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Artikel von Dave Branon

Das bin nicht ich

In den letzten Ferien habe ich mir einen Bart wachsen lassen. Die Reaktionen blieben nicht aus—und waren meist positiv. Eines Tages beschloss ich beim Blick in den Spiegel allerdings: „Das bin nicht ich“, und holte den Rasierer wieder vor.

Was wäre, wenn?

Selbst nach all den Jahren, nachdem wir unsere damals siebzehnjährige Tochter Melissa 2002 durch einen Autounfall verloren haben, frage ich mich manchmal noch: „Was wäre gewesen, wenn . . .?“ Es ist leicht, sich in seinem Kummer die Ereignisse jenes tragischen Juniabends immer wieder vor Augen zu führen und sich vorzustellen, dass Mell sicher nach Hause gekommen wäre, wenn dieses und jenes anders gelaufen wäre.

Ganze Hingabe

Als ich Basketball spielte, habe ich mir jede Saison ganz bewusst vorgenommen, mich konsequent den Anweisungen des Trainers zu unterstellen, sobald ich die Sporthalle betrete—egal, was er von mir verlangen würde.

Aus alt mach neu

2014 öffnete sich unter dem nationalen Corvette-Museum in Kentucky in Amerika ein Erdloch und verschluckte acht Oldtimer. Die Autos waren eigentlich unersetzlich und die Schäden teilweise irreparabel.

Jetzt ist der Tag

Maggie, unsere Enkelin im Vorschulalter, und ihre kleinere Schwester Katie schleppten ein paar Decken in den Garten und fingen an, damit ein Zelt zu bauen, in dem sie spielen wollten. Sie waren schon eine Weile draußen, als ihre Mama plötzlich nach ihr rufen hörte.

Stereo

Die Walt Disney-Studios waren die ersten, die den Kinobesuchern die Filmmusik in einer neuen Hörqualität anboten. Man nannte sie „Stereophonie“.

Einfach gut

Da sind zwei junge Mädchen. Das eine ist gesund und kräftig. Das andere hat nie die Freiheit gekannt, auf eigenen Füßen zu stehen. Vom Rollstuhl aus muss sie nicht nur mit den normalen Gefühlen und Herausforderungen des Lebens fertig werden, sondern auch mit körperlichen Problemen und Kämpfen.

Wir hatten keine Ahnung

Freiwillige einer örtlichen Gemeinde verbrachten einen kühlen Abend damit, Menschen in einem heruntergekommenen Wohnblock Essen zu bringen. Eine der Empfängerinnen war überglücklich. Sie zeigte ihnen ihren leeren Schrank und sagte, sie seien eine regelrechte Gebetserhörung.

Immer genug

Als ich eine Bekannte kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand fragte, was ihr im Blick auf den neuen Lebensabschnitt am  meisten Angst mache, erwiderte sie: „Ich muss dafür    sorgen, dass mir das Geld nicht ausgeht.“ Als ich am nächsten Tag mit meinem Finanzberater sprach, erklärte auch er mir, was ich tun müsse, damit mir das Geld nicht ausgeht. Ja, wir alle wünschen uns die Gewissheit, dass wir für den Rest des Lebens genug haben.

Evies Entscheidung

Evie war einer von 25 amerikanischen Teenagern, die mit ihrem Schulchor nach Jamaika fuhren, um dort zu singen, Zeugnis zu geben und Menschen einer anderen Kultur und Generation Gottes Liebe zu bringen. Ein Tag dieser Reise ist Evie ganz besonders in froher Erinnerung geblieben.

Reden mit Gott

Mein Schwiegersohn versuchte kürzlich meiner Enkelin Maggie zu erklären, dass wir mit Gott reden können und er mit uns spricht. Als er sagte, Gott würde manchmal durch die Bibel zu uns sprechen, erwiderte sie ohne zu zögern: „Zu mir hat er noch nie etwas gesagt. Ich habe Gott noch nie mit mir reden hören.“

Wer sieht dir zu?

Egal, wo die Sportler sich bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro aufhalten, von überall können sie Jesus sehen. Hoch oben über der Stadt auf dem 710 Meter hohen Corcovado steht die 38 Meter hohe Christus-Statue Cristo Redentor (Christus, der Erlöser). Mit ihren weit ausgebreiteten Armen ist sie Tag und Nacht von fast überall in der lebhaften Stadt aus sichtbar.

Der leichte Weg?

Das Leben ist nicht immer einfach. Wenn wir erwarten, dass Gott uns immer den leichten Weg führt, kann es gut sein, dass wir ihm am liebsten den Rücken kehren, wenn es einmal schwierig wird.

Setz dich zu mir

Als ich noch klein war, fuhren wir jeden Monat zu Besuch zu den Eltern meiner Mutter. Jedes Mal, wenn wir durch  die Tür ihres Bauernhauses traten, begrüßte uns Oma   Lester mit den Worten: „Kommt rein und setzt euch zu mir.“ Das war ihre Art uns aufzufordern, uns ganz wie zu Hause zu fühlen, ein Weilchen zu bleiben und zu plaudern.

Beim Namen gerufen

Als ich zum ersten Mal vor den neuen Schülern meiner Aufsatzklasse stand, kannte ich schon ihre Namen. Ich  schaue mir die Liste mit den Namen und Fotos der   Schüler meistens vorher an, damit ich sie, wenn sie ins Klassenzimmer kommen, bereits mit: „Hallo, Jessica“ oder: „Guten Morgen, Trevor“ begrüßen kann. Ich tue das, weil ich weiß, wie wichtig es für uns ist, dass uns jemand kennt und beim Namen nennt.

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> Unser Täglich Brot

Feuerprobe

Bei einem Besuch im Naturhistorischen Museum letzten Winter habe ich eine Menge über die Zitterpappel gelernt. Aus einem einzigen Samen kann ein ganzer Wald von schlanken Pappeln mit einem gemeinsamen Wurzelsystem wachsen. Diese Wurzeln können tausende von Jahren existieren, auch wenn sie keine Bäume tragen. Sie schlafen im Boden und warten, bis Feuer, Überschwemmung oder eine Lawine im schattigen Wald für sie einen Platz freiräumen. Nachdem eine Naturkatastrophe Brachland geschaffen hat, spüren die Wurzeln endlich die Sonne. Dann schicken sie ihre Sprösslinge hervor, aus denen der Baum erwächst.

Gute Früchte

Der Blick aus dem Flugzeug war atemberaubend: ein schmales Band von Gärten und fruchtbaren Feldern wand sich zwischen zwei kahlen Gebirgszügen. Durchs Tal floss ein Fluss. Lebenspendendes Wasser, ohne das es keine Frucht gäbe.

Imagepflege

Zum achtzigsten Geburtstag von Winston Churchill ließ das britische Parlament ein Porträt des gefeierten Staatsmannes malen. Der Überlieferung nach wird berichtet, dass Churchill fragte: „Wie wollen Sie mich darstellen? Als Cherub oder als Bulldogge?“ Der Künstler erwiderte, er werde malen, was er sehe.