Autoren

Alle anzeigen

Artikel von Amy Boucher Pye

Wohnung in unseren Herzen

Manchmal können uns die Worte von Kindern zu einem tieferen Verständnis von Gottes Wahrheit führen. Eines Abends erzählte ich meiner damals noch kleinen Tochter von einem der großen Geheimnisse des christlichen Glaubens, nämlich, dass Gott durch seinen Sohn und seinen Geist in seinen Kindern wohnt. Als ich sie ins Bett brachte, sagte ich, Jesus sei mit ihr und in ihr. „Er ist in meinem Bauch?“, fragte sie verwundert. „Nun, du hast ihn nicht verschluckt“, antwortete ich lachend. „Aber er ist genau hier bei dir.“

Weitergegebene Barmherzigkeit

Als sie darüber nachdachte, wie sie Manasse vergab, dem Mann, der ihren Mann und einige ihrer Kinder beim Völkermord in Ruanda getötet hatte, sagte Beata: „Meine Vergebung beruht auf dem, was Jesus getan hat. Er nahm die Strafe für jede böse Tat zu allen Zeiten auf sich. Sein Kreuz ist der Ort, an dem wir den Sieg finden – der einzige Ort!“ Manasse hatte Beata mehr als einmal aus dem Gefängnis geschrieben und sie und auch Gott um Vergebung gebeten, als er die regelmäßigen Albträume schilderte, die ihn quälten. Zuerst konnte sie keine Gnade gewähren und sagte, sie hasse ihn dafür, dass er ihre Familie getötet hat. Aber dann „drang Jesus in ihre Gedanken ein“, und mit Gottes Hilfe etwa zwei Jahre später vergab sie ihm.

Königliche Gäste

Nachdem sie die Königin von England auf einem Ball in Schottland getroffen hatten, erhielten Sylvia und ihr Mann die Nachricht, dass die königliche Familie sie zum Tee besuchen wollte. Sylvia war nervös, die königlichen Gäste zu empfangen und begann zu putzen und Vorbereitungen zu treffen. Bevor sie ankommen sollten, ging sie mit rasendem Herzen raus, um einige Blumen für den Tisch zu pflücken. Dann spürte sie, dass Gott sie daran erinnerte, dass er der König der Könige ist und dass er jeden Tag bei ihr ist. Sofort wurde sie ruhig und dachte, „schließlich ist es nur die Königin!“

Süßer als Honig

Im Oktober 1893, schlossen in Chicago die Theater, weil die Eigentümer damit rechneten, dass jeder die Weltausstellung besuchen würde. Über 700.000 gingen hin, aber Dwight Moody (1837-1899) wollte einen Konzertsaal am anderen Ende von Chicago füllen. Er wollte dort Gottes Wort verkündigen. Sein Freund R. A. Torrey (1856-1928) war skeptisch, dass Moody am Tag der Weltausstellung, viele Menschen anziehen könnte. Aber durch Gottes Gnade konnte er es. Wie Torrey später feststellte, waren die Menschenmengen gekommen, weil Moody wusste, „dass die Bibel das einzige Buch war, nach dem sich die alte Welt am meisten sehnte.“ Torrey sehnte sich danach, dass andere die Bibel genauso lieben, wie es Moody tat, und diese regelmäßig mit Hingabe und Leidenschaft lesen würden.

Jeden Morgen neu

Mein Bruder Paul litt seit seiner Geburt an Epilepsie und als er ins Teenageralter kam, wurde es noch schlimmer. Die Nächte waren ein Alptraum, denn die Anfälle dauerten manchmal sechs Stunden am Stück. Die Ärzte fanden keine Behandlung, die die Symptome lindern und ihn gleichzeitig zumindest ein paar Stunden am Tag wachhalten konnte. „O Herr, hilf uns!“, flehten meine Eltern.

Wir sind nicht Gott

In Pardon, ich bin Christ schreibt C. S. Lewis, um festzustellen, wie hochmütig man selbst ist, müsse man sich nur ein paar Fragen stellen: „Wie sehr kränkt es mich, wenn andere mich abweisen, mich übergehen … mich von oben herab behandeln oder sich aufspielen?“ Lewis betrachtete den Hochmut oder Stolz als das schlimmste aller Übel und den Hauptgrund für alles Elend in jedem Volk und jeder Familie. Er nannte ihn „geistlichen Krebs“, der den letzten Keim von Liebe, Zufriedenheit und gesundem Menschenverstand zerstört.

Alles aufgeben

Zwei Männer, an die man sich erinnert, weil sie anderen in Jesus Namen dienten, verließen ihre Karriere in der Kunst, um sich dort zu engagieren, wohin Gott sie – wie sie glaubten – berufen hatte. James O. Fraser (1886-1938) beschloss, nicht weiter als Konzertpianist in England zu arbeiten, sondern dem Volk der Lisu in China zu dienen, während der Amerikaner Judson Van DeVenter (1855-1939) sich dafür entschied, Evangelist zu werden, anstatt eine künstlerische Karriere zu verfolgen. Später schrieb er die Hymne „I Surrender All“ (Alles will ich Jesu weihen).

Ein Reifeprozess

Zu Beginn seines fünfzigjährigen Dienstes als Pastor in Cambridge, England, traf Charles Simeon (1759-1836) einen benachbarten Pastor, Henry Venn, und seine Töchter. Nach dem Besuch bemerkten die Töchter, wie harsch und selbstbewusst der junge Mann zu sein schien. Daraufhin bat Venn seine Töchter, einen Pfirsich von den Bäumen zu pflücken. Als sie sich fragten, warum ihr Vater die unreife Frucht haben wollte, antwortete er: „Nun, meine Lieben, jetzt ist sie grün, und wir müssen warten; aber noch etwas mehr Sonne, noch ein paar Schauer, und der Pfirsich wird reif und süß sein. So ist es mit Mr. Simeon.“

Die Ruinen wieder aufbauen

Mit siebzehn Jahren musste Dowayne das Haus seiner Familie in Manenberg, einem Teil von Kapstadt, Südafrika, wegen seines Diebstahls und seiner Heroinabhängigkeit verlassen. Er ging nicht weit weg und baute eine Wellblechhütte im Garten seiner Mutter, die bald als Casino, ein Ort des Drogenkonsums, bekannt wurde. Als er neunzehn Jahre alt war, kam Dowayne jedoch zum rettenden Glauben an Jesus. Sein Weg weg von den Drogen war lang und anstrengend, aber er wurde mit Gottes Hilfe und mit der Unterstützung von Freunden, die an Jesus glauben, clean. Und zehn Jahre nachdem Dowayne das Casino gebaut hatte, verwandelte er und andere die Hütte in eine Hauskirche. Was einst ein dunkler und unheilvoller Ort war, ist heute ein Ort der Anbetung und des Gebets.

Dankbar in allen Dingen

Martin Rinckart (1586-1649) war in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs Pfarrer in seinem Heimatort Eilenburg in der Nähe von Leipzig. In einem Jahr hatte er über 4000 Beerdigungen zu halten, darunter auch die seiner eigenen Frau, und zeitweise gab es so wenig zu essen, dass die Familie hungrig zu Bett gehen musste. Er hätte verzweifeln können. Aber er hielt am Glauben fest und dankte Gott immer wieder. Ja, von ihm stammt das bekannte Lied „Nun danket alle Gott“.

Wenn Gott redet

Auf dem Heimflug wurde Lily, eine Bibelübersetzerin, am Flughafen zurückgehalten. Ihr Mobiltelefon wurde untersucht und als die Beamten eine Hörkopie des Neuen Testaments fanden, konfiszierten sie das Gerät und verhörten sie zwei Stunden lang. An einem Punkt forderten sie Lily auf, die Bibel-App abzuspielen. Die war gerade auf Matthäus 7,1-2 eingestellt: „Hört auf, andere zu verurteilen, dann werdet auch ihr nicht verurteilt.“ Als er diese Worte in seiner eigenen Sprache hörte, wurde einer der Beamten blass. Lily wurde bald entlassen und es wurde nichts gegen sie unternommen.

Den Fremden lieben

Als ich in ein anderes Land zog, hatte ich bei einer meiner ersten Erfahrungen das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Nachdem ich einen Platz in der kleinen Kirche gefunden hatte, in der mein Mann an diesem Tag predigte, erschreckte mich ein schroffer älterer Herr, als er sagte: „Geht weiter nach hinten.“ Seine Frau entschuldigte sich und erklärte mir, dass ich in der Bank saß, auf der sie immer saßen. Jahre später erfuhr ich, dass die Gemeinden früher Bänke vermietet haben, wodurch Geld für die Kirche gesammelt wurde und auch sichergestellt wurde, dass niemand den Platz eines anderen einnehmen konnte. Offenbar hat sich ein Teil dieser Mentalität über die Jahrzehnte erhalten.

Wie man Christus widerspiegelt

Thérèse war ein fröhliches und unbeschwertes Kind – bis ihre Mutter starb, als sie gerade vier Jahre alt war. Sie wurde schüchtern und leicht erregbar. Aber viele Jahre später, am Heiligabend, änderte sich all das. Nachdem sie mit ihrer Kirchengemeinde die Geburt Jesu gefeiert hatte, erlebte sie, wie Gott sie von ihrer Angst befreite und ihr Freude schenkte. Sie führte die Veränderung auf die Kraft Gottes zurück, der den Himmel verließ und ein Mensch wurde, Jesus, der in ihr lebte.

Keine Gerüchte verbreiten

Nachdem Charles Simeon (1759-1836) zum Pfarrer der Holy Trinity Church in Cambridge, England, ernannt wurde, sah er sich jahrelanger Opposition gegenüber. Da die meisten in der Gemeinde den Wunsch hatten, dass der stellvertretende Pfarrer und nicht Simeon ernannt wird, verbreiteten sie Gerüchte über ihn. Sie lehnten seinen Dienst ab - manchmal sogar, indem sie ihn aus der Kirche ausschlossen. Aber Simeon, dessen Wunsch war, vom Geist Gottes erfüllt zu sein, versuchte, mit dem Geschwätz fertig zu werden, indem er einige Prinzipien schuf, nach denen man leben konnte. Einer war, nie Gerüchten zu glauben, wenn sie nicht absolut wahr waren; und ein anderer war, immer zu glauben, dass die andere Seite eine ganz andere Aussage machen würde.

Fischen verboten

Corrie ten Boom wusste, wie wichtig Vergebung ist. In ihrem Buch Weltreisende im Auftrag Gottes schrieb sie, ihr liebstes Bild sei, wie vergebene Schuld ins Meer geworfen werde. „Wenn wir unsere Sünde bekennen, wirft Gott sie in den tiefsten Ozean, sie ist weg . . . Ich denke, Gott stellt dann ein Schild auf, auf dem steht ‚Fischen verboten‘.“

Diese Website verwendet Cookies, um Dir auf Deine persönlichen Interessen zugeschnittene Inhalte bereitzustellen. Indem Du diese Website nutzt und weiter navigierst, akzeptierst Du diese Cookies. Erfahre mehr wie wir Cookies nutzen und wie Du Cookies ausschaltest.