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Artikel von Alyson Kieda

Hätte ich das gewusst . . .

Auf dem Weg zur Arbeit hörte ich ein Lied mit dem Titel „Liebes jüngeres Ich“. Dort heißt es: „Wenn du zurückgehen könntest, aber wüsstest, was du jetzt weißt, was würdest du deinem jüngeren Ich sagen?“ Mir fielen sofort die verschiedensten Dinge ein. Wir alle haben wohl schon einmal gedacht, wir hätten es anders machen können—wenn wir noch einmal die Chance dazu hätten.

Ein Stück vom Paradies

Wenn ich zum Bürofenster hinaussehe, höre ich die Vögel zwitschern und den Wind leise in den Bäumen rascheln. Heuhaufen liegen auf dem frisch gepflügten Feld meines Nachbarn und große, weiße Haufenwolken strahlen mit dem blauen Himmel um die Wette.

Von der Trauer zur Freude

Kelly hatte Schwierigkeiten mit der Schwangerschaft. Die Wehen gingen sehr lang, und schließlich wurde ein Kaiserschnitt gemacht. Doch als sie ihren neugeborenen Sohn in den Armen hielt, waren alle Schmerzen vergessen. Die Freude war stärker als alle Ängste.

Herausgeputzt

In einem Buch mit dem Titel Gott anziehen schreibt die Verfasserin, unsere Kleidung könne anderen unausgesprochen verraten, wer wir sind. Was wir tragen, kann auf unseren Beruf, unseren Wohnort oder unser Gefühl, auf Stimmungen oder soziale Herkunft hindeuten. Denken wir nur an ein T-Shirt mit Aufdruck, einen Geschäftsanzug, eine Uniform oder speckige Jeans und was sie uns verraten. Sie schreibt: „Die Vorstellung, dass Christen, wie mit einem Kleidungsstück, ohne Worte von Jesus reden können, ist faszinierend.“

Ein fröhliches Herz

Das Lieblingslied meiner Enkeltochter ist ein Marsch von John Philip Sousa. Sousa war ein amerikanischer Komponist und lebte Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Meine Enkelin ist allerdings in keinem Orchester; sie ist erst 20 Monate alt. Aber sie liebt die Melodie und kann schon ein paar Takte summen. Wenn die ganze Familie zusammen ist, singen wir das Lied recht oft und klatschen dazu in die Hände oder machen allen möglichen Lärm. Unsere Enkel tanzen dazu oder marschieren im Takt im Kreis herum, bis sie ganz schwindelig sind und vor Lachen nicht mehr können.

Sehr gut!

Durch manche Tage zieht sich, so scheint es, ein roter Faden. Vor kurzem hatte ich einen solchen Tag. Unser Pastor zeigte als Einleitung zu seiner Predigt über 1.Mose 1 zwei Minuten lang atemberaubend schöne Bilder von Blumen und Blüten. Als ich später zu Hause durch meine Social Media scrollte, fand ich zahlreiche Posts mit Blumen. Und beim Spazierengehen im Wald waren wir von lauter Frühlingsblumen umgeben—Waldlilien, Ringelblumen und wilde Iris.

Zeit füreinander

Auf der zweistündigen Heimfahrt von einer Hochzeit fragte meine Mutter mich schon zum dritten Mal, was es bei mir Neues an der Arbeit gebe. Noch einmal wiederholte ich ein paar Dinge, als würde ich sie ihr zum ersten Mal erzählen, und fragte mich dabei, was ich tun könnte, damit sie meine Worte besser behalten könne. Meine Mutter hat Alzheimer, eine Krankheit, die nach und nach das Gedächtnis zerstört, das Verhalten beeinflusst und mit der Zeit zum Verlust des Sprachvermögens führt—und noch viel mehr.

Mittel gegen Eifersucht

Ich war gern bereit, die Enkel zu hüten, während ihre Eltern ausgingen. Nach der Begrüßung fragte ich die Jungs, was sie am Wochenende gemacht hatten. Der drei Jahre alte Bridger berichtete atemlos, dass er bei Tante und Onkel übernachten durfte—und es gab Eis und er war Karussell gefahren und hatte einen Film angeguckt! Der fünfjährige Samuel murmelte eher einsilbig: „Camping.“ „Und?“, fragte ich, „war es schön?“ „Nicht so besonders“, erwiderte er lahm.

Urlaubs-Psalmen

Wenn ich mit meinem Mann wandern gehe, nehmen wir unsere Kameras mit und machen Nahaufnahmen von den Pflanzen zu unseren Füßen, die einen ganzen Mikrokosmos bieten. Was für eine Vielfalt und Schönheit sehen wir da, selbst in den Pilzen, die über Nacht aus dem Boden schießen und den Waldboden mit gelben, orangen und roten Tupfern übersäen!

Neugeburt

Was haben Babys an sich, dass sie uns zum Lächeln bringen? Viele Leute lassen alles stehen und liegen, wenn sie ein Baby sehen oder hören, und eilen herbei, um das Kleine anzusehen. Das fiel mir auf, als ich meinen Vater im Pflegeheim besuchte. Obwohl die meisten Bewohner dort im Rollstuhl sitzen und unter Demenz leiden, brachte der Besuch einer Familie mit Baby ihre Augen sofort zum Strahlen. Und aus dem Strahlen wurde – erst nur zögerlich, dann aber unaufhaltsam – ein Lächeln. Es war beeindruckend.

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Eine andere Art von Liebe

Eine meiner Lieblingsgemeinden hat vor ein paar Jahren mit dem Dienst an ehemaligen Häftlingen begonnen, die wieder in der Gesellschaft Fuß fassen wollten. Inzwischen blüht sie und wird von Menschen unterschiedlichster Herkunft besucht. Ich liebe diese Gemeinde, weil ich in ihr sehe, wie ich mir den Himmel vorstelle—voll der verschiedensten Menschen, Sünder, denen vergeben wurde und die nun durch die Liebe Jesu zusammengehalten werden.

Ein sicherer Ort

Zusammen mit meiner Tochter wollte ich zu einem größeren Familientreffen fahren. Weil sie etwas nervös war wegen der langen Fahrt, bot ich ihr an, dass ich fahren könnte. „Gut“, erwiderte sie. „Aber lass uns mein Auto nehmen. Kannst du es fahren?“ Ihr Auto ist etwas geräumiger als mein kleines. Deshalb fragte ich zurück: „Ist dir meins zu eng?“ „Nein“, entgegnete sie. „Aber mein Auto ist mein Zufluchtsort. Irgendwie fühle ich mich darin sicherer.“

Schönheit ohne Ende

Ich liebe den Grand Canyon. Wenn ich an seinem Rand stehe, erkenne ich jedes Mal neue Aspekte von Gottes schöpferischer Hand, die mir den Atem rauben.