Autoren

Alle anzeigen

Artikel von Sheridan Voysey

Alles geschenkt

Das Café Rendezvous in London hat eine schöne Beleuchtung, bequeme Sofas und duftet herrlich nach Kaffee. Was es nicht hat, sind Preise. Am Anfang wurde es von einer Gemeinde als normales Lokal betrieben. Doch schon nach einem Jahr wurde das Konzept geändert. Die Betreiber fühlten sich von Gott zu einem radikalen Schritt herausgefordert—nämlich alles umsonst anzubieten. Heute kann man Kaffee, Kuchen oder ein Sandwich bestellen und muss nichts bezahlen. Nicht einmal etwas spenden. Alles ist geschenkt.

Geben bringt Segen

Als Cheryl anhielt, um die nächste Pizza auszuliefern, war sie völlig überrascht. Sie stand nicht vor einem Privathaus, sondern vor einer Kirche. Doch da kam ihr schon der Pastor entgegen.

Gottes strahlende Schönheit

Lord Howe Island ist ein kleines Paradies im kristallklaren Wasser vor der Ostküste Australiens. Als ich vor ein paar Jahren dort war, war ich überwältigt von seiner Schönheit. Man konnte mit Schildkröten und schimmernden Stachelmakrelen schwimmen, während Mondsichelfische in bunten Neonfarben vorbeischwebten. In einer Lagune fand ich Korallenriffe voll oranger Anemonen- und gelb gestreifter Schmetterlingsfische, die herbeieilten, um mir die Hand zu küssen. Ich konnte gar nicht anders, als Gott zu loben.

Dankbar für alles

In Australien kann man Stunden fahren, bis man von einer Stadt in die andere kommt. Oft kommt es wegen Übermüdung zu Unfällen. In der Ferienzeit werden deshalb an wichtigen Straßen Stände eingerichtet, wo freiwillige Helfer kostenlos Kaffee ausschenken. Meine Frau Merryn und ich haben diese Rastplätze schätzen gelernt.

Jedes Detail

Das All ist unglaublich groß. Genau jetzt dreht sich der Mond mit einer Geschwindigkeit von etwa 3700 Kilometern pro Stunde um die Erde. Die Erde kreist mit mehr als 100,000 Kilometern pro Stunde um die Sonne. Unsere Sonne ist einer von 200 Milliarden anderen Sternen und Billionen von anderen Kometen in unserem Sonnensystem und das ist nur eines von 100 Milliarden, die sich im All bewegen. Gewaltig!

Blütezeit

Letztes Frühjahr beschloss ich, die Rose an unserer Hintertür zurückzuschneiden. In den drei Jahren, die wir in unserem Haus gewohnt haben, hat sie nicht viele Blüten hervorgebracht, und die kahlen, hässlichen Zweige wucherten in alle Richtungen.

Süßer Duft

Die Autorin Rita Snowden erzählte einmal von ihrem Besuch in einem kleinen Dorf bei Dover in England. Als sie vor einem Café saß und ihren Nachmittagstee trank, fiel ihr ein angenehmer Duft auf. Sie fragte die Bedienung, wo er herkam, und erfuhr, dass er von den vorbeigehenden Passanten rührte. Die meisten Dorfbewohner arbeiteten in der nahen Parfümfabrik. Wenn sie heimgingen, hing der Duft noch in ihren Kleidern und sie trugen ihn hinaus auf die Straße.

Imagepflege

Zum achtzigsten Geburtstag von Winston Churchill ließ das britische Parlament ein Porträt des gefeierten Staatsmannes malen. Der Überlieferung nach wird berichtet, dass Churchill fragte: „Wie wollen Sie mich darstellen? Als Cherub oder als Bulldogge?“ Der Künstler erwiderte, er werde malen, was er sehe.

Herr der Wellen

König Knut war einer der mächtigsten Männer des 11. Jahrhunderts. Eine Legende berichtet, dass er einmal befahl, seinen Thron bei Flut an der Küste aufzustellen. „Du bist mir untertan“, sagte er zum Meer, „deshalb befehle ich dir, nicht in mein Land zu dringen oder die Kleider oder Glieder deines Herrn zu netzen.“ Aber die Flut stieg weiter und die Füße des Königs wurden nass.