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Artikel von Sheridan Voysey

Liebe nach Gottes Maßstab

Ich besuchte einmal einen Slum in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Die Hütten waren aus verrostetem Blech, die Stromkabel hingen lose in der Luft. Ich führte dort Interviews mit Familien durch und hörte vom Engagement der Kirchen im Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Drogen und Gewalt.

Mysteriöse Helfer

Louise leidet an Muskeldystrophie. Als sie eines Tages versuchte, einen Bahnhof zu verlassen, sah sie sich einer großen Treppe ohne Aufzug und Rolltreppe gegenüber. Den Tränen nahe, sah Louise plötzlich einen Mann auftauchen, der ihre Tasche nahm und ihr sanft die Treppe hinaufhalf. Als sie sich umdrehte, um ihm zu danken, war er weg.

Das große Durchmischen

In einem Buch The Call of Service (Der Ruf zum Dienst) ergründet der Autor Robert Coles unsere Gründe des Dienens und erzählt die bewegende Geschichte des Dienstes einer älteren Frau an anderen. Als Busfahrerin sorgte sie fürsorglich für die Kinder, die sie täglich zur Schule fuhr. Sie fragte nach ihren Hausaufgaben und feierte ihre Erfolge. „Ich möchte erleben, dass diese Kinder ihr Leben meistern“, erklärte sie ihre Motivation. Aber es gab auch noch einen anderen Grund.

Eine neue Menschheit

Beim Besuch der Tate Modern in London fiel mir ein Werk des brasilianischen Künstlers Cilde Meireles auf, ein riesiger Turm aus Hunderten von alten Radioapparaten. Alle waren eingeschaltet, jeder auf einen anderen Sender. Ein unbeschreiblicher, unverständlicher Wirrwarr. Die Skulptur trug den Titel Babel.

Falsche Orte der Sicherheit

Als unser Hund Rupert noch ein Welpe war, hatte er solche Angst nach draußen zu gehen, dass ich ihn in den Park ziehen musste. Als ich eines Tages dort ankam, machte ich den Fehler, seine Leine abzunehmen. Er raste nach Hause, zurück an seinen sicheren Ort.

Von der Gnade berührt

Jeremiah Land aus Leif Engers Roman Friede wie ein Strom ist Vater von drei Kindern und Hausmeister in einer Schule. Er ist auch ein Mann des manchmal wundersamen Glaubens. Immer wieder wird er auf die Probe gestellt.

Alles geschenkt

Das Café Rendezvous in London hat eine schöne Beleuchtung, bequeme Sofas und duftet herrlich nach Kaffee. Was es nicht hat, sind Preise. Am Anfang wurde es von einer Gemeinde als normales Lokal betrieben. Doch schon nach einem Jahr wurde das Konzept geändert. Die Betreiber fühlten sich von Gott zu einem radikalen Schritt herausgefordert—nämlich alles umsonst anzubieten. Heute kann man Kaffee, Kuchen oder ein Sandwich bestellen und muss nichts bezahlen. Nicht einmal etwas spenden. Alles ist geschenkt.

Geben bringt Segen

Als Cheryl anhielt, um die nächste Pizza auszuliefern, war sie völlig überrascht. Sie stand nicht vor einem Privathaus, sondern vor einer Kirche. Doch da kam ihr schon der Pastor entgegen.

Gottes strahlende Schönheit

Lord Howe Island ist ein kleines Paradies im kristallklaren Wasser vor der Ostküste Australiens. Als ich vor ein paar Jahren dort war, war ich überwältigt von seiner Schönheit. Man konnte mit Schildkröten und schimmernden Stachelmakrelen schwimmen, während Mondsichelfische in bunten Neonfarben vorbeischwebten. In einer Lagune fand ich Korallenriffe voll oranger Anemonen- und gelb gestreifter Schmetterlingsfische, die herbeieilten, um mir die Hand zu küssen. Ich konnte gar nicht anders, als Gott zu loben.

Dankbar für alles

In Australien kann man Stunden fahren, bis man von einer Stadt in die andere kommt. Oft kommt es wegen Übermüdung zu Unfällen. In der Ferienzeit werden deshalb an wichtigen Straßen Stände eingerichtet, wo freiwillige Helfer kostenlos Kaffee ausschenken. Meine Frau Merryn und ich haben diese Rastplätze schätzen gelernt.

Jedes Detail

Das All ist unglaublich groß. Genau jetzt dreht sich der Mond mit einer Geschwindigkeit von etwa 3700 Kilometern pro Stunde um die Erde. Die Erde kreist mit mehr als 100,000 Kilometern pro Stunde um die Sonne. Unsere Sonne ist einer von 200 Milliarden anderen Sternen und Billionen von anderen Kometen in unserem Sonnensystem und das ist nur eines von 100 Milliarden, die sich im All bewegen. Gewaltig!

Blütezeit

Letztes Frühjahr beschloss ich, die Rose an unserer Hintertür zurückzuschneiden. In den drei Jahren, die wir in unserem Haus gewohnt haben, hat sie nicht viele Blüten hervorgebracht, und die kahlen, hässlichen Zweige wucherten in alle Richtungen.

Süßer Duft

Die Autorin Rita Snowden erzählte einmal von ihrem Besuch in einem kleinen Dorf bei Dover in England. Als sie vor einem Café saß und ihren Nachmittagstee trank, fiel ihr ein angenehmer Duft auf. Sie fragte die Bedienung, wo er herkam, und erfuhr, dass er von den vorbeigehenden Passanten rührte. Die meisten Dorfbewohner arbeiteten in der nahen Parfümfabrik. Wenn sie heimgingen, hing der Duft noch in ihren Kleidern und sie trugen ihn hinaus auf die Straße.

Imagepflege

Zum achtzigsten Geburtstag von Winston Churchill ließ das britische Parlament ein Porträt des gefeierten Staatsmannes malen. Der Überlieferung nach wird berichtet, dass Churchill fragte: „Wie wollen Sie mich darstellen? Als Cherub oder als Bulldogge?“ Der Künstler erwiderte, er werde malen, was er sehe.

Herr der Wellen

König Knut war einer der mächtigsten Männer des 11. Jahrhunderts. Eine Legende berichtet, dass er einmal befahl, seinen Thron bei Flut an der Küste aufzustellen. „Du bist mir untertan“, sagte er zum Meer, „deshalb befehle ich dir, nicht in mein Land zu dringen oder die Kleider oder Glieder deines Herrn zu netzen.“ Aber die Flut stieg weiter und die Füße des Königs wurden nass.

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