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Artikel von Bill Crowder

Der Punkt ohne Wiederkehr

Es war nicht nur einfach, einen weiteren Fluss zu überqueren. Nach dem Gesetz durfte kein römischer General bewaffnete Truppen nach Rom hineinführen. Als Julius Cäsar im Jahr 49 v. Chr. seine Dreizehnte Legion über den Rubikon Fluss nach Italien führte, war dies ein Landesverrat. Die Auswirkung von Cäsars Entscheidung war unabänderlich und löste einen jahrelangen Bürgerkrieg aus, ehe Roms großer General zum absoluten Herrscher wurde. Noch heute steht der Ausdruck „den Rubikon überqueren“ in der englischen Sprache für einen Punkt ohne Wiederkehr.

Wie lange?

Im Klassiker Alice im Wunderland von Lewis Carroll fragt Alice: „Wie lang ist für immer?“ Das Weiße Kaninchen antwortet: „Manchmal, nur eine Sekunde lang“.

Telefonzone

Ein Vorteil der Mobiltelefone ist es, dass wir praktisch ständig Zugang zu anderen haben. Das führt aber auch dazu, dass viele Menschen telefonieren oder texten, selbst wenn sie fahren—was manchmal zu schrecklichen Autounfällen führt. Um solche Katastrophen zu vermeiden, haben viele Gebiete weltweit Ablenkungen beim Fahren als illegal eingestuft. In Amerika gibt es Autobahnschilder, die Fahrer auf spezielle Telefonzonen hinweisen, wo sie halten können, um beliebig viel zu telefonieren und zu texten.

Bitte anschnallen!

„Der Kapitän hat die Anschnallzeichen eingeschaltet, weil wir uns einer Störzone nähern. Bitte kehren Sie sofort an Ihren Platz zurück und legen Sie Ihren Sicherheitsgurt an.“ Flugbegleiter müssen diese Ansage durchgeben, wenn mit Turbulenzen zu rechnen ist, weil es bei nicht angeschnallten Passagieren zu Verletzungen kommen kann. Wer sicher an seinem Platz sitzt, dem kann nichts passieren.

Kennen und Lieben

„Jesus liebt mich ganz gewiss, denn die Bibel sagt mir dies“, so lautet die Botschaft eines der bekanntesten christlichen Lieder, besonders für Kinder. Geschrieben von Anna B. Warner im 18. Jahrhundert, bestätigt der Text unsere Beziehung zu ihm—wir sind geliebt.

Große Welt, größerer Gott

Ich war mit meiner Frau mit dem Auto unterwegs im Norden von Michigan. „Unglaublich, wie groß die Welt ist!“, rief sie aus, als wir an einem Schild vorbeikamen, das uns darüber informierte, dass wir gerade den 45. Breitengrad passierten—die Mitte zwischen dem Äquator und dem Nordpol. Wir sprachen darüber, wie klein wir sind und wie riesig unsere Welt. Doch im Vergleich zum Weltall ist selbst unser Planet Erde nur ein winziges Staubkorn.

Freude und Gerechtigkeit

Bei einer Konferenz in Asien hatte ich innerhalb weniger Stunden zwei erschütternde Begegnungen. Da war der Pastor, der elf Jahre wegen Mord im Gefängnis saß, obwohl er unschuldig war. Und dann die Familien, die ein Vermögen ausgegeben hatten, um der religiösen Verfolgung in ihrem Heimatland zu entgehen, und gerade von den Menschen, die sie für ihre Rettung bezahlt hatten, verraten wurden. Nach Jahren im Flüchtlingslager fragen sie sich jetzt, wo ihr Zuhause ist.

Kinderliebe

1865 begann Thomas Barnado in London sein Medizinstudium. Er wollte als Missionsarzt nach China gehen. Aber schon bald erkannte er die große Not vor seiner eigenen Haustür. Massen von obdachlosen Kindern lebten und starben in den Straßen Londons. Barnado beschloss, etwas gegen diese entsetzliche Misere zu tun. Er richtete Häuser für verlassene Kinder in Londons Eastend ein und rettete einige 60‘000 Mädchen und Jungen vor Armut und einem frühen Tod. „Heute würden wir ihn den Schutzpatron der Straßenkinder nennen“, meint John Stott.

Lebendig gemacht

Als junger Mann war mein Vater einmal mit ein paar Freunden unterwegs zu einer Sportveranstaltung, als sie mit dem Auto auf regennasser Straße ins Schleudern kamen. Sie hatten einen Unfall—einen schweren Unfall. Einer seiner Freunde kam ums Leben, der andere war danach querschnittsgelähmt. Mein Vater wurde für tot erklärt und ins Leichenschauhaus gebracht. Seine erschütterten Eltern wurden herbeigerufen, um ihn zu identifizieren. Aber mein Vater erwachte aus dem tiefen Koma und aus Trauer wurde Freude.

Ein kleines Feuer

Es war ein Sonntagabend im September und die meisten Menschen schliefen schon, als in der Bäckerei von Thomas Farriner in der Pudding Lane ein kleines Feuer ausbrach. Bald sprangen die Flammen von Haus zu Haus und ganz London versank im Großen Feuer von 1666. Über 70‘000 Menschen verloren bei der Feuersbrunst, die vier Fünftel der Stadt in Asche legte, ihre Häuser. Was für eine Zerstörung durch ein kleines Feuer!

Porträtzeichnung

Die National Portrait Gallery in London birgt einen großen Schatz an Bildern aus allen Jahrhunderten, darunter 166 Porträts von Winston Churchill, 94 von William Shakespeare und 20 von George Washington. Bei den älteren Bildern können wir uns allerdings fragen: Hat diese Person tatsächlich so ausgesehen?

Freier Zugang

Vor ein paar Jahren lud mich ein Freund ein, mit ihm zusammen zu einem Profi-Golfturnier zu gehen. Es war für mich das erste Mal, und so hatte ich keine Ahnung, was mich erwartete. Als wir ankamen, bekam ich zu meiner Überraschung Geschenke, Informationen und Karten des Golfplatzes. Am tollsten aber war, dass wir Zutritt zu einem Zelt hinter dem 18. Loch bekamen, in dem wir kostenlos sitzen und essen konnten. Allein wäre ich nicht in den Genuss dieser Gastfreundschaft gekommen; ich verdankte sie meinem Freund. Nur seinetwegen bekam ich Zugang.

Ins Morgen sehen

Ich schaue gern in einen wolkenlos blauen Himmel. Der Himmel ist ein herrlicher Teil von Gottes großem Meisterwerk und wir dürfen uns daran freuen. Wie müssen erst Flugzeugpiloten den Anblick genießen. Sie haben verschiedene flugtechnische Ausdrücke für einen Himmel, der perfekte Bedingungen zum Fliegen bietet. Einer meiner liebsten ist: „Du kannst ins Morgen sehen.“

Ich weiß alles

Unser Sohn und seine Frau brauchten Hilfe. Unser Enkel Cameron hatte Lungenentzündung und Bronchitis und musste ins Krankenhaus. Sie fragten, ob wir Nathan, den Fünfjährigen, von der Schule abholen und nach Hause bringen könnten. Natürlich sagten wir sofort zu.

Zeitlos

Im Juni 2015 starb Jeralean Talley, der damals älteste Mensch der Welt, mit 116 Jahren. 1995 feierte Jerusalem den 3000. Geburtstag. Einhundertsechszehn ist alt für einen Menschen und 3000 ist alt für eine Stadt, aber es gibt Bäume, die noch älter werden. Eine Kiefer in den Weißen Bergen Kaliforniens ist angeblich über 4800 Jahre alt. Sie wuchs also noch 800 Jahre vor Abraham!