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Artikel von Dave Branon

Doppelgänger

Man sagt, wir alle hätten ihn—einen Doppelgänger, einen Menschen, der nicht mit uns verwandt ist, uns aber sehr ähnlich sieht.

Singen mit Violet

Eine ältere Frau namens Violet saß auf ihrem Bett in einer Krankenstation auf Jamaika und strahlte, als ein paar Teenager sie besuchten. Es war heiß und stickig, aber sie beschwerte sich nicht. Stattdessen grub sie in ihren Gedanken nach einem bestimmten Lied. Schließlich erhellte ein Lächeln ihr Gesicht und sie sang: „Ich renne, hüpfe, laufe und lobe den Herrn!“ Dabei schwang sie mit den Armen vor und zurück, als würde sie tatsächlich rennen. Den Umstehenden kamen die Tränen, denn Violet hatte keine Beine. Sie sang, so sagte sie, weil „Jesus mich liebhat—und im Himmel werde ich Beine haben, mit denen ich laufen kann“.

Die Sprache lernen

Ich stand vor der Versammlung in einer kleinen Gemeinde auf Jamaika und sagte laut und deutlich: „Wah Gwan, Jamaica?“ Die Reaktionen waren besser, als ich erwartet hatte. Man lächelte und applaudierte mir.

Ein Herz voll Erbarmen

Zu siebt wollten wir uns ein Musical ansehen. Wir wollten gern in einer Reihe sitzen. Aber eine Frau drängte sich dazwischen. Meine Frau protestierte, aber die andere erwiderte nur kurz: „Pech gehabt“, und schob sich mit ihren beiden Begleitern in unsere Sitzreihe.

Das bin nicht ich

In den letzten Ferien habe ich mir einen Bart wachsen lassen. Die Reaktionen blieben nicht aus—und waren meist positiv. Eines Tages beschloss ich beim Blick in den Spiegel allerdings: „Das bin nicht ich“, und holte den Rasierer wieder vor.

Was wäre, wenn?

Selbst nach all den Jahren, nachdem wir unsere damals siebzehnjährige Tochter Melissa 2002 durch einen Autounfall verloren haben, frage ich mich manchmal noch: „Was wäre gewesen, wenn . . .?“ Es ist leicht, sich in seinem Kummer die Ereignisse jenes tragischen Juniabends immer wieder vor Augen zu führen und sich vorzustellen, dass Mell sicher nach Hause gekommen wäre, wenn dieses und jenes anders gelaufen wäre.

Ganze Hingabe

Als ich Basketball spielte, habe ich mir jede Saison ganz bewusst vorgenommen, mich konsequent den Anweisungen des Trainers zu unterstellen, sobald ich die Sporthalle betrete—egal, was er von mir verlangen würde.

Aus alt mach neu

2014 öffnete sich unter dem nationalen Corvette-Museum in Kentucky in Amerika ein Erdloch und verschluckte acht Oldtimer. Die Autos waren eigentlich unersetzlich und die Schäden teilweise irreparabel.

Jetzt ist der Tag

Maggie, unsere Enkelin im Vorschulalter, und ihre kleinere Schwester Katie schleppten ein paar Decken in den Garten und fingen an, damit ein Zelt zu bauen, in dem sie spielen wollten. Sie waren schon eine Weile draußen, als ihre Mama plötzlich nach ihr rufen hörte.

Stereo

Die Walt Disney-Studios waren die ersten, die den Kinobesuchern die Filmmusik in einer neuen Hörqualität anboten. Man nannte sie „Stereophonie“.

Einfach gut

Da sind zwei junge Mädchen. Das eine ist gesund und kräftig. Das andere hat nie die Freiheit gekannt, auf eigenen Füßen zu stehen. Vom Rollstuhl aus muss sie nicht nur mit den normalen Gefühlen und Herausforderungen des Lebens fertig werden, sondern auch mit körperlichen Problemen und Kämpfen.

Wir hatten keine Ahnung

Freiwillige einer örtlichen Gemeinde verbrachten einen kühlen Abend damit, Menschen in einem heruntergekommenen Wohnblock Essen zu bringen. Eine der Empfängerinnen war überglücklich. Sie zeigte ihnen ihren leeren Schrank und sagte, sie seien eine regelrechte Gebetserhörung.

Immer genug

Als ich eine Bekannte kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand fragte, was ihr im Blick auf den neuen Lebensabschnitt am  meisten Angst mache, erwiderte sie: „Ich muss dafür    sorgen, dass mir das Geld nicht ausgeht.“ Als ich am nächsten Tag mit meinem Finanzberater sprach, erklärte auch er mir, was ich tun müsse, damit mir das Geld nicht ausgeht. Ja, wir alle wünschen uns die Gewissheit, dass wir für den Rest des Lebens genug haben.

Evies Entscheidung

Evie war einer von 25 amerikanischen Teenagern, die mit ihrem Schulchor nach Jamaika fuhren, um dort zu singen, Zeugnis zu geben und Menschen einer anderen Kultur und Generation Gottes Liebe zu bringen. Ein Tag dieser Reise ist Evie ganz besonders in froher Erinnerung geblieben.

Reden mit Gott

Mein Schwiegersohn versuchte kürzlich meiner Enkelin Maggie zu erklären, dass wir mit Gott reden können und er mit uns spricht. Als er sagte, Gott würde manchmal durch die Bibel zu uns sprechen, erwiderte sie ohne zu zögern: „Zu mir hat er noch nie etwas gesagt. Ich habe Gott noch nie mit mir reden hören.“

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Harmonisch

Unsere Enkelin spielt im Schulorchester. Beim letzten Konzert war ich beeindruckt, wie gut das Zusammenspiel der 11-und 12-Jährigen klappte. Hätten die einzelnen als Solisten auftreten wollen, hätten sie nicht erreicht, was das Orchester als Gesamtkörper schaffte. Holzbläser, Trompeten und Schlaginstrumente spielten ihre Stimmen und was herauskam, war fantastische Musik!

Schweigen

Langsam fuhr der Lastwagen mit Hilfsgütern an den verwitterten Hütten vorbei. Plötzlich kam ein gemauertes Haus in Sicht. Es gehörte dem Bürgermeister. Doch er wohnte nicht hier, sondern in seiner Luxuswohnung in der Stadt, während die Bevölkerung kaum das Lebensnotwendigste hatte.

Ein Becher des Trostes

Eine Freundin hatte mir per Post aus ihren handgefertigten Töpferwaren etwas geschickt. Beim Öffnen des Pakets stellte ich fest, dass die schönen Stücke beim Transport beschädigt worden waren. Einer der Becher war in ein paar große Teile und viele kleine Scherben zerbrochen.