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Artikel von David C. McCasland

Wegweiser

Auf vielen Webseiten für Eltern findet man bei uns den Satz: „Bereite dein Kind auf den Weg vor, nicht den Weg für das Kind.“ Anstatt alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen und den Kindern den Weg zu ebnen, sollen wir ihnen beibringen, wie sie den Schwierigkeiten auf dem Weg begegnen können.

Samen ausstreuen

Vor kurzem habe ich eine wunderbare E-Mail bekommen. Eine Frau schrieb: „Ihre Mutter war 1958 in der Grundschule meine Lehrerin. Sie war eine gute Lehrerin und sehr nett, aber streng! Sie ließ uns Psalm 23 lernen und vor der Klasse aufsagen. Ich fand das schrecklich. Aber es war mein einziger Kontakt mit der Bibel bis 1997, als ich Christ wurde. Als ich den Psalm wieder las, kamen die Erinnerungen an Frau McCasland sofort zurück.“

Dienst der Erinnerung

Wenn wir Enttäuschungen erleben, werden wir womöglich wütend oder wir bekommen Schuldgefühle oder sind verunsichert. Ob wir durch eigene Entscheidungen Türen zugeschlagen haben, die vielleicht nie wieder aufgehen, oder ob uns ohne unser Verschulden etwas Übles widerfahren ist, oft empfinden wir, was Oswald Chambers „die unergründliche Traurigkeit über das ‚was hätte sein können‘“ nennt. Vielleicht versuchen wir, die Erinnerung zu unterdrücken, aber wir merken, es geht nicht.

Gib nicht auf

Bob Foster, mein Mentor und Freund seit über 50 Jahren, hat mich nie aufgegeben. Seine unveränderliche Freundschaft und Ermutigung, selbst in meinen dunkelsten Zeiten, haben mir durchgeholfen.

Er versteht

Auf die Frage, ob er meine, Unwissenheit und Gleichgültigkeit seien ein Problem in der heutigen Gesellschaft, erwiderte ein Mann lachend: „Keine Ahnung, und es ist mir auch egal.“

Auf dem Weg des Glaubens

Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1880 war Ben Hur, der Roman von Lew Wallace, nie vergriffen. Man sagt, es sei im neunzehnten Jahrhundert das christliche Buch mit dem größten Einfluss gewesen. Auch heute noch zieht die Geschichte über den echten Jesus und den fiktiven jüdischen Fürsten namens Judah Ben-Hur die Leser in ihren Bann.

Er hat das letzte Wort

Dawson Trotman, ein dynamischer Christ in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und Gründer der Navigatoren, betonte, wie wichtig die Bibel im Leben jedes Christen sein sollte. Trotman beschloss jeden Tag mit einer Übung, die er „Er hat das letzte Wort“ nannte. Ehe er ins Bett ging, meditierte er über einen Bibelvers oder -abschnitt, den er auswendig gelernt hatte, und betete um den Einfluss in seinem Leben und für den Platz, den er einnehmen sollte Er wollte, dass das letzte Wort, an das er an einem Tag dachte, ein Wort Gottes war.

Die beste Einladung

Vor kurzem erhielt ich in einer einzigen Woche mit der Post mehrere Einladungen. Alle, die mich zur „kostenlosen“ Teilnahme an Seminaren über den Ruhestand, den Kauf von Immobilien oder Lebensversicherungen einluden, wanderten sofort in den Papierkorb. Doch die Einladung zum Ehrentag eines alten Freundes wurde umgehend beantwortet: „Ja, ich komme!“ Einladung + Verlangen = Annahme.

Rennen und ruhen

Die Überschrift sprang mir in die Augen: „Ruhetage wichtig für Läufer.“ Der Artikel von einem ehemaligen Mitglied eines Bergläuferteams behandelte ein Thema, das passionierte Sportler manchmal ignorieren—der Körper braucht nach dem Einsatz Zeit zum Ruhen und sich Regenerieren. „Physiologisch gesehen werden die Anpassungen, die durch das Training ausgelöst werden, erst während der Ruhephase wirksam“, hieß es in dem Artikel. „Das heißt, dass Ruhe genauso wichtig ist wie das Training.“

Nach dir

In manchen Ländern ist es üblich, dass der Jüngere dem Älteren den Vortritt lässt. In anderen geht der zuerst durch die Tür, der wichtiger oder höhergestellt ist. Doch es gibt Momente, da fällt es uns schwer, einem anderen, etwa bei wichtigen Entscheidungen, den Vortritt einzuräumen, vor allem dann, wenn er eigentlich uns zustehen würde.

Mayday!

Das internationale Notsignal „Mayday“ wird immer dreimal hintereinander gesendet—„Mayday-Mayday-Mayday“—damit ganz klar ist, dass es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall handelt. Der Begriff wurde 1923 von Frederick Stanley Mockford, dem leitenden Funkoffizier am Flughafen London-Croydon, festgelegt. Am inzwischen stillgelegten Flughafen starteten und landeten viele Flüge von oder nach Paris-Bourget. Es wird vermutet, dass Mockford den Ausdruck vom französischen m’aider ableitete, kurz für „Helft mir“.

Einer von uns

Beim Abschiedsgottesdienst für Charles Schulz (1922-2000), den Erfinder der bekannten Peanuts-Comics, rühmte eine gute Bekannte von Schulz und ebenfalls Cartoonistin, Cathy Guisewite, seine Menschlichkeit und sein Mitgefühl. „Er schenkte uns Figuren, die genau wissen, wie uns zumute ist, die uns das Gefühl geben, nie allein zu sein. Und dann schenkte er uns sich selbst, den Cartoonisten, und gab uns das Gefühl, dass wir nie allein sind . . . Er machte uns Mut. Er litt mit uns. Er vermittelte uns das Gefühl, dass er genauso war wie wir.“

Treu sein

Kaleb war ein „treuer“ Mensch. Mit Josua und zehn anderen hatte er das gelobte Land erkundet und Mose und dem Volk Bericht erstattet. Kaleb hatte gesagt: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen“ (4.Mose 13,30). Aber zehn andere meinten, sie würden das nicht schaffen. Trotz Gottes Verheißung sahen sie nur Hindernisse (V.31-33).

Virales Evangelium

Das Viral Text-Projekt einer amerikanischen Universität untersucht, wie gedruckte Texte aus dem 19. Jahrhundert in Zeitungen verbreitet wurden—dem sozialen Medium jener Zeit. Wenn ein Artikel fünfzig Mal oder mehr abgedruckt wurde, wird das für das Industriezeitalter als „viral“ betrachtet. In einer Zeitschrift berichtet einer der Projekt-Mitarbeiter, dass ein Artikel aus dem 19. Jahrhundert, in dem es darum ging, wie viele Nachfolger Jesu wegen ihres Glaubens hingerichtet wurden, in mindestens 110 verschiedenen Publikationen erschien.

Schrottkünstler

Noah Purifoy begann seine Laufbahn als „Assemblage“-Künstler mit drei Tonnen Abfall. Aus kaputten Fahrradrädern und Kegelkugeln über entsorgte Reifen bis hin zu kaputten Fernsehern—Dingen, die nicht mehr gebrauchstüchtig sind—schuf er mit einem Kollegen Skulpturen, die eindrücklich bewusstmachen, wie Menschen von der modernen Gesellschaft als „Abfallprodukte“ behandelt werden.

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Gott verteidigen

Die Anti-Gott-Aufkleber erregten die Aufmerksamkeit eines Universitätsprofessors. Er war früher selbst Atheist und meinte, der Autobesitzer wollte damit vielleicht die Christen ärgern. „Leider erhält der Atheist oft genau die Reaktion, die er erwartet.“

Der blinzelnde Gott

„Gott ist wie ein Augenlid“, sagte meine Bekannte und ich zwinkerte überrascht. Wie meinte sie das?

Gott sehen

An öffentlichen Orten findet man manchmal Straßenmaler, die von Passanten lustige Porträts anfertigen. Die Karikaturen amüsieren uns, weil sie gewisse Züge an uns überzeichnen, so dass wir uns zwar wiedererkennen, die Sache aber trotzdem lustig finden.