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Artikel von Linda Washington

Das Bild der Verzweiflung

Während der Weltwirtschaftskrise nahm die berühmte Fotografin Dorothea Lange ein Bild von Florence Owens Thompson und ihren Kindern auf. Dieses bekannte Foto, Migrant Mother, ist das Bild der Verzweiflung einer Mutter in den Nachwirkungen einer verdorbenen Ernte. Dorothea Lange hoffte, die Behörden auf die Not der verzweifelten Erntehelfer aufmerksam zu machen.

Geduldiger Glaube

Ernest Shackleton (1874-1922) leitete 1914 eine Expedition durch die Antarktis. Als das Schiff mit dem passenden Namen Endurance (Ausdauer) im Weddell-Meer im Eis eingeschlossen wurde, kam es zu einem Ausdauerrennen ums Überleben. Shackleton hatte keine Möglichkeit, die Außenwelt zu benachrichtigen. So machte er sich mit seiner Crew in Rettungsbooten auf den Weg zur nächsten Küste—Elephant Island. Dort blieb der größte Teil der Besatzung zurück. Shackleton und fünf weitere Männer brauchten zwei Wochen, um die 1300 km nach Südgeorgien zurückzulegen. Die „misslungene“ Expedition ging als siegreiche Unternehmung in die Geschichtsbücher ein, da es Shackleton dank seines Muts und seiner Ausdauer gelang, die gesamte Besatzung zu retten.

Schnee—das weiße Wunder

Mit einem Prisma untersuchte Isaac Newton im siebzehnten Jahrhundert, wie das Licht uns hilft, verschiedene Farben zu sehen. Er fand heraus, dass ein Gegenstand eine bestimmte Farbe anzunehmen scheint, wenn Licht durch ihn hindurchgeht oder von ihm reflektiert wird. Ein einzelner Eiskristall erscheint uns durchsichtig. Schnee entsteht, wenn viele Eiskristalle aufeinanderprallen. Wenn Licht auf sie alle fällt, wirkt der Schnee weiß.

Stärkung schwacher Knie

Als Kind hörte ich ein Lied mit der Textzeile: „Er sah nicht auf meine Fehler, sah meine Not und verzieh“, ich hörte nicht richtig hin und verstand: „Er sah nicht auf meine Fehler, sah meine Not und der Knie“.

Versagen ist unmöglich

„Versagen ist unmöglich!“ Diese Worte sprach Susan B. Anthony (1820-1906), die bekannt war für ihre kompromisslose Haltung zu Frauenrechten in den USA. Trotz ständiger Kritik, späterer Verhaftung und Verurteilung wegen illegaler Wahlen, schwor sie, niemals den Kampf aufzugeben, um das Wahlrecht für Frauen zu erlangen. Sie war überzeugt, dass ihre Sache rechtens war. Auch wenn sie die Frucht ihrer Arbeit nicht mehr erlebte, bewahrheitete sich ihre Aussage. Im Jahr 1920 gewährte der 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten den Frauen das Wahlrecht.

Reifen und Entwickeln

In einem Video auf YouTube erklärt ein Käser, wie er den Käse reifen lässt, damit er mehr Gehalt und Geschmack bekommt. Bevor ein Käselaib auf den Markt kommt, lagert er sechs bis zwölf Monate in einer unterirdischen Höhle. Die Luftfeuchtigkeit und sorgfältige Pflege sind wichtig für den gesamten Prozess. „Wir tun unser Bestes, um die richtige Umgebung zu schaffen, in der der Käse reifen und sich entwickeln kann“, erklärt er.

Ein Licht in der Dunkelheit

In einem Buch über eine nordkoreanische Familie beschreibt der Autor, Herr Bae, Gottes Treue und die Kraft des Evangeliums, die die Dunkelheit durchdringt. Sein Großvater, seine Eltern und seine eigene Familie wurden alle verfolgt, weil sie ihren Glauben an Christus weitergaben. Jedoch geschah etwas Interessantes, als Herr Bae im Gefängnis saß, weil er einem Freund von Gott erzählt hatte: Sein Glaube wuchs. Das galt auch für seine Eltern, als sie in ein Konzentrationslager geschickt wurden. Sie erzählten selbst dort von Christi Liebe weiter. Herr Bae erkannte die Wahrheit von Johannes 1,5: „Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen.“

Zungenzähmer

In Westwärts mit der Nacht, beschreibt die Autorin Beryl Markham ihre Arbeit mit Camciscan, einem störrischen Hengst, den sie zu zähmen hatte. Sie fand ihren Meister in Camciscan. Egal, welche Strategie sie anwandte, so konnte sie diesen stolzen Hengst niemals ganz zähmen, sondern nur einen Sieg über seinen sturen Willen erzielen.

Aus dem Mund der Säuglinge

Nachdem sie eine Weile zugesehen hatte, wie die zehnjährige Viola einen Ast als Mikrofon benutzte, um einen Prediger nachzuahmen, beschloss Michele, Viola bei einer evangelistischen Veranstaltung in einem Dorf predigen zu lassen. Viola war bereit. Michele, eine Missionarin im Südsudan, schreibt: „Die Zuhörer waren hin und weg … Ein kleines, ausgesetztes Kind stand als Tochter des Königs aller Könige vor ihnen und sprach vom Reich Gottes. Die Hälfte der Zuhörer kam nach vorn, um Jesus anzunehmen.”

Der Stimmungsaufheller

*Als ich am Bahnhof auf meinen wöchentlichen Pendelzug wartete, häuften sich negative Gedanken in meinem Kopf wie die Pendler, die warteten, um den Zug zu besteigen. Stress wegen Schulden, unfreundlichen Bemerkungen, die zu mir gesagt wurden, Hilflosigkeit angesichts einer kürzlichen Ungerechtigkeit, die einem Familienmitglied angetan wurde. Als der Zug endlich ankam, war ich in einer schrecklichen Stimmung.

Das Gebet und die Kettensäge

Ich respektiere die Furchtlosigkeit meiner Tante Gladys, auch wenn es genau diese Furchtlosigkeit ist, die mir manchmal Sorgen macht. Der Ursprung meiner Sorge kam in Form von Neuigkeiten, die sie in einer E-Mail mitteilte: „Gestern habe ich einen Walnussbaum gefällt.“

Die höchste Befriedigung

Als wir im Bibelunterricht Snacks für die Kinder verteilten, bemerkten wir einen kleinen Jungen, der seinen Snack verschlang. Dann aß er auch die Reste der anderen Kinder an seinem Tisch. Selbst nachdem ich ihm eine Tüte Popcorn gab, war er noch nicht gesättigt. Als Leiter machten wir uns Sorgen, warum dieser kleine Junge so hungrig war.

Eingeschränktes Urteilsvermögen

Ich war immer schnell dabei, über andere zu urteilen, wenn sie die Straße entlanggingen und auf ihr Telefon starrten. ‘Wie können sie sich der Autos nicht bewusst sein, die sie erfassen könnten?’, fragte ich mich selbst. ‘Sorgen sie sich nicht um ihre eigene Sicherheit?’ Aber eines Tages, als ich die Zufahrt einer schmalen Gasse überquerte, war ich so in eine Textnachricht vertieft, dass ich das Auto links von mir nicht sah. Zum Glück sah der Fahrer mich und bremste abrupt. Aber es war beschämend für mich. Mein selbstgerechter, moralischer Zeigefinger zeigte jetzt auf mich. Ich hatte andere verurteilt, nur um das Gleiche zu tun.

Der Rat meines Vaters

Nachdem ich aus einer Redaktionstätigkeit entlassen wurde, betete ich und bat Gott mir zu helfen, einen neuen Job zu finden. Aber als die Wochen vergingen und meine Versuche durch Networking und Bewerbungen scheiterten, begann ich zu schmollen. „Weißt du denn nicht, wie wichtig es ist, dass ich einen Job habe“, fragte ich Gott mit gekreuzten Armen des Protests angesichts meiner scheinbar unbeantworteten Gebete.

Eine neue Gemeinschaft

Die fünfjährige Tochter, Maija, meiner Freundin Carrie hat eine interessante Einstellung zum Spielen. Sie liebt es, Puppen aus verschiedenen Spielen zu mischen, um eine neue Gemeinschaft zu präsentieren. In ihrer Fantasiewelt gehört alles zusammen. Dies sind ihre Leute. Sie glaubt, dass sie am glücklichsten sind, wenn sie zusammen sind, trotz verschiedener Größen und Gestalten.

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