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Artikel von Winn Collier

Mutig aufstehen

Während die meisten Kirchenführer sich Hitler unterwarfen, gehörte der Theologe und Pastor Martin Niemöller zu den mutigen Menschen, die dem Bösen der Nazis widerstanden. Ich las eine Geschichte, die beschrieb, wie in den 1970ern ein großer älterer Deutscher vor einem großen Hotel stand, während ein scheinbar jüngerer Mann mit dem Gepäck der Gruppe beschäftigt war. Jemand fragte, wer diese Gruppe sei. „Deutsche Pastoren“, lautete die Antwort. „Und der jüngere Mann?“ „Das ist Martin Niemöller — er ist achtzig. Aber er blieb jung, weil er sich nicht fürchtet.“

Fehlinformation

Bei einem Städtetrip wollten meine Frau und ich kürzlich nicht den Abend im Hotel verbringen, nur weil es schneite, sondern wir beschlossen, mit dem Taxi zu einem kubanischen Restaurant in der Nähe zu fahren. Nachdem ich das Ziel in die App des Taxidienstes eingegeben hatte, musste ich erst einmal schlucken. Die kurze Fahrt sollte über tausend Pfund kosten! Als ich mich vom Schock erholt hatte, stellte ich fest, dass ich versehentlich eine Fahrt nach Hause geordert hatte — ein paar hundert Meilen weiter weg!

In Gottes Gnade sinken

Am 8. Januar 1964 tat der siebzehnjährige Randy Gardner etwas, was er elf Tage und fünfundzwanzig Minuten lang nicht gemacht hatte — er schlief. Er wollte den Weltre kord im Schlafentzug aus dem Guinness-Buch der Rekorde brechen. Mit viel Trinken, Basketball und Kegelspielen gelang es ihm, eineinhalb Wochen ohne Schlaf auszukommen. Bevor er kollabierte, waren sein Geschmacks-, sein Geruchs- und sein Hörsinn beeinträchtigt. Jahrzehnte später litt Gardner unter Phasen schwerer Schlaflosigkeit. Er hatte einen Rekord aufgestellt, aber auch bestätigt — der Mensch braucht Schlaf.

Zerreißt den Himmel

In einer kürzlich geführten Unterhaltung, in der eine Freundin mir erzählte, dass sie ihren Glauben aufgegeben hat, hörte ich eine bekannte Klage: Wie kann ich an einen Gott glauben, der scheinbar nie etwas tut? Diese herzzerreißende Frage stellt sich wohl fast allen von uns an dem einen oder anderen Punkt, wenn wir über Gewalt in den Nachrichten lesen und uns mit unseren eigenen Schmerzen herumschleppen. Die Enttäuschung meiner Freundin offenbarte ihr tiefes Bedürfnis danach, dass Gott sich für sie einsetzt — eine Sehnsucht, die wir wohl alle kennen.

Unser einladender Gott

Unsere Gemeinde in Amerika trifft sich in einer alten Schule, die im Jahr 1958 schloss, anstatt sich einem Gerichtsurteil der Integration zu beugen (das Urteil, Afroamerikaner in Schulen zu unterrichten, die zuvor nur von Weißen besucht wurden). Im nächsten Jahr wurde die Schule wiedereröffnet und Elva, die nun ein Mitglied unserer Gemeinde ist, war eine der schwarzen Schülerinnen, die in eine weiße Welt geworfen wurde. „Ich wurde aus meiner sicheren Gemeinschaft herausgenommen, von Lehrern getrennt, die Teil unseres Lebens waren“, erinnert sich Elva, „und in eine beängstigende Umgebung einer Klasse mit nur einem weiteren schwarzen Schüler gesteckt.“ Elva litt, weil sie anders war, aber sie wurde zu einer Frau des Mutes, Glaubens und der Vergebung.

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