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Artikel von Anne Cetas

Von Würmern und Kriegen

Der zehnjährige Cleo war das erste Mal mit zum Angeln, und als er in die Dose mit den Ködern schaute, schreckte er zurück. Schließlich sagte er zu meinem Mann: „Hilf mir, I-H-A!“ Als mein Mann ihn fragte, was das Problem sei, erwiderte er: „I-H-A! Ich habe Angst, Angst vor Würmern!“ Die Angst hatte ihn gelähmt.

Gott will Neues schaffen

„Tut Gott etwas Neues in deinem Leben?“, fragte der Leiter einer Gruppe, die ich kürzlich besuchte. Meine Freundin Mindy, die es gerade nicht sehr leicht hat, meldete sich zu Wort. Sie sagte, sie brauche Geduld im Umgang mit ihren betagten Eltern, Kraft, um ihrem kranken Mann zur Seite zu stehen, und Verständnis für ihre Kinder und Enkel, die Jesus noch nicht nachfolgen. Dann fügte sie noch einen Satz an, der im Gegensatz zu allem steht, was wir normalerweise denken: „Ich glaube, das Neue, das Gott bei mir tut, ist, dass er mir mehr Kraft und Gelegenheit gibt, andere zu lieben.“

Nette Gesellschaft

Die ältere Frau im Pflegeheim sprach mit niemand und stellte auch keine Ansprüche. Zufrieden saß sie in ihrem Schaukelstuhl und es schien, als würde sie einfach vor sich hin existieren. Sie bekam auch nur selten Besuch. Deshalb ging eine der jüngeren Pflegenden in ihrer Pause oft zu ihr ins Zimmer. Sie fragte nichts und versuchte auch nicht, die Frau zum Reden zu bringen, sondern zog sich einfach einen Stuhl herbei und setze sich neben sie. Nach ein paar Monaten sagte die Ältere zu ihr: „Danke, dass Sie bei mir sitzen.“ Sie war dankbar für die Gesellschaft.

Finger-Gebet

Beten ist ein Gespräch mit Gott, nichts Schematisches. Aber manchmal ist es gut, wenn wir eine Methode haben, um unser Gebetsleben etwas aufzufrischen. Wir können Psalmen oder andere Bibeltexte nachbeten (wie das Vaterunser) oder man folgt der Reihenfolge, die Paulus im 1.Timotheusbrief nennt: Bitte, Gebet, Fürbitte und Dank (1.Tim. 2,1). Vor kurzem bin ich als Hilfe bei der Fürbitte für andere auf das Fünf-Finger-Gebet gestoßen.

Die Fünf-Minuten-Regel

Ich habe einmal von einer Mutter gelesen, die für ihre Kinder die Fünf-Minuten-Regel eingeführt hatte. Jeden Morgen vor der Schule hatten sie fünf Minuten früher fertig zu sein.

Die kleinen Dinge

Ganz begeistert erklang die Stimme meiner Freundin Gloria am Telefon. Sie konnte das Haus nur noch zu Arztbesuchen verlassen. Deshalb freute ich mich mit ihr, als sie erzählte: „Mein Sohn hat gerade neue Lautsprecher an meinem Computer angebracht. Jetzt kann ich wieder in den Gottesdienst!“ Denn nun konnte sie die Live-Übertragung des Gottesdienstes aus ihrer Gemeinde miterleben. Sie schwärmte von Gottes Güte und dem „tollsten Geschenk, das mein Sohn mir machen konnte!“

Sieh, was Jesus getan hat

„Ich habe Jesus lieb und will einmal Missionar werden“, sagte der Achtjährige zu Walter, einem Freund seiner Eltern. Walter beobachtete ihn beim Heranwachsen und betete für ihn. Als der junge Mann sich dann bei einer Missionsgesellschaft bewarb, um nach Mali zu gehen, sagte Walter: „Jetzt ist es soweit! Als du mir damals erzählt hast, was du vorhast, habe ich etwas Geld für dich angelegt. Jetzt ist der Moment da, auf den ich gewartet habe.“ Wally hat ein Herz für andere und dafür, Gottes Botschaft zu den Menschen zu bringen.

Dankbar leben

Sue wollte gern im Glauben wachsen und dankbarer werden. Deshalb stellte sie einen „Dankbarkeits-Krug“ auf. Jeden Abend schrieb sie auf einen kleinen Zettel, wofür sie Gott danken wollte, und warf ihn in den Krug. An manchen Tagen hatte sie viel zu loben; an anderen wollte ihr kaum etwas einfallen. Am Jahresende leerte sie den Krug, las die Zettel durch und dankte Gott noch einmal für alles, was er getan hatte. Darunter waren so einfache Dinge wie ein herrlicher Sonnenuntergang oder ein Abendspaziergang im Park. Oder er hatte ihr geholfen, mit einer schwierigen Situation fertig zu werden oder ein Gebet erhört.

Zugedeckt

W enn wir über den Glauben an Jesus reden, gebrauchen wir manchmal Worte, ohne sie richtig zu verstehen oder zu erklären. Eines ist das Wort gerecht. Wir sagen, Gott sei Gerechtigkeit und mache Menschen gerecht, aber was das wirklich bedeutet, ist nicht leicht zu verstehen.

Was ist mit dir?

Emily hörte interessiert zu, was ihre Freunde über die Thanksgiving-Traditionen in ihren Familien erzählten. „Wir gehen reihum und jeder erzählt, wofür er oder sie Gott dankbar sind“, sagte Gary.

Nur Fassade

Kerri tut alles, damit sie bewundert wird. Meistens ist sie fröhlich, damit andere sie bemerken und ihr für ihre positive Einstellung Komplimente machen. Manche schenken ihr Anerkennung, weil sie sich so für andere einsetzt. Doch in manchen Momenten gibt sie ehrlich zu: „Ich liebe Jesus, aber manchmal habe ich das Gefühl, mein ganzes Leben ist nur Fassade.“ Hinter allem Bemühen, nach außen toll zu wirken, steckt vor allem Unsicherheit, und sie sagt, sie habe bald keine Kraft mehr, das weiter durchzuhalten.

Muss das sein?

Die Kinderstunde begann mit einem Gebet und einem Lied. Nach der Vorstellung von Aaron, dem Bibellehrer, betete die Leiterin noch einmal. Der sechsjährige Emmanuel wurde unruhig. Auch Aaron begann und schloss mit einem Gebet. Da platzte es aus Emmanuel heraus: „Das waren jetzt vier Gebete! So lange kann ich nicht stillsitzen!“

Seifenblasen

Ich ging mit meinem Mann spazieren, als ein kleiner Junge vorbeirannte und uns mit Seifenblasen vollblies. An einem schwierigen Tag war das wie ein kleiner Freudenstrahl. Wir hatten unseren Schwager im Krankenhaus besucht und meiner Schwägerin geholfen, ihren Arzttermin wahrzunehmen. Nun waren wir ein wenig erschöpft von den Nöten in der Familie und waren an den Strand gegangen, um uns etwas zu erholen.

Lastenträger

Im Sommer 2015 trug Hunter Gandee (15 Jahre) seinen Bruder Braden (8) vierundsechzig Kilometer weit, um auf die Bedürfnisse von Menschen mit Zerebralparese aufmerksam zu machen. Braden wog siebenundzwanzig Kilo, deshalb musste Hunter viele Pausen einlegen, um seine Muskeln zu lockern und zu dehnen. Außerdem trug er eine spezielle Tragehilfe, damit sich Bradens Gewicht besser verteilte. Die Tragebänder halfen, die körperlichen Beschwerden zu lindern, sagt Hunter. Die größte Hilfe seien jedoch die Menschen am Straßenrand gewesen. „Wenn sie uns nicht zugejubelt hätten und sogar mitgelaufen wären, hätte ich das nicht machen können . . . Mir taten die Beine weh, aber meine Freunde haben mir aufgeholfen und ich habe es geschafft.“

Verlässliche Stütze

Dreißig Klassenkameraden und ihre Eltern sahen zu, wie Mi’Asya voller Nervosität auf die Bühne stieg, um bei der Abschlussfeier ihre Rede zu halten. Doch während die Direktorin noch das Mikrofon auf die richtige Höhe einstellte, drehte Mi’Asya sich um und wandte dem Publikum den Rücken zu. Von unten kamen aufmunternde Worte: „Kopf hoch, du schaffst das.“ Aber sie rührte sich nicht. Da erhob sich eine Mitschülerin, ging nach vorn und stellte sich neben sie. Mit der Direktorin auf der einen und der Freundin auf der anderen Seite, las Mi’Asya schließlich ihre Rede vor. Wie herrlich, wenn man Freunde hat, auf die man sich stützen kann!