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Artikel von Patricia Raybon

Den Neid beenden

Weltweit erinnert man sich an den berühmten französischen Künstler Edgar Degas wegen seiner Gemälde von Balletttänzerinnen. Weniger bekannt ist der Neid, den er gegenüber seinem Freund und künstlerischem Rivalen Édouard Manet empfand, ebenfalls ein berühmter Künstler. Degas sagte über Manet: „Alles was er tut, passt sofort, während ich endlose Mühen auf mich nehme, um es richtig zu machen.“

Nach Gottes Ebenbild

Als ihre wunderschöne braune Haut anfing, ihre Farbe zu verlieren, bekam eine junge Frau Angst, als würde sie selbst verschwinden oder sich selbst verlieren. Mit viel Make-Up deckte sie die helleren Hautstellen ab, die die Weißfleckenkrankheit verursacht hatte und die sie „meine Flecken“ nannte. Die Ursache war der Verlust des Hauptpigments Melanin, der der Haut die Farbe gibt.

Nie allein

Ein Bekannter war dabei, ein Bibelhandbuch für Pastoren in Indonesien zu schreiben. Er war fasziniert von der Kultur des Zusammenhaltens in diesem Volk. Goton royong — „gegenseitige Hilfe“ — wird in jedem Dorf praktiziert. Nachbarn helfen einander, um vielleicht ein Dach zu reparieren oder eine Brücke oder Straße zu bauen. In den Städten ist es nicht anders, sagt mein Bekannter: „Die Leute gehen immer miteinander irgendwohin — etwa zum Arzt. Das ist normal. Man ist nie allein.“

Die Schönheit genießen

Das Gemälde fiel mir direkt auf. Es war ausgestellt in einem langen Flur eines großen Stadtkrankenhauses und die tiefen Pastelltöne und die Figuren der Navajo-Indianer waren so atemberaubend, dass ich anhielt und es voller Staunen betrachtete. „Sieh dir das an“, sagte ich zu meinem Mann.

Von Gott umgeben

In einem geschäftigen Flughafen kämpfte eine junge Mutter alleine. Ihr Kleinkind hatte einen massiven Trotzanfall, schrie, trat und weigerte sich, das Flugzeug zu besteigen. Überwältigt und hochschwanger, gab die junge Mutter schließlich auf, sank frustriert auf den Boden, bedeckte ihr Gesicht und begann zu weinen.

Weggewischt

Als der britische Ingenieur Edward Nairne den Radiergummi erfand, griff er eigentlich nach einem Stück Brot. Brotrinden wurden 1770 verwendet, um Flecke vom Papier zu entfernen. Indem er aus Versehen ein Stück Kautschuk ergriff, entdeckte Nairne, dass dieser seinen Fehler entfernt hatte und die gummierten Krümel leicht mit der Hand weggewischt werden konnten.

Fika-Geist

Das Café in der Nähe meiner Wohnung heißt Fika. Fika kommt aus dem Schwedischen, und bedeutet, dass man bei Kaffee und Gebäck zusammensitzt, und zwar immer mit Familie, Freunden oder Kollegen. Ich bin keine Schwedin, aber der Geist von Fika beschreibt genau das, was ich an Jesus am meisten liebe — dass er sich Zeit nahm, um mit anderen beim Essen zusammenzusitzen.

Von Gott gesehen

Meine erste Brille schenkte mir einen klaren Blick auf die Welt. Ich bin kurzsichtig, nur die Dinge in der Nähe sind für mich scharf und deutlich. Ohne Brille verschwimmt alles, was weiter entfernt ist, im Nebel. Als ich mit zwölf Jahren meine erste Brille bekam, konnte ich auf einmal die Worte an der Tafel, kleine Blätter an den Bäumen und, vielleicht am wichtigsten, auch das Lächeln in den Gesichtern klar erkennen.

Eine große Sache

Ein Familienmitglied brauchte Hilfe bei der Miete für Dezember. Für seine Familie wirkte diese Bitte wie eine Last — besonders mit ihren eigenen unerwarteten Ausgaben am Ende des Jahres. Aber sie gingen an ihre Ersparnisse, dankbar für Gottes Versorgung — und gesegnet mit der Dankbarkeit ihres Verwandten.

Dem Anführer folgen

Am Himmel über unserem Haus flogen drei Kampfjets in Formation, so nahe beieinander, dass sie eins zu sein schienen. „Wow“, sagte ich zu meinem Mann Dan. „Beeindruckend“, stimmte er zu. Wir leben in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes, daher sind solche Ereignisse nicht ungewöhnlich.

Erwartet den Messias

Der Mechaniker sah jung aus — zu jung, um unser Problem zu beheben, ein Auto, das nicht ansprang. „Er ist nur ein Kind“, flüsterte mein Mann Dan mir zu und zeigte damit seinen Zweifel. Sein Unglaube an den jungen Mann hörte sich wie das Murren in Nazareth an, wo die Bewohner daran zweifelten, wer Jesus war.

Gott Dank bringen

Die Ärztin lächelte, obwohl es um die kürzlich erfolgte Krebsdiagnose meines Mannes ging. Sie machte ihm einen Vorschlag: Er sollte jeden Tag mit einem Dank beginnen — „für mindestens drei Dinge“, sagte sie. Dan stimmte zu, denn er weiß, dass Dankbarkeit unser Herz dafür öffnet, Gottes Güte zu erkennen. So beginnt er nun jeden Tag mit einem Lob. Danke, Gott, dass ich diese Nacht gut schlafen konnte. Dass ich ein sauberes Bett habe. Für den Sonnenschein. Für das Frühstück auf dem Tisch. Für ein Lächeln.

Um Hilfe bitten

Ihre E-Mail erreichte mich zu später Stunde eines langen Tages. Ich öffnete sie nicht. Ich arbeitete Überstunden, um einem Familienmitglied zu helfen, mit seiner schweren Krankheit klarzukommen. Ich hatte keine Zeit für soziale Ablenkungen.

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