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Artikel von Patricia Raybon

Im Fokus

Der Autor Mark Twain gab zu bedenken, dass alles, was wir im Leben betrachten, und wie wir es sehen, unsere nächsten Schritte beeinflussen könnten, sogar unser Schicksal. Wie Twain sagte: „Du kannst dich nicht auf deine Augen verlassen, wenn deine Vorstellungen unscharf sind.“

Seine Musik machen

Die Chorleiterin Arianne Abela verbrachte ihre Kindheit auf ihren Händen sitzend, um sie zu verstecken. Mit fehlenden oder verschmolzenen Fingern an beiden Händen geboren, hatte sie auch kein linkes Bein und am rechten Fuß fehlten ihr die Zehen. Als Musikliebhaberin und lyrische Sopranistin hatte sie geplant, Politik an der Universität zu studieren. Doch eines Tages bat ihre Chorlehrerin sie, den Chor zu dirigieren, was ihre Hände gut sichtbar machte. Von diesem Moment an fand sie ihren Beruf, dirigierte Kirchenchöre und war nun als Chorleiterin an einer anderen Universität tätig. „Meine Lehrer sahen etwas in mir“, erklärt Abela.

Gott, unser Befreier

Ein Mitglied der Rettungsmannschaft positionierte ihr Kajak so im Wasser, dass sie den Teilnehmern an einem Triathlon helfen konnte, falls sie in Panik gerieten. „Greift nicht nach der Bootsmitte!“, rief sie den Schwimmern zu. Das hätte ihr Boot zum Kentern gebracht. Stattdessen dirigierte sie die erschöpften Schwimmer zur Spitze oder zum Heck. Dort konnten sie sich an einem Seil festhalten und ins Kajak ziehen lassen.

Wo die Hoffnung blüht

Als in einer Stadt die von Unkraut überwucherten Grünflächen gejätet und mit neuen Blumen und Bäumen bepflanzt wurden, besserte sich auch der psychische Zustand der Anwohner. Das galt besonders für die, denen es finanziell nicht so gut ging.

Leuchtendes Licht

Ich war nervös, weil ich zugestimmt hatte, eine fünfwöchige Gebetsgruppe in einer örtlichen Gemeinde zu leiten. Würden die Schüler es mögen? Würden sie mich mögen? Aus meiner Angst heraus, überarbeitete ich Unterrichtspläne, Präsentationsfolien und Unterrichtsunterlagen. Doch knapp eine Woche vor Beginn hatte ich nicht viele Menschen zur Teilnahme ermutigt.

Schau hoch

Als der Filmemacher Wylie Overstreet einer Gruppe Menschen ein Live-Bild des Mondes zeigte, wie man es durch sein mächtiges Teleskop sieht, waren sie fassungslos über die Nahaufnahme und reagierten mit Flüstern und Ehrfurcht. Einen so herrlichen Anblick zu sehen, erklärte Overstreet, „erfüllt uns mit einem Gefühl des Staunens, dass es etwas viel Größeres als uns selbst gibt“.

Frag einfach

Ihr Arzt hatte ihr erklärt, dass ihre Netzhautablösungen nicht geheilt werden konnten. 15 Jahre lang lebte sie mit ihrer Blindheit. In dieser Zeit lernte sie die Blindenschrift und ging mit einem Stock und Blindenhund. Aber dann veränderte sich das Leben der Frau, denn ihr Mann stellte einem anderen Augenarzt eine einfache Frage: Könnte ihr geholfen werden? Die Antwort lautete: Ja. Der Arzt hatte entdeckt, dass die Frau eine gewöhnliche Augenkrankheit hatte, nämlich den grauen Star. Diesen entfernte der Arzt aus ihrem rechten Auge. Als die Augenbinde am nächsten Tag entfernt wurde, hatte sie wieder eine normale Sehfähigkeit. Eine zweite Operation am linken Auge hatte den gleichen Erfolg.

Süßer als Honig

Der Redner sprach über Rassenspannungen. Er blieb dabei ruhig und ausgewogen. Vor dem großen Publikum sprach er deutlich, aber freundlich, zurückhaltend und sogar humorvoll. Schon bald ließ die Spannung, die unter den Zuhörern geherrscht hatte, sichtbar nach. Manche lachten sogar mit dem Redner über das Dilemma, vor dem sie alle standen: Wie kann man das heiße Thema lösen und dabei einen kühlen Kopf bewahren?

Eine Welt der Versorgung

Es ist zwei Uhr morgens, als Nadia, eine Landwirtin von Seegurken, in der Nähe ihres madagassischen Dorfes in eine abgesperrte Bucht im seichten Meer tritt, um ihre Ernte einzuholen. Die frühe Stunde stört sie nicht. „Das Leben war sehr schwer, bevor ich mit der Landwirtschaft begann“, sagt sie. „Ich hatte keine Einnahmequelle.“ Als Mitglied eines Meeresschutzprogramms namens Velondriake, es bedeutet „mit dem Meer leben“, sieht Nadia, dass ihr Einkommen wächst und sich stabilisiert. „Wir danken Gott, dass sich dieses Projekt ergeben hat“, fügt sie hinzu.

Vom Bedauern zum Lob

Bei einem Mantelverkauf für Kinder suchten aufgeregte Kinder dankbar nach ihren Lieblingsfarben und richtigen Größen. Sie gewannen mit neuen Mänteln auch mehr Selbstachtung, sagte ein Veranstalter, weil diese ihre Akzeptanz bei Gleichaltrigen und beim Schulbesuch an Wintertagen erhöhte.

Fruchtsaft

Ein günstiges Angebot. Die Lampe schien perfekt für mein Büro daheim—die richtige Farbe, Größe und der richtige Preis. Aber als ich sie zu Hause in die Steckdose steckte, passierte gar nichts. Kein Licht. Kein Strom. Kein Saft.

Von Gott behütet

Unser kleiner Enkel winkte zum Abschied und stellte mir dann eine Frage: „Oma, bleibst du auf der Veranda stehen, bis wir weg sind?“ Ich lächelte ihn an und fand seine Frage „süß“, weil er so jung ist. Er sah so besorgt aus, also suchte ich nach einer guten Antwort. „Nun, es ist höflich“, sagte ich. „Wenn du mein Gast bist, dann zeige ich dir, dass du mir wichtig bist, indem ich warte, bis du gegangen bist.“ Er dachte nach, sah aber immer noch verwirrt aus. Also sagte ich ganz einfach: „Ich werde warten, denn ich habe dich lieb. Wenn euer Auto abgefahren ist, dann weiß ich, dass du auf dem sicheren Weg nach Hause bist.“ Er lächelte und umarmte mich. Jetzt hatte er es verstanden.

Reich bei Gott

Meine Eltern sind während der Großen Depression aufgewachsen und haben erlebt, was Armut ist. Als Folge davon waren sie auch als Erwachsene sehr sparsam. Sie arbeiteten hart und teilten das Geld ein. Aber geizig waren sie nie. Sie setzten ihre Zeit, ihre Gaben und auch ihr Geld für die Gemeinde, für Hilfswerke und andere Bedürftige ein. Sie planten weise und gaben gern.

In der Spur bleiben

David Brown, der schnellste blinde Sprinter der Welt und Mitglied des amerikanischen Paralympics-Teams, verdankt, wie er sagt, seine Siege Gott, dem frühen Rat seiner Mutter „nicht herumzusitzen“, und seinem Begleitläufer Jerome Avery, der früher ebenfalls Sprinter war. Die beiden sind durch ein Seil um die Hand verbunden und Avery führt Brown mit Worten und Berührungen.

Freundschaftsbank

In dem afrikanischen Land Simbabwe können Kriegstraumata und hohe Arbeitslosigkeit die Menschen verzweifeln lassen, bis sie auf einer „Freundschaftsbank“ Hoffnung finden. Hoffnungslose Menschen können dorthin gehen, um mit ausgebildeten „Großmüttern“ zu sprechen. Älteren Frauen wird beigebracht, Menschen zuzuhören, die mit Depressionen zu kämpfen haben, die in der Shona-Sprache dieser Nation als „kufungisisa“ bekannt sind oder „zu viel nachdenken“.

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