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Die Flucht antreten

Anni war ein hübscher, kluger und talentierter Teenager mit liebenden Eltern. Aber nach der Schule brachte sie etwas dazu, Heroin zu probieren. Ihre Eltern bemerkten die Veränderungen an ihr und schickten sie in eine Rehabilitationseinrichtung, nachdem sie den Drogenmissbrauch schließlich zugab. Nach der Behandlung fragten sie Anni, was sie ihren Freunden über Drogen erzählen würde. Ihr Tipp: „Tretet die Flucht an!“ Sie betonte, dass es nicht reichte, nur „Nein zu sagen“.

Mehr als Wasser

Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen in der Gemeinde war, als ein Pastor durch den Gang ging und uns herausforderte, uns „an die Wasser unserer Taufe zu erinnern“. Erinnere ich mich an das Wasser, fragte ich mich selbst? Wie kann man sich an das Wasser erinnern? Er bespritzte dann jeden mit Wasser, was mich als Kind sowohl erfreute, aber auch verwirrte.

Trolle bitte nicht füttern

Hast du schon mal den Ausdruck „Trolle bitte nicht füttern“ gehört? „Trolle“ sind ein neues Problem in der heutigen digitalen Welt—Onlineuser, die wiederholt absichtlich provokante und verletzende Kommentare in den Nachrichten oder Diskussionsforen der sozialen Medien einstellen. Aber diese Kommentare zu ignorieren, die Trolle nicht zu „füttern“, macht es ihnen schwerer, eine Unterhaltung entgleisen zu lassen.

Einheit

Im Jahr 1722 fand eine kleine Gruppe der Brüdergemeine, im heutigen Tschechien, Schutz vor Verfolgung auf den Ländereien eines großzügigen deutschen Grafen. Innerhalb von vier Jahren kamen mehr als 300 Menschen. Aber anstatt eine ideale Gemeinschaft für verfolgte Flüchtlinge zu sein, schlich sich Uneinigkeit in der Gemeinschaft ein. Unterschiedliche Meinungen zum Christentum brachten Trennung. Was sie dann taten, könnte als kleine Entscheidung angesehen werden, aber es brachte eine unglaubliche Erweckung: sie konzentrierten sich auf das, was sie einte, anstatt auf das, was sie trennte. Das Ergebnis war Einheit.

Egal was es kostet

Der Film Paulus, der Apostel Christi wirft einen unerschrockenen Blick auf die Verfolgung in der Zeit der frühen Gemeinde. Selbst die Nebendarsteller des Films offenbaren, wie gefährlich es war, Jesus nachzufolgen. Denken wir an die Rollen, die im Abspann aufgeführt werden: geschlagene Frau, geschlagener Mann, Opfer Christ 1, 2 und 3.

Egal was wir tun

In Überrascht von Freude, gibt C. S. Lewis zu, dass er im Alter von 33 Jahren zum Glauben kam und zwar „tretend, kämpfend, ablehnend und Ausschau haltend nach einem Fluchtweg“. Trotz Lewis persönlichem Widerstand, seinen Defiziten und den Hindernissen, denen er begegnete, verwandelte ihn der Herr in einen mutigen, kreativen Verteidiger des Glaubens. Lewis verkündete Gottes Wahrheit und Liebe durch das Schreiben eindrucksvoller Aufsätze und Romane, die immer noch gelesen, studiert und geteilt werden, und das mehr als 55 Jahre nach seinem Tod. Sein Leben spiegelte seinen Glauben wider, dass ein Mensch „nie zu alt ist, um sich ein weiteres Ziel zu setzen oder einen neuen Traum zu träumen.“

Zungenzähmer

In Westwärts mit der Nacht, beschreibt die Autorin Beryl Markham ihre Arbeit mit Camciscan, einem störrischen Hengst, den sie zu zähmen hatte. Sie fand ihren Meister in Camciscan. Egal, welche Strategie sie anwandte, so konnte sie diesen stolzen Hengst niemals ganz zähmen, sondern nur einen Sieg über seinen sturen Willen erzielen.

Besser als je zuvor

Die Kathedrale Notre Dame in Paris ist ein spektakuläres Bauwerk. Die Architektur ist faszinierend und die Buntglasfenster und die wunderschöne Inneneinrichtung sind atemberaubend. Nachdem sie jahrhundertelang über die Pariser Landschaft ragte, zerfällt sie nun. Die Zeit und Umweltverschmutzung fordern ihren Preis und es an der Zeit, dass dieses herrliche Bauwerk saniert wird.

Ich fürchte kein Unglück

Im Jahr 1957 wurde Melba Pattillo Beals ausgewählt, zu einer Gruppe von neun Afroamerikanern zu gehören, die in eine Schule integriert wurde, die ehemals nur aus weißen Studenten bestand. In ihren Memoiren I Will Not Fear: My Story of a Lifetime of Building Faith Under Fire (Ich fürchte mich nicht: Meine Geschichte eines Lebens, das Glauben unter Beschuss baute), die 2018 veröffentlicht wurden, erzählt Beals ihre schmerzvolle Geschichte der Ungerechtigkeiten und des Mobbings, dem sie sich mutig jeden Tag als fünfzehnjährige Schülerin zu stellen versuchte.

Wenn wir wissen, wer gewinnt

Mein Chef ist ein riesiger Basketballfan. In diesem Jahr gewann sein Team die nationale Meisterschaft. Ein Kollege schickte ihm eine SMS mit Glückwünschen. Das Problem war nur, dass mein Chef noch keine Zeit hatte, das Endspiel zu sehen! Er war frustriert, sagte er, dass er das Ergebnis bereits kannte. Er gab aber auch zu, dass er nicht nervös wurde, als er das Spiel sah und am Ende der Spielstand sehr knapp stand. Er wusste, wer gewonnen hatte!

Blaue Linien

Abfahrtsrennstrecken sind oftmals auf der weißen Schneeoberfläche mit blauen Linien besprüht. Diese groben Bögen mögen für Zuschauer eine visuelle Ablenkung sein, sind aber lebensnotwendig für den Erfolg und die Sicherheit der Rennläufer. Die Farbe dient als Wegweiser für die Rennläufer, um die schnellste Strecke zum Fuß des Berges zu visualisieren. Zusätzlich bietet der farbliche Kontrast zum Schnee den Rennläufern eine Tiefenwahrnehmung, die ihrer Sicherheit dient, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit das Rennen fahren.

Rückwärts gehen

Ich stolperte über Filmaufnahmen einer britischen Filmcrew, die im Jahr 1932 die sechsjährige Flannery O’Connor auf ihrer Familienfarm filmte. Flannery, die später zu einer berühmten Autorin wurde, machte die Filmcrew auf sich aufmerksam, weil sie einem Huhn beibrachte, rückwärts zu laufen. Abgesehen von der Neuheit des Films, war dieser historische Ausschnitt für mich eine perfekte Metapher. Aufgrund ihrer literarischen Sensibilität und ihrer geistlichen Überzeugungen, verbrachte sie ihre 39 Jahre auf jeden Fall damit, rückwärts zu gehen—sie dachte und schrieb auf eine gegenkulturelle Weise. Verleger und Leser waren erstaunt, wie ihre biblischen Themen sich den von ihnen erwarteten religiösen Ansichten widersetzten.

Ich will

Susanne setzte sich nach einem langen Tag in ihren Sessel. Sie schaute aus dem Fenster und bemerkte ein älteres Paar, das damit kämpfte, aus einem Vorgarten ein Stück von einem alten Zaun herauszutragen, an dem „zu verschenken“ stand. Susanna schnappte sich ihren Mann und gemeinsam zogen sie los, um zu helfen. Alle vier hoben den Zaun schließlich auf einen Handkarren und schoben ihn die Straße hoch, zum Haus des Paares. Auf der gesamten Strecke lachten sie darüber, was sie wohl für ein Bild abgaben. Als sie zurückkehrten, um ein zweites Teil des Zaunes zu holen, fragte die Frau Susanne: „Willst du meine Freundin sein?“ „Ja, das will ich“, antwortete sie. Später fand sie heraus, dass ihre neue vietnamesische Freundin kaum Englisch sprach und einsam war, weil ihre erwachsenen Kinder weit weggezogen waren.

Das letzte Wort

Sie hieß Saralyn und während unserer Schulzeit war ich wohl etwas verknallt in sie. Sie hatte das schönste Lachen. Ich weiß nicht, ob sie von meiner Schwärmerei wusste, aber vermutlich tat sie es. Nach der Schulzeit habe ich sie aus den Augen verloren. Unsere Wege führten in unterschiedliche Richtungen, wie das häufig der Fall ist.

Leitendes Licht

Das Restaurant war reizend, aber dunkel. Nur eine kleine Kerze brannte auf jedem Tisch. Um Licht zu schaffen, nutzten Gäste ihre Handys, um die Speisekarte zu lesen, einander anzuschauen und sogar um zu sehen, was sie aßen.

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