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Artikel von Amy Boucher Pye

Alles hat seine Zeit

Kürzlich auf einem Flug beobachtete ich ein paar Reihen vor mir eine Mutter mit zwei Kindern. Das ältere spielte ganz zufrieden, während sie das Baby auf dem Arm hielt, mit ihm schäkerte und ihm zärtlich die Wange streichelte. Mit großen Augen schaute der Kleine zurück. Ich freute mich an ihrem Anblick, beim Gedanken an früher und meine eigenen Kinder wurde ich aber auch etwas wehmütig.

Von Angesicht

Obwohl die Welt elektronisch miteinander verbunden ist wie nie zuvor, geht nichts über das direkte Zusammensein mit einem Menschen. Wenn wir miteinander reden und lachen, können wir—fast unbewusst—am Gesichtsausdruck merken, was der andere empfindet. Menschen, die sich gernhaben, ob Familie oder Freunde, unterhalten sich deshalb gern von Angesicht zu Angesicht.

Ruhetag

An einem Sonntag stand ich einmal an dem kleinen Flüsschen, das sich durch unseren Stadtteil windet, und freute mich an der Schönheit, die es in unsere ziemlich verbaute Gegend bringt. Ich spürte, wie ich beim Anblick des plätschernden Wassers entspannte, hörte dem Zwitschern der Vögel zu und dankte Gott dafür, wie er uns hilft, unsere Seele zur Ruhe zu bringen.

Glaube in Aktion

Bei der Fahrt zum Supermarkt sah eine Bekannte eine Frau am Straßenrand entlanggehen und fühlte den Impuls, das Auto zu wenden und sie zu fragen, ob sie mitfahren wolle. Die Frau erzählte eine traurige Geschichte. Sie hatte kein Geld für den Bus, deshalb lief sie im heißen, feuchten Wetter zu Fuß nach Hause. Und auch am Morgen war sie schon ein paar Stunden gegangen, um pünktlich um 4 Uhr früh an der Arbeit zu sein.

Das Band des Friedens

Ich hatte einer Bekannten eine E-Mail wegen einer Meinungsverschiedenheit geschickt , die zwischen uns herrschte. Als sie nicht reagierte, fragte ich mich: Bin ich zu weit gegangen? Ich wollte die Sache nicht noch schlimmer machen und in sie drängen. Andererseits wollte ich das Ganze aber auch nicht auf sich beruhen lassen, weil ich wusste, dass sie demnächst auf eine längere Reise gehen würde. Immer wieder musste ich in den folgenden Tagen an sie denken und betete für sie. Dann begegnete ich ihr eines Tages ganz unverhofft beim Spaziergang im Stadtpark. Sie sah nicht sehr glücklich aus, als sie mich entdeckte. „Danke, Herr, dass ich mit ihr reden kann“, murmelte ich und ging lächelnd zu ihr hin. Wir konnten offen miteinander reden und das Problem beilegen.

Vollkommener Friede

Eine Bekannte erzählte mir, sie habe jahrelang nach Frieden und Zufriedenheit gesucht. Mit ihrem Mann baute sie ein erfolgreiches Geschäft auf und konnte sich ein großes Haus, schöne Kleider und teuren Schmuck leisten. Aber ihre Sehnsucht nach Frieden ließ sich damit nicht stillen, genauso wenig wie durch die Freundschaften mit einflussreichen Menschen. Dann erzählte eine Freundin ihr an einem Tag, an dem sie besonders verzweifelt und down war, von Jesus Christus. In ihm fand sie den Friedefürsten und ihre Vorstellung von dem, was Friede und Zufriedenheit bringt, wurde von Grund auf verändert.

Ein Kleid von Gott

Als meine Kinder noch klein waren, spielten sie gern draußen im Garten und wenn es nass war, waren sie ziemlich schnell von oben bis unten schmutzig. Um ihrer selbst und meiner Fußböden willen zog ich sie schon an der Tür aus und wickelte sie in eine Decke und dann ging es ab in die Badewanne. Mit Wasser, Seife und ein paar Liebkosungen war der Schmutz bald weg und sie waren wieder sauber.

Der Tröster

Ich war allein und nervös, als ich das Flugzeug bestieg, das mich zum Studium in eine weit entfernte Stadt bringen sollte. Aber dann fiel mir ein, wie Jesus seinen Jüngern die tröstliche Gegenwart des Heiligen Geistes versprochen hat.

Zuhause mit Jesus

„Zuhause ist es am Schönsten.“ Der Satz zeugt von der tiefen Sehnsucht des Menschen nach einem Ort der Ruhe, an dem er einfach sein kann, an den er hingehört. Jesus sprach diesen Wunsch nach einem Verwurzeltsein an, als er mit seinen Freunden die letzte gemeinsame Mahlzeit eingenommen hatte und von seinem bevorstehenden Tod und seiner Auferstehung sprach. Er versprach, dass er für sie wiederkommen würde, auch wenn er jetzt erst einmal fortging. Und er würde einen Ort für sie vorbereiten—eine Wohnung. Ein Zuhause.

Der Preis der Liebe

Unsere Tochter brach in Tränen aus, als wir meinen Eltern zum Abschied nachwinkten. Sie hatten uns in England besucht und traten nun die lange Heimreise nach Amerika an. „Ich will nicht, dass sie gehen“, sagte sie. Während ich sie zu trösten versuchte, meinte mein Mann: „Ich fürchte, das ist der Preis der Liebe.“

Wieso vergeben?

Ich fühlte mich von einer Freundin betrogen und wusste, dass ich ihr vergeben sollte. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich das konnte. Ihre Worte hatten mich tief getroffen und ich war wie gelähmt vor Schmerz und Wut. Obwohl wir die Sache schließlich beredeten und ich sagte, ich hätte ihr vergeben, durchzuckte es mich noch lange Zeit jedes Mal, wenn ich sie sah, und ich wusste, dass ich ihr noch immer Vorwürfe machte. Doch eines Tages erhörte Gott meine Gebete und half mir, meinen Groll ganz loszulassen. Endlich war ich frei.

Leben und Tod

Ich werde es nie vergessen, wie ich mit meiner besten Freundin am Sterbebett ihres Bruders saß. Es war, als würde ein Strahl der Ewigkeit in die Zeit fallen. Wir waren zu dritt und unterhielten uns leise, als wir merkten, wie Richards Atem immer schwerer ging. Wir wandten uns zu ihm, warteten und beteten. Als er den letzten Atemzug tat, war es wie ein heiliger Augenblick. Wir konnten förmlich spüren, wie uns Gottes Gegenwart umhüllte, trotz unserer Tränen über den Tod eines Mannes, der keine fünfzig Jahre alt geworden war.

Frühlingsregen

Ich brauchte eine Pause. Deshalb ging ich für einen Spaziergang in den nahen Park. Als ich den Weg entlanglief, fiel mein Blick auf etwas Grünes. Aus der Erde spross neues Leben hervor, aus dem sich in ein paar Wochen leuchtende Narzissen entwickeln würden, Vorboten des Frühlings und wärmerer Zeiten. Bald war der Winter vorbei!

Herzlich willkommen

Der Abend, an dem wir Familien aus fünf verschiedenen Ländern zu Gast hatten, bleibt mir unvergesslich. Irgendwie bildeten sich beim Gespräch keine Zweiergrüppchen, sondern jeder hatte aus seiner Sicht etwas dazu beizutragen, wie er mit dem Leben in London zurechtkam. Hinterher fanden wir beide, mein Mann und ich, dass wir mehr empfangen als gegeben hatten, und dazu gehörte auch das schöne Gefühl, neue Freundschaften geschlossen und mehr über andere Kulturen gelernt zu haben.

Der Leuchtturm

Allein durch sein Dasein und seinen Namen, „Leuchtturm“, zeugt ein Gemeindezentrum in Ruanda von Versöhnung. Es steht auf einem Grundstück, auf dem der Staatspräsident während des Völkermords im Jahr 1994 ein großes Haus hatte. Das neue Zentrum wurde von Christen errichtet und soll ein Licht—und Hoffnungsstrahl sein. Es beherbergt eine Bibelschule, in der eine neue Generation christlicher Leiter herangezogen wird, ein Hotel, ein Restaurant und verschiedene Dienstleistungsangebote. Aus der Asche kommt neues Leben. Die Erbauer des „Leuchtturm“ schauen auf Jesus als Quelle für Hoffnung und Versöhnung.

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