötzlich ihre fünfjährige Tochter hereinstürmte und den Fernseher ausmachte. „Ihr müsst nicht dieses Zeug ansehen“; erklärte sie, indem sie die Stimmer ihrer Mutter nachahmte. „Denkt an diese Dinge in der Bibel!“

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