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Artikel von Sheridan Voysey

Unbekannte Gewässer

Die Menge zählt zum Glockenschlag des Big Ben mit. Der Zeitball wird am New Yorker Times Square herabgelassen. Am Hafen von Sydney bricht ein Feuerwerk aus. Wie auch immer deine Stadt Silvester feiert, es hat etwas Aufregendes, ein neues Jahr und den damit verbundenen Neuanfang zu begrüßen. Am Neujahrstag stoßen wir in neue Gewässer vor. Welche Freundschaften und Möglichkeiten können sich ergeben?

Wahrer Erfolg

Mein Interview-Gast hat meine Fragen höflich beantwortet. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass etwas hinter unserer Interaktion lauert. Ein flüchtiger Kommentar brachte es zum Vorschein.

Weihnachtsstaunen

Ich war eines Abends in London zu einer Besprechung. Es regnete in Strömen und ich war spät dran. Ich eilte durch die Straßen, bog um eine Ecke und blieb wie angewurzelt stehen. Dutzende Engel schwebten über der Regent Street, ihre riesigen schimmernden Flügel spannten sich über den Verkehr. Sie bestanden aus Tausenden von pulsierenden Lichtern und waren die erstaunlichste Weihnachtsdekoration, die ich je gesehen hatte. Ich war nicht der Einzige, der gefesselt war. Hunderte säumten die Straße und blickten ehrfürchtig nach oben.

Herausforderungen

Vor Kurzem traf ich mich mit ein paar Freunden. In den Gesprächen gewann ich den Eindruck, als hätte jeder mit irgendwelchen Problemen zu kämpfen. Die Eltern von zweien hatten Krebs. Ein Kind hatte eine Essstörung. Einer litt unter chronischen Schmerzen. Ein anderer stand vor einer größeren Operation. Für Leute von dreißig, vierzig Jahren war das ziemlich viel.

Die Hände eines Lastwagenfahrers

Die Nachricht war ein Schock. Nachdem mein Vater bereits Prostatakrebs überlebt hatte, wurde nun bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Erschwerend kam hinzu, dass mein Vater die hauptberufliche Betreuungsperson meiner Mutter ist und sich um ihre chronischen Krankheiten kümmert. Da beide Elternteile pflegebedürftig sind, würden einige schwierige Tage vor uns liegen.

Augen, um zu sehen

Vor kurzem habe ich das Wunder der anamorphotischen Kunst entdeckt. Eine anamorphotische Skulptur, die zunächst als eine Ansammlung von zufälligen Teilen erscheint, macht nur aus dem richtigen Blickwinkel einen Sinn. In einem Stück zeigt eine Reihe von vertikalen Stangen das Gesicht eines berühmten Führers. In einem anderen Stück wird eine Masse aus Kabel zum Umriss eines Elefanten. Ein anderes Kunstwerk, das aus Hunderten von schwarzen Punkten besteht, die an einem Draht aufgehängt sind, wird bei richtiger Betrachtung zum Auge einer Frau. Der Schlüssel zur anamorphotischen Kunst besteht darin, es aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, bis seine Bedeutung offenbart wird.

Fahrstühle reparieren

Sarah hat eine seltene Erkrankung, bei der sich ihre Gelenke auskugeln, sodass sie auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen ist, um sich fortbewegen zu können. Auf dem Weg zu einem Meeting fuhr Sarah mit ihrem Rollstuhl zum Bahnhof, aber der Fahrstuhl war defekt. Schon wieder. Da sie keine Möglichkeit hatte, den Bahnsteig zu erreichen, wurde ihr gesagt, sie solle ein Taxi zu einer anderen, vierzig Minuten entfernten Station nehmen. Das Taxi wurde gerufen, kam aber nie an. Sarah gab auf und fuhr nach Hause.

Geliebt, begabt und schön

Martin wirkte als Teenager sehr selbstbewusst. Aber das war nur eine Maske. In Wirklichkeit kam er aus einem gestörten Zuhause, hatte Angst, sehnte sich nach Anerkennung und fühlte sich verantwortlich für die Probleme in der Familie. „Solange ich mich erinnern kann“, erzählt er, „ging ich jeden Morgen ins Bad, stellte mich vor den Spiegel und sagte zu mir: ‚Du bist dumm und hässlich und selbst schuld.‘“

Erneuerte Kraft

Der Psychiater Robert Coles bemerkte einmal ein Muster bei Patienten, die ausbrennen, während sie anderen dienen. Das erste Warnzeichen ist Müdigkeit. Dann kommt der Zynismus, dann Bitterkeit, Verzweiflung, Depression und schließlich Burnout.

Schlag wieder!

Im Jahr 2012 kam ein Lied heraus, das hieß: „Tell Your Heart to Beat Again“ (Sag deinem Herzen, es soll wieder schlagen). Inspiriert wurde es durch die wahre Geschichte eines Herzchirurgen. Nachdem er das Herz einer Patientin entfernt hatte, um es zu operieren, legte der Chirurg das Herz zurück in den Brustkorb und begann, es vorsichtig wieder zum Leben zu massieren. Aber das Herz schlug nicht. Weitere intensive Maßnahmen folgten, aber das Herz wollte einfach nicht schlagen. Schließlich kniete sich der Chirurg neben die bewusstlose Patientin und sprach zu ihr: „Frau Johnson“, sagte er, „hier spricht ihr Chirurg. Die Operation lief perfekt. Ihr Herz ist wieder ganz. Jetzt sagen Sie Ihrem Herzen, dass es wieder schlagen soll.“ Ihr Herz begann zu schlagen.

Egal was

In einem neueren Film schimpft ein selbsternanntes Genie auf die „Gräuel, Korruption, Dummheit und Armut“ in der Welt. Es gebe keinen Gott und das Leben sei absurd. Dieses Denken scheint heute in vielen Filmen aufzutauchen. Interessant ist, wohin es führt. Am Schluss wird den Zuschauern empfohlen, alles zu tun, um ein bisschen Glück zu finden. Auch wenn sie sich dabei über die gängigen Moralvorstellungen hinwegsetzen müssen.

Der Messerengel

Als die Messerstechereien in England zunahmen, hatte das Bri-  tische Eisenwarenzentrum eine Idee. In Zusammenarbeit mit    den Polizeikräften vor Ort wurden im ganzen Land zweihundert Boxen aufgestellt und eine Amnestie verkündet. Einhunderttausend Messer wurden anonym abgegeben, manche noch mit Blutspuren an der Klinge. Sie wurden dem Künstler Alfie Bradley übergeben, der sie stumpf machte und auf einigen die Namen junger Opfer eingravierte, zusammen mit Worten des Bedauerns ehemaliger Angreifer. Dann verschweißte er alle 100.000 Waffen und schuf daraus den Messerengel, eine über 8 Meter hohe Engelsfigur mit glänzenden Stahlflügeln.

Direkt neben dir

In einem Postamt in Jerusalem sortieren die Arbeiter jeden Tag einen Stapel unzustellbarer Briefe, um sie ihren Empfängern zuzuführen. Viele landen in einer speziell gekennzeichneten Schachtel mit der Aufschrift „Briefe an Gott“.

Wieder Freunde

Eines Tages saßen eine Mutter und ihre kleine Tochter in der Kirche. Während des Gottesdienstes wurde den Menschen die Gelegenheit gegeben, öffentlich Gottes Vergebung zu empfangen. Jedes Mal, wenn jemand nach vorne ging, begann das kleine Mädchen zu klatschen. „Es tut mir so leid“, sagte die Mutter später dem Gemeindeleiter. „Ich erklärte meiner Tochter, dass die Umkehr uns wieder mit Gott anfreundet und sie wollte nur alle anfeuern.“

Freude in der Todeszelle

Im Jahr 1985 wurde Anthony Ray Hinton wegen Mordes an zwei Restaurantleitern verurteilt. Es war eine Falle. Er war viele Kilometer weit weg, als die Morde stattfanden. Dennoch wurde er für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. In der Verhandlung vergab Ray denen, die Lügen über ihn erzählt hatten und fügte hinzu, dass er trotz der Ungerechtigkeit Freude verspüre. „Nach meinem Tod gehe ich in den Himmel“, sagte er. „Wohin geht ihr?“

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