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Articles by Amy Boucher Pye

Briefe schreiben

Meine Mutter und ihre Schwestern pflegen eine mittlerweile aussterbende Kunst—sie schreiben Briefe. Jede Woche schreiben sie einander ein paar persönliche Worte, und das so regelmäßig, dass der Postbote sich Sorgen macht, wenn er einmal nichts zu überbringen hat! Sie schreiben von ganz alltäglichen Dingen, von Freud und Leid, Familie und Freunden.

Rein gemacht

Als ich den Geschirrspüler öffnete, wunderte ich mich. Statt glänzend reine Tassen und Teller vorzufinden, war das gesamte Geschirr mit einem dünnen Kalkfilm überzogen. Ich fragte mich, ob mit den Wasserleitungen in der Gegend etwas nicht in Ordnung war oder mit der Maschine selbst etwas nicht stimmte.

Reif zur Ernte

Letztes Jahr im Spätsommer wanderten wir durch den New Forest in England, pflückten die wild wachsenden Brombeeren und schauten den Pferden zu, die auf der nahen Weide herumtollten. Während ich mich über die süßen Früchten freute, die andere vielleicht vor vielen Jahren dort gepflanzt haben, fiel mir ein, was Jesus einmal zu den Jüngern gesagt hat: „Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt“ (Joh. 4,38).

Nicht Furcht, sondern Glaube

„Meinem Mann wurde eine bessere Stelle im Ausland angeboten. Aber ich hatte Angst, von zu Hause wegzugehen. Deshalb hat er das Angebot abgelehnt, wenn auch ungern“, erzählte mir eine Freundin. Sie erklärte, wie die Bedenken über eine solche Veränderung sie davon abhielten, sich auf Neues einzulassen, und dass sie sich manchmal fragte, was sie durch ihr Bleiben wohl verpasst hatten.

Alles hat seine Zeit

Kürzlich auf einem Flug beobachtete ich ein paar Reihen vor mir eine Mutter mit zwei Kindern. Das ältere spielte ganz zufrieden, während sie das Baby auf dem Arm hielt, mit ihm schäkerte und ihm zärtlich die Wange streichelte. Mit großen Augen schaute der Kleine zurück. Ich freute mich an ihrem Anblick, beim Gedanken an früher und meine eigenen Kinder wurde ich aber auch etwas wehmütig.

Von Angesicht

Obwohl die Welt elektronisch miteinander verbunden ist wie nie zuvor, geht nichts über das direkte Zusammensein mit einem Menschen. Wenn wir miteinander reden und lachen, können wir—fast unbewusst—am Gesichtsausdruck merken, was der andere empfindet. Menschen, die sich gernhaben, ob Familie oder Freunde, unterhalten sich deshalb gern von Angesicht zu Angesicht.

Ruhetag

An einem Sonntag stand ich einmal an dem kleinen Flüsschen, das sich durch unseren Stadtteil windet, und freute mich an der Schönheit, die es in unsere ziemlich verbaute Gegend bringt. Ich spürte, wie ich beim Anblick des plätschernden Wassers entspannte, hörte dem Zwitschern der Vögel zu und dankte Gott dafür, wie er uns hilft, unsere Seele zur Ruhe zu bringen.

Glaube in Aktion

Bei der Fahrt zum Supermarkt sah eine Bekannte eine Frau am Straßenrand entlanggehen und fühlte den Impuls, das Auto zu wenden und sie zu fragen, ob sie mitfahren wolle. Die Frau erzählte eine traurige Geschichte. Sie hatte kein Geld für den Bus, deshalb lief sie im heißen, feuchten Wetter zu Fuß nach Hause. Und auch am Morgen war sie schon ein paar Stunden gegangen, um pünktlich um 4 Uhr früh an der Arbeit zu sein.

Das Band des Friedens

Ich hatte einer Bekannten eine E-Mail wegen einer Meinungsverschiedenheit geschickt , die zwischen uns herrschte. Als sie nicht reagierte, fragte ich mich: Bin ich zu weit gegangen? Ich wollte die Sache nicht noch schlimmer machen und in sie drängen. Andererseits wollte ich das Ganze aber auch nicht auf sich beruhen lassen, weil ich wusste, dass sie demnächst auf eine längere Reise gehen würde. Immer wieder musste ich in den folgenden Tagen an sie denken und betete für sie. Dann begegnete ich ihr eines Tages ganz unverhofft beim Spaziergang im Stadtpark. Sie sah nicht sehr glücklich aus, als sie mich entdeckte. „Danke, Herr, dass ich mit ihr reden kann“, murmelte ich und ging lächelnd zu ihr hin. Wir konnten offen miteinander reden und das Problem beilegen.

Vollkommener Friede

Eine Bekannte erzählte mir, sie habe jahrelang nach Frieden und Zufriedenheit gesucht. Mit ihrem Mann baute sie ein erfolgreiches Geschäft auf und konnte sich ein großes Haus, schöne Kleider und teuren Schmuck leisten. Aber ihre Sehnsucht nach Frieden ließ sich damit nicht stillen, genauso wenig wie durch die Freundschaften mit einflussreichen Menschen. Dann erzählte eine Freundin ihr an einem Tag, an dem sie besonders verzweifelt und down war, von Jesus Christus. In ihm fand sie den Friedefürsten und ihre Vorstellung von dem, was Friede und Zufriedenheit bringt, wurde von Grund auf verändert.

Ein Kleid von Gott

Als meine Kinder noch klein waren, spielten sie gern draußen im Garten und wenn es nass war, waren sie ziemlich schnell von oben bis unten schmutzig. Um ihrer selbst und meiner Fußböden willen zog ich sie schon an der Tür aus und wickelte sie in eine Decke und dann ging es ab in die Badewanne. Mit Wasser, Seife und ein paar Liebkosungen war der Schmutz bald weg und sie waren wieder sauber.

Der Tröster

Ich war allein und nervös, als ich das Flugzeug bestieg, das mich zum Studium in eine weit entfernte Stadt bringen sollte. Aber dann fiel mir ein, wie Jesus seinen Jüngern die tröstliche Gegenwart des Heiligen Geistes versprochen hat.

Zuhause mit Jesus

„Zuhause ist es am Schönsten.“ Der Satz zeugt von der tiefen Sehnsucht des Menschen nach einem Ort der Ruhe, an dem er einfach sein kann, an den er hingehört. Jesus sprach diesen Wunsch nach einem Verwurzeltsein an, als er mit seinen Freunden die letzte gemeinsame Mahlzeit eingenommen hatte und von seinem bevorstehenden Tod und seiner Auferstehung sprach. Er versprach, dass er für sie wiederkommen würde, auch wenn er jetzt erst einmal fortging. Und er würde einen Ort für sie vorbereiten—eine Wohnung. Ein Zuhause.

Der Preis der Liebe

Unsere Tochter brach in Tränen aus, als wir meinen Eltern zum Abschied nachwinkten. Sie hatten uns in England besucht und traten nun die lange Heimreise nach Amerika an. „Ich will nicht, dass sie gehen“, sagte sie. Während ich sie zu trösten versuchte, meinte mein Mann: „Ich fürchte, das ist der Preis der Liebe.“

Wieso vergeben?

Ich fühlte mich von einer Freundin betrogen und wusste, dass ich ihr vergeben sollte. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich das konnte. Ihre Worte hatten mich tief getroffen und ich war wie gelähmt vor Schmerz und Wut. Obwohl wir die Sache schließlich beredeten und ich sagte, ich hätte ihr vergeben, durchzuckte es mich noch lange Zeit jedes Mal, wenn ich sie sah, und ich wusste, dass ich ihr noch immer Vorwürfe machte. Doch eines Tages erhörte Gott meine Gebete und half mir, meinen Groll ganz loszulassen. Endlich war ich frei.

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Den Lauf vollenden

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio erregten zwei Läuferinnen des 5000-Meter-Laufs die Aufmerksamkeit der ganzen Welt. Nach etwa 3200 Metern stießen Nikki Hamblin aus Neuseeland und Abbey D’Agostino aus den USA zusammen und stürzten. Abbey war schnell wieder auf den Beinen und half Nikki, hochzukommen. Kurz darauf schwächelte Abbey, weil sie sich beim Sturz offensichtlich verletzt hatte. Nun blieb Nikki stehen und ermunterte sie zum Weiterlaufen. Als Abbey schließlich über die Ziellinie stolperte, wartete Nikki bereits auf sie und nahm sie in die Arme. Ein schönes Bild gegenseitiger Hilfe!

Das beste Teil

„Sein Stück ist größer als meins!“ Als Kinder haben meine Brüder und ich oft darüber gestritten, wer das größte Stück von Mutters Kuchen bekommen hatte. Einmal beobachtete unser Vater uns mit gerunzelter Stirn. Dann reichte er Mama seinen Teller, strahlte sie an und sagte: „Bitte, gib mir ein Stück so groß wie dein Herz.“ Meine Brüder und ich schauten mit offenem Mund zu, wie Mama lachte und ihm ein riesengroßes Stück gab.

Schau auf den Dirigenten

Joshua Ball, der weltberühmte Geiger, hat seine ganz spezielle Methode, das vierundvierzigköpfige Orchester der Academy of St. Martin in the Fields zu dirigieren. Er benutzt keinen Taktstock, sondern seine Stradivari, auf der er gleichzeitig auch spielt. In einem Radiointerview sagte er: „Auch beim Spielen kann ich ihnen alle möglichen Anweisungen und Zeichen geben, die sie, denke ich, nur in diesem Moment verstehen. Wenn ich die Geige senke oder eine Augenbraue hebe oder wie ich den Bogen ziehe, sie wissen genau, welchen Klang ich aus dem Orchester hören will.“