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Artikel von Amy Boucher Pye

Komm und bete an

Beim gemeinsamen Singen von Lobpreisliedern im Mehrgenerationen-Gottesdienst erlebten viele Besucher echte Freude und Frieden. Aber nicht eine aufgeregte Mutter. Während sie ihr Baby schaukelte, das kurz vor dem Weinen war, hielt sie das Liederbuch für ihren Fünfjährigen, während sie versuchte, ihr drittes Kind vom Weglaufen abzuhalten. Dann bot ein älterer Herr, der hinter ihr saß, an, mit dem Kleinkind durch die Kirche zu gehen, und eine junge Frau machte das Angebot, das Liederbuch für das älteste Kind zu halten. Innerhalb von zwei Minuten veränderte sich die Situation für die Mutter und sie konnte durchatmen, die Augen schließen und Gott anbeten.

Bitten und Erhalten

Vier Jahre lang konnte Oswald Chambers, Autor des Buches „Mein Äußerstes für sein Höchstes“, Gott nicht hören und seine Gegenwart nicht spüren. In jenen Tagen und Nächten hörte er nicht auf, Gott zu gehorchen und zu ehren, aber er fühlte sich ausgebrannt und niedergeschlagen. Dann beschloss er, sich auf die Verheißung Jesu zu berufen: „Wenn aber selbst ihr sündigen Menschen wisst, wie ihr euren Kindern Gutes tun könnt, wie viel eher wird euer Vater im Himmel denen, die ihn bitten, den Heiligen Geist schenken“ (V. 13). Danach spürte er keine Veränderung in seiner Seele. Aber nach einem Gespräch mit einem vertrauenswürdigen Mentor wurde ihm klar, dass er versucht hatte, Gott zu kontrollieren, anstatt ihm zu vertrauen, dass er durch ihn wirkt. Als er sich seinem Schöpfer ganz hingab, wurde sein Herz von Gottes Liebe überströmend erfüllt. Der geistliche Winter hörte auf.

Gottes Konsulat

Die 82-jährige Witwe Ludmilla hat ihr Haus in der Tschechischen Republik zu einem „Konsulat des Himmels“ erklärt und sagt: „Mein Haus ist eine Erweiterung des Reiches Christi.“ Sie empfängt Fremde und Freunde, die verletzt und in Not sind, mit liebevoller Gastfreundschaft, bietet Essen und einen Schlafplatz an – immer mit einem barmherzigen und betenden Geist. Sie verlässt sich auf die Führung durch den Heiligen Geist, der ihr hilft, sich um ihre Besucher zu kümmern, und freut sich über die Art und Weise, wie Gott ihre Gebete erhört.

Eine demütige Haltung

„Halte deine Hände auf den Rücken. Es wird schon gutgehen“, wurde Jana von ihrem Mann ermuntert, wenn sie vor einer Gruppe zu sprechen hatte. Und so legte sie die Hände auf den Rücken, wenn sie Eindruck schinden oder Kontrolle über die Situation gewinnen wollte. Die Haltung machte sie automatisch aufmerksamer und empfänglicher. Es half ihr auch, demütig und offen zu sein für den Heiligen Geist, und die Menschen, die vor ihr saßen, mit Augen der Liebe zu sehen.

Das Wort im neuen Jahr

Michelle erlebte in ihrer Kinder- und Teenagerphase auf den Philippinen viele Herausforderungen, aber für sie hatten Worte schon immer viel Kraft und sie fand oft darin Trost. Als sie später die Universität besuchte, las sie das erste Kapitel im Johannes-Evangelium und ihr Herz wurde bewegt. Sie hatte das Gefühl, als würde jemand zu ihr sagen: „Ja, du liebst Worte, und weißt du was? Es gibt ein ewiges Wort, eines, das die Dunkelheit durchschneiden kann, jetzt und immer. Ein Wort, das Fleisch geworden ist. Ein Wort, das dich zurücklieben kann.“

Der Friedefürst

Als aus Johannes Erkältung eine Lungenentzündung wurde, landete er im Krankenhaus. Zur gleichen Zeit wurde seine Mutter ein paar Stockwerke über ihm wegen Krebs behandelt, und er fühlte sich überwältigt von der Sorge um sie und um seine eigene Gesundheit. Als dann am Weihnachtsabend im Radio das Lied „O Holy Night“ gespielt wurde, durchflutete Johannes ein tiefes Gefühl von Gottes Frieden. Er hörte auf die Worte, dass es die Nacht der Geburt des lieben Erlösers war: „Ein Gefühl der Hoffnung und die erschöpften Seelen frohlocken, denn in der Ferne bricht ein neuer Morgen an.“ In diesem Moment verschwanden seine Sorgen um sich und seine Mutter.

Eine große Menge

Mit Freude und Vorfreude kamen wir am Sonntagmorgen zum Gottesdienst zusammen. Obwohl wir wegen der Covid-19 Pandemie räumlich getrennt waren, begrüßten wir die Gelegenheit, die Hochzeit von Gavin und Tijana zu feiern. Unsere iranischen Freunde übertrugen den Gottesdienst an Freunde und Familie, die geografisch weit verstreut waren – auch in Spanien, Polen und Serbien. Diese Kreativität half uns, die Einschränkungen zu überwinden, während wir uns über den Bund der Ehe freuten. Gottes Geist verband uns und schenkte uns Freude.

Singt Gott Lob

Der Sommer war heiß und schwül. Wir nahmen an einer Jüngerschaftkonferenz teil, und die Hitze machte uns allen zu schaffen. Doch am letzten Tag schlug das Wetter um. Wir waren dankbar für die willkommene Abkühlung und Hunderte von Stimmen lobten Gott für alles, was er getan hatte. Viele fühlten sich wie befreit und wir traten mit Herzen und Sinnen und unserem ganzen Sein vor ihn. Auch jetzt, Jahrzehnte später, kann ich nur voll Staunen an die Freude zurückdenken, mit der wir Gott lobten.

Gottes Plan für dich

Sechs Jahre lang versuchte Agnes die „perfekte Pastorenfrau“ zu werden, indem sie sich nach dem Vorbild ihrer angebeteten Schwiegermutter (ebenfalls eine Pastorenfrau) richtete. Sie dachte, dass sie in dieser Rolle nicht auch Schriftstellerin und Malerin sein könnte. Sie begrub ihre Kreativität, wurde depressiv und dachte an Selbstmord. Erst die Hilfe eines Pastors aus der Nachbarschaft holte sie aus der Dunkelheit, als er mit ihr betete und ihr jeden Morgen zwei Stunden Schreibarbeit auftrug. Dies erweckte sie zu dem, was sie ihre „versiegelten Aufträge“ nannte – die Berufung, die Gott ihr gegeben hatte. Sie schrieb: „Damit ich wirklich ich selbst sein konnte – mein vollständiges Selbst –, musste jeder Fluss der Kreativität, den Gott mir gegeben hatte, seinen Kanal finden.“

Sicher in Gott ruhen

Jedes unsere Kinder bekam von mir einen Brief, als sie Teenager wurden. Ich schrieb über unsere Identität in Christus und erinnerte mich daran, dass ich mich als Teenager selbst unsicher fühlte und mir das Vertrauen fehlte. Ich musste lernen, dass ich Gottes Geliebte war – sein Kind. Ich sagte in dem Brief: „Zu wissen, wer du bist, kommt davon zu wissen, wem du gehörst.“ Denn wenn wir verstehen, dass Gott uns geschaffen hat und wir uns verpflichten, ihm zu folgen, können wir in Frieden damit sein, zu wem er uns gemacht hat. Und wir wissen auch, dass er uns verändert, damit wir ihm jeden Tag ähnlicher werden.

Von Jesus erzählen

Kurz nachdem der Amerikaner Dwight Moody (1837-1899) zum Glauben an Christus gekommen war, nahm er sich vor, keinen Tag verstreichen zu lassen, an dem er nicht mindestens einem Menschen von Gottes froher Botschaft erzählte. An geschäftigen Tagen vergaß er seinen Vorsatz manchmal bis abends. Einmal war er schon im Bett, als er sich daran erinnerte. Er trat nach draußen und dachte: „Bei diesem strömenden Regen wird niemand unterwegs sein.“ In diesem Moment sah er einen Mann, der die Straße entlangging. Moody eilte hinüber und bat darum, unter seinem Schirm stehen zu dürfen, um dem Regen zu entgehen. Als er die Erlaubnis erhielt, fragte er: „Haben Sie einen Unterschlupf in der Zeit des Sturms? Kann ich Ihnen von Jesus erzählen?“

Gottes Hilfe suchen

Fünf Jahre lang fielen Ende des 19. Jahrhunderts Heuschrecken über Minnesota in Amerika her und zerstörten die Ernten. Landwirte versuchten, die Heuschrecken in Teer zu fangen und ihre Felder zu verbrennen, um die Eier zu töten. In ihrer Verzweiflung und kurz vor dem Verhungern suchten viele Menschen nach einem Tag des Gebets, um gemeinsam Gottes Hilfe zu suchen. Der 26. April 1877 wurde für alle zum Beten reserviert.

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Als die Amerikanerin Joni Eareckson Tada mit 17 Jahren nach einem Badeunfall mit Querschnittslähmung nach Hause zurückkehrte, sah ihr Leben ganz anders aus. Nun waren die Türen zu schmal für ihren Rollstuhl und die Waschbecken zu hoch. Jemand musste sie füttern, bis sie beschloss, wieder zu lernen, wie sie sich selbst ernähren konnte. Als sie das erste Mal den Speziallöffel von ihrer Armschiene zum Mund hob, fühlte sie sich unfähig, als sie Apfelmus auf ihre Kleidung schmierte. Aber sie machte weiter. Wie sie sagt: „Mein Geheimnis war zu lernen, mich auf Jesus zu stützen und zu sagen: ‚Oh Gott, hilf mir dabei!‘“ Heute kann sie sehr gut mit einem Löffel umgehen.

Deinen Glauben teilen

Als die Autorin und Evangelistin Becky Pippert in Irland lebte, sehnte sie sich danach, die gute Nachricht von Jesus mit Heather zu teilen, die ihr regelmäßig die Nägel lackiert hatte. Aber Heather war überhaupt nicht interessiert. Da Becky sich außerstande fühlte, ein Gespräch über Jesus zu beginnen, betete sie für eine Möglichkeit.

Der rechtliche Status

Liz weinte vor Freude, als sie und ihr Mann die Geburtsurkunde und den Reisepass für ihr Kind erhielten, wodurch die Adoption rechtsverbindlich wurde. Nun würde Milena ihre Tochter sein, für immer Teil ihrer Familie. Während Liz über den juristischen Prozess nachdachte, kam ihr etwas anderes in den Sinn. Sie dachte auch an den wahren Austausch, der stattfindet, wenn wir Teil der Familie Jesu werden: Wir werden nicht länger von der Sünde und der Zerrissenheit unserer Herkunft niedergedrückt. Vielmehr, so überlegte sie, treten wir legal in die Fülle des Reiches Gottes ein, wenn wir als seine Kinder adoptiert werden.