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Artikel von Karen Huang

Was geht das dich an?

„Warum bekomme ich einen Erdbeerlutscher und sie einen Traubenlutscher?“, fragte meine sechs Jahre alte Nichte. Meine Nichten und mein Neffe haben mich schon früh gelehrt, dass Kinder oft vergleichen, was sie bekommen und was andere bekommen. Für mich als Tante heißt das, ich muss gut aufpassen!

Neu und gewiss

Drei Jahre lang kaufte Susan nichts für sich, abgesehen von den notwendigen Dingen für den Haushalt. Die Corona-Pandemie hatte sich auf das Einkommen meiner Freundin ausgewirkt, und sie akzeptierte einen einfacheren Lebensstil. „Eines Tages, als ich meine Wohnung putzte, bemerkte ich, wie heruntergekommen und abgenutzt meine Sachen aussahen“, erzählte sie. „Ab diesem Punkt vermisste ich es, neue Dinge zu haben – dieses Gefühl von Frische und Aufregung. Meine Umgebung wirkte müde und grau auf mich. Es fühlte sich an, als gäbe es nichts mehr, worauf ich mich freuen könnte.“

Barmherzigkeit durch Pizza

Die Einladung zum Abendessen von meinem Gemeindeleiter Harold und seiner Frau Pam erwärmte mein Herz, machte mich aber auch nervös. Ich hatte mich einer universitären Bibelgruppe angeschlossen, die Ideen vertrat, die im Widerspruch zu einigen Lehren der Bibel standen. Würden sie mich darüber belehren?

Gerufen und zugerüstet von Gott

„Deine Aufgabe für die Internationale Buchmesse“, sagte mir mein Chef, „ist es, vor Ort eine Radiosendung zu organisieren.“ Ich hatte Angst, denn das war Neuland für mich. Und so betete ich: „Gott, so etwas habe ich noch nie gemacht. Bitte hilf mir.“

Gott weiß, was wir brauchen

Lando, ein Jeepney-Fahrer (ein öffentliches Verkehrsmittel auf den Philippinen) in Manila, trinkt einen Kaffee an einem Stand am Straßenrand. Die täglichen Pendler sind nach der Lockdown-Phase durch Covid-19 wieder zurückgekehrt. Und das Sportereignis heute bedeutet mehr Fahrgäste, denkt er. Ich werde die verlorenen Einnahmen wieder reinholen. Endlich kann ich aufhören, mir Sorgen zu machen.

Ein Herz für Christus

Solange du deinen Mund hältst, sagte ich mir, machst du nichts falsch. Ich hatte meine Wut gegenüber einer Kollegin nach außen hin zurückgehalten, nachdem ich Dinge, die sie gesagt hatte, falsch interpretiert hatte. Da wir uns jeden Tag sehen mussten, beschloss ich, die Kommunikation auf das Nötigste zu beschränken (und mich mit Schweigen zu revanchieren). Wie kann ein stilles Verhalten falsch sein?

Wenn Jesus stehenbleibt

Einen ganzen Tag lang weinte die kleine Katze in einem Karton in der Nähe meines Arbeitsplatzes. Auf der Straße ausgesetzt, wurde sie von vielen Passanten ignoriert, bis Jonas kam. Der Straßenkehrer nahm das Tier mit nach Hause, wo er mit zwei Hunden zusammenlebte, die zuvor Streuner waren.

In Jesus erwachsen werden

Als Kind dachte ich, dass Erwachsene weise sind und nicht versagen können. Sie wissen immer, was zu tun ist, dachte ich. Eines Tages, wenn ich erwachsen bin, werde ich auch immer wissen, was zu tun ist. Nun, „eines Tages“ ist schon viele Jahre her, und alles, was ich daraus gelernt habe, ist, dass ich oft immer noch nicht weiß, was zu tun ist. Sei es eine Krankheit in der Familie, Probleme am Arbeitsplatz oder ein Beziehungskonflikt, solche Momente haben mir alle Illusionen von persönlicher Kontrolle und Stärke geraubt und mir nur eine Möglichkeit gelassen – die Augen zu schließen und zu flüstern: „Herr, hilf mir! Ich weiß nicht, was ich tun soll.“

Durchhalten in Jesus

Als ich vor Jahren an der Bibelschule studierte, hatten wir jede Woche einen Gottesdienst. Während wir Studenten „Great is the Lord“ sangen, sah ich drei unserer Professoren mit Inbrunst mitsingen. Ihre Gesichter strahlten vor Freude, die nur durch ihren Glauben an Gott möglich war. Jahre später, als jeder von ihnen unheilbar krank war, war es dieser Glaube, der sie durchhalten und andere ermutigen ließ.

Mein Gott ist nahe

Mehr als dreißig Jahre lang hatte Lourdes, eine Gesangslehrerin in Manila, ihre Schüler persönlich unterrichtet. Als man sie fragte, ob sie ihren Unterricht online abhalten wolle, hatte sie Angst. „Ich arbeite kaum mit einem Computer“, sagte sie. „Mein Laptop ist alt und ich kenne mich nicht mit Videokonferenzplattformen aus.“

Gott vergisst dich nicht

Als ich ein Kind war, sammelte ich Briefmarken. Als mein Angkong (fukienisch für „Großvater“) von meinem Hobby erfuhr, begann er, jeden Tag Briefmarken aus der Post seines Büros zu sammeln. Jedes Mal, wenn ich meine Großeltern besuchte, gab Angkong mir einen Umschlag mit vielen schönen Briefmarken. „Auch wenn ich immer viel zu tun habe“, sagte er einmal zu mir, „werde ich dich nicht vergessen.“

Gott vertrauen

Ich brauchte dringend zwei Medikamente. Eines für die Allergien meiner Mutter und eines für das Ekzem meiner Nichte. Ihre Beschwerden wurden immer schlimmer, aber die Medikamente waren in den Apotheken nicht mehr erhältlich. In meiner Verzweiflung und Hilflosigkeit betete ich immer wieder: Herr, bitte hilf ihnen.

Halte fest an Jesus

Im Treppenhaus des Bürogebäudes überkam mich ein Schwindelgefühl. Überwältigt hielt ich mich am Geländer fest, denn die Treppe schien sich zu drehen. Während mein Herz raste und meine Beine nachgaben, war ich dankbar für die Stütze des Geländers. Medizinische Tests ergaben, dass ich an Blutarmut litt. Obwohl die Ursache nicht ernst war und sich mein Zustand gebessert hatte, werde ich nie vergessen, wie schwach ich mich an jenem Tag fühlte.

Du kannst Gott vertrauen

Als mein Kater Mickey eine Augeninfektion hatte, habe ich ihm täglich Augentropfen in die Augen gegeben. Sobald ich ihn auf den Küchentisch hob, legte er sich hin, schaute mich mit ängstlichen Augen an und wartete auf den Spritzer der Flüssigkeit. „Guter Junge“, murmelte ich dann. Obwohl er nicht verstand, was ich da tat, sprang er nie runter, fauchte oder kratzte mich. Stattdessen drückte er sich enger an mich – die Person, die ihn durch diese Tortur führte. Er wusste, dass er mir vertrauen konnte.

Unser Anker der Hoffnung

Ich hielt ein Bild hoch, worauf Menschen abgebildet waren, die unter Pappkartonstücken in einer schummrigen Gasse schliefen. „Was brauchen sie?“ fragte ich meine Sonntagsschulklasse. „Essen“, sagte jemand. „Geld“, sagte ein anderer. „Einen sicheren Ort“, sagte ein Junge nachdenklich. Dann meldete sich ein Mädchen zu Wort: „Hoffnung.“