Kategorie  |  Unser Täglich Brot

Gefährliche Ablenkung

Der Künstler Sigismund Goetze schockierte das viktorianische England mit einem Gemälde mit dem Titel „Von Menschen verachtet und verhöhnt“. Er zeigte darauf den leidenden Jesus umgeben von Figuren seiner eigenen Generation. Sie waren so auf ihre eigenen Interessen konzentriert — Geschäfte, Liebe, Politik — , dass sie keinen Blick für das Leiden des Messias hatten. Gleichgültig wie die Menge damals zu Jesu Füßen am Kreuz, hatten sie keine Ahnung, was — oder wen — sie verpassten.

Mutmacher gesucht

Der Steven-Thompson-Gedächtnislauf ist speziell. Er geht über sechs Kilometern. Jedes Team besteht aus sieben Läufern, die sich auf den ersten zwei Meilen an einem Seil festhalten. Dann lassen sie das Seil los und laufen einzeln weiter. Die Zeit von jedem Teilnehmer setzt sich also zusammen aus dem Tempo, das er mit dem Team gelaufen ist, und der eigenen Schnelligkeit.

Dumme Schafe, guter Hirte

Ein Bekannter von mir hat einmal ein Jahr als Schafhirte gearbeitet. „Schafe sind so dumm, dass sie nur das fressen, was direkt vor ihnen ist“, erzählte er. „Wenn sie alles Gras vor sich abgefressen haben, schauen sie sich nicht um und suchen eine andere Stelle — sie fressen einfach von der Erde!“

Wer fährt?

Mein Nachbar Tim hat am Armaturenbrett in seinem Auto einen „wilden Kerl“ befestigt, eine Gestalt nach dem Kinderbuch von Maurice Sendak „Wo die wilden Kerle wohnen“.

Hoffnung und Zuversicht

William Wallace war als Missionsarzt in Wuzhou in China, als das Land 1940 von den Japanern angegriffen wurde. Wallace leitete damals das Stout-Memorial-Hospital. Er ordnete an, dass die gesamte Einrichtungen auf Barken verladen wurde, die auf dem Fluss kreuzten. So konnten sie dem Artilleriebeschuss entgehen und das Hospital konnte weiter funktionieren.

Seine Gegenwart

Ängstlich saßen der Vater und sein Teeanger-Sohn vor dem Medium. „Wie weit wird dein Sohn reisen?“, fragte der Zauberer. „In die große Stadt“, erwiderte der Mann, „und er wird lange fort sein.“ Das Medium gab dem Vater einen Talisman (eine Art Glücksbringer) und sagte: „Der wird ihn beschützen, wo immer er hingeht.“

Was können wir tun?

Obwohl ans Bett gefesselt, strickte der 92-jährige Morrie Boogaart Mützen für Obdachlose. In fünfzehn Jahren waren es über 8000 Stück. Anstatt sich um sich selbst und seine Beschwerden zu drehen, tat er, was er konnte, um anderen zu helfen. Die Arbeit tue ihm gut, sagte er, und gebe seinem Leben einen Sinn. „Ich mache weiter, bis ich zum Herrn gehe.“ Das tat er im Februar 2018. Die meisten Empfänger seiner Mützen kennen seine Geschichte nicht und wissen nicht, welche Opfer er gebracht hat. Aber sie hat Menschen auf der ganzen Welt bewegt und inspiriert.

Väter und Söhne

Mein Vater war ein guter Vater und im Großen und Ganzen war ich auch ein gehorsamer Sohn. Aber eine Sache, die ich meinem Vater hätte geben können, behielt ich ihm vor: mich selbst.

Es tut mir leid

2005 fälschte Collins einen Bericht, der dazu führte, dass McGee für vier Jahre ins Gefängnis kam. McGee schwor, Collins „etwas anzutun“, wenn er rauskam. McGee wurde später entlastet, aber er hatte alles verloren. In der Zwischenzeit war herausgekommen, dass Collins Berichte gefälscht hatte, und auch er landete hinter Gittern. Dort kamen beide zum Glauben.

Papa beim Zahnarzt

Ich hatte nicht erwartet, ausgerechnet beim Zahnarzt etwas über Gottes Vaterherz zu lernen! Ich war mit meinem zehnjährigen Sohn in der Praxis. Ein Milchzahn wollte nicht ausfallen, obwohl der andere Zahn schon hervordrückte. Der Milchzahn musste also raus — so oder so.

Quelle der Weisheit

Ein Mann reichte Klage gegen eine Frau ein, weil sie seinen Hund gestohlen habe. Vor Gericht gab die Frau an, wo sie ihren Hund gekauft hatte, deshalb könne es nicht sein Hund sein. Der rechtmäßige Besitzer wurde erkannt, als der Richter den Hund im Gerichtssaal freiließ. Mit wedelndem Schwanz eilte er auf den Mann zu!

Noch immer König

Ein Bericht sprach vom „blutigsten Tag für Christen seit Jahrzehnten“. Die Anschläge auf Gottesdienstbesucher vom April 2017 übersteigen unser Begriffsvermögen. Uns fehlen die Worte für ein solches Blutvergießen in einem Haus der Anbetung. Aber wir können bei anderen Hilfe suchen, die ähnliches Leid kennen.

Sieh deine Stadt

„Sieh deine Stadt, wie wir sie sehen.“ Mit diesem Spruch bewarb ein Stadtentwicklungsbüro in Detroit seine Vision für die Zukunft. Das Projekt wurde abrupt gestoppt, als der Stadtverwaltung auffiel, dass in der Kampagne etwas fehlte. Afroamerikaner machen einen großen Teil der Stadtbewohner und Arbeitskräfte aus. In der Menge der weißen Gesichter, die von den Werbetafeln schauten und dazu aufriefen, die Stadt so zu sehen wie sie, fehlten sie jedoch völlig.

Füchse fangen

Ich telefonierte mit einer Freundin, die an der Küste wohnt. Im Hintergrund hörte man die Möwen schreien. Ich fand das schön. „Üble Kreaturen“, meinte sie, denn für sie sind sie eine tägliche Plage. Mir geht es in London ähnlich mit den Füchsen. Ich finde sie nicht niedlich, sondern ärgere mich, weil sie herumstreunen und übelriechende Spuren hinterlassen.

Mitleidsmüde

In ihrem berühmt gewordenen Tagebuch schildert Anne Frank, wie ihre Familie im zweiten Weltkrieg die Zeit im Versteck erlebte. Später kam Anne ins Konzentrationslager. Augenzeugen berichten, dass „ihre Tränen [für sie] nie versiegten “und sie„ für alle, die sie kannten, zu einer Wohltat“ machten. Professor Kenneth Bailey schloss daraus, dass sie nie unter „Mitleidsmüdigkeit“ litt.

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