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Artikel von Dennis Fisher

Der sprechende Baum

Eines der ältesten christlichen Gedichte in der englischen Literatur ist „The Dream of the Rood“ (dt. Der Traum vom Kreuz). Das Wort rood kommt vom altenglischen rod oder „Stab“ und bezieht sich auf das Kreuz, an dem Jesus starb. Das Gedicht erzählt die Geschichte der Kreuzigung aus der Sicht des Kreuzes. Als der Baum, aus dem es gezimmert wird, erfährt, dass er verwendet werden soll, um den Sohn Gottes zu töten, wehrt er sich. Aber Jesus bittet ihn um Hilfe, damit er für alle, die an ihn glauben, die Erlösung schaffen kann.

Herzen heilen

V or kurzem ging ich zu einer Schneiderin, um ein paar Kleider ändern zu lassen, und staunte über das, was ich an den Wänden des Ladens sah. Auf einem Schild hieß es: „Wir können Ihre Kleider ändern, aber nur Gott ändert Ihr Herz.“ Daneben hing ein Bild mit einer weinenden Maria Magdalena, kurz bevor der auferstandene Herr sich ihr offenbarte. Auf einem anderen Aushang stand: „Brauchen Sie Hilfe? Wir beten für Sie.“

Hilferuf

Am 11. September 2001 arbeitete Stanley Praimnath im 81. Stockwerk des Südturms vom World Trade Center in  New York, als er ein Flugzeug direkt auf sich zufliegen   sah. Schnell suchte er unter einem Schreibtisch Schutz und schickte ein Stoßgebet zu Gott: „Herr, ich weiß nicht, was tun. Übernimm du!“

In seiner Gegenwart

Zeit mit Gott verbringen

Manchmal verschlingen hektische Ansprüche an uns, jede Möglichkeit entspannt in Gottes Gegenwart zu ruhen. Aber auch an den ruhigen Tagen, kann man leicht die Wichtigkeit übersehen, entspannt Zeit mit Gott zu verbringen. Beten zu dürfen, ist ein wichtiges Vorrecht. Wie oft unterbrechen wir jedoch unser Tun, um tatsächlich mit unserem himmlischen Vater zu reden. „In seiner Gegenwart“…

Heil gemacht

Im zweiten Weltkrieg war mein Vater mit der amerikanischen Armee im Südpazifik im Einsatz. Damals wollte er mit Religion nichts zu tun haben. „Ich brauche keine Krücke“, sagte er. Aber dann kam der Tag, an dem sich seine Einstellung zum Glauben grundlegend änderte. Meine Mutter erwartete das dritte Kind und die Wehen setzten ein. Als mein Bruder und ich am Abend ins Bett gingen, waren wir ganz aufgeregt und freuten uns darauf, am nächsten Morgen das neue Brüderchen oder Schwesterchen begrüßen zu können. Doch als wir aufstanden und Papa ganz gespannt fragten: „Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“, erwiderte er: „Es war ein kleines Mädchen, aber sie war bei der Geburt schon tot.“ Zusammen beweinten wir den Verlust.

Restaurierungsarbeiten

Adam Minter ist im Abfallgeschäft tätig. Dafür reist er um die ganze Welt. In seinem Buch Junkyard Planet beschreibt  er, wie aus der Abfallverwertung eine Milliardenindustrie   geworden ist. Firmen aus der ganzen Welt sind auf der Jagd nach Abfallmaterial wie Kupferdrähten, Textilien und Plastik, um es produktiv wiederzuverwerten.

Gottes bleibendes Wort

Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurde die Stadt Warschau bei Luftangriffen fast vollständig zerstört. Überall lagen Mauerreste, zerborstene Rohre und Glasscherben herum. Doch ein Haus in der Innenstadt war, wenn auch beschädigt, zum größten Teil erhalten geblieben. Es handelte sich um die Geschäftsstelle der Internationalen Bibelgesellschaft. An einer der Wände konnte man noch immer lesen: „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Matth. 24,35).

Das Kreuz von Hollywood

Eines der bekanntesten Merkmale in Amerika ist der HOLLYWOOD-Schriftzug in Südkalifornien. Menschen aus der ganzen Welt kommen in die „Traumfabrik“, um im Asphalt die Fußabdrücke der Stars zu bestaunen und vielleicht einen von ihnen zu Gesicht zu bekommen. Die Schrift in den Bergen ist für sie kaum zu übersehen.

Nicht aufgeben!

1952 versuchte Florence Chadwick, von der Küste Kaliforniens die 26 Meilen bis zur Insel Santa Catalina zu schwimmen. Nach fünfzehn Stunden nahm ihr dichter Nebel die Sicht, sie verlor die Orientierung und gab auf. Leider erfuhr sie hinterher, dass sie nur noch eine Meile von ihrem Ziel entfernt gewesen war.

Eisblumen

Mit fünfzehn Jahren war Wilson Bentley fasziniert von Schneeflocken. Er betrachtete sie durch ein altes Mikroskop, das seine Mutter ihm geschenkt hatte, und fertigte hunderte von Zeichnungen an, um die vielfältigen Muster festzuhalten. Doch die Flocken schmolzen viel zu schnell, um sie im Detail zu erfassen. Ein paar Jahre später, 1885, hatte er eine Idee. Er befestigte eine Balgenkamera am Mikroskop und nach vielen vergeblichen Versuchen machte er das erste Foto von einer Schneeflocke. Im Laufe seines Lebens fotografierte er 5000 Schneeflocken und jede sah anders aus. Er bezeichnete die Flocken als „kleine Wunder der Schönheit“ und „Eisblumen“.

Tor zum Paradies

Der italienische Künstler Lorenzo Ghiberti (1378-1455) verbrachte einige Jahre seines Lebens damit, Bilder aus dem Leben Jesu für die Bronzetüren des Baptisteriums in Florenz zu gießen. Die Reliefs sind so eindrücklich, dass Michelangelo eine der Türen als Paradiestür bezeichnete.

Auf Flügeln

In seinem Buch On the Wing (dt. Auf Flügeln) berichtet Alan Tennant von seinen Versuchen, die Routen des Wanderfalken zu verfolgen. Wegen seiner Schönheit, Eleganz und Kraft wurde der faszinierende Raubvogel früher von Kaisern und Adligen als Jagdgefährte hoch geschätzt. Durch den breiten Einsatz des Pestizids DDT in den 1950er Jahren wurde der Bestand jedoch sehr dezimiert und der Wanderfalke steht heute auf der Liste der gefährdeten Arten.

Insel der Barmherzigkeit

Charity Island (dt. etwa „Insel der Barmherzigkeit“) ist die größte Insel der Saginaw-Bucht im Huronsee im US-Bundesstaat Michigan. Viele Jahre hat sie mit ihrem Leuchtturm den vorbeifahrenden Schiffen Orientierung gegeben und den Weg in den sicheren Hafen gezeigt. Ihren Namen bekam die Insel, weil die Schiffer glaubten, sie sei „der Barmherzigkeit Gottes“ zu verdanken.

Die Freude seiner Gegenwart

Die Hauptaufgabe des Menschen ist es, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu freuen, heißt es im Westminster-Katechismus. Große Teile der Bibel rufen uns dazu auf, den lebendigen Gott zu preisen und ihm zu danken. Wenn wir Gott ehren, feiern wir ihn als die Quelle, aus der alles Gute fließt.

Mit dem Feuer spielen

Als ich klein war, warnte meine Mutter mich davor, mit dem Feuer zu spielen. Trotzdem wollte ich eines Tages wissen,  was passieren würde, wenn ich es doch tat. Mit Streichhol   zschachtel und Papier ging ich in den Hof, kniete auf den Boden und zündete das Papier an. Das Herz schlug mir dabei bis zum Hals.

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Harmonisch

Unsere Enkelin spielt im Schulorchester. Beim letzten Konzert war ich beeindruckt, wie gut das Zusammenspiel der 11-und 12-Jährigen klappte. Hätten die einzelnen als Solisten auftreten wollen, hätten sie nicht erreicht, was das Orchester als Gesamtkörper schaffte. Holzbläser, Trompeten und Schlaginstrumente spielten ihre Stimmen und was herauskam, war fantastische Musik!

Schweigen

Langsam fuhr der Lastwagen mit Hilfsgütern an den verwitterten Hütten vorbei. Plötzlich kam ein gemauertes Haus in Sicht. Es gehörte dem Bürgermeister. Doch er wohnte nicht hier, sondern in seiner Luxuswohnung in der Stadt, während die Bevölkerung kaum das Lebensnotwendigste hatte.

Ein Becher des Trostes

Eine Freundin hatte mir per Post aus ihren handgefertigten Töpferwaren etwas geschickt. Beim Öffnen des Pakets stellte ich fest, dass die schönen Stücke beim Transport beschädigt worden waren. Einer der Becher war in ein paar große Teile und viele kleine Scherben zerbrochen.