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Artikel von David C. McCasland

Er kennt unsere Namen

Während eines Besuches zum nationalen Gedenktag am 11. September in New York City fotografierte ich rasch eines der Becken, die einen der Zwillingstürme reflektierten. Um diese beiden Becken herum, sind die Namen der beinahe 3.000 Menschen in die Kupferumrandung eingefräst, die bei den Anschlägen des World Trade Centers ihr Leben verloren. Später, als ich mir das Foto genauer ansah, wurde mein Blick auf die Hand einer Frau gezogen, die auf einem der Namen ruhte. Viele Menschen kommen an diesen Ort, um einen Namen zu berühren und sich an jemanden zu erinnern, den sie geliebt haben.

Liebe ohne Grenzen

Ein kluger Freund hat mir geraten, bei einem Streit—vor allem in der Familie—die Worte „immer“ und „nie“ zu vermeiden. Wie leicht ist es, andere zu kritisieren und gerade gegenüber den Menschen, die man gern hat, lieblos zu sein. Gottes Liebe zu uns dagegen, ist gleichbleibend und ändert sich nie.

Laut leben

In einem Hotel bemerkte ich eine Karte, die auf dem Schreibtisch des Zimmers lag. Dort stand:

Ein Tischgebet sprechen

Über viele Jahre habe ich mit Freude die Schriften des britischen Autors G.K. Chesterton gelesen. Sein Humor und seine Einsicht ließen mich oft leise lachen und dann für eine nachdenkliche Betrachtung innehalten. Zum Beispiel schrieb er, „Vor dem Essen spricht man ein Tischgebet. In Ordnung. Aber ich spreche ein Tischgebet vor dem Schauspiel und der Oper, ein Tischgebet vor dem Konzert und der Pantomime, ein Tischgebet bevor ich ein Buch öffne und ein Tischgebet vor dem Skizzieren, Zeichnen, Schwimmen, Fechten, Boxen, Spaziergehen, Spielen, Tanzen; und ein Tischgebet bevor ich den Federhalter in die Tinte tauche“.

Ein Gebet um Vergebung

1960 war die sechsjährige Ruby Bridges das erste afroamerikanische Kind, das in eine öffentliche Grundschule im amerikanischen Süden, die nur von Weißen besucht wurde, integriert wurde. Monatelang wurde Ruby jeden Morgen von einem Mob wütender Eltern begleitet, die sie verfluchten, bedrohten und beleidigten. Sicher in der Schule, saß sie mit Barbara Henry alleine im Klassenzimmer. Sie war die einzige Lehrerin, die bereit war, sie zu unterrichten, während Eltern ihre Kinder davon abhielten, mit Ruby die Schule zu besuchen.

Das Land der Ferne

Amy Carmichael (1867–1951) kennt man von ihrer Arbeit, Waisenmädchen in Indien zu retten und ihnen ein neues Leben zu schenken. Inmitten dieser ermüdenden Arbeit, gab es Zeiten, die sie „Augenblicke der Vision“ nannte. In ihrem Buch Gold by Moonlight, schrieb sie, „Inmitten eines vollen Tages wurde uns beinahe ein Blick ‘in das Land der Ferne’ geschenkt, und wir standen still, mitten auf der Straße“.

Der Ruf der Weisheit

Malcolm Muggeridge, der bekannte britische Journalist und Sozialkritiker, kam im Alter von sechzig Jahren zum Glauben an Christus. An seinem 75. Geburtstag gab er 25 aufschlussreiche Beobachtungen zum Leben bekannt. Eine davon lautete: „Ich habe nie einen reichen Mann getroffen, der glücklich war, aber ich habe nur selten einen armen Mann getroffen, der nicht reich sein wollte“.

Die Kunst der Vergebung

Eines Nachmittags verbrachte ich zwei Stunden in einer Kunstausstellung—Der Vater & seine zwei Söhne: Die Art der Vergebung—in der sich sämtliche Ausstellungsstücke auf Jesu Gleichnis des Verlorenen Sohnes (s. Lukas 15,11–31) bezogen. Ich fand Edward Riojas Gemälde Der Verlorene Sohn besonders beeindruckend. Das Gemälde zeigt den einst abtrünnigen Sohn, der Lumpen trägt und mit gesenktem Kopf nach Hause zurückkehrt. Hinter ihm ein Land des Todes, betritt er einen Pfad, auf dem sein Vater bereits auf ihn zuläuft. Unter dem Gemälde stehen Jesu Worte: „Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn“ (V. 20).

Die Macht der Veranschaulichung

Meine Versuche, Dinge im Haus zu reparieren, führen normalerweise dazu, dass ich jemanden bezahlen muss, um den Schaden zu beseitigen, den ich verursachte bei dem Versuch, das ursprüngliche Problem zu beheben. Aber kürzlich reparierte ich erfolgreich einen Gegenstand, indem ich ein YouTube-Video ansah, in dem eine Person Schritt für Schritt zeigte, was zu tun sei.

An einem Strang ziehen

Warum bezahlen mehr als fünf Millionen Menschen jährlich Geld, um etliche Meilen einen Hindernislauf zu bewältigen, wo sie Vertikalwände erklimmen, durch Schlamm kriechen müssen und in einem vertikalen Rohr, in dem Wasser auf sie hinunterströmt, hochzuklettern? Einige sehen es als persönliche Herausforderung an, ihre eigenen Grenzen des Erträglichen zu überwinden oder sich ihren Ängsten zu stellen. Für andere geht es um Teamwork, in denen Wettbewerber sich gegenseitig helfen und unterstützen. Eine Person nannte es eine „urteilsfreie Zone“, in der Menschen, die sich nicht kennen, einander helfen, den Lauf zu beenden (Stephanie Kanowitz, The Washington Post).

Sichere Zeiten

Viele Jahre haben Menschen in unserer Stadt Häuser in Gegenden gebaut oder gekauft, die von Erdrutschen bedroht sind. Manche wussten um die Gefahren, andere nicht. „Vierzig Jahre Warnungen von Geologen und städtische Verordnungen über sicheren Hausbau“ wurden nicht erklärt oder ignoriert, schrieb eine Zeitung im April 2016. Die Aussicht von vielen dieser Häuser war fantastisch, aber der Boden, auf dem sie standen, war extrem katastrophengefährdet.

Das Problem mit dem Stolz

Menschen, die schon zu ihren Lebzeiten ein gewisses Maß an Berühmtheit erringen, bezeichnet man oft als „Legende.“ Ein Freund von mir, der als Profi Baseball spielt, hat mir erzählt, dass er in der Welt des Sports aber auch häufig Menschen begegnet, die sich selbst für „legendär“ halten. Der Stolz hat es an sich, dass wir uns selbst verzerrt wahrnehmen, während die Demut ein realistisches Bild zeichnet.

Wie ein kleines Kind

Eines Abends vor vielen Jahren, nachdem ich ein Gute-Nacht-Gebet mit unserer zweijährigen Tochter gesprochen hatte, wurde meine Frau durch eine Frage überrascht. „Mami, wo ist Jesus?“

Mit Verspätung umgehen

Der weltweite Ausfall des Computersystems sorgte für weitverbreitete Flugstornierungen und Hunderttausende Passagiere strandeten an den Flughäfen. Während eines Wintersturms verursachten zahlreiche Autounfälle die Schließung großer Autobahnen. Die Person, die versprach „sofort“ zu antworten, tat es nicht. Verspätungen führen zwar oft zu Ärger und Frust, aber als Nachfolger Jesu haben wir das Vorrecht, bei ihm Hilfe zu suchen.

Das Bemühen um Einheit

Da ich in den 50er Jahren aufwuchs, stellte ich Rassismus und die Rassentrennung, die das tägliche Leben in der Stadt ausmachte, in der wir wohnten, nie in Frage. In Schulen, Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln und Nachbarschaften wurden Menschen unterschiedlicher Hautfarbe voneinander getrennt.