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Viele schöne Dinge

Kurz vor ihrem Tod blickte die Künstlerin und Missionarin Lilias Trotter aus einem Fenster und hatte die Vision eines himmlischen Triumphwagens. Laut ihrem Biografen fragte eine Freundin sie: „Hast du viele schöne Dinge gesehen?“ Sie antwortete: „Ja, viele, viele schöne Dinge.“

Auf Gottes Weg gehen

„Wir gehen diesen Weg“, sagte ich, als ich die Schultern meines Sohnes berührte und ihn durch die Menge schob, um seiner Mutter und seinen Schwestern vor uns zu folgen. Im Laufe des Tages hatte ich dies wiederholt getan, als wir mit unserer Familie einen Vergnügungspark besuchten. Er wurde müde und war leicht abzulenken. „Warum kann er ihnen nicht einfach folgen?“, frage ich mich.

Auf deinen Bruder hören

„Du hast auf mich zu hören, ich bin dein Bruder!“ Dieser Aufruf kam von einem besorgten älteren Bruder in meiner Nachbarschaft und richtete sich an ein jüngeres Geschwisterkind, das sich weiter entfernte, als das ältere Kind für richtig hielt. Offensichtlich war das ältere Kind eher in der Lage zu beurteilen, was das Beste in der Situation wäre.

Der Segen der Mutmacher

Der Film aus dem Jahr 2010 The King‘s Speech erzählt die Geschichte von Englands König Georg VI., der unerwartet zum König wurde, als sein Bruder auf den Thron verzichtete. Da sich das Land am Rande des Zweiten Weltkrieges befand, wollte die Regierung einen sprachgewandten Führer aufgrund des zunehmenden Einflusses des Radios. König Georg VI. hatte jedoch das Problem, dass er stotterte.

Unerwartete Wege

Im Jahr 1986 fiel der fünfjährige Levan Merritt sechs Meter tief in den Gorilla-Käfig im Jersey-Zoo. Als Eltern und Zaungäste um Hilfe schrien, setzte sich ein ausgewachsener männlicher Gorilla namens Jambo zwischen den bewegungslosen Jungen und einige andere Gorillas. Dann begann er sanft den Rücken des Kindes zu streicheln. Als Levan anfing zu weinen, führte Jambo die anderen Gorillas in ihre eigene Abgrenzung zurück während Zoowärter und ein Krankenwagenfahrer zur Rettung kamen. Mehr als dreißig Jahre später spricht Levan immer noch über Jambo, den zärtlichen Riesen—seinen Schutzengel, der in einer schockierend unerwarteten Art reagierte und somit seine Einstellung über Gorillas für immer änderte.

Wo Hoffnung zu finden ist

Elizabeth kämpfte lange mit einer Drogenabhängigkeit und als sie sich erholte, wollte sie wiederum anderen helfen. Sie begann, Notizen zu schreiben und sie anonym in ihrer Stadt zu verteilen. Elizabeth steckte diese Notizen an Windschutzscheiben und nagelte sie an Holzpfähle in Parkanlagen. Sie versuchte, Hoffnung zu finden. Nun hinterlässt sie anderen Hoffnung, damit diese sie finden. Eine ihrer Notizen endet mit den Worten: „Viel Liebe. Hoffnung gesandt.“

Eine passende Zeit

Gestern kaufte ich ein Flugticket, um mein ältestes Kind zur Universität zu schicken. Ich bin überrascht, dass meine Computertastatur noch funktioniert, bedenkt man die Wasserfälle, die meine Augen verursachten, während ich den Flug auswählte. Ich habe meine achtzehn Jahre des täglichen Lebens mit ihr so genossen, dass mich die Aussicht ihrer Abreise traurig macht. Aber ich würde ihr nicht die Möglichkeit rauben wollen, die vor ihr liegt, bloß weil ich sie vermissen werde. An dieser Kreuzung ihres Lebens ist es passend für sie, eine neue Reise anzutreten, um das Erwachsensein und einen anderen Teil des Landes zu entdecken.

Gezeichnet in seine Hände

Während der vielen Jahre, in denen Charles Spurgeon in seiner Kirche in London im 19. Jahrhundert tätig war, liebte er es, über die Reichtümer von Jesaja 49,16 zu predigen, wo es heißt, dass Gott uns in seine Hände gezeichnet hat. Er sagte: „Solch ein Text muss hunderte Male gepredigt werden!“ Dieser Gedanke ist so wertvoll, dass wir immer und immer wieder darüber nachdenken müssen.

Vermächtnisse der Liebe

Ich stöberte in der Bibel meiner Urgroßmutter, als mir ein Schatz in den Schoß fiel. Auf einem kleinen Stück Papier, in der Handschrift eines kleinen Kindes, standen die Worte: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden“ (Matthäus 5,3–4). Neben diesen Versen stand in unsicherer Schreibschrift die Unterschrift meiner Mutter.

Der richtige Weg zu beten

Ich bewundere Menschen, die Gebetsanliegen in Tagebüchern aufschreiben, die von der täglichen Nutzung zerfleddert sind, die jedes Gebet und Lob verfolgen und treu ihre Listen updaten. Mich inspirieren diejenigen, die sich mit anderen zum Gebet treffen und bei denen der Teppich am Bettrand durch das treue Niederknien abgenutzt ist . Jahrelang versuchte ich, diese Stile zu kopieren, ein perfektes Gebetsleben nachzuahmen und die Eloquenz der weitaus besser artikulierenden Menschen zu imitieren. Ich bemühte mich, das zu lösen, was ich für ein Geheimnis hielt, während ich mich danach sehnte, richtig zu beten.

Gut für dich?

Da ich dunkle Schokolade mag, googelte ich mal, „Ist dunkle Schokolade gut für dich?“. Ich erhielt eine Reihe von Ergebnissen—einige gut, andere schlecht. Das kann man mit fast jedem Lebensmittelprodukt machen. Ist Milch gut für dich? Ist Kaffee gut für dich? Ist Reis gut für dich? Es gibt verwirrende Antworten auf diese Fragen, daher muss einem klar sein, dass die Suche an sich nicht gut für dich ist. Sie könnte zu Kopfschmerzen führen!

Die höchste Befriedigung

Als wir im Bibelunterricht Snacks für die Kinder verteilten, bemerkten wir einen kleinen Jungen, der seinen Snack verschlang. Dann aß er auch die Reste der anderen Kinder an seinem Tisch. Selbst nachdem ich ihm eine Tüte Popcorn gab, war er noch nicht gesättigt. Als Leiter machten wir uns Sorgen, warum dieser kleine Junge so hungrig war.

Was steckt in einem Namen?

„Gip“ Hardin, ein methodistischer Prediger, nannte seinen Sohn nach dem berühmten Prediger John Wesley, wodurch seine Hoffnungen und Sehnsüchte für seinen Jungen zum Ausdruck kamen. John Wesley Hardin wählte aber tragischerweise einen anderen Weg als sein Namensgenosse. Hardin, der mutmaßlich zweiundvierzig Menschen getötet hat, wurde einer der berüchtigtsten Revolverhelden und Outlaws des amerikanischen Westens im späten 18. Jahrhundert.

Gibt es dort WLAN?

Als ich mich auf einen Missionseinsatz mit einigen jungen Leuten vorbereitete, war die häufigste Frage: „Gibt es dort WLAN?“ Ich versicherte ihnen, dass es das gäbe. Stellt euch also das Murren und Stöhnen vor, als eines Abends das WLAN ausgefallen ist!

Er kennt unsere Namen

Während eines Besuches zum nationalen Gedenktag am 11. September in New York City fotografierte ich rasch eines der Becken, die einen der Zwillingstürme reflektierten. Um diese beiden Becken herum, sind die Namen der beinahe 3.000 Menschen in die Kupferumrandung eingefräst, die bei den Anschlägen des World Trade Centers ihr Leben verloren. Später, als ich mir das Foto genauer ansah, wurde mein Blick auf die Hand einer Frau gezogen, die auf einem der Namen ruhte. Viele Menschen kommen an diesen Ort, um einen Namen zu berühren und sich an jemanden zu erinnern, den sie geliebt haben.