Kategorie  |  Unser Täglich Brot

Durch Oma geprägt

Ihr Name war lang, ihre Jahre noch länger. Madeline Harriet Orr Jackson Williams wurde 101 Jahre alt und überlebte zwei Ehemänner. Beide waren Prediger. Madeline war meine Großmutter und wir nannten sie Oma. Meine Geschwister und ich lernten sie gut kennen; wir lebten in ihrem Haus, bis ihr zweiter Ehemann sie mitnahm. Aber selbst dann lebte sie weniger als 80 km von uns entfernt. Unsere Großmutter war eine Frau, die Glaubenslieder sang, den Katechismus rezitierte, Klavier spielte und Gott fürchtete. Meine Geschwister und ich wurden durch ihren Glauben geprägt.

Freude in schweren Zeiten

Als meine Freundin meinen Anruf nicht annehmen konnte, forderte mich ihr Anrufbeantworter auf, eine Nachricht zu hinterlassen. Diese Ansage endete mit den fröhlichen Worten: „Lass dies einen tollen Tag sein!“ Als ich über ihre Worte nachdachte, erkannte ich, dass es nicht in unserer Macht liegt, aus jedem Tag einen tollen Tag zu machen. Im Gegenteil, manche Umstände sind wirklich verheerend. Aber ein genauer Blick kann etwas Befreiendes und Schönes an meinem Tag offenbaren, ob die Dinge nun gut oder schlecht laufen.

Mutig aufstehen

Während die meisten Kirchenführer sich Hitler unterwarfen, gehörte der Theologe und Pastor Martin Niemöller zu den mutigen Menschen, die dem Bösen der Nazis widerstanden. Ich las eine Geschichte, die beschrieb, wie in den 1970ern ein großer älterer Deutscher vor einem großen Hotel stand, während ein scheinbar jüngerer Mann mit dem Gepäck der Gruppe beschäftigt war. Jemand fragte, wer diese Gruppe sei. „Deutsche Pastoren“, lautete die Antwort. „Und der jüngere Mann?“ „Das ist Martin Niemöller — er ist achtzig. Aber er blieb jung, weil er sich nicht fürchtet.“

Mehr als ein Symbol

Der Basketballstar Jordan Bohannon war kurz davor, Sportgeschichte zu schreiben, als er absichtlich den Freiwurf vergab, der einen fünfundzwanzig Jahre alten Rekord gebrochen hätte. Warum? Im Jahr 1993, nur Tage nachdem Chris Street 34 Freiwürfe hintereinander gewann, verlor er sein Leben bei einem Autounfall. Bohannon entschied sich, Streets Andenken zu ehren, indem er seinen Rekord nicht brach.

Weitermachen

Durch das Arbeiten in der Geschäftswelt hatte ich die Möglichkeit, mit vielen talentierten und vernünftigen Menschen zu tun zu haben. Aber ein Projekt, das durch einen auswärtigen Vorgesetzten geleitet wurde, stellte eine Ausnahme dar. Ohne Rücksicht auf den Fortschritt, den unser Team machte, kritisierte dieser Manager unsere Arbeit schwer und forderte während der wöchentlichen telefonischen Statusberichte immer mehr Leistung. Diese Begegnungen entmutigten und ängstigten mich. Manchmal wollte ich aufhören.

Leben ohne Vergleich

In einer Fernsehsendung spielten junge Erwachsene Oberschüler, um das Leben von Teenagern besser zu verstehen. Sie entdeckten, dass soziale Medien eine zentrale Rolle dabei spielen, wie Teenager ihren Selbstwert messen. Ein Teilnehmer beobachtete: „Der Selbstwert der Schüler ist mit den sozialen Medien verbunden — es hängt davon ab, wie viele „Likes“ sie für ein Foto erhalten.“ Diese Sehnsucht nach Akzeptanz durch andere kann junge Menschen zu einem extremen Verhalten online führen.

Freiwillige Obdachlosigkeit

Keith Wasserman entschied sich seit 1989 jedes Jahr für einige Tage zur Obdachlosigkeit, um an Liebe und Mitgefühl zu wachsen. „Ich gehe und lebe auf den Straßen, um meine Perspektive und mein Verständnis über Menschen zu erweitern, die kein Zuhause haben, in welchem sie leben können“, sagt Keith, Geschäftsführer von Good Works, Inc.

Stell dich auf Verzögerungen ein

Machst du Witze? Ich war bereits zu spät dran. Aber das Straßenschild wies mich an, meine Erwartungen zu ändern: „Verzögerungen zu erwarten“, erklärte es mir. Der Verkehr wurde langsamer.

Weggewischt

Als der britische Ingenieur Edward Nairne den Radiergummi erfand, griff er eigentlich nach einem Stück Brot. Brotrinden wurden 1770 verwendet, um Flecke vom Papier zu entfernen. Indem er aus Versehen ein Stück Kautschuk ergriff, entdeckte Nairne, dass dieser seinen Fehler entfernt hatte und die gummierten Krümel leicht mit der Hand weggewischt werden konnten.

Die größte Rettungsaktion

Am 18. Februar 1952 brach die SS Pendleton, ein Tanker, etwa 15 km vor der Küste Massachusetts, durch einen massiven Sturm in zwei Teile. Inmitten des heftigen Sturms und der gewaltigen Wellen, waren mehr als vierzig Seeleute im Innern des sinkenden Hecks des Schiffes gefangen.

Fremde willkommen heißen

Als meine Freunde in Moldawien lebten, einem der ärmsten Länder Europas, waren sie von dem warmen Willkommen überwältigt, das sie dort empfingen, besonders von anderen Christen. Einmal brachten sie Kleidung und Verpflegung zu einem Ehepaar der Gemeinde, das sehr arm war, aber etliche Kinder pflegte. Das Paar behandelte meine Freunde wie Ehrengäste, boten ihnen süßen Tee und, trotz ihrer Proteste, etwas zu essen an. Als meine Freunde sie mit Wassermelonen und anderen Früchten und Gemüsearten verließen, waren sie über die empfangene Gastfreundschaft erstaunt.

Gütig, aber machtvoll

Als die feindliche Besatzung der Niederlande zunahm, bereiteten sich Anne Frank und ihre Familie mutig vor und zogen dann in ein geheimes Versteck, um der Gefahr zu entgehen. Sie versteckten sich dort zwei Jahre während des 2. Weltkrieges, ehe man sie fand und in ein Konzentrationslager brachte. Dennoch schrieb Anne in ihrem berühmt gewordenen Das Tagebuch der Anne Frank folgendes: „Auf lange Sicht, ist die schärfste Waffe die eines freundlichen und gütigen Geistes.“

Dem Lärm entgehen

Vor einigen Jahren forderte die Präsidentin eines einer Bibelschule ihre Studenten auf, einen Abend lang mit ihr „abzuschalten“. Auch wenn die Studenten zustimmten, so legten sie doch widerwillig ihre Telefone zur Seite und betraten die Kapelle. In der nächsten Stunde saßen sie still in einem Gottesdienst mit Musik und Gebet. Später beschrieb ein Teilnehmer die Erfahrung als „eine wundervolle Möglichkeit abzuschalten…ein Ort, um alle Außengeräusche auszuschalten“.

Kapitalrendite

Investoren der amerikanischen Börse erhielten im Jahr 1955 Rekordrendite — durchschnittlich eine Rendite von sage und schreibe 37,6%. Im Jahr 2008 verloren Investoren beinahe ebenso viel: einen Verlust von 37%. Die Jahre dazwischen gab es schwankende Renditen, was dazu führte, dass Menschen, die an der Börse handelten, sich fragten - manchmal ängstlich —, was aus ihren Investitionen werden würde.

Wenn du nicht ausgewählt bist

Der Beitrag meines Freundes auf Facebook besagte, dass er ein Projekt beendet hatte. Andere gratulierten ihm, aber sein Beitrag schnitt in mein Herz. Dieses Projekt hätte meines sein sollen. Ich wurde übergangen und wusste nicht, warum.

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