Katagorie  |  Unser Täglich Brot

Eine andere Art von Liebe

Eine meiner Lieblingsgemeinden hat vor ein paar Jahren mit dem Dienst an ehemaligen Häftlingen begonnen, die wieder in der Gesellschaft Fuß fassen wollten. Inzwischen blüht sie und wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht. Ich liebe diese Gemeinde, weil ich in ihr sehe, wie ich mir den Himmel vorstelle—voll der verschiedensten Menschen, Sünder, denen vergeben wurde und die nun durch die Liebe Jesu zusammengehalten werden.

Ein sicherer Ort

Zusammen mit meiner Tochter wollte ich zu einem größeren Familientreffen fahren. Weil sie etwas nervös war wegen der langen Fahrt, bot ich ihr an, dass ich fahren könnte. „Gut“, erwiderte sie. „Aber lass uns mein Auto nehmen. Kannst du es fahren?“ Ihr Auto ist etwas geräumiger als mein kleines. Deshalb fragte ich zurück: „Ist dir meins zu eng?“ „Nein“, entgegnete sie. „Aber mein Auto ist mein Zufluchtsort. Irgendwie fühle ich mich darin sicherer.“

Schönheit ohne Ende

Ich liebe den Grand Canyon. Wenn ich an seinem Rand stehe, erkenne ich jedes Mal neue Aspekte von Gottes schöpferischer Hand, die mir den Atem rauben.

Wir sind stark!

In der Küche erklang ein lautes Zischen. Zufällig war ich auf den Startknopf der leeren Kaffeemaschine geraten. Ich zog den Stecker und griff nach der Kanne. Kurz berührte ich den Boden, um zu prüfen, ob ich sie auf die Arbeitsplatte stellen konnte oder sie zu heiß war. Aber schon hatte ich mir die Fingerspitzen verbrannt!

Wenn Steine reden

Nach Jahrhunderten von Krieg und Zerstörung ist das moderne Jerusalem buchstäblich auf den eigenen Trümmern aufgebaut. Während eines Besuchs mit der Familie gingen wir durch die Via Dolorosa, die Straße, von der die Überlieferung sagt, Jesus sei sie auf dem Weg zum Kreuz gegangen. Es war ein heißer Tag und wir stiegen zur Erholung in den kühlen Keller der Kirche der Schwestern Zions hinab. Fasziniert betrachtete ich dort die Pflastersteine, die bei Ausgrabungen freigelegt wurden—Steine, auf denen die römischen Soldaten in Mußestunden Spiele einritzten.

Unsichtbarer Einfluss

In der Nationalgalerie in Washington sah ich ein Bild mit dem Titel Der Wind. Das Gemälde zeigte einen Sturm in einem Waldstück. Hohe, dünne Bäume lehnten sich nach links. Buschwerk wurde in dieselbe Richtung gepeitscht.

Zimmer 5020

Das Krankenzimmer von Jay Bufton war ein besonderer Anziehungspunkt.

Erhalten und bewahren

Die „großen Braunen“, eine spezielle braune Forellengattung, kommen zum Laichen im Herbst in den Owyhee-Fluss. Man kann sie dabei beobachten, wie sie sich im seichten Gewässer ihre Laichplätze suchen.

Von Gott gehalten

Ich war zum Mittagessen bei meiner Schwester. Kurz bevor wir fertig waren, sagte sie zu meiner dreijährigen Nichte Annica, es sei Zeit für ihr Mittagsschläfchen. Annica protestierte mit Tränen in den Augen. „Aber Tante Monica hat mich heute noch nicht in den Arm genommen.“ Meine Schwester lächelte: „Gut, dann macht das noch. Wie lange braucht ihr?“ „Fünf Minuten.“

Ein neuer Name

Mark Labberton schreibt in einem Artikel über Leiterschaft, welche Bedeutung Namen haben können: „Ich kann mich noch daran erinnern, wie ein musikalischer Freund mich einmal ‚Musiker‘ nannte. So hatte mich noch niemand bezeichnet. Ich spielte eigentlich kein Instrument und war kein Solosänger. Und trotzdem fühlte ich mich sofort erkannt und geliebt . . . Er hatte etwas zutiefst Wahres über mich bemerkt und ausgesprochen.“

Der gute Hirte

Nervös saß ich mit meinem Mann im Krankenhaus. Unser Sohn wurde am Auge operiert und mir krampfte sich förmlich der Magen zusammen vor lauter Angst und Sorgen. Ich versuchte zu beten, damit Gott mich ruhig machte, und blätterte in meiner Bibel. Mir fiel Jesaja 40 ein und ich schlug den bekannten Text auf und war gespannt, ob ich dort neue Hilfe finden würde.

Geflügelte Sonne

Fünf Jahre lag ein Siegel, das man bei Ausgrabungen an der südlichen Stadtmauer Jerusalems gefunden hatte, in einem Schrank im archäologischen Institut in Jerusalem. Erste Untersuchungen hatten keine Erkenntnisse über das fast 3000 Jahre alte Fundstück gebracht. Erst als ein Forscher die Inschrift etwas genauer untersuchte, kam es zu einer erstaunlichen Entdeckung. Dort stand: „Eigentum von Hiskia [Sohn von Ahas], König von Juda.“

Weckruf!

In den Jahren, als ich viel unterwegs war und jede Nacht in einer anderen Stadt übernachten musste, habe ich im Hotel immer vereinbart, dass ich per Telefon geweckt werde. Ich hatte zwar meinen Wecker dabei, aber ich brauchte auch das Läuten des Telefons, damit ich am Morgen aus dem Bett und in die Gänge kam.

Von Würmern und Kriegen

Der zehnjährige Cleo war das erste Mal mit zum Angeln, und als er in die Dose mit den Ködern schaute, schreckte er zurück. Schließlich sagte er zu meinem Mann: „Hilf mir, I-H-A!“ Als mein Mann ihn fragte, was das Problem sei, erwiderte er: „I-H-A! Ich habe Angst, Angst vor Würmern!“ Die Angst hatte ihn gelähmt.

Genug

Als mein Mann und ich gefragt wurden, ob wir bei uns eine Kleingruppe durchführen könnten, zögerte ich. Unsere Wohnung war klein und wir hatten gar nicht genug Sitzgelegenheiten für so viele Leute. Ich wusste auch nicht, ob ich dazu fähig wäre, eine Diskussion zu leiten. Und sollte ich womöglich etwas zu Essen vorbereiten? Dafür fehlten mir die Begabung und die Finanzen. Wir hatten einfach nicht „genug“ für ein solches Projekt. Aber wir wollten Gott und unserer Gemeinde dienen und deshalb sagten wir trotz aller Bedenken zu. In den nächsten fünf Jahren hat uns die Gruppe in unserem Wohnzimmer große Freude gemacht.