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Artikel von Amy Boucher Pye

Gott in Zeiten des Leids vertrauen

Als Johannes erfuhr, dass er unheilbaren Krebs hatte, spürten er und seine Frau Caroline, dass Gott sie dazu aufrief, ihre Krankheitsgeschichte online zu teilen. Im Glauben, dass Gott durch ihre Verletzlichkeit andere trösten würde, teilten sie zwei Jahre lang ihre Momente der Freude, der Trauer und des Schmerzes.

Er hat mich verändert

Als John, der das größte Bordell in London führte, ins Gefängnis kam, glaubte er irrtümlicherweise: Ich bin doch ein guter Mensch. Während seiner Zeit im Gefängnis ging er wegen des Kuchens und des Kaffees zur dortigen Bibelarbeit, war aber überrascht zu sehen, wie glücklich die anderen Insassen waren. Während des ersten Liedes kamen ihm die Tränen und später erhielt er eine Bibel. Als er im Propheten Hesekiel las, veränderte ihn das und es „schlug wie ein Blitz“ bei ihm ein. Er las: „Und wenn ein Gottloser von seinem gottlosen Leben umkehrt, das er geführt hat, und wenn er tut, was recht und gerecht ist, wird er sein Leben retten. Wenn er zur Einsicht kommt und sich von seinen Sünden abwendet, die er begangen hat, wird er ganz sicher am Leben bleiben und muss nicht sterben“ (Hesekiel 18,27-28). Gottes Wort wurde in ihm lebendig und er erkannte: „Ich war kein guter Mensch und ich muss mich ändern.“ Während er mit dem Pastor betete, sagte er: „Ich fand Jesus Christus und er hat mich verändert.“

Stärkung für unterwegs

In einem Sommer stand ich einmal vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Ich sollte etwas schreiben und der Abgabetermin drohte. Tagelang brütete ich vor mich hin und versuchte die Worte aufs Papier zu bringen. Ich war kaputt und entmutigt und nahe daran, aufzugeben. Eine kluge Bekannte fragte: „Wann hast du dich das letzte Mal so richtig gut gefühlt? Vielleicht solltest du dir mal eine Unterbrechung gönnen und etwas Feines essen.“

Feststehen

In dem Land, in dem sie leben, werden Adrian und seine Familie wegen ihres Glaubens an Jesus verfolgt. Trotzdem sie sind Zeugen der Liebe Christi. Er stand in seinem Kirchenhof, der von Kugeln getroffen wurde, als Terroristen ihn als Übungsgelände benutzten, und sagte: „Heute ist Karfreitag. Wir erinnern uns, dass Jesus für uns am Kreuz gelitten hat.“ Und Leiden, fuhr er fort, ist etwas, was die Gläubigen dort verstünden. Aber seine Familie beschließt zu bleiben: „Wir sind immer noch hier und stehen immer noch.“

Die Rechnung ist bezahlt

„Was ist dir zugestoßen?“, fragte Zeal, ein nigerianischer Geschäftsmann, als er sich über ein Krankenhausbett in Lagos beugte. „Jemand hat auf mich geschossen“, sagte der junge Mann, dessen Bein bandagiert war. Auch wenn es dem Verletzten gut genug ging, dass er nach Hause gehen konnte, durfte er das Krankenhaus nicht verlassen, bis die Rechnung beglichen worden war. Das ist die übliche Handlungsweise von Regierungskrankenhäusern in dieser Region. Nachdem er sich mit einem Sozialarbeiter beraten hatte, bezahlte Zeal anonym die Rechnung aus einem gemeinnützigen Fond, den er errichtet hatte, um seinen christlichen Glauben zu zeigen. Im Gegenzug hoffte er, dass diejenigen, die ein Geschenk von ihm erhielten, es eines Tages anderen zurückgeben.

Alte Versprechen

1978 entdeckten Dr. Gabriel Barkay und sein Team auf einer Begräbnisstätte außerhalb der Altstadt von Jerusalem zwei silberne Rollen. Über fünfundzwanzig Jahre später, im Jahr 2004, bestätigten Forscher, dass es sich bei den Schriftrollen um die ältesten existierenden biblischen Texte handelt. Sie wurden um 600 v.Chr. vergraben. Was mich besonders fasziniert, ist der Inhalt der Rollen—es ist der priesterliche Segen, der über Gottes Volk ausgesprochen werden sollte: „Der Herr segne dich und beschütze dich. Der Herr wende sich dir freundlich zu und sei dir gnädig“ (V. 24-25).

Gnade demonstrieren

„In Momenten, in denen eine Tragödie passiert oder gar Verletzungen, gibt es die Möglichkeit, Gnade oder Rache zu üben“, bemerkte der kürzlich Hinterbliebene. „Ich habe beschlossen, Gnade zu demonstrieren.“ Pastor Erik Fitzgeralds Frau war bei einem Autounfall durch einen erschöpften Feuerwehrmann ums Leben gekommen, der während der Heimfahrt eingeschlafen war, und die Staatsanwaltschaft wollte von ihm wissen, ob er die Höchststrafe anstreben wolle. Der Pastor entschied sich dafür, die Vergebung zu üben, über die er oft predigte. Zur Überraschung von ihm und dem Feuerwehrmann wurden die Männer schließlich Freunde.

Geschenke von oben

Eine alte Geschichte erzählt, wie ein Mann namens Nikolaus (geb. 270 n. Chr.) von einem Vater hörte, der so arm war, dass er seine drei Töchter nicht ernähren und schon gar nicht für ihre zukünftigen Eheschließungen sorgen konnte. Er wollte dem Vater helfen, dies aber geheim halten. So warf Nikolaus einen Beutel voller Gold durch ein offenes Fenster, der in einer Socke oder einem Schuh landete, der auf dem Ofen trocknete. Dieser Mann ist heute bekannt als Sankt Nikolaus.

Schutz vor dem Sturm

In England wird die Geschichte eines jungen Geistlichen erzählt, der im Jahr 1763 an einer Klippenstraße in Somerset, England, entlangreiste. Um sich vor Blitzen und Starkregen zu schützen, versteckte er sich in einer Höhle. Als er über Cheddar Gorge hinausblickte, die größte Felsschlucht im Vereinigten Königreich, bedachte er das Geschenk des Schutzes und des Friedens in Gott. Während er dort wartete, begann er ein Hymnus zu schreiben, „Rock of Ages“ (Fels des Heils), mit den bemerkenswerten Eröffnungsworten: „Fels des Heils, geöffnet mir, birg mich, ew‘ger Hort, in Dir!“

„Nur das Büro“?

Ich schaue über die grüne, hüglige Landschaft Lancashire im Norden Englands und sehe die Steinzäune, die als Umrandung für die Schafe dienen, die überall zu sehen sind. Wattewolken ziehen am klaren Himmel entlang und ich atme tief diesen Ausblick ein. Als ich der Frau, die im Freizeithaus arbeitet, das ich besuche, wie schön diese Szene ist, sagte sie: „Wissen Sie, ich habe das nie bemerkt, bis unsere Gäste anfingen, es zu erwähnen. Wir leben hier schon seit Jahren. Damals waren wir Bauern, das hier war nur das Büro!“

Im Weinstock

Im Frühling nach einem besonders harten Winter, in dem Emma einem Familienmitglied durch eine lange Krankheit half, fand sie immer wieder Ermutigung, wenn sie an einem Kirschbaum in der Nähe ihrer Heimat Cambridge, England, vorüberging. Am oberen Rand der pinken Blüten wuchsen weiße Blüten. Ein kluger Gärtner hatte in den Baum einen Ast mit weißen Blumen gepfropft. Wann immer Emma an diesem ungewöhnlichen Baum vorüberging, dachte sie an Jesu Worte, dass er der Weinstock ist und seine Nachfolger die Reben (Johannes 15,1-8).

Veränderungen

Stephen ist in einer rauen Gegend in Ostlondon aufgewachsen und wurde schon im Alter von zehn Jahren kriminell. Er sagt: „Wenn alle Drogen verkaufen und stehlen und betrügen, dann machst du mit. Du kennst ja nichts anderes.“ Doch als er zwanzig war, hatte er einen Traum, der ihn veränderte. „Ich hörte, wie Gott sagt: Stephen, du kommst wegen Mord ins Gefängnis.“ Der Traum wurde ihm zur Warnung, und er wandte sich an Gott und nahm Jesus als seinen Retter an—und der Heilige Geist veränderte sein Leben.

Eifrig für Gott

Diejenigen, die in dem englischen Dorf gemeinsam mit William Carey (1761-1834) aufwuchsen, dachten wahrscheinlich, dass er es nicht weit bringen würde. Aber heute kennen wir ihn als den Vater der modernen Mission. Seine Eltern waren Weber und er wurde ein wenig erfolgreicher Lehrer und Schuster, während er sich selbst Griechisch, Hebräisch und Latein beibrachte. Nach vielen Jahren erfüllte er sich seinen Traum, Missionar in Indien zu werden. Aber er hatte mit vielen Lasten zu kämpfen, einschließlich dem Tod seines Kindes, den psychischen gesundheitlichen Problemen seiner Frau und jahrelange Zurückweisung derer, denen er diente.

Wie man Frieden findet

„Was hältst du vom Frieden?“, fragte mein Freund beim gemeinsamen Mittagessen. „Friede?“, fragte ich verwirrt. „Ich weiß nicht. Warum fragst du?“ Er antwortete: „Als du während des Gottesdienstes mit deinem Fuß wipptest, fragte ich mich, ob dich irgendetwas beschäftigt. Hast du mal an den Frieden gedacht, den Gott denen schenkt, die ihn lieben?“

Das Seil entknoten

Die Mission einer christlichen Organisation ist es, die heilende Natur der Vergebung voranzutreiben. Eine ihrer Aktivitäten beinhaltet einen Sketch, in dem eine Person, der Unrecht getan wurde, Rücken an Rücken mit dem Verursacher mit einem Seil gefesselt wird. Nur derjenige, dem das Unrecht widerfahren ist, kann dieses Seil entknoten. Egal, was die Person tut, sie hat jemanden auf ihrem Rücken. Ohne Vergebung, also ohne das Seil zu entknoten, kann sie nicht entkommen.

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