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Artikel von Monica La Rose

Unvorstellbare Versprechen

Wenn gerade alles schiefläuft, meinen wir leicht, jetzt sei alles zu spät und wir hätten alle Chancen verspielt. So jedenfalls schildert Elias, ein ehemaliger Häftling in einem Hochsicherheitsgefängnis, seine Gefühle. „Ich habe Versprechen nicht eingehalten … das Versprechen auf eine Zukunft, auf das, was ich eigentlich hätte sein können.“

Eine Zukunft

Im Jahr 1994, als Südafrika den Übergang von einer durch die Apartheid (erzwungene Rassentrennung) geprägten Regierung zu einer Demokratie vollzog, stand es vor der schwierigen Frage, wie es mit den unter der Apartheid begangenen Verbrechen umgehen sollte. Die Führer des Landes konnten die Vergangenheit nicht ignorieren, aber allein durch die Verhängung harter Strafen für die Schuldigen riskierten sie, die Wunden des Landes zu vertiefen. Wie Desmond Tutu, der erste schwarze anglikanische Erzbischof Südafrikas, in seinem Buch „No Future Without Forgiveness“ (Keine Zukunft ohne Vergebung) erklärte: „Wir hätten sehr wohl Gerechtigkeit, vergeltende Gerechtigkeit und ein in Asche liegendes Südafrika haben können.“

Nützliche Versuchung

Thomas von Kempen, ein Mönch des 15. Jahrhunderts, schenkt uns in dem Klassiker Nachfolge Christi eine Perspektive auf die Versuchung, die vielleicht etwas überraschend ist. Anstatt sich auf den Schmerz und die Schwierigkeiten zu konzentrieren, die Versuchung mit sich bringen kann, schreibt er: „Versuchungen sind nützlich, denn sie machen uns demütig, sie können uns reinigen und sie können uns lehren.“ Von Kempen erklärt: „Der Schlüssel zum Sieg ist wahre Demut und Geduld. In ihnen können wir den Feind überwinden.“

Leben in den Zweigen

Meine Freundin hörte nachdenklich zu, als ich ihr nach einer stressigen Woche von meinem Gefühlschaos erzählte. Dann zeigte sie auf die Bäume vor dem Fenster, die in goldenen Herbstfarben leuchteten und ihre Äste im Wind wiegten.

Das Geheimnis

Manchmal habe ich den Verdacht, dass mein Kater an einer extremen Form von FOMO leidet (Fear of missing out—die Angst, etwas zu verpassen). Wenn ich vom Einkaufen komme, stürzt er sich auf die Tüten. Wenn ich Gemüse schneide, streckt er sich auf die Hinterbeine, um zu sehen, was es gibt, und bettelt mich an. Aber wenn ich ihm etwas gebe, verliert er schnell das Interesse und wendet sich mit einem Ausdruck vorwurfsvoller Langeweile ab.

Hier sind Drachen?

Nach einer Legende haben im Mittelalter die Kartographen die Grenzen der bekannten Welt auf ihren Karten mit der Aufschrift versehen: „Hier sind Drachen“ - oft neben lebendigen Illustrationen der schrecklichen Bestien, die angeblich dort lauerten.

Von außen nach innen?

„Veränderung: Von innen nach außen oder von außen nach innen?“, lautete die Schlagzeile und reflektiert damit einen Trend unserer Zeit—dass äußerliche Veränderungen unser inneres Empfinden positiv beeinflussen—und womöglich sogar unser Leben verändern—können.

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