Autoren

Alle anzeigen

Artikel von James Banks

Verloren, gefunden

„Sie nennen mich 'den Ringmaster'. In diesem Jahr habe ich bisher 167 verlorene Ringe gefunden.“ Bei einem Strandspaziergang mit meiner Frau Cari kamen wir mit einem älteren Mann ins Gespräch, der mit einem Metalldetektor einen Bereich knapp unterhalb der Brandungslinie absuchte. „Manchmal sind Ringe mit Namen versehen“, erklärte er, „und ich liebe es, die Gesichter ihrer Besitzer zu sehen, wenn ich sie zurückbringe. Ich poste im Internet und schaue nach, ob sich jemand beim Fundbüro gemeldet hat. Ich habe schon Ringe gefunden, die jahrelang vermisst wurden.“ Als ich erwähnte, dass ich eigentlich auch gerne Metalldetektoren benutze, es aber nicht oft tue, sagte er zum Abschied: „Man weiß es nie, wenn man es nicht ausprobiert!“

Was isst du?

Meine Frau schenkte mir vor kurzem einen Labrador-Retriever-Welpen, den wir Max nannten. Eines Tages, als Max mit mir in meinem Arbeitszimmer war, saß ich konzentriert an meinem Schreibtisch und hörte hinter mir das Geräusch von reißendem Papier. Ich drehte mich um und sah einen schuldbewusst aussehenden Welpen, der ein Buch vor sich liegen hatte und dem eine Seite aus dem Maul baumelte.

Ein wertvolles Gebet

Der Kiefernhäher ist ein erstaunlicher Vogel. Jedes Jahr bereitet er sich auf den Winter vor, indem er winzige Vorräte von vier oder fünf Kiefernsamen versteckt, bis zu fünfhundert Samen pro Stunde. Monate später kehrt er dann zurück, um die Samen freizulegen, selbst unter schwerem Schnee. Ein Kiefernhäher kann sich bis zu zehntausend Orte merken, an denen er Samen versteckt hat – eine erstaunliche Leistung! Vor allem, wenn man bedenkt, wie schwer es uns Menschen fällt, uns den Standort unserer Autoschlüssel oder Brillen zu merken …

Gottes Wort verstehen

Außen am Türrahmen des alten Bauernhauses meines Großonkels hing ein robuster, gusseiserner Ring, der dem strengen Winter trotzte. Mehr als 30 Meter entfernt befand sich ein weiterer Ring, der fest an der Milchscheune befestigt war. Bei einem Schneesturm befestigte mein Onkel ein Seil zwischen den beiden Ringen, damit er den Weg zwischen Haus und Scheune finden konnte. Wenn er das Seil fest im Griff hatte, konnte er sich im Schneegestöber nicht verirren.

Die wahre Heimat unserer Herzen

„Bobbie, der Wunderhund“ war ein Collie-Mischling, der von seiner Familie getrennt wurde, als sie gemeinsam im Sommerurlaub waren, viele Kilometer von zu Hause entfernt. Die Familie suchte überall nach ihrem geliebten Haustier, kehrte aber untröstlich ohne ihn zurück.

Fantasievoller Glaube

„Schau, Opa! Diese Bäume winken Gott zu!“ Als wir beobachteten, wie sich die jungen Birken vor einem aufkommenden Sturm im Wind bogen, brachte mich die aufgeregte Beobachtung meines Enkels zum Lächeln. Ich musste mich auch fragen, ob ich diese Art von fantasievollem Glauben habe.

Wenn Gebet die Erde beben lässt

Dr. Gary Greenberg hat eine Handvoll Sand von Stränden auf der ganzen Welt vergrößert und fotografiert. Er hat dabei oft überraschende, leuchtende Farbspritzer aus den darin enthaltenen Mineralien, Muschel- und Korallenfragmenten entdeckt.

Beeile dich und warte

„Was werden wir mit all unserer Freizeit machen?“ Dieser Gedanke stand im Mittelpunkt eines Aufsatzes, den der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes 1930 veröffentlichte. Darin vermutete Keynes, dass der technische und wirtschaftliche Fortschritt die Menschen innerhalb von hundert Jahren an einen Punkt bringen würde, an dem wir nur noch drei Stunden pro Tag und fünfzehn Stunden pro Woche arbeiten würden.

Die Güte der Offenheit

„Mein lieber Freund, manchmal hörst du dich heiliger an als du bist.“

Pause drücken und beten

Das Wasser aus dem geplatzten Rohr regnete auf die Straße nieder und ich sah meine Chance. Mehrere Autos waren vor mir durchgefahren und ich dachte: Was für eine tolle Gelegenheit, eine kostenlose Wäsche zu bekommen! Mein Auto war seit einem Monat nicht mehr gewaschen worden und hatte eine dicke Staubschicht. Also ließ ich den Motor an und fuhr in die Fluten.

Von Liebe getragen

Mein vierjähriger Enkel saß auf meinem Schoß, streichelte meinen kahlen Kopf und betrachtete ihn aufmerksam. „Opa“, fragte er, „was ist mit deinen Haaren passiert?“ „Oh“, lachte ich, „ich habe sie im Laufe der Jahre verloren.“ Sein Gesichtsausdruck wurde nachdenklich: „Das ist aber schade“, meinte er. „Ich werde dir welche von meinen geben müssen.“

Damit jeder Moment zählt

Die stehen gebliebenen Zeiger einer Taschenuhr im Archiv der Universitätsbibliothek erzählen eine erschütternde Geschichte. Sie markieren den genauen Zeitpunkt (08:19 Uhr und 56 Sekunden), an dem der Besitzer der Uhr, Elisha Mitchell, am Morgen des 27. Juni 1857 an einem Wasserfall in den Appalachen ausrutschte und in den Tod stürzte.

Zeugenmarkierung

„Sehen Sie das?“ Der Uhrmacher richtete seinen Taschenlampenstrahl auf eine kleine, feine Markierung, die in die alte Standuhr eingraviert war, an der er in unserem Haus arbeitete. „Ein anderer Mechaniker hat das vor fast einem Jahrhundert dort angebracht“, sagte er. „Es ist eine so genannte ‚Zeugenmarkierung‘, an der ich erkennen kann, wie ich den Mechanismus einstellen muss.“

Ermutigt durch Gott

Im Jahr 1925 entdeckte Langston Hughes, ein aufstrebender Schriftsteller, der als Kellner in einem Hotel arbeitete, dass ein von ihm bewunderter Dichter (Vachel Lindsey) dort zu Gast war. Hughes steckte Lindsey schüchtern einige seiner eigenen Gedichte zu, die Lindsey später bei einer öffentlichen Lesung enthusiastisch lobte. Lindseys Ermutigung führte dazu, dass Hughes einen Studienplatz erhielt, was ihn auf dem Weg zu seiner eigenen erfolgreichen Schriftstellerkarriere weiterbrachte.

Das größte Geschenk der Liebe

Mein Sohn Geoff kam gerade aus einem Geschäft, als er einen verlassenen Rollator (eine Mobilitätshilfe) auf dem Boden sah. In böser Vorahnung schaute er hinter das Gebäude und fand einen obdachlosen Mann bewusstlos auf dem Bürgersteig.