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Artikel von Bill Crowder

Ein sicherer Ort

Meine Brüder und ich wuchsen auf einem bewaldeten Bergabhang auf, der eine ergiebige Landschaft für unsere Vorstellungskraft bot. Ob wir uns an Lianen wie Tarzan hin- und herschwangen oder Baumhäuser bauten wie die Schweizer Familie Robinson, wir spielten die Szenarien aus, die wir in Geschichten lasen oder in Filmen sahen. Bevorzugt bauten wir Forts und taten so, als wären wir vor Angriffen sicher. Jahre später bauten meine Kinder Forts aus Decken, Laken und Kissen — sie bauten ihren eigenen „sicheren Ort“ vor imaginären Feinden. Es scheint fast ein Instinkt zu sein, ein Versteck zu haben, in dem man sich sicher und geschützt fühlt.

Gefährliche Ablenkung

Der Künstler Sigismund Goetze schockierte das viktorianische England mit einem Gemälde mit dem Titel „Von Menschen verachtet und verhöhnt“. Er zeigte darauf den leidenden Jesus umgeben von Figuren seiner eigenen Generation. Sie waren so auf ihre eigenen Interessen konzentriert — Geschäfte, Liebe, Politik — , dass sie keinen Blick für das Leiden des Messias hatten. Gleichgültig wie die Menge damals zu Jesu Füßen am Kreuz, hatten sie keine Ahnung, was — oder wen — sie verpassten.

Mitleidsmüde

In ihrem berühmt gewordenen Tagebuch schildert Anne Frank, wie ihre Familie im zweiten Weltkrieg die Zeit im Versteck erlebte. Später kam Anne ins Konzentrationslager. Augenzeugen berichten, dass „ihre Tränen [für sie] nie versiegten “und sie„ für alle, die sie kannten, zu einer Wohltat“ machten. Professor Kenneth Bailey schloss daraus, dass sie nie unter „Mitleidsmüdigkeit“ litt.

Das große Crescendo

Meine Eltern lehrten mich, alle möglichen Musikarten zu lieben — von Country bis Klassik. Mein Herz schlug kräftig, als ich das Moskauer Konservatorium betrat, um das Moskauer Philharmonische Orchester zu hören. Als der Dirigent die Musiker durch ein meisterhaftes Stück von Tschaikowsky führte, entwickelten sich die Themen, die langsam in ein gewaltiges Crescendo mündeten — ein tiefgreifender und dramatischer musikalischer Höhepunkt. Es war ein magischer Augenblick und das Publikum stand auf, um tosenden Beifall zu klatschen.

Mutige Haltung

Teresa Prekerowa war er ein Teenager, als die Nazis zu Beginn des 2. Weltkrieges in ihre Heimat Polen einmarschierten. Das war der Beginn des Holocausts, als ihre jüdischen Nachbarn plötzlich zu verschwinden begannen — festgenommen von den Nazis. Teresa und andere Polen riskierten ihr Leben, um diese Nachbarn vor dem Warschauer Ghetto und der Säuberung der Nazis zu bewahren. Teresa wurde eine der führenden Historikerinnen zum Thema des Krieges und des Holocausts, aber es war ihr Mut, sich gegen die Welle des Bösen zu stellen, der dazu führte, dass ihr Name als „Gerechter unter den Völkern“ an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem aufgeführt ist.

Was steckt in einem Namen?

„Gip“ Hardin, ein methodistischer Prediger, nannte seinen Sohn nach dem berühmten Prediger John Wesley, wodurch seine Hoffnungen und Sehnsüchte für seinen Jungen zum Ausdruck kamen. John Wesley Hardin wählte aber tragischerweise einen anderen Weg als sein Namensgenosse. Hardin, der mutmaßlich zweiundvierzig Menschen getötet hat, wurde einer der berüchtigtsten Revolverhelden und Outlaws des amerikanischen Westens im späten 18. Jahrhundert.

Himmelsgarten

Als wir in London waren, organisierte ein Bekannter für meine Frau Marlene und mich einen Besuch im Skygarden. Das ist ein Garten voller Pflanzen, Bäume und Blumen in der obersten Etage eines fünfunddreißig Stockwerke hohen Gebäudes im Londoner Geschäftsdistrikt. Was uns vor allem faszinierte, war jedoch die Aussicht. Aus einer Höhe von etwa 150 Metern blickten wir hinab auf die St. Pauls-Kathedrale, den Tower und vieles mehr. Der Blick auf die Großstadt war atemberaubend—und schenkte eine ganz neue Perspektive.

Wirkungsvolle Zeit

„Die Bewohner des Westens haben Uhren. Afrikaner haben Zeit.“ So zitiert Os Guinness ein afrikanisches Sprichwort in seinem Buch Impossible People (Unmögliche Leute). Das brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie oft ich eine Bitte mit, „Ich habe keine Zeit“ abgeschlagen habe. Ich dachte über die Tyrannei der Eile nach und wie Zeitpläne und Termine mein Leben dominierten.

Uhren und Kalender

Mein Vater starb im Alter von 58 Jahren. Seitdem halte ich am Tag seines Todes inne, um mich an ihn zu erinnern und über seinen Einfluss in meinem Leben nachzudenken. Als ich erkannte, dass ich einen größeren Teil meines Lebens ohne meinen Vater verbrachte als mit ihm, begann ich über die Kürze meines eigenen Lebens nachzudenken.

Die Babuschka-Lady

Die „Babuschka-Frau“ ist eines der Geheimnisse, welches die Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy im Jahre 1963 umgibt. Sie ist in einem Film zu sehen, als sie die Ereignisse mit einer Filmkamera aufgenommen hat aber sie würde nie aufgefunden. Diese mysteriöse Frau, die einen Mantel und einen Schal trug (ähnlich einer russischen Babuschka) wurde niemals identifiziert und ihr Film wurde niemals gesehen. Über Jahrzehnte haben Historiker und Gelehrte spekuliert, dass Angst die „Babuschka-Lady“ davon abgehalten haben könnte, ihre Geschichte von diesem dunklen Novembertag zu erzählen.

Der Punkt ohne Wiederkehr

Es war nicht nur einfach, einen weiteren Fluss zu überqueren. Nach dem Gesetz durfte kein römischer General bewaffnete Truppen nach Rom hineinführen. Als Julius Cäsar im Jahr 49 v. Chr. seine Dreizehnte Legion über den Rubikon Fluss nach Italien führte, war dies ein Landesverrat. Die Auswirkung von Cäsars Entscheidung war unabänderlich und löste einen jahrelangen Bürgerkrieg aus, ehe Roms großer General zum absoluten Herrscher wurde. Noch heute steht der Ausdruck „den Rubikon überqueren“ in der englischen Sprache für einen Punkt ohne Wiederkehr.

Wie lange?

Im Klassiker Alice im Wunderland von Lewis Carroll fragt Alice: „Wie lang ist für immer?“ Das Weiße Kaninchen antwortet: „Manchmal, nur eine Sekunde lang“.

Telefonzone

Ein Vorteil der Mobiltelefone ist es, dass wir praktisch ständig Zugang zu anderen haben. Das führt aber auch dazu, dass viele Menschen telefonieren oder texten, selbst wenn sie fahren—was manchmal zu schrecklichen Autounfällen führt. Um solche Katastrophen zu vermeiden, haben viele Gebiete weltweit Ablenkungen beim Fahren als illegal eingestuft. In Amerika gibt es Autobahnschilder, die Fahrer auf spezielle Telefonzonen hinweisen, wo sie halten können, um beliebig viel zu telefonieren und zu texten.

Bitte anschnallen!

„Der Kapitän hat die Anschnallzeichen eingeschaltet, weil wir uns einer Störzone nähern. Bitte kehren Sie sofort an Ihren Platz zurück und legen Sie Ihren Sicherheitsgurt an.“ Flugbegleiter müssen diese Ansage durchgeben, wenn mit Turbulenzen zu rechnen ist, weil es bei nicht angeschnallten Passagieren zu Verletzungen kommen kann. Wer sicher an seinem Platz sitzt, dem kann nichts passieren.

Kennen und Lieben

„Jesus liebt mich ganz gewiss, denn die Bibel sagt mir dies“, so lautet die Botschaft eines der bekanntesten christlichen Lieder, besonders für Kinder. Geschrieben von Anna B. Warner im 18. Jahrhundert, bestätigt der Text unsere Beziehung zu ihm—wir sind geliebt.

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