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Artikel von David H. Roper

Gar kein Zauberer

In der Geschichte Der Zauberer von Oz kehren Dorothy, die Vogelscheuche, der Blechmann und der feige Löwe mit dem Besenstiel nach Oz zurück, der der Bösen Hexe des Westens Macht verlieh. Der Zauberer hatte als Gegenleistung für den Besenstiel versprochen, dass er den vier ihre tiefsten Sehnsüchte erfüllen würde: eine Heimfahrt für Dorothy, ein Gehirn für die Vogelscheuche, ein Herz für den Blechmann und Mut für den feigen Löwen. Aber der Zauberer hält sie hin und sagt ihnen, sie sollen am nächsten Tag wiederkommen.

Überlass es Gott

Vor Jahren sollte ich zu Studenten sprechen, die für ihr raues Benehmen bekannt waren. Deshalb nahm ich zur Unterstützung einen Freund mit. Sie hatten gerade ein Fußballturnier gewonnen und waren in Feierlaune. Beim Essen herrschte das Chaos! Schließlich verkündete der Vorsteher des Hauses: „Hier sind zwei Typen, die euch von Gott erzählen wollen.“

Sind wir wichtig?

Seit einigen Monaten korrespondiere ich mit einem jungen Mann, der viel über den Glauben nachdenkt. Bei einer Gelegenheit schrieb er: „Wir sind nicht mehr als winzige, klitzekleine, unbedeutende Flecken auf der Zeitachse der Geschichte. Sind wir wichtig?“

Wieder versagt

Damals, als ich regelmäßig predigte, fühlte ich mich an manchen Sonntagen wie ein kleiner Wurm. In der Woche zuvor war ich nicht der beste Ehemann, Vater oder Freund gewesen. Ich dachte, ich müsste erst einmal eine Erfolgsgeschichte des guten Lebens hinlegen, ehe Gott mich wieder gebrauchen könnte. Also gelobte ich, die Predigt so gut wie möglich durchzustehen und zu versuchen, in der kommenden Woche besser zu leben.

Treu bis zur Ernte

Eine Bekannte von mir plante in einem Park eine Veranstaltung und lud Kinder aus der Nachbarschaft dazu ein. Sie freute sich darauf, den Nachbarn von ihrem Glauben zu erzählen.

Den Narren spielen

Meine peinlichste Erfahrung aller Zeiten war der Tag, an dem ich mich an die Fakultät, die Studenten und die Freunde eines Bibelkollegs an seinem fünfzigjährigen Jubiläum wandte. Ich näherte mich dem Rednerpult mit meinen Notizen in der Hand und blickte auf eine riesige Menge, und mein Blick fiel auf die angesehenen Professoren in der ersten Reihe, gekleidet in akademische Kleider und sehr ernst dreinblickend. Ich bekam ein absolutes Blackout. Mein Mund trocknete aus und mein Gehirn wollte nicht kooperieren. Ich stotterte die ersten paar Sätze herum und dann begann ich zu improvisieren. Da ich keine Ahnung hatte, wo ich in meinem Vortrag war, begann ich hektisch umzublättern, während ich absoluten Blödsinn quatschte, der alle verblüffte. Irgendwie brachte ich die Rede hinter mich, kroch zurück zu meinem Stuhl und starrte auf den Boden. Ich wollte sterben.

Vor dem Herrn tanzen

Vor etlichen Jahren besuchten Carolyn und ich eine kleine Gemeinde. Während der Lobpreiszeit begann eine Frau im Gang zu tanzen. Schon bald kamen weitere Menschen dazu. Carolyn und ich schauten einander an und in stiller Übereinstimmung sagten wir uns: „Ich nicht!“ Wir kommen aus einer Gemeindetradition, die ernsthafte Liturgie bevorzugt und diese andere Form der Anbetung lag nicht in unserer Komfortzone.

Immer mit der Ruhe

Früher half ich meinem Vater, wenn er Bäume fällte. Mit einer Zwei-Mann-Schrotsäge schnitten wir die Stämme in kleine Stücke. Ich war jung und voll Elan und trieb die Säge oft mit Gewalt ins Holz. „Immer mit der Ruhe“, mahnte dann mein Vater. „Lass die Säge selbst arbeiten.“

Der Möchtegern-Holzfäller

Als ich in der Universität war, schnitt, stapelte, verkaufte und lieferte ich Feuerholz. Es war ein harter Job, daher hatte ich Mitleid mit den glücklosen Holzfällern aus der Geschichte in 2. Könige 6.

Die brüllende Maus

Vor Jahren war ich mit meinen Söhnen zum Camping in einer Gegend, in der es Grizzlybären gab. Aber wir hatten Antibärenspray dabei, hielten den Campingplatz sauber und rechneten nicht mit gefährlichen Begegnungen.

Ein alter Tontopf

Ich habe im Laufe der Jahre eine Reihe von alten Tontöpfen erworben. Mein Favorit wurde an einer Stelle ausgegraben und auf die Zeit Abrahams datiert. Es gibt mindestens einen Gegenstand in unserem Haus, der älter ist als ich! Viel zu betrachten gibt es nicht: fleckig, rissig, abgebrochen und benötigt ein gutes Schrubben. Ich behalte den Tontopf, um mich daran zu erinnern, dass ich nur ein Mann bin, der aus Schlamm gemacht ist. Obwohl ich zerbrechlich und schwach bin, trage ich einen unermesslich kostbaren Schatz - Jesus. „Wir haben diesen Schatz [Jesus] in zerbrechlichen Gefäßen“ (2. Korinther 4,7).

Eine beabsichtigte Schwäche

Auf der Ostseite der Stadt Jerusalem entspringt eine natürliche Quelle. In antiker Zeit war es die einzige Wasserversorgung der Stadt und befand sich außerhalb der Stadtmauern. Somit stellte sie die größte Verwundbarkeit der Stadt dar. Die ungeschützte Quelle bedeutete, dass die Stadt, die sonst uneinnehmbar war, sich ergeben musste, sollte ein Angreifer die Quelle umleiten oder blockieren.

Ein nichtbereister Weg

Menschen fragen mich, ob ich einen 5-Jahres-Plan habe. Wie kann ich fünf Jahre einen Weg im Voraus planen, den ich noch nicht bereist habe?

Es ist glatt hier draußen!

Vor vielen Jahren, als ich das Skifahren lernte, folgte ich meinem Sohn auf eine Abfahrt, die eine scheinbar sanfte Neigung hatte. Da ich auf ihn sah, verpasste ich den Moment, als er auf den steilsten Abhang des Berges fuhr und raste plötzlich völlig außer Kontrolle den Abhang hinunter. Natürlich stürzte ich.

Brot und Fische

Ein kleiner Junge kam vom Kindergottesdienst zurück und erzählte begeistert, heute sei es um einen Jungen gegangen, der den ganzen Tag „gefischt und gegessen“ hätte. Er meinte natürlich den Jungen, der Jesus sein Brot und seine Fische überließ.

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