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Artikel von Keila Ochoa

Wie heißt dein Vater?

Als ich im Nahen Osten ein Mobiltelefon kaufen wollte, wurden mir die typischen Fragen gestellt: Name, Staatsangehörigkeit, Adresse. Der Verkäufer füllte das Formular aus, doch an einer Stelle fragte er noch: „Wie heißt Ihr Vater?“ Ich war überrascht und fragte mich, wieso das wichtig war. Da, wo ich herkomme, ist es nicht wichtig, den Namen des Vaters zu kennen. Doch hier war es nötig, um meine Identität festzustellen. In manchen Kulturkreisen hat es eine Bedeutung, von wem man abstammt.

Von Gott getrieben

Vor ein paar Monaten erhielt ich eine E-Mail, die mich einlud, einem Netzwerk für „getriebene Menschen“ beizutreten. Ich wollte wissen, was mit „getrieben“ genau gemeint war, und erfuhr, dass ein getriebener ein hoch motivierter Mensch ist, der nach Erfolg strebt und hart arbeitet, um seine Ziele zu erreichen.

Der verlorene Ring

Wenn ich meine Hände anschaue, werde ich jedes Mal daran erinnert, dass ich meinen Verlobungsdiamanten und den Ehering verloren habe. Ich war am Packen für eine Reise und versuchte gleichzeitig, noch ein paar andere Dinge zu erledigen und habe immer noch keine Ahnung, was mit den Ringen passiert ist.

Hirte meines Lebens

Als mein Sohn in eine neue Klasse kam, jammerte er: „Ich will meinen Lehrer behalten!“ Wir mussten ihm erst klarmachen, dass ein Lehrerwechsel zum Leben gehört. Aber fragen wir uns nicht selbst manchmal, ob es überhaupt Beziehungen gibt, die ein Leben lang halten?

Ein reiches Erbe

Oma und Opa Harris hatten nicht viel Geld, aber sie schafften es, jedes Weihnachtsfest für meine Cousins und Cousinen und mich zu etwas Besonderem zu machen. Immer gab es viel Essen, viel Spaß und viel Liebe. Und von Kindheit an lernten wir, dass Jesus der Grund unserer Feiern war.

Besser als eine Piñata

Ein mexikanisches Fest ohne Piñata ist undenkbar—einem Karton oder Krug mit Süßigkeiten oder anderen Leckereien. Die Kinder schlagen mit einem Stock danach, um an den Inhalt zu gelangen.

Das Gute und das Schlechte

Eine gute Bekannte schickte mir eine SMS, in der es hieß: „Ich bin so froh, dass wir über alles reden können, das Gute und das Schlechte!“ Wir sind schon lange befreundet und haben gelernt, über das, was uns freut, genauso zu reden wie über unser Versagen. Wir wissen, dass wir längst nicht vollkommen sind, deshalb reden wir über unsere Probleme. Aber wir freuen uns auch, wenn der anderen etwas gelingt.

Auf Gott hören

Mein kleiner Sohn hört gern meine Stimme, außer wenn ich laut und bestimmt seinen Namen rufe und frage: „Wo steckst du?“ Meistens hat er dann nämlich irgendetwas angestellt und versucht, sich vor mir zu verstecken. Ich will, dass er meine Stimme hört, weil mir daran liegt, dass es ihm gut geht und ihm nichts passiert.

Der Schatz in Grab 7

1932 entdeckte der mexikanische Archäologe Alfonso Caso am Monte Alban in Oaxaca das Grab 7. Darin fand er unter anderen Hunderten von Schmuckstücken aus der Zeit vor der spanischen Eroberung den „Schatz von Monte Alban“. Er ist einer der größten Funde der mexikanischen Archäologie. Wie begeistert mag Caso gewesen sein, als er etwa einen Becher aus reiner Jade in den Händen hielt.

Brot!

Ich lebe in einer mexikanischen Stadt, in der man jeden Morgen und Abend den lauten Ruf hört: „Brot!“ Ein Mann mit einem riesigen Korb an seinem Fahrrad bietet eine breite Vielfalt süßer und salziger Brote zum Verkauf an. Früher wohnte ich in einer größeren Stadt, in der ich in die Bäckerei gehen musste. Jetzt freue ich mich, dass mir das Brot an die Tür gebracht wird.

Zählen lernen

Mein Sohn lernt gerade, von eins bis zehn zu zählen. Er zählt alles, vom Spielzeug bis zu den Bäumen. Er zählt Dinge, die ich leicht übersehe, etwa die wilden Blumen an seinem Schulweg oder die Zehen an meinen Füßen.

Bleib dran!

Mein Sohn liest gern. Wenn er mehr Bücher liest, als die Schule verlangt, bekommt er eine Auszeichnung. Das ermutigt und motiviert ihn, an der Sache dranzubleiben.

Wohlgeruch

Eine Parfümeurin sagt, bei bestimmten Duftzusammenstellungen könne sie genau erkennen, wer das Parfüm kreiert habe. Mit einem Schnuppern könne sie etwa sagen: „Das ist Jennys Werk.“

Alles kommt von Gott

Ich war achtzehn, als ich die erste Vollzeitstelle antrat. Damals lernte ich, wie wichtig es ist, sein Geld zu sparen. Ich arbeitete und sparte, bis ich genug Geld für ein Schuljahr zusammenhatte. Dann musste meine Mutter ins Krankenhaus und dringend operiert werden und mir wurde klar, dass ich ja genug auf der Bank hatte, um ihre Operation zu zahlen.

Wachet und betet

Von meinem Fenster aus kann ich den 1700 Meter hohen Cerro del Borrego sehen, den „Berg der Schafe“. 1862 fiel die französische Armee in Mexiko ein. Während der Feind sein Lager im Zentralpark von Orizaba aufschlug, lagerte das mexikanische Heer auf dem Gipfel dieses Berges. Sein Befehlshaber versäumte es allerdings, den Zugang zum Gipfel bewachen zu lassen. Als die mexikanischen Truppen schliefen, griffen die Franzosen an und töteten 2000 Soldaten.

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Eine andere Art von Liebe

Eine meiner Lieblingsgemeinden hat vor ein paar Jahren mit dem Dienst an ehemaligen Häftlingen begonnen, die wieder in der Gesellschaft Fuß fassen wollten. Inzwischen blüht sie und wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht. Ich liebe diese Gemeinde, weil ich in ihr sehe, wie ich mir den Himmel vorstelle—voll der verschiedensten Menschen, Sünder, denen vergeben wurde und die nun durch die Liebe Jesu zusammengehalten werden.

Ein sicherer Ort

Zusammen mit meiner Tochter wollte ich zu einem größeren Familientreffen fahren. Weil sie etwas nervös war wegen der langen Fahrt, bot ich ihr an, dass ich fahren könnte. „Gut“, erwiderte sie. „Aber lass uns mein Auto nehmen. Kannst du es fahren?“ Ihr Auto ist etwas geräumiger als mein kleines. Deshalb fragte ich zurück: „Ist dir meins zu eng?“ „Nein“, entgegnete sie. „Aber mein Auto ist mein Zufluchtsort. Irgendwie fühle ich mich darin sicherer.“

Schönheit ohne Ende

Ich liebe den Grand Canyon. Wenn ich an seinem Rand stehe, erkenne ich jedes Mal neue Aspekte von Gottes schöpferischer Hand, die mir den Atem rauben.