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Artikel von Linda Washington

Reifen und Entwickeln

In einem Video auf YouTube erklärt ein Käser, wie er den Käse reifen lässt, damit er mehr Gehalt und Geschmack bekommt. Bevor ein Käselaib auf den Markt kommt, lagert er sechs bis zwölf Monate in einer unterirdischen Höhle. Die Luftfeuchtigkeit und sorgfältige Pflege sind wichtig für den gesamten Prozess. „Wir tun unser Bestes, um die richtige Umgebung zu schaffen, in der der Käse reifen und sich entwickeln kann“, erklärt er.

Ein Licht in der Dunkelheit

In einem Buch über eine nordkoreanische Familie beschreibt der Autor, Herr Bae, Gottes Treue und die Kraft des Evangeliums, die die Dunkelheit durchdringt. Sein Großvater, seine Eltern und seine eigene Familie wurden alle verfolgt, weil sie ihren Glauben an Christus weitergaben. Jedoch geschah etwas Interessantes, als Herr Bae im Gefängnis saß, weil er einem Freund von Gott erzählt hatte: Sein Glaube wuchs. Das galt auch für seine Eltern, als sie in ein Konzentrationslager geschickt wurden. Sie erzählten selbst dort von Christi Liebe weiter. Herr Bae erkannte die Wahrheit von Johannes 1,5: „Das Licht scheint in der Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht auslöschen.“

Zungenzähmer

In Westwärts mit der Nacht, beschreibt die Autorin Beryl Markham ihre Arbeit mit Camciscan, einem störrischen Hengst, den sie zu zähmen hatte. Sie fand ihren Meister in Camciscan. Egal, welche Strategie sie anwandte, so konnte sie diesen stolzen Hengst niemals ganz zähmen, sondern nur einen Sieg über seinen sturen Willen erzielen.

Aus dem Mund der Säuglinge

Nachdem sie eine Weile zugesehen hatte, wie die zehnjährige Viola einen Ast als Mikrofon benutzte, um einen Prediger nachzuahmen, beschloss Michele, Viola bei einer evangelistischen Veranstaltung in einem Dorf predigen zu lassen. Viola war bereit. Michele, eine Missionarin im Südsudan, schreibt: „Die Zuhörer waren hin und weg … Ein kleines, ausgesetztes Kind stand als Tochter des Königs aller Könige vor ihnen und sprach vom Reich Gottes. Die Hälfte der Zuhörer kam nach vorn, um Jesus anzunehmen.”

Der Stimmungsaufheller

*Als ich am Bahnhof auf meinen wöchentlichen Pendelzug wartete, häuften sich negative Gedanken in meinem Kopf wie die Pendler, die warteten, um den Zug zu besteigen. Stress wegen Schulden, unfreundlichen Bemerkungen, die zu mir gesagt wurden, Hilflosigkeit angesichts einer kürzlichen Ungerechtigkeit, die einem Familienmitglied angetan wurde. Als der Zug endlich ankam, war ich in einer schrecklichen Stimmung.

Das Gebet und die Kettensäge

Ich respektiere die Furchtlosigkeit meiner Tante Gladys, auch wenn es genau diese Furchtlosigkeit ist, die mir manchmal Sorgen macht. Der Ursprung meiner Sorge kam in Form von Neuigkeiten, die sie in einer E-Mail mitteilte: „Gestern habe ich einen Walnussbaum gefällt.“

Die höchste Befriedigung

Als wir im Bibelunterricht Snacks für die Kinder verteilten, bemerkten wir einen kleinen Jungen, der seinen Snack verschlang. Dann aß er auch die Reste der anderen Kinder an seinem Tisch. Selbst nachdem ich ihm eine Tüte Popcorn gab, war er noch nicht gesättigt. Als Leiter machten wir uns Sorgen, warum dieser kleine Junge so hungrig war.

Eingeschränktes Urteilsvermögen

Ich war immer schnell dabei, über andere zu urteilen, wenn sie die Straße entlanggingen und auf ihr Telefon starrten. ‘Wie können sie sich der Autos nicht bewusst sein, die sie erfassen könnten?’, fragte ich mich selbst. ‘Sorgen sie sich nicht um ihre eigene Sicherheit?’ Aber eines Tages, als ich die Zufahrt einer schmalen Gasse überquerte, war ich so in eine Textnachricht vertieft, dass ich das Auto links von mir nicht sah. Zum Glück sah der Fahrer mich und bremste abrupt. Aber es war beschämend für mich. Mein selbstgerechter, moralischer Zeigefinger zeigte jetzt auf mich. Ich hatte andere verurteilt, nur um das Gleiche zu tun.

Der Rat meines Vaters

Nachdem ich aus einer Redaktionstätigkeit entlassen wurde, betete ich und bat Gott mir zu helfen, einen neuen Job zu finden. Aber als die Wochen vergingen und meine Versuche durch Networking und Bewerbungen scheiterten, begann ich zu schmollen. „Weißt du denn nicht, wie wichtig es ist, dass ich einen Job habe“, fragte ich Gott mit gekreuzten Armen des Protests angesichts meiner scheinbar unbeantworteten Gebete.

Eine neue Gemeinschaft

Die fünfjährige Tochter, Maija, meiner Freundin Carrie hat eine interessante Einstellung zum Spielen. Sie liebt es, Puppen aus verschiedenen Spielen zu mischen, um eine neue Gemeinschaft zu präsentieren. In ihrer Fantasiewelt gehört alles zusammen. Dies sind ihre Leute. Sie glaubt, dass sie am glücklichsten sind, wenn sie zusammen sind, trotz verschiedener Größen und Gestalten.

Wenn einer leidet, leiden alle

Als ein Arbeitskollege sich aufgrund von starken Schmerzen krank meldete, waren alle im Büro besorgt. Nach einem Ausflug ins Krankenhaus und einem Tag Bettruhe, kehrte er zur Arbeit zurück und zeigte uns die Ursache der Schmerzen—ein Nierenstein. Er bat seinen Arzt, ihm den Stein als Souvenir mit zu geben. Als ich den Stein betrachtete, zuckte ich voll Mitleid zusammen und erinnerte mich an den Gallenstein, den ich vor einigen Jahren hatte. Der Schmerz war qualvoll gewesen.

Führe mich zum Fels

Als ich einen Luftbefeuchter kaufen wollte, bemerkte ich eine ältere Frau, die den Gang hoch—und runterging. Ich fragte mich, ob sie wohl auch einen Luftbefeuchter kaufen wollte und stellte mich an die Seite, bis sie näherkam. Schon bald redeten wir über einen Grippevirus in unserer Gegend, der einen anhaltenden Husten und Kopfschmerzen bei ihr zurückgelassen hatte.

Lob im Leid

„Es ist Krebs.“ Ich wollte stark sein, als Mutter diese Worte sagte. Stattdessen brach ich in Tränen aus. Man will so einen Satz nicht ein einziges Mal hören. Aber bei Mutter war jetzt schon zum dritten Mal Krebs festgestellt worden. Bei einer Mammographie hatte man unter dem Arm einen bösartigen Tumor gefunden.

Ein wütender Gott?

Als ich im College griechische und römische Mythologie studierte, überraschte es mich, wie launenhaft und leicht erregbar die mythologischen Götter in den Geschichten waren. Die Menschen als Empfänger des Ärgers fanden ihre Leben zerstört, manchmal völlig willkürlich.

Mit Gottes Hilfe

Je älter ich werde, desto mehr tun mir die Gelenke weh, vor allem, wenn es kalt ist. Dann fühle ich mich nicht als Sieger, sondern als eine, die von den Mühen des Älterwerdens besiegt wird.

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