Kategorie  |  Unser Täglich Brot

Ganz nahe bei uns

Sie starrte absolut konzentriert auf das obere Regal, auf dem die Gläser mit Spaghetti-Soße standen. Ich stand für ein oder zwei Minuten neben ihr im Gang des Supermarktes, betrachtete das gleiche Regal und versuchte mich zu entscheiden. Sie schien sich meiner Anwesenheit nicht bewusst zu sein, verloren in ihrer eigenen Zwickmühle. Ich habe kein Problem mit hohen Regalen, weil ich ein ziemlich großer Mann bin. Sie hingegen war überhaupt nicht groß. Ich sprach sie an und bot ihr meine Hilfe an. Überrascht entgegnete sie: „Meine Güte, ich habe sie nicht einmal dort stehen sehen. Ja, bitte helfen sie mir.“

Ein Sinn im Schmerz?

Als Siu Fen erfuhr, dass sie an Nierenversagen leidet und für den Rest ihres Lebens auf die Dialyse angewiesen wäre, wollte sie aufgeben. Als Rentnerin und Single, sah diese Christin keinen Grund, ihr Leben zu verlängern. Freunde überzeugten sie jedoch durchzuhalten, die Dialyse in Anspruch zu nehmen und Gott zu vertrauen, ihr zu helfen.

Schatzsuche

Vergrabener Schatz. Das hört sich nach einer Kindergeschichte an. Der exzentrische Millionär Forrest Fenn behauptet, irgendwo in den Rocky Mountains eine Kiste voller Juwelen und Gold im Wert von 1,5 Millionen Pfund vergraben zu haben. Viele Menschen haben sich auf die Suche danach begeben. Vier Menschen haben sogar ihr Leben verloren, als sie versuchten, diesen verborgenen Schatz zu finden.

Kein Vergleich(en) / oder: Nicht vergleichen

„Eines Tages werde ich alles auf Facebook veröffentlichen — nicht nur die guten Dinge!“

Gute Nachricht!

Der Artikel in der Lokalzeitung war kurz, aber herzbewegend. Eine Gruppe von Häftlingen hatte einen Glaubenskurs über die Stärkung von Beziehungen in der Familie besucht und durfte nun den Besuch ihrer Familien empfangen. Manche hatten ihre Kinder schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Anstatt durch eine Glastrennwand zu reden, konnten sie ihre Angehörigen berühren und in den Arm nehmen. Es flossen viele Tränen und Wunden begannen zu heilen.

Aus dem Mund der Säuglinge

Nachdem sie eine Weile zugesehen hatte, wie die zehnjährige Viola einen Ast als Mikrofon benutzte, um einen Prediger nachzuahmen, beschloss Michele, Viola bei einer evangelistischen Veranstaltung in einem Dorf predigen zu lassen. Viola war bereit. Michele, eine Missionarin im Südsudan, schreibt: „Die Zuhörer waren hin und weg … Ein kleines, ausgesetztes Kind stand als Tochter des Königs aller Könige vor ihnen und sprach vom Reich Gottes. Die Hälfte der Zuhörer kam nach vorn, um Jesus anzunehmen.”

Fehlinformation

Bei einem Städtetrip wollten meine Frau und ich kürzlich nicht den Abend im Hotel verbringen, nur weil es schneite, sondern wir beschlossen, mit dem Taxi zu einem kubanischen Restaurant in der Nähe zu fahren. Nachdem ich das Ziel in die App des Taxidienstes eingegeben hatte, musste ich erst einmal schlucken. Die kurze Fahrt sollte über tausend Pfund kosten! Als ich mich vom Schock erholt hatte, stellte ich fest, dass ich versehentlich eine Fahrt nach Hause geordert hatte — ein paar hundert Meilen weiter weg!

Fika-Geist

Das Café in der Nähe meiner Wohnung heißt Fika. Fika kommt aus dem Schwedischen, und bedeutet, dass man bei Kaffee und Gebäck zusammensitzt, und zwar immer mit Familie, Freunden oder Kollegen. Ich bin keine Schwedin, aber der Geist von Fika beschreibt genau das, was ich an Jesus am meisten liebe — dass er sich Zeit nahm, um mit anderen beim Essen zusammenzusitzen.

Stilles Staunen

Mein Leben ist oft voll und hektisch. Ich renne von einem Termin zum nächsten und erwidere unterwegs noch Anrufe oder gehe durch meine schier endlose To-do-Liste. Völlig erschöpft ließ ich mich an einem Sonntag in die Hängematte im Garten sinken. Das Telefon war im Haus, genauso wie mein Mann und die Kinder. Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Moment dort sitzen. Aber in der Ruhe und ohne Ablenkungen fielen mir plötzlich Dinge auf, die mich bleiben ließen. Ich konnte das Quietschen der Hängematte hören, wie sie leise hin und herschwang, das Summen einer Biene im Lavendel und den Flügelschlag der Vögel über mir. Der Himmel war tiefblau und der Wind schob die Wolken vor sich her.

Teil von Gottes Geschichte

Ernest Hemingway wurde einmal gefragt, ob er mit fünf (sechs) Worten eine Geschichte schreiben könnte. Seine Antwort: „Zu verkaufen: Babyschuhe. Nie getragen.” Die Geschichte ist beeindruckend, weil sie unsere Fantasie anregt. War das Kind gesund und hat die Schuhe nicht gebraucht? Oder geht es um einen tragischen Verlust — eine Situation, in der Gottes Trost und Liebe gebraucht werden?

Er hält uns an der Hand

Das kleine Mädchen, das an einem Sonntag die Treppe herunterkletterte, war wohl kaum älter als zwei Jahre. Aber sie war niedlich, mutig und unabhängig, wie sie da eine Stufe nach der anderen nahm, um nach unten zu kommen. Sie wollte die Treppe herunter und sie schaffte es. Ich musste lächeln, als ich ihr zusah. Das Kind hatte keine Angst, weil es wusste, dass die Mama über ihm wachte und ihre Hände bereit waren, im Notfall einzugreifen. Das ist ein gutes Bild für die Bereitschaft des Herrn, seinen Kindern auf ihrem Weg durch die Unwägbarkeiten des Lebens zur Seite zu stehen.

Lebendiges Opfer

Meine Großtante hatte einen spannenden Job in der Werbebranche und musste oft reisen. Aber aus Liebe zu ihren Eltern gab sie ihren Beruf auf. Sie lebten ziemlich weit entfernt und brauchten Betreuung. Beide Brüder meiner Tante waren in jungem Alter unter tragischen Umständen ums Leben gekommen und sie war die Einzige, die ihren Eltern geblieben war. Sich ihnen zu widmen, war für sie ein Ausdruck ihres Glaubens.

Sag’s mit einem Brief

Wie die meisten Vierjährigen rannte Ruby gern herum, sang, tanzte und spielte. Aber auf einmal jammerte sie, dass ihr die Knie wehtaten. Ihre Eltern brachten sie zum Arzt. Die Ergebnisse waren ein Schock — Krebs, Neuroblastom im Stadium 4. Ruby kam sofort ins Krankenhaus.

Weglegen und weitermachen

Ein Bekannter, der beim Radio arbeitet, gab mir einmal einen klugen Rat. Am Anfang seiner Karriere, als er noch nicht genau wusste, wie er mit Lob oder Kritik umgehen sollte, hatte er das Gefühl, Gott wolle ihm Mut machen, beides wegzulegen. Im Kern nahm er sich Folgendes zu Herzen: Lerne aus Kritik, was du kannst, und freue dich über Lob.…

Beten und wachsen

Die Frau eines Bekannten hat Alzheimer. Die Veränderungen, die das für sein Leben brachte, ließen ihn bitter werden. Er musste sich frühzeitig pensionieren lassen, und je weiter die Krankheit fortschritt, desto mehr Betreuung brauchte sie.

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