Katagorie  |  Unser Täglich Brot

Ewige Hoffnung

In der Woche vor Weihnachten, zwei Monate nachdem meine Mutter gestorben war, standen Weihnachtseinkäufe und—dekorationen nicht zuoberst auf meiner Liste. Die Versuche meines Mannes, mich in meinem Kummer über den Verlust unserer glaubensstarken Mutter zu trösten, wehrte ich ab. Nur widerwillig verfolgte ich, wie unser Sohn Xavier die Lichterketten aufhängte. Ohne ein Wort zu sagen, schaltete er sie ein, bevor er mit seinem Vater das Haus verließ, um an die Arbeit zu gehen.

Sanftmut

Die Probleme des Lebens können uns manchmal die Laune verderben, aber wir sollten unsere Launen nie an anderen auslassen und sie mit nach unten ziehen. Wir kommen unserer Pflicht den Mitmenschen gegenüber nicht nach, solange wir nicht gelernt haben, freundlich zu sein.

Große Welt, größerer Gott

Ich war mit meiner Frau mit dem Auto unterwegs im Norden von Michigan. „Unglaublich, wie groß die Welt ist!“, rief sie aus, als wir an einem Schild vorbeikamen, das uns darüber informierte, dass wir gerade den 45. Breitengrad passierten—die Mitte zwischen dem Äquator und dem Nordpol. Wir sprachen darüber, wie klein wir sind und wie riesig unsere Welt. Doch im Vergleich zum Weltall ist selbst unser Planet Erde nur ein winziges Staubkorn.

Mehr als ein Held

Während Star Wars-Fans auf der ganzen Welt gespannt auf Episode VIII, Die letzten Jedi, warten, rätseln Experten weiterhin über den erstaunlichen Erfolg der Filmreihe, die 1977 begann. Ein Reporter meinte, Star Wars spreche besonders die Menschen an, die sich nach „einer neuen Hoffnung und einer guten Macht sehnen in einer Welt, die Helden braucht“.

Mit Gottes Hilfe

Je älter ich werde, desto mehr tun mir die Gelenke weh, vor allem, wenn es kalt ist. Dann fühle ich mich nicht als Sieger, sondern als eine, die von den Mühen des Älterwerdens besiegt wird.

Das bin nicht ich

Arturo Toscanini war einer der am meisten gefeierten Dirigenten des zwanzigsten Jahrhunderts. In Erinnerung geblieben ist er vor allem durch sein Bestreben, Ehre zu geben, wem Ehre gebührt. David Ewen, ein amerikanischer Musikautor, schreibt in einem Buch über berühmte Dirigenten, wie die Spieler der New Yorker Philharmoniker nach einer Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie alle aufstanden und Toscanini zujubelten. Als der Beifall etwas nachließ, konnte man hören, wie Arturo mit Tränen in den Augen und gebrochener Stimme hervorstieß: „Das war nicht ich . . . das war Beethoven! . . . Toscanini ist niemand.“

Sorgentherapie

Wegen der neuen Stelle meines Mannes mussten wir umziehen. Wir freuten uns, aber irgendwie hatte ich auch Angst vor dem Unbekannten und allem, was mit dem Umzug zusammenhing: Ausmisten und Packen. Eine neue Wohnung suchen. Eine neue Arbeitsstelle für mich. Mich in einer neuen Stadt zurechtfinden und eingewöhnen. All das war . . . beängstigend. Als ich über meine To-do-Liste nachdachte, gingen mir ein paar Worte des Apostels Paulus durch den Kopf: Sorgt nicht, sondern betet (Phil. 4,6-7).

Alles geschenkt

Das Café Rendezvous in London hat eine schöne Beleuchtung, bequeme Sofas und duftet herrlich nach Kaffee. Was es nicht hat, sind Preise. Am Anfang wurde es von einer Gemeinde als normales Lokal betrieben. Doch schon nach einem Jahr wurde das Konzept geändert. Die Betreiber fühlten sich von Gott zu einem radikalen Schritt herausgefordert—nämlich alles umsonst anzubieten. Heute kann man Kaffee, Kuchen oder ein Sandwich bestellen und muss nichts bezahlen. Nicht einmal etwas spenden. Alles ist geschenkt.

Geheilte Versager

Eine Gastgruppe leitete die Anbetung im Gottesdienst und ihre Begeisterung war geradezu spürbar.

Von außen nach innen?

„Veränderung: Von innen nach außen oder von außen nach innen?“, lautete die Schlagzeile und reflektiert damit einen Trend unserer Zeit—dass äußerliche Veränderungen unser inneres Empfinden positiv beeinflussen—und womöglich sogar unser Leben verändern—können.

Unverhoffte Gnade

Es war früh am Samstagmorgen und ich war auf dem Weg zu meinem Job bei der Kegelbahn. Am Vorabend war ich lange geblieben, um die schmutzigen Fliesen zu putzen, weil der Hausmeister sich krankgemeldet hatte. Dem Chef hatte ich nichts davon gesagt. Ich wollte ihn überraschen. Was konnte schon schiefgehen?

Eins nach dem andern

Wenn man im Flugzeug sitzt, gibt eine Flugbegleiterin kurz vor dem Abheben eine Sicherheitseinweisung, in der sie erklärt, was zu tun ist, wenn der Luftdruck in der Kabine abfällt. Den Passagieren wird gezeigt, wie Sauerstoffmasken aus dem Fach über ihnen herauskommen und dass sie erst einmal selbst ihre Maske anlegen sollen, bevor sie jemand anders dabei helfen. Warum? Weil sie andere nicht unterstützen können, wenn sie selbst eingeschränkt sind.

Ohne Wenn und Aber

Wegen einer Verletzung aus dem Jahr 1992 leide ich unter chronischen Schmerzen in Hals, Nacken und Schultern. Es ist nicht immer leicht, Gott damit zu loben. Aber wenn mir mein Zustand geradezu unerträglich scheint, dann tröstet mich der Gedanke an Gottes Gegenwart. Er stärkt mich und versichert mir, dass er unwandelbar gut ist, seine Macht keine Grenzen kennt und seine Gnade mich hält. Und wenn die Zweifel kommen, dann ermutigt mich der Glaube von Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Sie verehrten Gott und vertrauten darauf, dass er bei ihnen war, auch wenn ihre Lage hoffnungslos schien.

Jesus liebt Julia

Vor kurzem habe ich die Geschichte von Julia gehört, die sich immer sehr gefreut hat, dass in der Kirche alle so nett zu ihr sind. Als sie gefragt wurde, wie sie darauf komme, erwiderte sie: „Es singen doch immer alle ‚Hallo, Julia‘.“ Wir können darüber lachen, weil wir wissen, dass sie sich verhört hat und es „Halleluja“ heißen muss.

Weihnachten in Nr. 72

Etwa 230 Familien und Einzelpersonen leben bei mir um die Ecke in Haus Nr. 72. Im zehnten Stock etwa wohnt eine ältere Frau, deren Kinder inzwischen ausgezogen sind. Jetzt lebt sie allein. Ein paar Türen weiter ist ein junges Paar mit zwei Kindern. Und ein paar Etagen weiter unten ein junger Mann, der beim Militär ist. Er war schon mal in der Kirche. Vielleicht kommt er an Weihnachten wieder. Ich habe alle diese Menschen letzte Weihnachten kennen gelernt, als wir mit der Gemeinde unterwegs waren, um Weihnachtslieder zu singen.