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Artikel von David H. Roper

Gott sehen

Erwin Lutzer, der amerikanische Pfarrer und Schriftsteller, erzählt von einer Fernsehsendung, in der ein kleiner Junge ein Bild von Gott malt. Belustigt sagt der Showmaster: „Das kannst du doch nicht machen. Niemand weiß, wie Gott aussieht.“

Achtsam sein

John Newton schreibt: „Wenn ich auf dem Heimweg ein Kind sehe, das einen Penny verloren hat, und seine Tränen trocknen kann, indem ich ihm einen anderen gebe, meine ich, ich habe etwas Gutes getan. Ich freue mich, wenn ich Größeres tun kann; aber ich will dabei das Kleine nicht vergessen.“

Du bist ein Original

Jeder von uns ist ein Original aus Gottes Hand. Kein Mensch auf dieser Welt hat sich selbst erschaffen. Niemand ist aus sich selbst heraus talentiert oder klug oder schön. Gott hat jeden von uns selbst gemacht. Aus seiner großen Liebe heraus hat er sich uns ausgedacht und geformt.

Das Gesicht des Vaters

Ich kann mich noch gut an das Gesicht meines Vaters erinnern. Allerdings war es schwierig, darin zu lesen. Er war ein freundlicher Mann, aber stoisch und verschlossen. Als Kind suchte ich oft nach einem Lächeln oder einem Zeichen der Zuneigung. Unser Gesicht verrät viel. Ein Stirnrunzeln, ein mürrischer Blick, ein Lächeln oder ein Augenzwinkern zeigt, was wir von anderen halten. Gesichter vermitteln Botschaften.

Vergeben!

Ein Freund von mir hat seine Familie oft überrascht, wenn er von der Arbeit nach Hause kam. Kaum war er zur Tür herein, rief er laut: „Euch ist vergeben!“ Doch es war nicht so, als hätten die Familienmitglieder ihm Unrecht getan und würden seine Vergebung brauchen. Er wollte sie daran erinnern, dass sie zwar sicher den Tag über gesündigt hatten, Gott ihnen in seiner Gnade aber völlig vergeben hatte.

Sieh die Wolken

Vor vielen Jahren saß ich einmal im Garten und sah mit meinen Söhnen den Wolken zu. „Papa“, fragte der eine, „wieso schweben die Wolken?“ „Nun“, begann ich und wollte ihm etwas aus dem reichen Schatz meines Wissens vermitteln. Aber dann verstummte ich. „Ich weiß es nicht“, räumte ich schließlich ein, „aber ich werde es herausfinden.“

Ein echter Freund

Der Dichter Samuel Foss schrieb in einem seiner Gedichte: „Lass mich am Straßenrand leben und den Menschen ein Freund sein.“ Das möchte ich auch sein—ein Freund der Menschen. Ich möchte am Wegesrand stehen und auf müde Wanderer warten. Nach denen Ausschau halten, die von anderen geschlagen und verletzt wurden, die ein verwundetes, enttäuschtes Herz in sich tragen. Ich will ihnen ein ermutigendes Wort als Erfrischung reichen, bevor ich sie wieder auf den Weg schicke. Ich kann sie vielleicht nicht „heilen“ oder ihre Probleme lösen, aber ich kann sie im Segen ziehen lassen.

Ewige Liebe

Es ist fast unmöglich, einen Tag hinter sich zu bringen, ohne in irgendeiner Weise kritisiert, ignoriert oder klein gemacht zu werden. Manchmal tun wir es sogar selbst.

Godliman-Straße

Ich war mit meiner Frau in London unterwegs, als wir auf eine Straße stießen, die „Godliman Street“ hieß. Man erzählte uns, dass hier einmal ein Mann gelebt hat, der so fromm war, dass man die Straße die „Straße des frommen (godly) Mannes“ nannte. Mir fiel dazu eine Geschichte aus dem Alten Testament ein.

Geschenkt!

„Das neueste Projekt der Techniktitanen: Den Tod besiegen“, so lautete vor einiger Zeit die Überschrift über einem Zeitungsartikel, in dem es um die Bestrebungen von Peter Thiel und anderen Größen aus dem Silicon Valley ging, das Leben ins Unendliche zu verlängern. Für ihre Projekte sind sie bereit, Milliarden zu investieren.

Da beginnen, wo man ist

Auf einer Wiese habe ich eine Blume gesehen—eine winzige, rote Blüte, die „ihre Süße an die Wüstenluft verschwendete“, um es mit dem Dichter Thomas Gray zu sagen. Ich bin mir sicher, dass sie vor mir noch keiner gesehen hat und vielleicht auch nach mir niemand mehr sehen wird. Warum diese Schönheit gerade hier fragte ich mich.

Donner und Blitz

Vor vielen Jahren war ich mit einem Freund an ein paar Fischteichen zum Angeln, als es zu regnen begann. In der Nähe war ein kleines Wäldchen mit Zitterpappeln. Dort suchten wir Unterschlupf, aber der Regen hörte nicht auf. Also beschlossen wir, den Ausflug abzubrechen und zum Auto zu rennen. Ich hatte gerade die Tür aufgemacht, als ein Blitz in die Pappeln fuhr und ein Feuerball unter gewaltigem Donner Blätter und Rinde von den Bäumen fraß und in den Ästen weiterschwelte. Dann war es still.

Gute Werke

Es heißt, die amerikanische Autorin Anne Herbert habe ihren Satz „Praktiziere spontane Gesten der Freundlichkeit und sinnlosen Schönheit“ 1982 zunächst auf einem Tischset im Restaurant notiert. Inzwischen ist daraus eine ganze Bewegung geworden und es gibt sogar den „Weltfreundlichkeitstag“.

Nach kurzem Schlaf

Henry Durbanville, ein schottischer Pastor aus einem früheren Jahrhundert, erzählt die Geschichte von einer älteren Frau in seiner Gemeinde, die in einer recht entlegenen Gegend wohnte. Sie hätte gern einmal die Stadt Edinburgh gesehen, aber sie hatte Angst vor der Reise, weil die Fahrt mit der Eisenbahn durch einen langen, finsteren Tunnel führte.

Freundlich bleiben

Als Kind habe ich die Bücher von L. Frank Baum über den Zauberer von Oz verschlungen. Vor kurzem stieß  ich auf ein Exemplar von Rinkitink in Oz mit den   Originalzeichnungen und musste wieder lachen über die Schrullen von König Rinkitink und seine unerschütterliche Freundlichkeit. Prinzessin Inga sagt es so: „Sein Herz ist sanft und freundlich und das ist viel besser, als klug zu sein.“

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> Unser Täglich Brot

Eine andere Art von Liebe

Eine meiner Lieblingsgemeinden hat vor ein paar Jahren mit dem Dienst an ehemaligen Häftlingen begonnen, die wieder in der Gesellschaft Fuß fassen wollten. Inzwischen blüht sie und wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht. Ich liebe diese Gemeinde, weil ich in ihr sehe, wie ich mir den Himmel vorstelle—voll der verschiedensten Menschen, Sünder, denen vergeben wurde und die nun durch die Liebe Jesu zusammengehalten werden.

Ein sicherer Ort

Zusammen mit meiner Tochter wollte ich zu einem größeren Familientreffen fahren. Weil sie etwas nervös war wegen der langen Fahrt, bot ich ihr an, dass ich fahren könnte. „Gut“, erwiderte sie. „Aber lass uns mein Auto nehmen. Kannst du es fahren?“ Ihr Auto ist etwas geräumiger als mein kleines. Deshalb fragte ich zurück: „Ist dir meins zu eng?“ „Nein“, entgegnete sie. „Aber mein Auto ist mein Zufluchtsort. Irgendwie fühle ich mich darin sicherer.“

Schönheit ohne Ende

Ich liebe den Grand Canyon. Wenn ich an seinem Rand stehe, erkenne ich jedes Mal neue Aspekte von Gottes schöpferischer Hand, die mir den Atem rauben.