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Artikel von Joe Stowell

Verbundenheit mit Jesus

Ich werde nie den Zeitpunkt vergessen, als ich das Privileg hatte, bei einem Essen neben Billy Graham zu sitzen. Ich fühlte mich geehrt, war aber auch etwas nervös, weil ich nicht wusste, was ich Angemessenes sagen sollte. Ich dachte, dass es interessant wäre, die Konversation mit der Frage zu beginnen, was er in den Jahren als Geistlicher am liebsten hatte. Dann begann ich ungeschickt ein paar Antworten vorzuschlagen. War es die Bekanntschaft mit Präsidenten, Königen oder Königinnen? Oder das Predigen des Evangeliums vor Millionen von Menschen in der ganzen Welt?

Die Kunst eines dankbaren Herzens

An unserem Hochzeitstag versprachen Martie und ich uns gerne, einander treu zu sein, „in guten wie in schlechten Tagen, in Krankheit und Gesundheit, in Reichtum und Armut.“ Vielleicht erscheint es merkwürdig, Versprechen für die trostlose Realität der schlechten Zeiten, Krankheit und Armut, an einem fröhlichen Hochzeitstag einzuschließen. Aber es unterstreicht die Tatsache, dass das Leben oft „schlechte“ Zeiten beinhaltet.

Extreme Maßnahmen

Vor ein paar Jahren hat einmal eine Bekannte auf dem Bahnhof in der Menschenmenge ihren Sohn verloren. Eine schreckliche Erfahrung. Verzweifelt rief sie seinen Namen, fuhr mit der Rolltreppe wieder nach oben und suchte alles ab, wo sie durchgekommen waren. Die Minuten schienen ihr wie Stunden, bis ihr Sohn plötzlich—zum Glück—wieder auftauchte und in die Sicherheit ihrer Arme lief.

Eine andere Art von Liebe

Eine meiner Lieblingsgemeinden hat vor ein paar Jahren mit dem Dienst an ehemaligen Häftlingen begonnen, die wieder in der Gesellschaft Fuß fassen wollten. Inzwischen blüht sie und wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht. Ich liebe diese Gemeinde, weil ich in ihr sehe, wie ich mir den Himmel vorstelle—voll der verschiedensten Menschen, Sünder, denen vergeben wurde und die nun durch die Liebe Jesu zusammengehalten werden.

Durch stürmische Fluten

Ich war das erste Mal beim Wildwasser-Rafting dabei und ganz begeistert—bis ich vor uns das Rauschen von den Stromschnellen hörte. Plötzlich schwankten meine Gefühle zwischen Unsicherheit, Angst und Zweifel. Ich spürte, das hier war nichts für Angsthasen! Und dann war es schon vorüber. Der Führer hinten im Schlauchboot hatte uns durchgelotst. Ich war in Sicherheit—zumindest bis zu den nächsten Stromschnellen.

Lange Schatten

Vor einigen Jahren übernachtete ich mit meiner Frau in einer Frühstückspension im englischen Yorkshire. Wir waren dort mit vier anderen englischen Ehepaaren, die wir aber nicht kannten. Als wir nach dem Essen noch bei einer Tasse Kaffee zusammensaßen, drehte sich das Gespräch bald um unsere Berufe. Ich war damals Präsident des Moody Bible Institute in Chicago und nahm an, dass keiner der Anwesenden das MBI oder seinen Gründer, D. L. Moody, kennen würde. Als ich den Namen der Schule nannte, war die erste, überraschende Reaktion: „Der Moody von Moody und Sankey?“ Und ein anderer Gast fügte an: „Wir haben zu Hause ein Liederbuch von Sankey und wir versammeln uns oft ums Klavier und singen daraus.“ Ich war verblüfft! Der Evangelist Dwight Moody und sein Musiker Ira Sankey hatten vor mehr als 120 Jahren in England Evangelisationsversammlungen abgehalten und ihr Einfluss wirkte immer noch nach.

Dankspiel

In der Hochschule, an der ich arbeite, ziehen wir jeden Herbst an Thanksgiving ein riesiges Fest auf. Die Studenten sind jedes Mal begeistert! Letztes Jahr machten ein paar von ihnen an ihrem Tisch ein Spiel. Jeder musste etwas nennen, wofür er oder sie dankbar war—und zwar in nicht mehr als drei Sekunden. Es durfte nicht schon einmal genannt worden sein. Wer zu lange brauchte, flog raus.

Ruhe für die Seele

Ich saß in einem Konzert, aber meine Gedanken wollten zu einem Problem wandern, das sich nicht abschütteln ließ. Zum Glück war die Ablenkung nur von kurzer Dauer, denn nun setzte ein Männerchor ein und die Worte des Liedes, das sie sangen, sprachen direkt zu meiner Seele. Tränen stiegen mir in die Augen, als mir wieder neu bewusst wurde, dass nur Gott wahren Frieden schenken kann:

Ein reiches Vermächtnis

Ich war auf einer Dienstreise und sah vom Hotelzimmer aus, dass in der Kirche gegenüber ein Gottesdienst stattfand. Die Menschen strömten in die Kirche. Für viele gab es nur noch Stehplätze und Jung und Alt standen bis hinaus auf die Straße. Als ich den Leichenwagen am Straßenrand sah, ging mir auf, dass es sich um eine Beerdigung handelte. Angesichts der Menschenmenge nahm ich an, dass es um eine lokale Berühmtheit ging—vielleicht einen reichen Geschäftsmann. Deshalb sagte ich zu dem Mann an der Rezeption: „Das ist ja eine riesige Trauerfeier. Der Mann war wohl sehr berühmt.“

Für immer Freunde

Eine Lebensweisheit, die ich im Lauf der Jahre schätzen gelernt habe, ist der von meinem Vater oft wiederholte Satz: „Joe, gute Freunde sind einer der größten Schätze im Leben.“ Wie wahr! Mit guten Freunden bist du nie allein. Sie sehen, was du brauchst, und teilen Freud und Leid mit dir.

In seiner Gegenwart

W ir waren sehr betroffen, als wir erfuhren, dass man bei Cindy, einer guten Freundin, Krebs festgestellt hatte. Cindy war eine lebhafte Person, die jeder gern um sich hatte. Meine Frau und ich freuten uns, als wir hörten, dass die Gefahr gebannt war, doch ein paar Monate später kam der Krebs mit voller Kraft zurück. In unseren Augen war Cindy noch viel zu jung zum Sterben. Ihr Mann erzählte mir später von ihren letzten Stunden. Als sie schon ganz schwach war und kaum mehr sprechen konnte, flüsterte sie ihm zu: „Bitte, bleib bei mir.“ Was sie in diesen dunklen Stunden brauchte, war seine liebende Gegenwart.

Gott im Normalfall

Zeugnisse von Menschen, in deren Leben Gott ganz besonders gewirkt hat, können für uns zur Herausforderung werden. Wir freuen uns mit ihnen über Gebetserhörungen, aber vielleicht fragen wir uns auch, wieso wir in der letzten Zeit so wenig von seinem Wirken gespürt haben.

Große Literatur

V or kurzem las ich einen Artikel darüber, was große Literatur ausmacht. Der Autor meinte, große Literatur „verändert uns. Wenn man mit dem Lesen fertig ist, ist man ein anderer Mensch“.

Herzkontrolle

W enn ich mit dem Zug nach Chicago fahre, halte ich mich immer an den „ungeschriebenen Verhaltenskodex“—dass man zum Beispiel kein Gespräch mit den Menschen neben einem anfängt, wenn man sie nicht kennt. Für einen wie mich, für den es praktisch keine Fremden gibt, ist das immer sehr schwer. Ich lerne gern neue Leute kennen! Doch auch wenn ich mich an das Schweigegebot halte, kann ich viel über die anderen erfahren. Ich muss zum Beispiel nur beobachten, welchen Teil der Zeitung sie lesen. Wirtschaft? Sport? Politik? Aktuelles? Ihre Wahl verrät viel über ihre Interessen.

Das Beste kommt noch

März bedeutet in unserer Familie mehr als nur das Ende des Winters. März bedeutet, dass die Basketballmannschaften am College ein Fun-Turnier organisieren. Als treue Fans schauen wir begeistert zu und feuern unsere Lieblingsteams an. Wenn wir früh genug einschalten, können wir noch hören, wie die Reporter sich über die bevorstehenden Spiele unterhalten, und können sogar zuschauen, wie die Spieler sich warmlaufen und einspielen.

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