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Artikel von Amy Boucher Pye

Wir wollen Jesus sehen

Als ich vom Podium, auf dem ich bei einer Beerdigung ein Gebet sprach, hinuntersah, fiel mein Blick auf eine Bronzetafel mit dem Wort aus Johannes 12,21: „Herr, wir wollen Jesus sehen.“ Ja, dachte ich, wie passend. Haben nicht auch wir in der Frau, von der wir uns hier unter Tränen verabschieden, Jesus gesehen? Obwohl es in ihrem Leben manche Probleme und Enttäuschungen gab, hat sie immer an ihrem Glauben festgehalten. Und weil Gottes Geist in ihr wohnte, konnten wir Jesus sehen.

Schwer zu verstehen

Beim Spaziergang mit einer Freundin unterhielten wir uns über unsere Liebe zur Bibel. Doch ich war überrascht, als sie sagte: „Aber das Alte Testament mag ich nicht so sehr. Da geht es doch nur um Kämpfe und Rache. Ich will Jesus!“

Hoffnung in der Trauer

Als ich neunzehn Jahre alt war, wurde einer meiner engen Freunde bei einem Autounfall getötet. In den darauffolgenden Wochen und Monaten befand ich mich jeden Tag in einem Tunnel der Trauer. Der Schmerz, jemanden zu verlieren, der so jung und wunderbar war, trübte meine Sicht und manchmal bemerkte ich nicht einmal, was um mich herum geschah. Ich war durch Schmerz und Trauer so erblindet, dass ich Gott einfach nicht sehen konnte.

Das beste Geschenk

Als ich packte, um nach London zurückzureisen, kam meine Mutter mit einem Geschenk auf mich zu—einem ihrer Ringe, den ich schon lange bewundert hatte. Überrascht fragte ich, „Wofür ist der?“ Sie antwortete, „Ich denke, du solltest dich jetzt daran erfreuen. Warum sollst du warten, bis ich sterbe? Er passt mir sowieso nicht mehr“. Mit einem Lächeln nahm ich das unerwartete Geschenk an, eine frühe Erbschaft, die mir Freude bereitete.

Befreit

Ein Junge, der seit seiner Geburt an Gehirnlähmung litt, konnte weder sprechen noch kommunizieren. Aber seine Mutter, Chantal Bryan, gab niemals auf. Als er zehn Jahre war, fand sie heraus, wie man mittels seiner Augen und eines Buchstabenbretts mit ihm kommunizieren konnte. Nach diesem Durchbruch sagte sie: „Er war befreit und wir konnten ihn alles fragen“. Nun kann Jonathan lesen und schreiben, selbst Gedichte, indem er mit den Augen kommuniziert. Wenn man fragt, wie es ist, mit seiner Familie zu ‚sprechen‘, sagt er, „Es ist wundervoll ihnen zu sagen, dass ich sie liebe“.

Beim Namen gerufen

Werbefachleute haben herausgefunden, dass das Wort, das bei Zuschauern die größte Aufmerksamkeit hervorruft, der eigene Name ist. Somit führte ein Fernsehsender im Vereinigten Königreich personalisierte Werbungen ein mit ihrem online Streaming-Programm.

Gott am Werk

„Hast du kürzlich Gott am Werk gesehen“, fragte ich einige Freunde. Einer sagte, „Ich sehe ihn am Werk, wenn ich jeden Morgen in der Bibel lese; ich sehe ihn bei der Arbeit, wenn er mir hilft, dem neuen Tag entgegenzutreten; ich sehe ihn am Werk, wenn ich weiß, dass er jeden Schritt auf dem Weg bei mir ist—ich erkenne, wie er mir geholfen hat, mich Herausforderungen zu stellen und mir Freude damit gibt.“ Ich liebe seine Antwort, weil es zeigt, wie durch das Wort Gottes und die innewohnende Gegenwart des Heiligen Geistes, Gott denen nahe ist und in denen arbeitet, die ihn lieben.

In der Nähe bleiben

Nachdem ich meine Tochter zur Schule gebracht habe, habe ich etwa anderthalb Kilometer zurückzulaufen. Eine gute Gelegenheit, ein paar Bibelverse auswendig zu lernen—wenn ich will. Wenn ich die Zeit tatsächlich nutze, um Gottes Wort in meinen Gedanken zu bewegen, stelle ich im Verlauf des Tages oft fest, wie einzelne Worte zurückkommen, mich trösten und ermutigen.

Die Ketten zerbrechen

Wir fanden unseren Besuch der Christ Church Cathedral in Stone Town, Sansibar, sehr bewegend, weil sie an dem Ort steht, wo einst der größte Sklavenmarkt Ostafrikas war. Die Erbauer dieser Kathedrale wollten durch ein physisches Symbol zeigen, wie das Evangelium die Ketten der Sklaverei zerbricht. Nie mehr würde der Ort ein Ort von bösen Taten und schrecklichen Grausamkeiten sein, sondern von Gottes verkörperter Gnade.

Nicht Beeilen

„Eile muss schonungslos eliminiert werden.“ Als zwei Freunde den Spruch des weisen Dallas Willard zitierten, wusste ich, dass ich ihn in Betracht ziehen musste. Wo drehten sich meine Räder, verschwendete ich Zeit und Energie? Noch wichtiger, wo lief ich voraus und achtete nicht auf Gottes Führung und Hilfe? In den Wochen und Monaten, die folgten, erinnerte ich mich an diese Worte und orientierte mich neu an dem Herrn und seiner Weisheit. Ich erinnerte mich daran, ihm zu vertrauen, anstatt mich auf meine Wege zu verlassen.

Die Krone des Königs

Wir saßen am Tisch und jeder von uns setzte einen Zahnstocher in einem Styroporring vor uns. Bei unserem Abendessen in den Wochen vor Ostern machten wir eine Dornenkrone—jeder Zahnstocher stellte etwas dar, was wir an diesem Tag getan hatten, das uns leidtat und wofür Jesus die Strafe trug. Diese Übung zeigte uns Abend für Abend auf, wie wir durch unsere Sünden schuldig wurden, wie sehr wir einen Erlöser brauchen und wie Jesus uns durch seinen Tod am Kreuz befreite.

Gefäß der Liebe

Vor vielen Jahren in einer Physikstunde bat uns unser Lehrer, ohne uns umzudrehen zu erzählen, welche Farbe die hintere Wand des Klassenzimmers hat. Niemand von uns konnte die Frage beantworten, denn wir hatten nicht aufgepasst.

Ohne Angst

Wenn wir uns bedroht fühlen oder Angst haben, spüren wir das oft auch körperlich. Der Magen krampft sich zusammen, der Herzschlag rast und wir schnappen nach Luft. Die Natur sorgt dafür, dass der Körper reagiert und wir unsere Gefühle nicht ignorieren können.

Das letzte Wort

Eines Tages während einer Philosophiestunde in der Universität machte ein Student einige aufrührerische Kommentare über die Ansichten des Professors. Zur Überraschung der anderen Studenten, dankte der Lehrer ihm und ging zu einem weiteren Kommentar über. Als er später gefragt wurde, warum er nicht auf den Studenten reagiert habe, sagte er, „Ich übe die Disziplin, nicht das letzte Wort haben zu müssen.“

Die Macht des Gebets

Eines Tages, als ich in tiefer Sorge um jemanden war, der mir nahestand, fand ich im Alten Testament Ermutigung in der Geschichte von Samuel, einem weisen Führer der Israeliten. Als ich las, wie Samuel für Gottes Volk eintrat, als dieses in Gefahr war, stärkte dies meinen Entschluss für denjenigen zu beten, den ich liebte.

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