Autoren

Alle anzeigen

Artikel von Poh Fang Chia

Geflügelte Sonne

Fünf Jahre lag ein Siegel, das man bei Ausgrabungen an der südlichen Stadtmauer Jerusalems gefunden hatte, in einem Schrank im archäologischen Institut in Jerusalem. Erste Untersuchungen hatten keine Erkenntnisse über das fast 3000 Jahre alte Fundstück gebracht. Erst als ein Forscher die Inschrift etwas genauer untersuchte, kam es zu einer erstaunlichen Entdeckung. Dort stand: „Eigentum von Hiskia [Sohn von Ahas], König von Juda.“

Was Simon sagt

Refuge Rabindranath ist schon seit über zehn Jahren Jugendarbeiter auf Sri Lanka. Oft ist er bis tief in die Nacht mit den Jugendlichen zusammen, spielt mit ihnen, hört ihnen zu und berät sie. Er arbeitet gern mit jungen Menschen. Aber manchmal ist er auch enttäuscht, wenn Schüler, die vielversprechend angefangen haben, sich vom Glauben entfernen. An manchen Tagen fühlt er sich deshalb ein bisschen wie Simon Petrus in Lukas 5.

Den Lauf vollenden

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio erregten zwei Läuferinnen des 5000-Meter-Laufs die Aufmerksamkeit der ganzen Welt. Nach etwa 3200 Metern stießen Nikki Hamblin aus Neuseeland und Abbey D’Agostino aus den USA zusammen und stürzten. Abbey war schnell wieder auf den Beinen und half Nikki, hochzukommen. Kurz darauf schwächelte Abbey, weil sie sich beim Sturz offensichtlich verletzt hatte. Nun blieb Nikki stehen und ermunterte sie zum Weiterlaufen. Als Abbey schließlich über die Ziellinie stolperte, wartete Nikki bereits auf sie und nahm sie in die Arme. Ein schönes Bild gegenseitiger Hilfe!

Den ersten Schritt machen

Tham Dashu spürte, dass in seinem Leben etwas fehlte. Also fing er an, in die Kirche zu gehen—dieselbe, die seine Tochter besuchte. Aber sie gingen nie gemeinsam. Vor langer Zeit hatte er ihr Unrecht getan und das hatte einen Keil zwischen sie getrieben. So schlüpfte er nun in den Saal, wenn das erste Lied erklang, und ging sofort nach dem letzten Amen.

Was bleibt?

Eine Bekannte hat in letzter Zeit viel Schweres durchgemacht. Sie schrieb vor kurzem: „In den letzten vier Semestern hat sich wahnsinnig viel verändert . . . Es ist beängstigend. Nichts bleibt.“

Du nicht

David hatte die Pläne gezeichnet. Er hatte die Einrichtung entworfen und das Material herangeschafft. Er hatte alle Vorbereitungen getroffen (siehe 1.Chron. 28,11-19). Aber der erste Tempel, der in Jerusalem gebaut wurde, ist als Tempel Salomos bekannt geworden, nicht Davids.

Vollkommene Liebe

Ihre Stimme zitterte, als sie von den Problemen mit ihrer Tochter erzählte. Weil sie sich wegen der zweifelhaften Freunde des Mädchens sorgte, hatte sie ihr Handy konfisziert und überwachte sie auf Schritt und Tritt. Doch ihr Verhältnis zueinander wurde nur noch schlimmer.

Kein Mangel

Stell dir vor, du würdest ohne Gepäck auf eine Reise gehen—ohne Kleider zum Wechseln, ohne Geld und Kreditkarten, ohne die allernötigsten Dinge. Irgendwie unklug und beängstigend, oder?

Das Leben finden

Die Worte von Ravis Vater saßen: „Du bist ein Versager und eine Schande für die Familie.“ Anders als seine begabten Geschwister galt Ravi nur als peinlich. Er versuchte es im Sport und war sogar sehr gut, aber er fühlte sich trotzdem als Verlierer. Was soll aus mir werden?, fragte er sich. Bin ich wirklich nichts wert? Kann ich mich irgendwie schmerzfrei aus diesem Leben verabschieden? Der Gedanke ließ ihn nicht los, aber er sprach mit niemandem darüber. Das tat man in seiner Kultur einfach nicht. „Wie es in dir aussieht, geht niemand was an“, hatte man ihn gelehrt. „Die Fassade muss gewahrt bleiben.“

Schläge eines Freundes

Charly beklagte sich bei einem Freund über seine Rückenschmerzen. Er suchte nur ein bisschen Anteilnahme. Stattdessen bekam er eine ehrliche Antwort. „Ich glaube nicht, dass dein Rücken das Problem ist“, erwiderte nämlich sein Freund. „Es ist dein Bauch. Dein Bauch ist zu dick und belastet deine Wirbelsäule.“

Ein sicherer Hafen

Ein junger Japaner hatte ein Problem—er hatte Angst, das Haus zu verlassen. Um keinem Menschen zu begegnen, schlief er am Tag und verbrachte die Nacht mit fernsehen. Er war ein hikikomori, ein moderner Eremit. Das Problem begann, als er wegen seiner schlechten Noten aufhörte, in die Schule zu gehen. Je länger er sich von der Gesellschaft fernhielt, desto mehr fühlte er sich als Außenseiter. Mit der Zeit riss der Kontakt zur Familie und Freunden völlig ab. Was ihm wieder zurückhalf, war der Besuch eines Jugendclubs in Tokio, der als ibasho bekannt ist—als sicherer Ort, an dem gestrandete Menschen lernen können, sich wieder zu integrieren.

Kalorienbremse

Ich liebe Roti prata, die Eierpfannkuchen aus meiner Heimat Singapur. Deshalb staunte ich, als ich las, dass eine 57 Kilo schwere Person 30 Minuten lang mit 8 Stundenkilometern laufen muss, um 240 Kalorien zu verbrennen. Soviel Kalorien hat ein einziger Roti prata.

Wer sagt es ihm?

Der zweite Weltkrieg war vorbei. Man hatte Frieden geschlossen. Aber Hiroo Onoda, ein junger Leutnant der japanischen Armee auf einer Insel der Philippinen, wusste nichts davon. Man versuchte ihn ausfindig zu machen. Flugblätter wurden über seinem Standort abgeworfen, auf denen stand, dass der Krieg vorbei sei. Aber Onoda, dessen letzter Befehl 1945 gelautet hatte, zu bleiben und zu kämpfen, hielt sie für feindliche Propaganda. Erst im März 1974 ergab er sich—fast 30 Jahre nach Kriegsende—als sein früherer Kommandant von Japan auf die Philippinen reiste, den ursprünglichen Befehl aufhob und Onoda offiziell aus dem Dienst entließ. Nun glaubte er endlich, dass der Krieg vorbei war.

Mach mal Pause

Der Wecker klingelt. Viel zu früh. Aber vor dir liegt ein langer Tag. Du musst an die Arbeit, Verabredungen einhalten, dich um andere kümmern oder alles zusammen und noch mehr. Nun, du bist nicht allein. Tag für Tag eilen wir alle von einer Angelegenheit zur nächsten. Immer in Eile, immer in Hetze.

Liebe lernen

Die Liebe ist nicht nur schön. Sie macht uns auch verletzlich. Und wir fragen uns vielleicht: „Wieso soll ich andere lieben, wenn sie es mir doch nicht danken?“ Der Apostel Paulus nennt einen ganz einfachen Grund, warum wir lieben sollen: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Strebt nach der Liebe!“ (1.Kor. 13,13-14,1).

Verwandte Themen

> Unser Täglich Brot

Eine andere Art von Liebe

Eine meiner Lieblingsgemeinden hat vor ein paar Jahren mit dem Dienst an ehemaligen Häftlingen begonnen, die wieder in der Gesellschaft Fuß fassen wollten. Inzwischen blüht sie und wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht. Ich liebe diese Gemeinde, weil ich in ihr sehe, wie ich mir den Himmel vorstelle—voll der verschiedensten Menschen, Sünder, denen vergeben wurde und die nun durch die Liebe Jesu zusammengehalten werden.

Ein sicherer Ort

Zusammen mit meiner Tochter wollte ich zu einem größeren Familientreffen fahren. Weil sie etwas nervös war wegen der langen Fahrt, bot ich ihr an, dass ich fahren könnte. „Gut“, erwiderte sie. „Aber lass uns mein Auto nehmen. Kannst du es fahren?“ Ihr Auto ist etwas geräumiger als mein kleines. Deshalb fragte ich zurück: „Ist dir meins zu eng?“ „Nein“, entgegnete sie. „Aber mein Auto ist mein Zufluchtsort. Irgendwie fühle ich mich darin sicherer.“

Schönheit ohne Ende

Ich liebe den Grand Canyon. Wenn ich an seinem Rand stehe, erkenne ich jedes Mal neue Aspekte von Gottes schöpferischer Hand, die mir den Atem rauben.