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Artikel von Alyson Kieda

Durch den Sturm getragen

Während der ersten Reise des schottischen Missionars Alexander Duff nach Indien im Jahr 1830 erlitt er vor der Küste Südafrikas in einem Sturm Schiffbruch. Er und seine Mitreisenden schafften es bis zu einer kleinen, einsamen Insel, kurze Zeit später fand einer der Besatzungsmitglieder eine Kopie einer Bibel, die Duff gehörte. Sie wurde an den Strand gespült. Als das Buch trocknete, las Duff seinen Mitüberlebenden den Psalm 107 vor, und sie fassten Mut. Schließlich, nach einer Rettung und einem weiteren Schiffbruch, kam Duff in Indien an.

In Gottes Gnade wachsen

Der englische Prediger Charles H. Spurgeon (1834-1892) lebte sein Leben mit ‚Vollgas‘. Im Alter von 19 Jahren wurde er Pastor und predigte schon bald vor großen Menschenmengen. Er gab persönlich alle seine Predigten heraus, die schließlich dreiundsechzig Bände füllten, und schrieb viele Kommentare und Bücher über das Gebet. Und er las normalerweise sechs Bücher pro Woche! In einer seiner Predigten sagte Spurgeon: „Die Sünde des Nichtstuns ist so ziemlich die größte aller Sünden, denn sie beinhaltet die meisten anderen. … Schrecklicher Müßiggang! Gott bewahre uns davor!“

Durch Feuer geschürt

Als zwei Feuerwehrleute, müde und verdreckt, zum Frühstück in einem Restaurant anhielten, erkannte die Kellnerin die Männer aus den Nachrichten. Sie wusste, dass die beiden Männer die Nacht damit verbracht hatten, einen Lagerbrand zu bekämpfen. Um ihre Wertschätzung zu zeigen, schrieb die Kellnerin eine Notiz auf ihre Quittung: „Ihr Frühstück geht heute auf mich. Ich danke Ihnen, dass Sie anderen gedient haben und dass Sie da geholfen haben, wo alle anderen weggelaufen sind … Angefeuert vom Feuer und getrieben von Mut, welch ein Vorbild sind Sie.“

Tröstende Gegenwart

Radamenes war noch ein kleines Kätzchen, als sein Besitzer ihn in einem Tierheim absetzte, weil er dachte, es sei zu krank, um sich zu erholen. Das Kätzchen wurde wieder gesund gepflegt und vom Tierarzt adoptiert. Danach wurde er ein Vollzeitbewohner des Tierheims und verbringt nun seine Tage damit, Katzen und Hunde, die gerade aus einer Operation kommen oder sich von einer Krankheit erholen, durch seine Gegenwart und sein sanftes Schnurren zu „trösten“.

Im Garten

Mein Vater sang sehr gerne die alten Glaubenshymnen. „In the Garden“ (Im Garten) gehörte zu seinen Lieblingsliedern. Vor einigen Jahren sangen wir dieses Lied auf seiner Beerdigung. Der Refrain ist einfach: „Und er geht mit mir, und er spricht mit mir, und er sagt mir, ich gehöre ihm, und die Freude, die wir teilen, während wir dort verweilen, hat kein anderer je gekannt.“ Dieses Lied brachte meinem Vater Freude und mir auch.

Schau mich an!

„Sieh dir meinen Prinzessinnentanz an, Großmama“, rief meine dreijährige Enkeltochter übermütig, als sie mit einem breiten Grinsen im Hof unseres Häuschens herumrannte. Ihr Tanzen brachte uns zum Lächeln. Und auch die mürrische Reaktion ihres großen Bruders, „sie tanzt nicht, sie rennt nur“, trübte nicht ihre Freude, mit ihrer Familie im Urlaub zu sein.

Hilferuf

Mitten in einem äußerst kalten Winter brannte die Hütte eines Siedlers in einer bergigen Region Alaskas nieder. Von seiner ganzen Habe blieb ihm kaum etwas übrig. Erst drei Wochen später wurde von einem Flugzeug aus das riesige SOS entdeckt, das er in den Schnee getrampelt und mit den verkohlten Resten seiner Hütte geschwärzt hatte. Endlich wurde er gerettet.

Den Kreislauf durchbrechen

Die erste Tracht Prügel erhielt David an seinem siebten Geburtstag durch seinen Vater, nachdem er versehentlich ein Fenster eingeschlagen hatte. „Er hat mich getreten und geschlagen“, sagte David. „Danach entschuldigte er sich. – Er war ein missbrauchender Alkoholiker, und ich tue mein Bestes, diesen Kreislauf jetzt zu beenden.“

Es sich mit einem guten Buch gemütlich machen

Das kleine Land Island ist eine Nation von Lesern. Tatsächlich wird berichtet, dass diese Nation jedes Jahr mehr Bücher pro Person veröffentlicht und liest als jedes andere Land. Es ist Tradition, dass die Isländer am Heiligabend Bücher an Familie und Freunde verschenken und dann bis spät in die Nacht hinein lesen. Diese Tradition geht auf den Zweiten Weltkrieg zurück, als der Import eingeschränkt war, das Papier aber billig war. Im Spätherbst begannen isländische Verlage den Markt mit neuen Titeln zu überschwemmen. Nun wird Mitte November ein Katalog mit den Neuerscheinungen des Landes an alle isländischen Haushalte verschickt. Diese Tradition ist als Weihnachtsbuchflut bekannt.

Jeder Augenblick

Zusammen mit meiner Mutter und meinen Schwestern saß ich an Papas Bett, während sein Atem immer schwächer wurde – und schließlich ganz aufhörte. Es war kurz vor seinem neunundachtzigsten Geburtstag, als er sich ganz still in das andere Leben aufmachte, in dem Gott auf ihn wartete. Sein Tod hinterließ bei uns eine Leere. Geblieben sind uns die Erinnerungen. Aber wir haben die Hoffnung, dass wir eines Tages wieder vereint sein werden.

Jeder braucht einen Mentor

Als ich das Büro meines neuen Vorgesetzten betrat, war ich vorsichtig und fühlte mich emotional ungeschützt. Mein alter Vorgesetzter hatte unsere Abteilung mit Härte und Herablassung geführt und mich (und andere) oft zum Weinen gebracht. Nun fragte ich mich: Wie würde mein neuer Chef wohl sein? Bald nachdem ich das Büro meines neuen Chefs betreten hatte, spürte ich, wie sich meine Ängste auflösten, als er mich herzlich willkommen hieß und mich bat, über mich und meine Frustrationen zu berichten. Er hörte aufmerksam zu, und ich wusste durch seinen freundlichen Ausdruck und seine sanften Worte, dass er sich wirklich um mich kümmerte. Er glaubte an Jesus und wurde zu meinem Arbeitsmentor, Ermutiger und Freund.

Lass dich nicht täuschen

Die gefleckte Laternenfliege ist ein hübsches Insekt mit gesprenkelten Außenflügeln und einem leuchtend roten Fleck auf den Innenflügeln, der beim Fliegen aufblitzt. Aber ihre Schönheit täuscht ein wenig. Dieses Insekt gilt als invasiv in bestimmten Teilen der Welt, was bedeutet, dass es das Potenzial hat, die Umwelt und die Wirtschaft zu schädigen. Die Laternenfliege frisst quasi die Innereien jeder Holzpflanze“, zu der auch Kirsch- und andere Obstbäume gehören. Sie hinterlässt einen klebrigen Schleim, der zu Schimmel führt, sodass die Bäume entweder sterben oder nicht ausreichend Energie haben, um Früchte wachsen zu lassen.

Lichtblicke

Bei einem Spaziergang mit meinem Mann entdeckte ich an einer trockenen, steinigen Stelle, wo sonst nur Disteln und anderes Gestrüpp wuchsen, eine Sonnenblume. Sie war nicht so groß wie die normalen Sonnenblumen, aber sie leuchtete genauso wie sie—und ich freute mich darüber.

Auf unseren Herzen

Nachdem ein kleiner Junge in der Schule vor einigen Herausforderungen stand, begann sein Vater, ihm einige Worte beizubringen, die er jeden Morgen vor der Schule rezitieren konnte: „Ich danke Gott, dass er mich heute geweckt hat. Ich gehe zur Schule, damit ich lernen kann... und ich werde der Leiter sein, zu dem Gott mich geschaffen hat.“ Diese Worte sind eine Möglichkeit, wie der Vater seinem Sohn helfen will, sich zurechtzufinden und mit den unvermeidlichen Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Für einander gemacht

„Ich passe auf ihn auf. Wenn er glücklich ist, bin ich glücklich“, sagt Elisabeth. Edgar antwortet: „Ich bin glücklich, wenn sie da ist.“ Edgar und Elisabeth sind seit 79 Jahren verheiratet. Als Edgar kürzlich in ein Pflegeheim musste, ging es ihm schlecht—also brachte Elisabeth ihn nach Hause. Er ist 101 Jahre alt, sie ist 95. Auch wenn sie einen Rollator braucht, um sich vorwärtszubewegen, tut sie liebevoll alles für ihren Mann, was ihr möglich ist. Gerne bereitet sie ihm seine Lieblingsmahlzeiten zu. Aber sie schafft es nicht alleine. Enkel und Nachbarn helfen bei den Dingen, die Elisabeth nicht mehr schafft.

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