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Artikel von Jennifer Benson Schuldt

Weitermachen

Durch das Arbeiten in der Geschäftswelt hatte ich die Möglichkeit, mit vielen talentierten und vernünftigen Menschen zu tun zu haben. Aber ein Projekt, das durch einen auswärtigen Vorgesetzten geleitet wurde, stellte eine Ausnahme dar. Ohne Rücksicht auf den Fortschritt, den unser Team machte, kritisierte dieser Manager unsere Arbeit schwer und forderte während der wöchentlichen telefonischen Statusberichte immer mehr Leistung. Diese Begegnungen entmutigten und ängstigten mich. Manchmal wollte ich aufhören.

Ohne Frostbeule

An einem Wintertag wollten meine Kinder unbedingt rodeln gehen. Die Temperaturen waren fast bei minus 20 Grad. Schneeflocken wirbelten vor unseren Fenstern umher. Ich dachte darüber nach und sagte Ja, bat sie aber, sich dick anzuziehen, zusammenzubleiben und nach fünfzehn Minuten reinzukommen.

Ein treuer Helfer

Martin war nach einer Rückenverletzung querschnittgelähmt. Aber er wollte trotzdem zurück an die Universität und seinen Abschluss machen. Seine Mutter half ihm dabei. In jeder Vorlesung und Stunde saß sie neben ihm, machte Notizen und half bei technischen Problemen. Bei der Diplomverleihung half sie ihm sogar auf die Bühne. Was zuerst unerreichbar schien, wurde möglich durch ihre tatkräftige Unterstützung.

Quelle der Weisheit

Ein Mann reichte Klage gegen eine Frau ein, weil sie seinen Hund gestohlen habe. Vor Gericht gab die Frau an, wo sie ihren Hund gekauft hatte, deshalb könne es nicht sein Hund sein. Der rechtmäßige Besitzer wurde erkannt, als der Richter den Hund im Gerichtssaal freiließ. Mit wedelndem Schwanz eilte er auf den Mann zu!

Festhalten nicht möglich

Als Caitlyn mit Freunden im Golf von Mexiko schwamm, traf sie auf einen Hai, der nach ihren Beinen griff und an ihrem Körper zog. Um sich gegen den Angriff zu wehren, boxte Caitlyn dem Hai in die Nase. Das Raubtier öffnete seinen Kiefer und schwamm bezwungen weg. Auch wenn der Biss etliche Wunden verursachte, die mehr als 100 Stiche nötig machten, konnte der Hai Caitlyn nicht festhalten.

Echt sein mit Gott

Ich neige meinen Kopf, schließe meine Augen, falte die Hände zusammen und beginne zu beten: „Lieber Herr, ich komme heute als dein Kind zu dir. Ich erkenne deine Kraft und Güte . . .“ Plötzlich öffnen sich meine Augen. Ich erinnere mich, dass mein Sohn sein Geschichtsprojekt nicht beendet hat, das am nächsten Tag fällig ist. Ich erinnere mich, dass er nach der Schule ein Basketballspiel hat und ich stelle mir vor, wie er bis Mitternacht arbeitet, um seine Hausaufgabe zu beenden. Das wiederum weckt in mir die Sorge, dass seine Erschöpfung eine Einladung für die Grippe darstellen könnte!

Radikale Liebe

Eine Woche vor dem geplanten Hochzeitstermin ging Sarahs Verlobung in die Brüche. Trotz Trauer und Enttäuschung beschloss sie, das bestellte Essen nicht umkommen zu lassen. Sie änderte allerdings den geplanten Ablauf der Feier. Der Tisch für die Geschenke wurde weggeräumt, die Gästeliste abgeändert und stattdessen die Bewohner des örtlichen Obdachlosenheims eingeladen.

Wie ist Gott?

Um einen besonderen Anlass zu feiern, nahm mein Mann mich mit in eine örtliche Kunstgalerie und sagte, ich könne mir ein Bild als Geschenk aussuchen. Ich wählte ein kleines Bild eines Baches, der durch einen Wald fließt. Das Bachbett nahm den größten Teil der Leinwand ein, daher war der Himmel vom Bild größtenteils ausgeschlossen. Aber die Reflektion des Baches offenbarte, wo die Sonne, die Baumspitzen und das dunstige Licht waren. Den Himmel konnte man nur „sehen“, wenn man auf die Wasseroberfläche schaute.

Wer ist das?

Stell dir vor, man steht Schulter an Schulter mit Zuschauern an einem Feldweg. Die Frau hinter dir steht auf Zehenspitzen und versucht zu sehen, wer da kommt. In der Ferne siehst du einen Mann, der auf einem Esel reitet. Als er näherkommt, werfen Menschen ihre Mäntel auf die Straße. Plötzlich hört man einen Baum hinter sich knacken. Ein Mann schneidet Palmzweige ab und Menschen legen sie vor dem Esel zu Boden.

Unsichtbarer Einfluss

In der Nationalgalerie in Washington sah ich ein Bild mit dem Titel Der Wind. Das Gemälde zeigte einen Sturm in einem Waldstück. Hohe, dünne Bäume lehnten sich nach links. Buschwerk wurde in dieselbe Richtung gepeitscht.

Einer, der uns versteht

John Babler ist Polizei—und Feuerwehrseelsorger in seiner Gemeinde. Während einer Auszeit besuchte er die Polizeiakademie, um besser verstehen zu lernen, mit welchen Situationen die Polizeibeamten es zu tun haben. Er erfuhr von den immensen Herausforderungen des Berufs und gewann durch die Gespräche mit den anderen Kadetten ein ganz neues Mitgefühl und Demut. In Zukunft, so hofft er, kann er den Beamten im Umgang mit emotionalem Stress, Erschöpfung und Versagen noch besser zur Seite stehen.

Mit den Löwen leben

Beim Besuch eines Museums in Chicago konnte ich ein Original der „Löwen von Babylon“ sehen. Es handelt sich um ein großes Wandbild eines geflügelten Löwen mit grimmigem Gesichtsausdruck. Der Löwe symbolisiert Ischtar, die babylonische Göttin der Liebe und des Kriegs, und ist eine von 120 ähnlichen Darstellungen, die in den Jahren 604-562 v. Chr. eine Prozessionsstraße in Babylon schmückten.

Fragen an Gott

Was würdest du tun, wenn du mitten am Tag eine Nachricht von Gott bekommen würdest. Genau das passierte Gideon, einem Mann aus dem Volk Israel. „Da erschien ihm der Engel des Herrn und sprach zu ihm: Der Herr mit dir, du streitbarer Held! Gideon aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr! Ist der Herr mit uns, warum ist uns dann das alles widerfahren?“ (Rich. 6,12-13).

Alternative zum Ärger

Eines Morgens stellte Fionn Mulholland im australischen Perth fest, dass sein Auto verschwunden war. Im selben Moment fiel ihm ein, dass er es im Halteverbot geparkt hatte. Man hatte es wohl abgeschleppt. Er dachte an die Gebühren fürs Abschleppen und Falschparken und war frustriert. Doch er beschloss, seinen Ärger nicht an der Person auszulassen, mit der er über die Herausgabe seines Autos verhandeln musste. Stattdessen verfasste er ein lustiges Gedicht über die Angelegenheit und las es dem Arbeiter vor, den er beim Abschleppdienst traf. Dem Mann gefiel es und so wurde eine kritische Situation entschärft.

Das geschrumpfte Klavier

Drei Jahre lang nahm mein Sohn an einer Klavieraufführung teil. Ich saß im Publikum und sah ihm zu, wie er auf die Bühne stieg und die Noten aufstellte. Als er letztes Jahr seine zwei Lieder gespielt und sich wieder zu mir gesetzt hatte, flüsterte er: „Dieses Jahr war das Klavier viel kleiner, Mama.“ „Nein“, erwiderte ich. „Es ist dasselbe Klavier wie letztes Jahr, aber du bist größer! Du bist gewachsen.“

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