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Artikel von David C. McCasland

Harmonisch

Unsere Enkelin spielt im Schulorchester. Beim letzten Konzert war ich beeindruckt, wie gut das Zusammenspiel der 11-und 12-Jährigen klappte. Hätten die einzelnen als Solisten auftreten wollen, hätten sie nicht erreicht, was das Orchester als Gesamtkörper schaffte. Holzbläser, Trompeten und Schlaginstrumente spielten ihre Stimmen und was herauskam, war fantastische Musik!

Im Rhythmus der Gnade

Ein bekanntes Ehepaar ist über neunzig und seit sechsundsechzig Jahren verheiratet. Für ihre Kinder, Enkel und Urenkel haben sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Das letzte Kapitel, „Ein Brief von Mama und Papa“, enthält ein paar wichtige Lektionen, die sie im Leben gelernt haben. Bei einer musste ich innehalten und mir ein paar Gedanken über mein eigenes Leben machen: „Wenn du meinst, der Glaube macht dich müde und raubt dir die Energie, dann praktizierst du Religion, anstatt eine lebendige Beziehung zu Jesus. Jesus macht nicht müde. Er belebt, gibt neue Kraft und Energie für das Leben“ (Matth. 11,28-29).

Eine Viertelstunde

Dr. Charles W. Eliot, langjähriger Präsident der Harvard-Universität, war der Meinung, dass jeder Mensch sich eine grundlegende Bildung verschaffen könne, wenn er nur regelmäßig jeden Tag ein paar Minuten in den großen Werken der Weltliteratur lesen würde. 1910 gab er die aus fünfzig Bänden bestehende Reihe der Harvard Klassiker heraus, in der er Auszüge aus Werken zu Geschichte, Naturwissenschaft, Philosophie und Kunst zusammengestellt hatte. Jedes Buch enthielt einen Abschnitt mit dem Titel „Eine Viertelstunde pro Tag“, in der Eliot selbst eine Anleitung für das Lesen gab und jeweils acht bis zehn Seiten Lektüre für jeden Tag des Jahres vorschlug.

Alles, was wir brauchen

Wenn ich sehe, was ich alles tun sollte, komme ich mir oft völlig unfähig vor. Ob es darum geht, Sonntagsschule zu halten, einem Freund einen Rat zu geben oder Artikel für dieses Heft zu schreiben, die Aufgabe scheint oft größer als meine Fähigkeiten. Wie Petrus habe ich noch viel zu lernen.

Gestört

Heute spricht man oft von dysfunktional, wenn von gestörten Personen, Familien, Beziehungen, Organisationen oder sogar Staaten die Rede ist. Während funktional bedeutet, dass alles richtig funktioniert, ist dysfunktional das Gegenteil—etwas funktioniert nicht richtig und kann seinen Zweck nicht erfüllen.

Wegweiser

Auf vielen Webseiten für Eltern findet man bei uns den Satz: „Bereite dein Kind auf den Weg vor, nicht den Weg für das Kind.“ Anstatt alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen und den Kindern den Weg zu ebnen, sollen wir ihnen beibringen, wie sie den Schwierigkeiten auf dem Weg begegnen können.

Samen ausstreuen

Vor kurzem habe ich eine wunderbare E-Mail bekommen. Eine Frau schrieb: „Ihre Mutter war 1958 in der Grundschule meine Lehrerin. Sie war eine gute Lehrerin und sehr nett, aber streng! Sie ließ uns Psalm 23 lernen und vor der Klasse aufsagen. Ich fand das schrecklich. Aber es war mein einziger Kontakt mit der Bibel bis 1997, als ich Christ wurde. Als ich den Psalm wieder las, kamen die Erinnerungen an Frau McCasland sofort zurück.“

Dienst der Erinnerung

Wenn wir Enttäuschungen erleben, werden wir womöglich wütend oder wir bekommen Schuldgefühle oder sind verunsichert. Ob wir durch eigene Entscheidungen Türen zugeschlagen haben, die vielleicht nie wieder aufgehen, oder ob uns ohne unser Verschulden etwas Übles widerfahren ist, oft empfinden wir, was Oswald Chambers „die unergründliche Traurigkeit über das ‚was hätte sein können‘“ nennt. Vielleicht versuchen wir, die Erinnerung zu unterdrücken, aber wir merken, es geht nicht.

Gib nicht auf

Bob Foster, mein Mentor und Freund seit über 50 Jahren, hat mich nie aufgegeben. Seine unveränderliche Freundschaft und Ermutigung, selbst in meinen dunkelsten Zeiten, haben mir durchgeholfen.

Er versteht

Auf die Frage, ob er meine, Unwissenheit und Gleichgültigkeit seien ein Problem in der heutigen Gesellschaft, erwiderte ein Mann lachend: „Keine Ahnung, und es ist mir auch egal.“

Auf dem Weg des Glaubens

Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1880 war Ben Hur, der Roman von Lew Wallace, nie vergriffen. Man sagt, es sei im neunzehnten Jahrhundert das christliche Buch mit dem größten Einfluss gewesen. Auch heute noch zieht die Geschichte über den echten Jesus und den fiktiven jüdischen Fürsten namens Judah Ben-Hur die Leser in ihren Bann.

Er hat das letzte Wort

Dawson Trotman, ein dynamischer Christ in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und Gründer der Navigatoren, betonte, wie wichtig die Bibel im Leben jedes Christen sein sollte. Trotman beschloss jeden Tag mit einer Übung, die er „Er hat das letzte Wort“ nannte. Ehe er ins Bett ging, meditierte er über einen Bibelvers oder -abschnitt, den er auswendig gelernt hatte, und betete um den Einfluss in seinem Leben und für den Platz, den er einnehmen sollte Er wollte, dass das letzte Wort, an das er an einem Tag dachte, ein Wort Gottes war.

Die beste Einladung

Vor kurzem erhielt ich in einer einzigen Woche mit der Post mehrere Einladungen. Alle, die mich zur „kostenlosen“ Teilnahme an Seminaren über den Ruhestand, den Kauf von Immobilien oder Lebensversicherungen einluden, wanderten sofort in den Papierkorb. Doch die Einladung zum Ehrentag eines alten Freundes wurde umgehend beantwortet: „Ja, ich komme!“ Einladung + Verlangen = Annahme.

Rennen und ruhen

Die Überschrift sprang mir in die Augen: „Ruhetage wichtig für Läufer.“ Der Artikel von einem ehemaligen Mitglied eines Bergläuferteams behandelte ein Thema, das passionierte Sportler manchmal ignorieren—der Körper braucht nach dem Einsatz Zeit zum Ruhen und sich Regenerieren. „Physiologisch gesehen werden die Anpassungen, die durch das Training ausgelöst werden, erst während der Ruhephase wirksam“, hieß es in dem Artikel. „Das heißt, dass Ruhe genauso wichtig ist wie das Training.“

Nach dir

In manchen Ländern ist es üblich, dass der Jüngere dem Älteren den Vortritt lässt. In anderen geht der zuerst durch die Tür, der wichtiger oder höhergestellt ist. Doch es gibt Momente, da fällt es uns schwer, einem anderen, etwa bei wichtigen Entscheidungen, den Vortritt einzuräumen, vor allem dann, wenn er eigentlich uns zustehen würde.

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Schweigen

Langsam fuhr der Lastwagen mit Hilfsgütern an den verwitterten Hütten vorbei. Plötzlich kam ein gemauertes Haus in Sicht. Es gehörte dem Bürgermeister. Doch er wohnte nicht hier, sondern in seiner Luxuswohnung in der Stadt, während die Bevölkerung kaum das Lebensnotwendigste hatte.

Ein Becher des Trostes

Eine Freundin hatte mir per Post aus ihren handgefertigten Töpferwaren etwas geschickt. Beim Öffnen des Pakets stellte ich fest, dass die schönen Stücke beim Transport beschädigt worden waren. Einer der Becher war in ein paar große Teile und viele kleine Scherben zerbrochen.