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Artikel von Lawrence Darmani

Viel mehr als Worte

Bei einer Einweihungszeremonie, in der eine Bibel in eine lokale afrikanische Sprache übersetzt wurde, erhielt der Häuptling dieser Gegend seine eigene Ausgabe. Dankbar hielt er die Bibel hoch und rief aus: „Nun wissen wir, dass Gott unsere Sprache versteht! Wir können die Bibel in unserer eigenen Muttersprache lesen.“

Brücken bauen

In unserer Nachbarschaft umgeben hohe Mauern unsere Häuser. Viele dieser Mauern werden durch elektrischen Stacheldraht verstärkt. Der Grund? Um Einbrecher fernzuhalten.

Er kennt uns

Wusste Gott, dass ich in der Nacht eine Fahrt von 150 km zu meinem Dorf zurücklegte? Bedenkt man, in welcher Verfassung ich war, war die Antwort nicht leicht. Ich hatte hohes Fieber und mein Kopf schmerzte. Ich betete, „Herr, ich weiß, du bist bei mir, aber ich habe Schmerzen!“

Freigesetzt

Als ich noch ein Junge war und auf dem Dorf lebte, faszinierten mich die Küken. Immer, wenn ich eines fing, hielt ich es für einen Moment nach unten und gab es dann sanft frei. Das Küken dachte, dass ich es noch immer halten würde und blieb unten; obwohl es frei war und davonlaufen konnte, fühlte es sich gefangen.

Gottes Güte preisen

Jemand in unserer Bibelgruppe schlug vor, „Schreiben wir unsere eigenen Psalmen!“ Zunächst protestierten einige, denn sie hatten nicht die Gabe des Schreibens, aber nach etwas Ermutigung, schrieb jeder ein bewegendes poetisches Lied, wie Gott in ihren Leben am Werk war. Aus Prüfungen, Schutz, Erhaltung und sogar Schmerzen und Tränen entstanden bleibende Botschaften, die unseren Psalmen faszinierende Themen schenkten. Wie Psalm 136, offenbart jeder Psalm die Wahrheit, dass Gottes Güte ewiglich währet.

Stärke im Leiden

Als der achtzehnjährige Sammy Jesus als seinen Retter annahm, lehnte seine Familie ihn ab, weil sie einen anderen Glauben hatte. Aber die christliche Gemeinschaft hieß ihn willkommen, ermutigte ihn und unterstützte seine Bildung finanziell. Als sein Zeugnis später in einem Magazin veröffentlicht wurde, verstärkte sich seine Verfolgung.

Weitermachen

Während ich an einer Außenfassade des Bürogebäudes vorüberging, in dem ich arbeite, war ich erstaunt, eine wunderschöne Blume durch einen Spalt zwischen Betonplatten zu entdecken, die den Boden bedeckten. Trotz der benachteiligten Umstände, hatte die Pflanze festen Boden gefunden und sich selbst in der trockenen Spalte verwurzelt und blühte. Später fand ich heraus, dass durch eine Klimaanlage, die sich direkt oberhalb der Pflanze befand, den ganzen Tag Wasser auf sie tropfte. Während sie sich in einer feindlichen Umgebung befand, erhielt die Pflanze durch das Wasser von oben, was sie brauchte.

Gottes Nähe suchen

Eine Frau zog sich zum Beten einen leeren Stuhl heran und kniete davor nieder. Unter Tränen sagte sie: „Lieber himmlischer Vater, bitte nimm Platz. Ich muss mit dir reden!“ Und dann begann sie, den Blick auf den leeren Stuhl gerichtet, zu beten. Sie nahte sich dem Herrn voll Vertrauen. Sie stellte sich vor, er würde tatsächlich auf dem Stuhl sitzen, und glaubte, dass er ihre Worte hörte.

Weitersagen!

Bei einem Gerichtsprozess sind die Zeugen mehr als nur Zuschauer. Sie sind aktive Teilnehmer, die für den Ausgang des Verfahrens von entscheidender Bedeutung sind. Dasselbe gilt für die Zeugen Jesu. Wir sollen in einem Fall von absoluter Wichtigkeit aktive Zeugen sein—nämlich im Fall um die Wahrheit von Jesu Tod und Auferstehung.

Unter allen Umständen

In unserem Stadtteil fällt häufig der Strom aus und alles versinkt in Finsternis. Das kann bis zu dreimal in der Woche vorkommen und vierundzwanzig Stunden dauern. Besonders lästig ist, dass wir nicht einmal die Haushaltsgeräte benutzen können.

Leg die Lasten ab

Ein Mann war mit seinem Pickup auf einer Landstraße unterwegs, als er an einer Frau vorbeikam, die eine schwere Last trug. Er hielt an und bot ihr an, sie mitzunehmen. Die Frau bedankte sich herzlich und kletterte auf den Rücksitz.

Seltsamer Trost

Das Thema unserer Freizeit lautete: „Tröstet mein Volk.“ Die Referate machten uns Mut. Doch auf einmal änderte sich der Ton. Der letzte Referent wählte den Text Jeremia 7,1-11 und als Thema: „Wacht auf vom Schlaf.“ Liebevoll, aber unverblümt rief er uns dazu auf, aufzuwachen und von der Sünde abzuwenden.

Pass gut auf

Ich hatte den Blick fest auf den Pastor gerichtet und man hätte meinen können, dass ich alles, was er sagte, tief in mich aufnahm. Plötzlich fingen alle an zu lachen und zu klatschen. Überrascht sah ich auf. Anscheinend hatte der Prediger etwas Lustiges gesagt, aber ich hatte nichts davon mitbekommen. Äußerlich hatte es so gewirkt, als würde ich aufmerksam zuhören, aber tatsächlich war ich mit den Gedanken ganz woanders gewesen.

Auf der Hut

Mein Schreibtisch steht an einem Fenster mit Blick in die Nachbarschaft. Von dort aus kann ich auch die Vögel beobachten, die in den nahegelegenen Bäumen sitzen. Manche kommen sogar ans Fenster, um Mücken aufzupicken, die an der Scheibe kleben.

Ich bin bei dir

Als ich bei einer christlichen Zeitschrift ein Praktikum machte, schrieb ich einmal einen Bericht über eine  Person, die Christ geworden war. Er hatte sich radikal  von seinem früheren Leben abgewendet, um Jesus zu folgen, seinem neuen Herrn. Ein paar Tage nach der Veröffentlichung drohte ein anonymer Anrufer: „Darmani, sei vorsichtig. Wir beobachten dich! Dein Leben in diesem Land ist in Gefahr, wenn du solche Geschichten schreibst.“