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Artikel von Marion Stroud

Was kann ich schenken?

In einem Jahr wählte das Team, das in unserer Gemeinde für die Weihnachtsdekoration zuständig ist, das Thema „Wunschzettel“. Anstatt überall den gewohnten silbernen und goldenen Schmuck aufzuhängen, gaben sie allen einen roten oder grünen Anhänger. Auf der einen Seite sollten sie aufschreiben, was sie sich von Jesus wünschten, und auf der anderen, was sie selbst dem Einen schenken wollten, dessen Geburt wir feierten.

Alle willkommen!

Der Kinoabend, für den so viel gebetet worden war, war endlich gekommen. Im ganzen Dorf hatte man Plakate aufgehängt und im Ofen wartete die Pizza. Mit dem Film—über eine Gang, die von einem Jugendpastor mit den Aussagen Jesu konfrontiert wurde—wollte man auch neue Teilnehmer für die Jugendgruppe interessieren.

Kopf hoch!

Emil war ein Obdachloser, der bei seinen Wanderungen durch die Stadt ein ganzes Jahr lang immer nur auf den Boden blickte. Er schämte sich davor, den Blicken der anderen zu begegnen. Womöglich würden sie ihn erkennen, denn er hatte nicht immer auf der Straße gelebt. Aber mehr noch lag ihm daran, eventuell eine verlorene Münze zu finden oder eine nur halb gerauchte Zigarette. Der Blick nach unten wurde für ihn so zur Gewohnheit, dass sich mit der Zeit seine Wirbelsäule verkrümmte und er sich nur mit größter Mühe überhaupt noch aufrichten konnte.

Lebenslang lernen

Mary war verwitwet und nun machte auch die Gesundheit Probleme. Deshalb bot ihre Tochter ihr die neue „Oma-Wohnung“ in ihrem Haus an. Zwar musste sie dazu ihre Freunde verlassen und der Rest der Familie war weiter entfernt. Aber Mary freute sich über Gottes Fürsorge.

Zeit des Wachsens

In der Küche ihrer neuen Wohnung entdeckte Debbie eine vertrocknete Pflanze. Den verstaubten Blättern nach zu urteilen, war es eine Orchidee. Debbie stellte sich vor, wie schön die Blume aussähe, wenn sie erst wieder blühen würde. Sie stellte den Topf ans Fenster, schnitt die toten Blätter ab und gab reichlich Wasser. Sie kaufte Dünger und goss damit die Wurzeln. Woche für Woche inspizierte sie die Pflanze, aber kein neuer Trieb kam. „Ich gebe ihr noch einen Monat“, sagte sie zu ihrem Mann. „Wenn bis dann nichts passiert ist, werfe ich sie weg.“

Der Duft Christi

W elcher der fünf Sinne weckt in dir die deutlichsten Erinnerungen? Bei mir ist es eindeutig der Geruchssinn. Eine bestimmte Sorte Sonnenöl bringt mich direkt an einen Strand in Frankreich. Hühnerfutter versetzt mich zurück in die Kindheit und die Besuche bei meiner Großmutter. Tannenduft sagt: „Weihnachten“ und ein gewisses Rasierwasser erinnert mich an die Teenagerzeit meines Sohnes.

Gottes Weg

W ir brauchten Gottes Rat. Man hatte uns gebeten, für drei Monate zwei Pflegekinder aufzunehmen. Nun musste über ihre Zukunft entschieden werden. Unsere drei Kinder waren schon älter und es passte nicht unbedingt in unseren Plan, jetzt noch einmal mit Vorschulkindern anzufangen. Da stießen wir im Andachtsbuch der früheren Missionarin Amy Carmichael auf ein paar Verse aus dem vierten Buch Mose.

Bitte eintreten

Jennys Haus liegt an einer kleinen Landstraße, die in Stoßzeiten oft von Leuten befahren wird, die den Verkehr auf der Hauptstraße und die vielen Ampeln umgehen wollen. Vor ein paar Wochen kamen Arbeiter, um den Straßenbelag zu erneuern. Sie stellten große Absperrungen auf und Schilder mit „Durchfahrt verboten“. „Zuerst hat mich das ziemlich genervt“, sagt Jenny, „weil ich dachte, ich könnte mit dem Auto nicht mehr raus, bis die Arbeiten fertig sind. Aber dann habe ich mir die Schilder etwas näher angesehen und gemerkt, dass es heißt: „Durchfahrt verboten. Zufahrt für Anwohner frei.“ Die Sperren gelten also nicht für mich. Ich darf rein und raus fahren, wann ich will, weil ich hier wohne. Ein tolles Gefühl!“

Gedankenlose Worte

Meine Tochter war in letzter Zeit häufig krank und ihr Mann kümmerte sich rührend um sie. „Da hast du einen wahren Schatz!“, sagte ich zu ihr.

Dafür habe ich Jesus

Sorgenfreie Zeiten gibt es im Leben kaum einmal, aber manchmal ist die Not wirklich erschreckend groß.

Also hat Gott . . .

Am 28. Juli 2014 jährte sich der Beginn des 1. Weltkriegs zum  hundertsten Mal. In den englischen Medien erinner-   ten viele Diskussionen und Dokumentarsendungen an den Ausbruch des Konflikts, der vier Jahre dauern sollte. Selbst eine Unterhaltungssendung, die in einem Kaufhaus spielt, brachte eine Episode aus dem Jahr 1914. Sie zeigte junge Angestellte, die sich freiwillig an die Front meldeten. Beim Betrachten dieser opferbereiten Männer spürte ich einen Kloß im Hals. Sie waren so jung, so begeistert und zogen in einen so aussichtslosen Kampf.

Wer ist mein Nächster?

Mary ging gern zu den wöchentlichen Treffen ihrer Gemeinde, wo sie sich mit ihren Freundinnen traf, um zu beten, Gott zu loben und über die Predigt des vergangenen Sonntags zu sprechen. Diese Woche sollte es um den Unterschied gehen zwischen zur Kirche „gehen“ und in einer leidenden Welt Kirche „sein“. Sie freute sich schon auf das Wiedersehen mit den Frauen und die lebhaften Gespräche.

Mein Wille

Zwei kleine Jungen spielten ein kompliziertes Spiel mit Stöcken und einem Seil. Nach ein paar Minuten sagte der ältere verärgert zu seinem Freund: „Du machst es nicht richtig. Das ist mein Spiel und wir spielen es so, wie ich will. Du darfst nicht mehr mitspielen!“ Der Wunsch, dass die Dinge so laufen, wie wir es wollen, entsteht schon früh!

Auf dem Wasser gehen

Als ich Segeln lernte, musste ich zu den kleinen Booten, in denen der Unterricht stattfand, immer über einen schwankenden Steg laufen. Ich fand das schrecklich. Ich habe keinen guten Gleichgewichtssinn und hatte immer Angst, ich würde beim Einsteigen zwischen Steg und Boot ins Wasser fallen. Deshalb hätte ich beinahe aufgegeben. „Schau mich an“, sagte der Lehrer. „Ich bin hier und fange dich auf, wenn du ausrutschst.“ Ich tat, was er sagte, und bin nun stolze Besitzerin eines offiziellen Segelscheins!

Festgefahren!

Wir saßen fest! Während ich den Kranz auf dem Grab meiner Eltern ablegte, fuhr mein Mann den Wagen von der Straße, damit ein anderes Auto vorbei konnte. Es hatte wochenlang geregnet und der Parkplatz war völlig durchweicht. Als wir weg wollten, stellten wir fest, dass wir festsaßen. Die Räder drehten durch und gruben sich immer tiefer in den Schlamm.

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