Kategorie  |  Unser Täglich Brot

Gemeinsam gedeihen

Mein Mann Alan stand unter den Flutlichtern, die das Spielfeld erhellten, als ein Mitglied der gegnerischen Mannschaft einen Ball in die Luft schlug. Mit dem Blick auf den Ball rannte Alan mit voller Geschwindigkeit auf die dunkelste Ecke des Spielfeldes zu – und knallte in den Maschendrahtzaun.

Gott hält uns

Der Südafrikaner Fredie Blom wurde 2020 116 Jahre alt; er ist weithin als der älteste lebende Mann anerkannt. Er wurde 1904 geboren, in dem Jahr, in dem die Gebrüder Wright ihren Flyer II bauten, und hat beide Weltkriege, die Apartheid und die Weltwirtschaftskrise durchlebt. Wenn man ihn nach dem Geheimnis seiner Langlebigkeit fragt, zuckt Blom nur mit den Schultern. Wie viele von uns hat er nicht immer die Nahrungsmittel und Praktiken gewählt, die das Wohlbefinden fördern. Dennoch bietet Blom einen Grund für seine bemerkenswerte Gesundheit: „Es gibt nur einen Grund, nämlich [Gott]. Er hat die ganze Macht . . . Er hält mich.“

Den Fremden lieben

Als ich in ein anderes Land zog, hatte ich bei einer meiner ersten Erfahrungen das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Nachdem ich einen Platz in der kleinen Kirche gefunden hatte, in der mein Mann an diesem Tag predigte, erschreckte mich ein schroffer älterer Herr, als er sagte: „Geht weiter nach hinten.“ Seine Frau entschuldigte sich und erklärte mir, dass ich in der Bank saß, auf der sie immer saßen. Jahre später erfuhr ich, dass die Gemeinden früher Bänke vermietet haben, wodurch Geld für die Kirche gesammelt wurde und auch sichergestellt wurde, dass niemand den Platz eines anderen einnehmen konnte. Offenbar hat sich ein Teil dieser Mentalität über die Jahrzehnte erhalten.

Was fehlt: Weisheit

Der zweijährige Kenneth wurde vermisst. Doch innerhalb von drei Minuten nach dem Anruf seiner Mutter bei den Notdiensten fand ihn jemand auf dem Jahrmarkt in der Nähe seines Hauses. Seine Mutter hatte versprochen, dass er später an diesem Tag zu seinem Großvater gehen könne. Aber er war mit seinem Spielzeugtraktor dorthin gefahren und hatte ihn an seinem Lieblingsplatz geparkt. Als der Junge sicher zu Hause war, entfernte sein Vater klugerweise die Batterie des Spielzeugs.

Die Drachen des Lebens bekämpfen

Hast du je gegen einen Drachen gekämpft? Wenn du mit Nein antwortest, dann widerspricht dir der Autor Eugene Peterson. In dem Buch Die Seele geht zu Fuß—Glauben in einer beschleunigten Welt, schreibt er: „Drachen sind die Projektionen unserer Ängste, schreckliche Konstruktionen von allem, was uns verletzen könnte ...“. Worum geht es Peterson hier? Das Leben ist voller Drachen: die lebensbedrohliche gesundheitliche Krise, der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, die kaputte Ehe, das entfremdete verlorene Kind. Diese ‚Drachen‘ sind die überdimensionierten Gefahren und Schwächen des Lebens, die wir alleine nicht bekämpfen können.

Eine kritische Reaktion

Harte Worte tun weh. So kämpfte mein Freund – ein preisgekrönter Autor – damit, wie er auf die Kritik, die er erhielt, reagieren sollte. Sein neues Buch hatte fünf Sterne-Rezensionen und eine große Auszeichnung erhalten. Dann gab ihm ein angesehener Zeitschriftenkritiker ein heimliches Kompliment und beschrieb sein Buch als gutgeschrieben, kritisierte es aber dennoch hart. Er wandte sich an Freunde und fragte: „Wie soll ich reagieren?“

Der Charakter von Zax

In einer der skurrilen Geschichten von Dr. Seuss beschreibt er einen „nach Norden gehenden Zax und einen nach Süden gehenden Zax“. Bei einer Begegnung Nase an Nase tritt keiner der beiden Zax zur Seite. Der erste Zax gelobt wütend, dass er sich nicht vom Fleck rührt – selbst wenn „die ganze Welt dadurch stillsteht“. (Unbeirrt bewegt sich die Welt weiter und baut eine Straße um sie herum).

Sind wir wichtig?

Seit einigen Monaten korrespondiere ich mit einem jungen Mann, der viel über den Glauben nachdenkt. Bei einer Gelegenheit schrieb er: „Wir sind nicht mehr als winzige, klitzekleine, unbedeutende Flecken auf der Zeitachse der Geschichte. Sind wir wichtig?“

Du wirst sie wiedersehen

Das Zimmer war schummrig und still, als ich einen Stuhl nahe an Jacquies Bett zog. Vor einem dreijährigen Kampf gegen den Krebs war meine Freundin eine lebhafte Person gewesen. Ich konnte mir noch immer ihre lachenden Augen voller Leben vorstellen, ihr Gesicht war von einem Lächeln erhellt. Jetzt war sie ruhig und still, und ich besuchte sie in einer speziellen Pflegeeinrichtung.

Fang mit dem Ende an

„Was willst du werden, wenn du groß bist?“ Diese Frage wurde mir als Kind oft gestellt. Und die Antworten änderten sich wie der Wind. Ein Arzt. Ein Feuerwehrmann. Ein Missionar. Ein Lobpreisleiter. Ein Physiker – oder besser gesagt, MacGyver! (eine beliebte Fernsehfigur). Jetzt, als Vater von vier Kindern, denke ich daran, wie schwierig es für sie sein muss, diese Frage gestellt zu bekommen. Es gibt Zeiten, in denen ich sagen möchte: „Ich weiß, was du großartig machen wirst!“ Eltern können manchmal mehr in ihren Kindern sehen, als die Kinder in sich selbst sehen können.

Seltsamer Trost

Der Vers auf der Karte, die Lisa erhielt, schien nicht zu ihrer Situation zu passen: „Da öffnete der Herr dem Diener die Augen, und als er aufblickte, sah er, dass das Bergland um Elisa herum voll feuriger Pferde und Streitwagen war“ (V. 17). Ich habe Krebs! dachte sie verwirrt. Ich habe gerade ein Kind verloren! Ein Vers über Engelssoldaten trifft nicht zu.

Den Eindringling entfernen

Es dämmerte noch nicht ganz, als mein Mann vom Bett aufstand und in die Küche ging. Ich sah, wie das Licht an- und ausging und fragte mich, was er wohl gerade tat. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich am Morgen zuvor beim Anblick eines „Eindringlings“ auf unserer Küchentheke gekreischt hatte. Das bedeutet: eine unerwünschte Kreatur der sechsbeinigen Sorte. Mein Mann kannte meine Paranoia und kam sofort, um sie zu beseitigen. Heute Morgen war er früh aufgestanden, um sicherzustellen, dass unsere Küche frei von Wanzen war, damit ich ohne Bedenken eintreten konnte. Was für ein Mann!

Er wird uns nicht loslassen

Julio fuhr mit dem Fahrrad über eine viel befahrene Brücke – als er in eine Situation auf Leben und Tod geriet. Ein Mann stand auf einem Felsvorsprung über dem Fluss und bereitete sich darauf vor, zu springen. Da Julio wusste, dass die Polizei nicht rechtzeitig kommen würde, handelte er schnell. Er erinnert sich, dass er von seinem Fahrrad stieg und die Arme ausstreckte und etwas sagte wie „Tu das nicht. Wir lieben dich.“ Dann packte er wie ein Schäfer mit einem Krummstab den verzweifelten Mann und brachte ihn mit Hilfe eines anderen Passanten in Sicherheit. Berichten zufolge wollte Julio den Mann nicht mehr loslassen, auch nicht, nachdem er in Sicherheit war.

Wie man Christus widerspiegelt

Thérèse war ein fröhliches und unbeschwertes Kind – bis ihre Mutter starb, als sie gerade vier Jahre alt war. Sie wurde schüchtern und leicht erregbar. Aber viele Jahre später, am Heiligabend, änderte sich all das. Nachdem sie mit ihrer Kirchengemeinde die Geburt Jesu gefeiert hatte, erlebte sie, wie Gott sie von ihrer Angst befreite und ihr Freude schenkte. Sie führte die Veränderung auf die Kraft Gottes zurück, der den Himmel verließ und ein Mensch wurde, Jesus, der in ihr lebte.

Verwurzelt in Liebe

„Das ist alles, was man braucht!“, sagte Melissa. Sie hatte einen Stängel ihrer Geranienpflanze abgeschnitten, das abgeschnittene Ende in Honig getaucht und in einen mit Kompost gefüllten Topf gesteckt. Melissa brachte mir bei, wie man Geranien vermehrt: wie man aus einer gesunden Pflanze viele Pflanzen macht, damit ich Blumen habe, die ich mit anderen teilen kann. Der Honig, sagte sie, sollte der jungen Pflanze helfen, Wurzeln zu schlagen.

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