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Artikel von Anne Cetas

Durch das Kreuz

Mein Kollege hat ein großes Glaskreuz auf dem Schreibtisch stehen. Sein Freund Phil, der wie Tom eine Krebserkrankung überlebt hat, gab es ihm, um alles “durch das Kreuz” zu sehen. Das Glaskreuz ist eine ständige Erinnerung an Gottes Liebe und seine guten Absichten für ihn.

Nimm die Zeit

Rima, eine syrische Frau, zog kürzlich in die Vereinigten Staaten und versuchte ihrem Lehrer mit Handbewegungen und begrenztem Englisch zu zeigen, warum sie wütend war. Tränen liefen über ihre Wangen, als sie einen wunderbar dekorierten Teller mit fatayer (Fleisch, Käse und Spinatkuchen) hochhielt, den sie gemacht hatte. Dann sagte sie, „Ein Mann“, und machte ein sausendes Geräusch, als sie von der Tür zum Wohnzimmer und zurück zur Tür zeigte. Der Lehrer schloss daraus, dass etliche Menschen einer nahegelegenen Kirche Rima und ihre Familie besuchen sollten und einige Geschenke bringen sollten. Aber nur ein Mann war gekommen. Er war hineingeeilt, stellte eine Kiste voller Sachen ab und rauschte hinaus. Er war damit beschäftigt, seine Verantwortung zu erfüllen, während sie und ihre Familie einsam waren und sich nach Gemeinschaft sehnten und um ihre fatayer mit neuen Freunden teilen zu können.

Geflüsterte Worte

Der junge Mann zappelte, als er sich zu seinem Flug hinsetzte. Seine Augen blickten gehetzt durch die Flugzeugfenster. Dann schloss er die Augen und atmete tief durch, um sich selbst zu beruhigen—aber es funktionierte nicht. Als das Flugzeug startete, schaukelte er langsam vor und zurück. Eine ältere Frau auf der anderen Seite des Ganges legte ihre Hand auf seinen Arm und begann, sich mit ihm zu unterhalten, um ihn vom Stress abzulenken. „Wie heißen Sie?“, „Woher kommen Sie?“ „Alles wird gut“ und „Sie machen das gut“, waren einige der Dinge, die sie flüsterte. Sie hätte von ihm genervt sein können oder ihn ignorieren können. Aber sie entschied sich für eine Berührung und einige Worte. Kleine Dinge. Als sie drei Stunden später landeten, sagte, er, „Herzlichen Dank, dass Sie mir geholfen haben.“

Auf die Haltung kommt es an

Regina fuhr enttäuscht und müde von der Arbeit heim. Der Tag hatte mit tragischen Neuigkeiten in der SMS einer Freundin begonnen und setzte sich in Meetings mit Kollegen fort, die ihre Vorschläge ablehnten. Als Regina mit dem Herrn sprach, dachte sie, es wäre am besten, den Stress des Tages beiseite zu legen und einen Überraschungsbesuch mit Blumen bei einer älteren Freundin in einem Pflegeheim zu machen. Ihre Stimmung hob sich, als Maria erzählte, wie gut der Herr zu ihr war. Sie sagte, „Ich habe mein eigenes Bett und einen Stuhl, drei Mahlzeiten pro Tag und Hilfe von den Krankenschwestern. Und manchmal schickt Gott einen Roten Kardinal an mein Fenster, weil er weiß, dass ich ihn liebe und er liebt mich.“

Von Würmern und Kriegen

Der zehnjährige Cleo war das erste Mal mit zum Angeln, und als er in die Dose mit den Ködern schaute, schreckte er zurück. Schließlich sagte er zu meinem Mann: „Hilf mir, I-H-A!“ Als mein Mann ihn fragte, was das Problem sei, erwiderte er: „I-H-A! Ich habe Angst, Angst vor Würmern!“ Die Angst hatte ihn gelähmt.

Gott will Neues schaffen

„Tut Gott etwas Neues in deinem Leben?“, fragte der Leiter einer Gruppe, die ich kürzlich besuchte. Meine Freundin Mindy, die es gerade nicht sehr leicht hat, meldete sich zu Wort. Sie sagte, sie brauche Geduld im Umgang mit ihren betagten Eltern, Kraft, um ihrem kranken Mann zur Seite zu stehen, und Verständnis für ihre Kinder und Enkel, die Jesus noch nicht nachfolgen. Dann fügte sie noch einen Satz an, der im Gegensatz zu allem steht, was wir normalerweise denken: „Ich glaube, das Neue, das Gott bei mir tut, ist, dass er mir mehr Kraft und Gelegenheit gibt, andere zu lieben.“

Nette Gesellschaft

Die ältere Frau im Pflegeheim sprach mit niemand und stellte auch keine Ansprüche. Zufrieden saß sie in ihrem Schaukelstuhl und es schien, als würde sie einfach vor sich hin existieren. Sie bekam auch nur selten Besuch. Deshalb ging eine der jüngeren Pflegenden in ihrer Pause oft zu ihr ins Zimmer. Sie fragte nichts und versuchte auch nicht, die Frau zum Reden zu bringen, sondern zog sich einfach einen Stuhl herbei und setze sich neben sie. Nach ein paar Monaten sagte die Ältere zu ihr: „Danke, dass Sie bei mir sitzen.“ Sie war dankbar für die Gesellschaft.

Finger-Gebet

Beten ist ein Gespräch mit Gott, nichts Schematisches. Aber manchmal ist es gut, wenn wir eine Methode haben, um unser Gebetsleben etwas aufzufrischen. Wir können Psalmen oder andere Bibeltexte nachbeten (wie das Vaterunser) oder man folgt der Reihenfolge, die Paulus im 1.Timotheusbrief nennt: Bitte, Gebet, Fürbitte und Dank (1.Tim. 2,1). Vor kurzem bin ich als Hilfe bei der Fürbitte für andere auf das Fünf-Finger-Gebet gestoßen.

Die Fünf-Minuten-Regel

Ich habe einmal von einer Mutter gelesen, die für ihre Kinder die Fünf-Minuten-Regel eingeführt hatte. Jeden Morgen vor der Schule hatten sie fünf Minuten früher fertig zu sein.

Die kleinen Dinge

Ganz begeistert erklang die Stimme meiner Freundin Gloria am Telefon. Sie konnte das Haus nur noch zu Arztbesuchen verlassen. Deshalb freute ich mich mit ihr, als sie erzählte: „Mein Sohn hat gerade neue Lautsprecher an meinem Computer angebracht. Jetzt kann ich wieder in den Gottesdienst!“ Denn nun konnte sie die Live-Übertragung des Gottesdienstes aus ihrer Gemeinde miterleben. Sie schwärmte von Gottes Güte und dem „tollsten Geschenk, das mein Sohn mir machen konnte!“

Sieh, was Jesus getan hat

„Ich habe Jesus lieb und will einmal Missionar werden“, sagte der Achtjährige zu Walter, einem Freund seiner Eltern. Walter beobachtete ihn beim Heranwachsen und betete für ihn. Als der junge Mann sich dann bei einer Missionsgesellschaft bewarb, um nach Mali zu gehen, sagte Walter: „Jetzt ist es soweit! Als du mir damals erzählt hast, was du vorhast, habe ich etwas Geld für dich angelegt. Jetzt ist der Moment da, auf den ich gewartet habe.“ Wally hat ein Herz für andere und dafür, Gottes Botschaft zu den Menschen zu bringen.

Dankbar leben

Sue wollte gern im Glauben wachsen und dankbarer werden. Deshalb stellte sie einen „Dankbarkeits-Krug“ auf. Jeden Abend schrieb sie auf einen kleinen Zettel, wofür sie Gott danken wollte, und warf ihn in den Krug. An manchen Tagen hatte sie viel zu loben; an anderen wollte ihr kaum etwas einfallen. Am Jahresende leerte sie den Krug, las die Zettel durch und dankte Gott noch einmal für alles, was er getan hatte. Darunter waren so einfache Dinge wie ein herrlicher Sonnenuntergang oder ein Abendspaziergang im Park. Oder er hatte ihr geholfen, mit einer schwierigen Situation fertig zu werden oder ein Gebet erhört.

Zugedeckt

W enn wir über den Glauben an Jesus reden, gebrauchen wir manchmal Worte, ohne sie richtig zu verstehen oder zu erklären. Eines ist das Wort gerecht. Wir sagen, Gott sei Gerechtigkeit und mache Menschen gerecht, aber was das wirklich bedeutet, ist nicht leicht zu verstehen.

Was ist mit dir?

Emily hörte interessiert zu, was ihre Freunde über die Thanksgiving-Traditionen in ihren Familien erzählten. „Wir gehen reihum und jeder erzählt, wofür er oder sie Gott dankbar sind“, sagte Gary.

Nur Fassade

Kerri tut alles, damit sie bewundert wird. Meistens ist sie fröhlich, damit andere sie bemerken und ihr für ihre positive Einstellung Komplimente machen. Manche schenken ihr Anerkennung, weil sie sich so für andere einsetzt. Doch in manchen Momenten gibt sie ehrlich zu: „Ich liebe Jesus, aber manchmal habe ich das Gefühl, mein ganzes Leben ist nur Fassade.“ Hinter allem Bemühen, nach außen toll zu wirken, steckt vor allem Unsicherheit, und sie sagt, sie habe bald keine Kraft mehr, das weiter durchzuhalten.