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Artikel von Mart DeHaan

Die Kraft des Evangeliums

Das alte Rom hatte seine eigene Version des „Evangeliums“ – der frohen Botschaft. Laut dem Dichter Virgil hatte Zeus, der König der Götter, den Römern ein Reich ohne Ende und Grenzen verordnet. Die Götter hatten Augustus als göttlichen Sohn und Retter der Welt erwählt, indem sie ein goldenes Zeitalter des Friedens und des Wohlstands einleiteten.

Die größte Symphonie

Als das BBC Music Magazine 151 der weltweit bekanntesten Dirigenten bat, die ihrer Meinung nach größten Sinfonien aller Zeiten aufzulisten, stand Beethovens Dritte, die Eroica, an erster Stelle. Sie entstand aus Beethovens eigenem Kampf, als er langsam sein Gehör verlor. Die Musik ruft extreme Gefühlsschwankungen hervor; einerseits fühlt man sich menschlich und lebendig, andererseits steht man Herausforderungen gegenüber. Durch diese Achterbahn der Gefühle von Glück, Traurigkeit und schließlich Triumph gilt Beethovens dritte Symphonie als zeitlose Hommage an den menschlichen Geist.

Ungesehene Wunder

In den letzten Jahren ihres Lebens verlor Frau Weber immer mehr ihre Erinnerungen an ein herausforderndes und von Anmut erfülltes Leben. Sie saß am Fenster mit Blick auf das Meer und griff nach ihrem Notizblock. Mit einer schönen Handschrift, die sie schon bald nicht mehr als ihre eigene erkennen würde, schrieb sie: „Hier sitze ich in meinem Lieblingssessel, die Füße auf der Fensterbank und mein Herz in der Luft. Die von der Sonne getroffenen Wellen in ständiger Bewegung – ich weiß nicht, wohin sie gehen. Aber danke, lieber Vater, für deine zahllosen Gaben und deine unsterbliche Liebe! Es erstaunt mich immer wieder: Wie kann das sein? Dass ich so verliebt bin in einen, den ich nicht sehen kann.“

Menschlich sein

„Herr Singermann, warum weinst du?“, fragt der elfjährige Albert, während er dem Schreiner dabei zusieht, wie er eine hölzerne Kiste zusammenbaut.

Zerstört dieses Haus

Eine Abbruchfirma riss das falsche Haus ab. Bei der Untersuchung kam heraus, dass der Besitzer, dessen Haus eigentlich abgerissen werden sollte, vermutlich seine Hausnummer an den Zaun des Nachbarn genagelt hatte.

Guter Schuss?

Als Walt Disneys Bambi wiederveröffentlicht wurde, erlebten Mütter und Väter mit ihren Söhnen und Töchtern Kindheitserinnerungen. Eine junge Mutter, deren Mann ein begeisterter Naturbursche mit einem beeindruckenden Trophäenraum war, war einer dieser Eltern. Mit ihren Kleinen an ihrer Seite erlebte sie mit ihnen das Keuchen und Stöhnen des Moments, als Bambi seine Mutter an einen Jäger verlor. Bis heute erinnert sie sich bei Familientreffen an ihre Verlegenheit, als ihr kleiner Junge in aller Unschuld im Theater rief: „Guter Schuss!“

Warum ich?

The Book of Odds, ein Buch mit Statistiken zu allen Lebenslagen, sagt, dass von einer Million Menschen einer vom Blitz getroffen wird. Es sagt auch, dass von 25.000 Personen in extremen Schock- oder Verlustsituationen von einer Krankheit heimgesucht wird, die man „gebrochenes Herz“ nennt. Seite um Seite werden die unterschiedlichsten Probleme aufgezählt. Aber es gibt keine Antwort auf die Frage: Was, wenn ich der oder die eine wäre?

Begründet langsam

In der BBC-Videoserie Das Leben der Säugetiere, klettert der Moderator David Attenborough auf einen Baum, um einen humorvollen Blick auf ein Dreifinger-Faultier zu werfen. Von Angesicht zu Angesicht begrüßt er das langsamste Säugetier der Welt mit einem „Buh!“ Als er keinerlei Reaktion erhält, erklärt er, dass ein Dreifinger-Faultier sich nun mal langsam bewegt, weil es sich fast ausschließlich von Blättern ernährt, die weder leicht verdaulich noch sehr nahrhaft sind.

Heiliges Feuer

Nach einer mehrere Jahre anhaltenden Dürreperiode kam es zu Waldbränden. Einige Bewohner der Gegend sahen darin das Handeln Gottes. Der Eindruck wurde verstärkt, als die Nachrichten begannen, von einem „Heiligen Feuer“ zu sprechen.

Der ältere Bruder

Henri Nouwen schreibt von seinem Besuch in einem Museum in Sankt Petersburg, in dem er Stunden vor Rembrandts Gemälde des verlorenen Sohns verbrachte. Im Lauf des Tages veränderte sich das Licht, das durch ein nahes Fenster fiel, und es schien Nouwen, als würde er in diesem Wechselspiel viele verschiedene Bilder sehen. Jedes veranschaulichte einen anderen Aspekt der Liebe eines Vaters für seinen verlorenen Sohn.

Frohe Botschaft für Füße

Die Werbeanzeige brachte mich zum Lächeln: „Die bequemsten Socken in der Geschichte der Füße.“ Um die Behauptung der frohen Botschaft für Füße noch weiter auszubauen, erklärte der Anzeigentext: „Da Socken immer noch das am häufigsten benötigte Kleidungsstück in Obdachlosenheimen sind, wird für jedes verkaufte Paar Socken ein weiteres Paar Socken an Hilfsbedürftige weitergegeben.“

Name aller Namen

Der Name von Antonio Stradivari (1644-1737) ist in der Musikwelt legendär. Seine Geigen, Cellos und Bratschen werden für Handwerkskunst und Klangklarheit derart geschätzt, dass viele ihre eigenen Namen erhalten haben. Eine von ihnen ist beispielsweise bekannt als Messiah Stradivarius. Nachdem der Geiger Joseph Joachim (1831-1907) sie spielte, schrieb er: „Der Klang der Stradivari, dieser einzigartige Klang, kommt mir immer wieder in Erinnerung, zusammen mit seiner Lieblichkeit und Erhabenheit.“

Das Licht sehen

Auf den Straßen von Los Angeles betrat ein Obdachloser, der mit Abhängigkeiten zu kämpfen hatte, die Mitternachtsmission und bat um Hilfe. Somit begann Brians langer Weg zur Heilung.

Singen im Geist

Während der Erweckungsbewegung von Wales im frühen 20. Jahrhundert beschrieb der Bibellehrer und Autor G. Campbell Morgan, was er beobachtete. Er glaubte, die Gegenwart des Heiligen Geistes tanzte auf „wogenden Wellen des heiligen Gesangs“. Morgan schrieb, dass er den vereinenden Einfluss der Musik in Versammlungen sah, der spontane Gebete, Bekenntnisse und Gesang förderte. Wenn jemand von seinen Gefühlen überwältigt wurde oder zu lange betete oder auf eine Art sprach, die bei anderen nicht ankam, begann jemand, leise zu singen. Andere stimmten leise mit ein, die Lautstärke des Gesangs wurde größer, bis alle anderen Geräusche darin untergingen.

Mit dem Herzen unterwegs

Forschungen haben gezeigt, dass in manchen Teilen der Welt die Menschen in ihrem Leben elf bis zwölf Mal umziehen.

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