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Artikel von Mike Wittmer

Spot an für Jesus

Als der Pastor im Bibelkreis eine schwierige Frage über das Leben  von Jesus stellte, schoss meine Hand in die Höhe. Ich hatte die    Geschichte gerade gelesen, also wusste ich die Antwort. Und die anderen im Raum sollten auch wissen, dass ich sie kannte. Schließlich bin ich Bibellehrer. Wie peinlich wäre es da, wenn ich vor allen anderen um eine Antwort verlegen wäre! Aber plötzlich schämte ich mich, weil mir das peinlich wäre. Und so nahm ich die Hand wieder herunter. Bin ich tatsächlich so unsicher?

Lauf auf die Herausforderung zu

Tom verfolgte die jungen Männer, die das Fahrrad seines armen Freundes stahlen. Er hatte keinen Plan. Er wusste nur, dass er es zurückholen musste. Zu seiner Überraschung schauten die drei Diebe in seine Richtung, ließen das Fahrrad fallen und wichen zurück. Tom war sowohl erleichtert als auch beeindruckt, als er das Fahrrad aufhob und sich umdrehte. Dann sah er Niklas, seinen muskulösen Freund, der ihm dicht gefolgt war.

Bleib auf dem Weg

Die Dämmerung brach herein, als ich Li Bao auf den Höhen terrassenförmiger Felswände folgte, die in die Berge Zentralchinas geschnitten waren. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Ich konnte nicht mehr als einen Schritt voraussehen oder wie steil es zu unserer Linken abfiel. Ich schluckte und blieb in der Nähe von Li. Ich wusste nicht, wohin wir wollten oder wie lange es dauern würde, aber ich vertraute meinem Freund.

Reiner Lobpreis

Max war Pastor in einer Gemeinde, die für ihre Programme und Theaterproduktionen bekannt war. Sie waren gut gemacht, aber er sorgte sich darum, dass die Geschäftigkeit der Gemeinde sich in ein Geschäft verwandelt habe. Wuchs die Gemeinde aus den richtigen Gründen oder nur wegen ihrer Aktivitäten? Max wollte das herausfinden, also sagte er sämtliche Extratermine der Gemeinde ab. Seine Versammlung sollte sich darauf konzentrieren, ein lebendiger Tempel zu sein, in dem die Menschen Gott anbeten.

Gott loben

Wo eine Landkarte hergestellt wurde, erkennt man im Allgemeinen daran, was auf ihr in der Mitte liegt. Wir denken gern, unsere Heimat sei der Nabel der Welt. Deshalb setzen wir einen Punkt in die Mitte und beginnen unsere Zeichnung von dort. Andere Städte können 50 Kilometer im Norden liegen oder eine halbe Tagesfahrt im Süden. Das berechnen wir von unserem eigenen Standort aus. Die Psalmen zeichnen ihre „Karte“ von Gottes irdischem Haus im Alten Testament ausgehend. Das Zentrum der biblischen Geografie ist darum Jerusalem.

Geht, geht, weg

Der schelmische Künstler Banksy machte einen weiteren Witz. Sein Gemälde Mädchen mit Ballon wurde im Auktionshaus von Sotheby‘s in London für eine Million Pfund verkauft. Kurz nachdem der Auktionator „Verkauft“ gerufen hatte, ertönte ein Alarm und das Gemälde rutschte auf halber Strecke durch einen im Boden des Rahmens montierten Schredder. Banksy twitterte ein Bild von Bietern, die an seinem ruinierten Meisterwerk nach Luft schnappten.

Wohin gehst du?

In Nordthailand beschloss die Jugendfußballmannschaft von Wild Boars, gemeinsam eine Höhle zu erkunden. Nach einer Stunde drehten sie sich um und stellten fest, dass der Eingang zur Höhle überflutet war. Steigendes Wasser drückte sie Tag für Tag tiefer in die Höhle, bis sie schließlich mehr als vier Kilometer im Inneren gefangen waren. Als sie zwei Wochen später heldenhaft gerettet wurden, fragten sich viele, wie es geschah, dass sie so hoffnungslos gefangen waren. Antwort: Schritt für Schritt.

Was du wert bist

Eine anerkannte Autorin beschreibt die Depression, mit der sie nach einem tätlichen Übergriff zu kämpfen hatte. Die emotionale Gewalt saß tiefer als der physische Schaden, denn für sie zeigte sich, „…wie unerwünscht ich war. Ich war nicht so ein Mädchen, das man kennenlernen wollte.“ Sie fühlte sich nicht liebenswert, die Art Mensch, die man benutzte und dann wegwarf.

Ich kann’s allein

Pastor Watson Jones weiß noch gut, wie er das Radfahren lernte. Sein Vater lief neben ihm her. Als er auf einer Veranda ein paar Mädchen sitzen sah, rief er: „Papa, ich kann’s jetzt allein!“ Aber er konnte es nicht. Zu spät merkte er, dass er ohne die sichernde Hand seines Vaters das Gleichgewicht noch nicht halten konnte. Er war noch nicht so groß, wie er dachte.

Leben, als würde Jesus kommen

Mich inspiriert das Lied „Live Like You Were Dying” (Leb, als würdest du sterben) vom Countrysänger Tim McGraw. Er beschreibt darin einige der spannenden Dinge einer Wunschliste, die ein Mann tat, nachdem er schlechte Neuigkeiten bezüglich seines Gesundheitszustands erhielt. Er entschied sich auch, Menschen freizügiger zu lieben und zu vergeben—mit einigen davon, liebevoller zu sprechen. Das Lied empfiehlt, dass wir so leben als wüssten wir, dass unser Leben bald endet.

Enge Kreise

Ein Klassenkamerad schenkte uns eine Collie-Hündin, die zu alt war, um weiter Nachwuchs zu bekommen. Wir merkten bald, dass das schöne Tier offensichtlich lange in einem kleinen Zwinger gelebt hatte. Es lief nur in kleinen Kreisen umher und konnte weder apportieren noch in einer geraden Linie laufen. Und obwohl sie jetzt in einem großen Garten spielen konnte, dachte sie immer noch, es sei eingesperrt.

Lincolns Hosentaschen

In der Nacht, in der US-Präsident Abraham Lincoln 1865 erschossen wurde, hatte er folgendes in seinen Taschen: zwei Brillen, ein Brillenputztuch, ein Taschenmesser, eine Uhrentasche, ein Taschentuch, eine Lederbörse mit einer Fünf-Dollarnote der Konföderation und acht Zeitungsausschnitte, in denen er und seine Politik zum Teil lobend erwähnt wurden.

Alles für nichts

Heroinsucht ist besonders tragisch. Abhängige bauen eine Toleranz auf, daher sind immer größere Dosen für das gleiche High nötig. Schon bald ist die Dosis so hoch, dass sie tödlich sein kann. Wenn Drogenabhängige hören, dass jemand an einem besonders starken Schuss gestorben ist, reagieren sie nicht zuerst mit Angst, sondern fragen sich: „Wo kriege ich das her?“

Weise Hilfe

Als ich an einer roten Ampel anhielt, sah ich wieder diesen Mann am Straßenrand. Er hielt ein Schild in der Hand: Brauche Geld für Essen. Alles hilft. Ich schaute weg und seufzte. War ich ein Mensch, der die Bedürftigen ignorierte?

Deine Grabrede

Mein Herz war erfüllt von der Beerdigung einer treuen Frau. Ihr Leben war nicht spektakulär. Außerhalb ihrer Gemeinde, ihren Nachbarn und Freunden war sie nicht groß bekannt. Aber sie liebte Jesus, ihre sieben Kinder und ihre 25 Enkel. Sie lachte gerne, diente großzügig und konnte einen Ball weit werfen.

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