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Artikel von Adam Holz

In Bearbeitung oder fertig?

Es tut gut, etwas geschafft zu haben. Etwa dann, wenn ich jeden Monat eine meiner Arbeiten von einer Kategorie in die andere, von „in Bearbeitung“ zu „erledigt“ schieben kann. Ich liebe es, auf „erledigt“ zu klicken. Aber letzten Monat dachte ich dabei: Wäre es nicht toll, wenn ich auch mit den Knackpunkten in meinem Glauben so einfach fertig würde? Als Christ bist du anscheinend nie fertig, sondern immer noch in Bearbeitung.

Der Mann mit dem Lächeln

Ich kann nicht behaupten, dass ich gern Einkaufen gehe. Es gehört halt zum Leben dazu und muss getan werden.

Bienen und Schlangen

Bei einigen Problemen steht Papas Name ganz groß drauf. So entdeckten meine Kinder kürzlich, dass Bienen in eine Betonspalte unserer Veranda gezogen sind. Bewaffnet mit einem Insektenvernichtungsmittel, zog ich in den Kampf.

Ein Anker, wenn wir uns fürchten

Bist du jemand, der sich sorgt? Ich bin es. Ich kämpfe fast täglich mit Sorgen. Ich sorge mich um große Dinge. Ich sorge mich um kleine Dinge. Manchmal scheint es, als sorge ich mich um alles. Als ich ein Teenager war, rief ich sogar mal die Polizei an, als meine Eltern sich vier Stunden verspäteten.

„Liebenswert!“

Dieser Ausruf kam von meiner Tochter, als sie sich eines Morgens fertigmachte. Ich wusste nicht, was sie meinte. Dann tippte sie auf ihr Shirt, ein abgelegtes Shirt einer Cousine. Vorne stand dieses Wort: „Liebenswert“. Ich drückte sie fest, und sie lächelte mit purer Freude. „Du bist liebenswert“, entgegnete ich. Sie strahlte noch mehr, falls das möglich war, und als sie davonsprang, wiederholte sie das Wort wieder und wieder.

Überfließend

„Nein! Nein! NEIN!“ schrie ich. Es half nicht. Überhaupt nicht. Meine brillante Lösung für unser Verstopfungsproblem—wieder spülen zu können—erreichte genau das Gegenteil dessen, was ich erreichen wollte. Ich wusste, ich hatte einen Fehler begangen, als ich die Spülung betätigte. Nun stand ich hilflos da, während das Wasser überfloss.

In unseren Stürmen

Der Wind heulte, Blitze schossen umher, die Wellen brachen. Ich dachte, ich würde sterben. Meine Großeltern und ich waren zum Fischen auf einem See, aber wir waren zu lange draußen geblieben. Als die Sonne unterging, fegte eine starke Böe über unser kleines Boot. Mein Großvater forderte mich auf, mich nach vorne zu setzen, damit wir nicht kentern. Die Angst überwältigte mein Herz. Aber dann, irgendwie, begann ich zu beten. Ich war vierzehn.

Wenn Gott uns füllt

„Was habe ich getan?“ Es sollte eine der aufregendsten Zeiten meines Lebens sein. Stattdessen war es die einsamste. Ich hatte gerade meinen ersten „richtigen“ Job in einer Stadt bekommen, die Hunderte Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt lag. Aber die Begeisterung des großen Schrittes verschwand schnell. Ich hatte eine winzige Wohnung. Keine Möbel. Ich kannte die Stadt nicht. Ich kannte niemanden. Der Job war interessant, aber die Einsamkeit erdrückte mich.

Von Spinnen und Gottes Gegenwart

Spinnen! Ich kenne kein Kind, das sie mag. Zumindest nicht im Kinderzimmer . . . beim Zubettgehen. Doch gerade da erspähte meine Tochter eine Spinne ganz nah bei ihrem Bett. „Papa! Eine Spinne!“, brüllte sie. Obwohl ich sofort zu Hilfe eilte, konnte ich den achtbeinigen Eindringling nirgends entdecken. „Sie wird dir nichts tun“, beruhigte ich meine Tochter. Aber sie ließ sich nicht überzeugen. Erst als ich sagte, ich würde neben ihrem Etagenbett stehenbleiben und sie bewachen, war sie bereit, sich hinzulegen.

Die Chance nutzen

Wie vielen anderen fällt es mir schwer, mich genug zu bewegen. Deshalb habe ich mir vor Kurzem etwas gekauft, um mich zu motivieren—einen Schrittzähler. Erstaunlich, was für einen Unterschied so ein kleines Gerät ausmacht. Anstatt mich jammernd aus dem Sofa hochzustemmen, ergreife ich die Chance, ein paar Schritte zu machen. Einfache Dinge, wie etwa einem der Kinder ein Glas Wasser zu holen, werden zur Gelegenheit, auf ein größeres Ziel hin zu arbeiten. In dieser Hinsicht hat mein Schrittzähler meine Perspektive und meine Motivation verändert. Jetzt bin ich froh über jeden zusätzlichen Schritt.

Versprechungen, Versprechungen

Meine jüngste Tochter und ich haben ein Spiel, das wir „Zwicken“ nennen. Wenn sie die Treppe hinaufgeht, jage ich sie und versuche, sie ein bisschen zu zwicken. Die Regeln sind, dass ich sie nur zwicken darf (sanft, natürlich), wenn sie auf den Stufen ist. Hat sie den oberen Treppenabsatz erreicht, ist sie sicher. Manchmal aber, hat sie keine Lust zu spielen. Und wenn ich ihr folge, sagt sie streng, „Kein Zwicken!“ Ich antworte, „Kein Zwicken, versprochen.“

Das Herz eines Dieners wachsen lassen

Es war ein langer Arbeitstag. Aber als ich heimkam, wartete mein „anderer Job“ auf mich: ein guter Vater zu sein. Die Begrüßung meiner Frau und meiner Kinder wurde schon bald zu: „Dad, was gibt es zum Abendessen?“ „Dad, kannst du mir etwas Wasser bringen?“ „Dad, können wir Fußball spielen?“