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Artikel von Patricia Raybon

Von Gott gesehen

Meine erste Brille schenkte mir einen klaren Blick auf die Welt. Ich bin kurzsichtig, nur die Dinge in der Nähe sind für mich scharf und deutlich. Ohne Brille verschwimmt alles, was weiter entfernt ist, im Nebel. Als ich mit zwölf Jahren meine erste Brille bekam, konnte ich auf einmal die Worte an der Tafel, kleine Blätter an den Bäumen und, vielleicht am wichtigsten, auch das Lächeln in den Gesichtern klar erkennen.

Eine große Sache

Ein Familienmitglied brauchte Hilfe bei der Miete für Dezember. Für seine Familie wirkte diese Bitte wie eine Last — besonders mit ihren eigenen unerwarteten Ausgaben am Ende des Jahres. Aber sie gingen an ihre Ersparnisse, dankbar für Gottes Versorgung — und gesegnet mit der Dankbarkeit ihres Verwandten.

Dem Anführer folgen

Am Himmel über unserem Haus flogen drei Kampfjets in Formation, so nahe beieinander, dass sie eins zu sein schienen. „Wow“, sagte ich zu meinem Mann Dan. „Beeindruckend“, stimmte er zu. Wir leben in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes, daher sind solche Ereignisse nicht ungewöhnlich.

Erwartet den Messias

Der Mechaniker sah jung aus — zu jung, um unser Problem zu beheben, ein Auto, das nicht ansprang. „Er ist nur ein Kind“, flüsterte mein Mann Dan mir zu und zeigte damit seinen Zweifel. Sein Unglaube an den jungen Mann hörte sich wie das Murren in Nazareth an, wo die Bewohner daran zweifelten, wer Jesus war.

Gott Dank bringen

Die Ärztin lächelte, obwohl es um die kürzlich erfolgte Krebsdiagnose meines Mannes ging. Sie machte ihm einen Vorschlag: Er sollte jeden Tag mit einem Dank beginnen — „für mindestens drei Dinge“, sagte sie. Dan stimmte zu, denn er weiß, dass Dankbarkeit unser Herz dafür öffnet, Gottes Güte zu erkennen. So beginnt er nun jeden Tag mit einem Lob. Danke, Gott, dass ich diese Nacht gut schlafen konnte. Dass ich ein sauberes Bett habe. Für den Sonnenschein. Für das Frühstück auf dem Tisch. Für ein Lächeln.

Um Hilfe bitten

Ihre E-Mail erreichte mich zu später Stunde eines langen Tages. Ich öffnete sie nicht. Ich arbeitete Überstunden, um einem Familienmitglied zu helfen, mit seiner schweren Krankheit klarzukommen. Ich hatte keine Zeit für soziale Ablenkungen.

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