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Artikel von Sheridan Voysey

Fahrstühle reparieren

Sarah hat eine seltene Erkrankung, bei der sich ihre Gelenke auskugeln, sodass sie auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen ist, um sich fortbewegen zu können. Auf dem Weg zu einem Meeting fuhr Sarah mit ihrem Rollstuhl zum Bahnhof, aber der Fahrstuhl war defekt. Schon wieder. Da sie keine Möglichkeit hatte, den Bahnsteig zu erreichen, wurde ihr gesagt, sie solle ein Taxi zu einer anderen, vierzig Minuten entfernten Station nehmen. Das Taxi wurde gerufen, kam aber nie an. Sarah gab auf und fuhr nach Hause.

Geliebt, begabt und schön

Martin wirkte als Teenager sehr selbstbewusst. Aber das war nur eine Maske. In Wirklichkeit kam er aus einem gestörten Zuhause, hatte Angst, sehnte sich nach Anerkennung und fühlte sich verantwortlich für die Probleme in der Familie. „Solange ich mich erinnern kann“, erzählt er, „ging ich jeden Morgen ins Bad, stellte mich vor den Spiegel und sagte zu mir: ‚Du bist dumm und hässlich und selbst schuld.‘“

Erneuerte Kraft

Der Psychiater Robert Coles bemerkte einmal ein Muster bei Patienten, die ausbrennen, während sie anderen dienen. Das erste Warnzeichen ist Müdigkeit. Dann kommt der Zynismus, dann Bitterkeit, Verzweiflung, Depression und schließlich Burnout.

Schlag wieder!

Im Jahr 2012 kam ein Lied heraus, das hieß: „Tell Your Heart to Beat Again“ (Sag deinem Herzen, es soll wieder schlagen). Inspiriert wurde es durch die wahre Geschichte eines Herzchirurgen. Nachdem er das Herz einer Patientin entfernt hatte, um es zu operieren, legte der Chirurg das Herz zurück in den Brustkorb und begann, es vorsichtig wieder zum Leben zu massieren. Aber das Herz schlug nicht. Weitere intensive Maßnahmen folgten, aber das Herz wollte einfach nicht schlagen. Schließlich kniete sich der Chirurg neben die bewusstlose Patientin und sprach zu ihr: „Frau Johnson“, sagte er, „hier spricht ihr Chirurg. Die Operation lief perfekt. Ihr Herz ist wieder ganz. Jetzt sagen Sie Ihrem Herzen, dass es wieder schlagen soll.“ Ihr Herz begann zu schlagen.

Egal was

In einem neueren Film schimpft ein selbsternanntes Genie auf die „Gräuel, Korruption, Dummheit und Armut“ in der Welt. Es gebe keinen Gott und das Leben sei absurd. Dieses Denken scheint heute in vielen Filmen aufzutauchen. Interessant ist, wohin es führt. Am Schluss wird den Zuschauern empfohlen, alles zu tun, um ein bisschen Glück zu finden. Auch wenn sie sich dabei über die gängigen Moralvorstellungen hinwegsetzen müssen.

Der Messerengel

Als die Messerstechereien in England zunahmen, hatte das Bri-  tische Eisenwarenzentrum eine Idee. In Zusammenarbeit mit    den Polizeikräften vor Ort wurden im ganzen Land zweihundert Boxen aufgestellt und eine Amnestie verkündet. Einhunderttausend Messer wurden anonym abgegeben, manche noch mit Blutspuren an der Klinge. Sie wurden dem Künstler Alfie Bradley übergeben, der sie stumpf machte und auf einigen die Namen junger Opfer eingravierte, zusammen mit Worten des Bedauerns ehemaliger Angreifer. Dann verschweißte er alle 100.000 Waffen und schuf daraus den Messerengel, eine über 8 Meter hohe Engelsfigur mit glänzenden Stahlflügeln.

Direkt neben dir

In einem Postamt in Jerusalem sortieren die Arbeiter jeden Tag einen Stapel unzustellbarer Briefe, um sie ihren Empfängern zuzuführen. Viele landen in einer speziell gekennzeichneten Schachtel mit der Aufschrift „Briefe an Gott“.

Wieder Freunde

Eines Tages saßen eine Mutter und ihre kleine Tochter in der Kirche. Während des Gottesdienstes wurde den Menschen die Gelegenheit gegeben, öffentlich Gottes Vergebung zu empfangen. Jedes Mal, wenn jemand nach vorne ging, begann das kleine Mädchen zu klatschen. „Es tut mir so leid“, sagte die Mutter später dem Gemeindeleiter. „Ich erklärte meiner Tochter, dass die Umkehr uns wieder mit Gott anfreundet und sie wollte nur alle anfeuern.“

Freude in der Todeszelle

Im Jahr 1985 wurde Anthony Ray Hinton wegen Mordes an zwei Restaurantleitern verurteilt. Es war eine Falle. Er war viele Kilometer weit weg, als die Morde stattfanden. Dennoch wurde er für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. In der Verhandlung vergab Ray denen, die Lügen über ihn erzählt hatten und fügte hinzu, dass er trotz der Ungerechtigkeit Freude verspüre. „Nach meinem Tod gehe ich in den Himmel“, sagte er. „Wohin geht ihr?“

Liebe nach Gottes Maßstab

Ich besuchte einmal einen Slum in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Die Hütten waren aus verrostetem Blech, die Stromkabel hingen lose in der Luft. Ich führte dort Interviews mit Familien durch und hörte vom Engagement der Kirchen im Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Drogen und Gewalt.

Mysteriöse Helfer

Louise leidet an Muskeldystrophie. Als sie eines Tages versuchte, einen Bahnhof zu verlassen, sah sie sich einer großen Treppe ohne Aufzug und Rolltreppe gegenüber. Den Tränen nahe, sah Louise plötzlich einen Mann auftauchen, der ihre Tasche nahm und ihr sanft die Treppe hinaufhalf. Als sie sich umdrehte, um ihm zu danken, war er weg.

Das große Durchmischen

In einem Buch The Call of Service (Der Ruf zum Dienst) ergründet der Autor Robert Coles unsere Gründe des Dienens und erzählt die bewegende Geschichte des Dienstes einer älteren Frau an anderen. Als Busfahrerin sorgte sie fürsorglich für die Kinder, die sie täglich zur Schule fuhr. Sie fragte nach ihren Hausaufgaben und feierte ihre Erfolge. „Ich möchte erleben, dass diese Kinder ihr Leben meistern“, erklärte sie ihre Motivation. Aber es gab auch noch einen anderen Grund.

Eine neue Menschheit

Beim Besuch der Tate Modern in London fiel mir ein Werk des brasilianischen Künstlers Cilde Meireles auf, ein riesiger Turm aus Hunderten von alten Radioapparaten. Alle waren eingeschaltet, jeder auf einen anderen Sender. Ein unbeschreiblicher, unverständlicher Wirrwarr. Die Skulptur trug den Titel Babel.

Falsche Orte der Sicherheit

Als unser Hund Rupert noch ein Welpe war, hatte er solche Angst nach draußen zu gehen, dass ich ihn in den Park ziehen musste. Als ich eines Tages dort ankam, machte ich den Fehler, seine Leine abzunehmen. Er raste nach Hause, zurück an seinen sicheren Ort.

Von der Gnade berührt

Jeremiah Land aus Leif Engers Roman Friede wie ein Strom ist Vater von drei Kindern und Hausmeister in einer Schule. Er ist auch ein Mann des manchmal wundersamen Glaubens. Immer wieder wird er auf die Probe gestellt.

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