Kategorie  |  Unser Täglich Brot

Der Versuch zu beeindrucken

Als eine Klasse auf Klassenfahrt ging, erkannte der Lehrer eine seiner Schülerinnen kaum wieder. Im Klassenzimmer hatte sie unter ihren Hosenbeinen Absätze mit 15 cm Höhe verborgen. Aber in ihren Wanderstiefeln war sie kleiner als 152 cm. „Meine Absätze sind, wie ich sein will“, lachte sie, „aber meine Stiefel sind so, wie ich wirklich bin.“

Immer ein Kind Gottes

Während eines Gottesdienstes, den ich mit meinen Eltern besuchte, hielten wir uns der Tradition gemäß während des Vaterunsers an den Händen. Als ich dort stand, eine Hand in der Hand meiner Mutter, die andere in der Hand meines Vaters, kam mir plötzlich der Gedanke, dass ich immer ihre Tochter sein werde. Auch wenn ich bereits in mittleren Jahren bin, kann ich immer noch „das Kind von Leo und Phyllis“ genannt werden. Ich erinnerte mich daran, dass ich nicht nur ihre Tochter bin, sondern auch immer ein Kind Gottes sein werde.

Das Lied der Schöpfung

Durch akustische Astronomie können Wissenschaftler die Laute des Weltalls hören und den Puls beobachten. Sie fanden heraus, dass die Sterne nicht in der Stille den mysteriösen Nachthimmel umkreisen, sondern Musik erschaffen. Wie die Laute von Buckelwalen existiert die Resonanz von Sternen auf Wellenlängen oder Frequenzen, die vom menschlichen Ohr nicht gehört werden. Aber die Musik der Sterne, der Wale oder anderen Kreaturen verbinden sich, um eine Symphonie zu schaffen, die die Größe Gottes verkündet.

Wohin gehst du?

Was bestimmt unsere Richtung im Leben? Ich hörte einmal an einem überraschenden Ort eine Antwort auf diese Frage: in einem Motorradkurs. Einige Freunde und ich wollten fahren, daher nahmen wir Unterricht. Teil unseres Trainings war die Fixierung auf das Ziel.

Die Schönheit der Liebe

Der “Jarabe Tapatío”, auch bekannt als mexikanischer Huttanz, zelebriert die Romantik. Während dieses schwungvollen Tanzes, legt der Mann seinen Sombrero auf den Boden. Ganz am Schluss greift die Frau nach dem Hut und beide verstecken sich dahinter, um ihre Romanze mit einem Kuss zu besiegeln.

Anbetung mit Fragen

Bei einer langen (oder kurzen) Reise ist es in einer Reisegruppe nicht ungewöhnlich, wenn jemand fragt: „Sind wir schon da?“ oder „Wie lange noch?“. Wer hat diese Frage nicht schon von den Lippen der Kinder und Erwachsenen gehört, die es nicht abwarten konnten, das Ziel zu erreichen? Aber Menschen aller Altersgruppen neigen auch dazu, ähnliche Fragen zu stellen, wenn es scheint, als würden die Herausforderungen des Lebens nie enden wollen.

Was kannst du nicht aufgeben?

„Was ist eines der Dinge, die Sie nicht aufgeben können?“, fragte der Radiomoderator. Zuhörer riefen mit interessanten Antworten an. Einige erwähnten ihre Familien, einschließlich eines Mannes, der seine Erinnerungen an seine verstorbene Ehefrau teilte. Andere erzählten, sie könnten ihre Träume nicht aufgeben, wie beispielsweise Musik zu machen oder Mutter zu werden. Alle von uns haben etwas, was wir sehr wertschätzen — eine Person, eine Leidenschaft, einen Besitz — etwas, das wir nicht aufgeben können.

Mehr als nur Sachen teilen

„Ich will aber nicht teilen!“, heulte mein Jüngster, verzweifelt darüber, dass er sich auch nur von einem seiner Legosteine trennen sollte. Angesichts seiner Unreife verdrehte ich die Augen, aber ehrlich gesagt, haben diese Haltung nicht nur Kinder. Wie vieles von meinem eigenen Leben und all der menschlichen Erfahrung ist gezeichnet von einem störrischen Widerwillen, etwas freiwillig und großzügig anderen weiterzugeben?

Ein Lied in der Nacht

Das Leben meines Vaters war voller Sehnsucht. Er sehnte sich nach Ganzheit, selbst als die Parkinson-Krankheit seinen Körper und seinen Geist immer mehr verkrüppelten. Er sehnte sich nach Frieden, wurde aber durch den tiefen Schmerz der Depressionen gequält. Er sehnte sich danach, sich geliebt und anerkannt zu fühlen, fühlte sich aber oftmals ganz einsam.

Der feste Grund der Hoffnung

Glaubenslektionen können von unerwarteten Stellen kommen — wie die, die ich von meinem 50 kg schweren schwarzen Labrador „Bear“ lernte. Bears große Wasserschüssel aus Metall stand in einer Ecke der Küche. War diese leer, bellte er nicht und schlug auch nicht dagegen. Stattdessen legte er sich still daneben und wartete. Manchmal musste er lang warten, aber Bear hatte gelernt, darauf zu vertrauen, dass ich schließlich den Raum betrete, ihn dort sehe und ihm das gebe, was er braucht. Sein einfacher Glaube erinnerte mich an die Notwendigkeit, selbst mehr Vertrauen in Gott zu haben.

Die Misere der Flusskrebse

Als mich mein Cousin einlud, mit ihm Flusskrebse zu fischen, war ich aufgeregt. Ich grinste, als er mir einen Plastikeimer reichte. „Kein Deckel?“

Jesus ist direkt hinter dir

Meine Tochter war etwas früher als sonst für die Schule bereit, daher fragte sie, ob wir auf dem Weg beim Coffeeshop halten könnten. Ich stimmte zu. Als wir uns dem Drive-Through näherten, sagte ich: „Möchtest du heute Morgen etwas Freude verbreiten?“ Sie sagte: „Klar.“

Unendliche Dimensionen

Ich liege still auf der mit Plastik bezogenen Matte und halte meinen Atem auf Kommando an, während die Maschine rattert und klickt. Ich kenne viele Menschen, die ein MRT über sich ergehen ließen, aber für Menschen wie mich, die unter Platzangst leiden, ist es nötig, sich auf etwas zu konzentrieren — auf Jemanden, der viel größer ist als ich.

Unser einladender Gott

Unsere Gemeinde in Amerika trifft sich in einer alten Schule, die im Jahr 1958 schloss, anstatt sich einem Gerichtsurteil der Integration zu beugen (das Urteil, Afroamerikaner in Schulen zu unterrichten, die zuvor nur von Weißen besucht wurden). Im nächsten Jahr wurde die Schule wiedereröffnet und Elva, die nun ein Mitglied unserer Gemeinde ist, war eine der schwarzen Schülerinnen, die in eine weiße Welt geworfen wurde. „Ich wurde aus meiner sicheren Gemeinschaft herausgenommen, von Lehrern getrennt, die Teil unseres Lebens waren“, erinnert sich Elva, „und in eine beängstigende Umgebung einer Klasse mit nur einem weiteren schwarzen Schüler gesteckt.“ Elva litt, weil sie anders war, aber sie wurde zu einer Frau des Mutes, Glaubens und der Vergebung.

Was für ein Retter ist er?

Im letzten Jahr beteten Freunde und ich für die Heilung von drei Frauen mit Krebs. Wir wussten, dass Gott die Macht hatte, und wir baten ihn täglich darum. Wir hatten in der Vergangenheit sein Handeln gesehen und wussten, dass er es wieder tun könnte. Da gab es Tage bei jeder von ihnen, wo Heilung wie eine Realität aussah, und wir freuten uns. Aber sie alle starben im Herbst. Jemand sagte, dies sei „die ultimative Heilung“, und irgendwie stimmt das ja auch. Aber der Verlust tat dennoch sehr weh. Wir wollten, dass er sie alle heilte — hier und jetzt — aber aus Gründen, die wir nicht verstehen konnten, gab es kein Wunder.

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