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Artikel von Kirsten Holmberg

Chirpy

Zwölf Jahre lang besuchte Chirpy, eine Möwe, täglich einen Mann, der ihr half, während ihr gebrochenes Bein heilte. John hatte Chirpy mit Hundekeksen zu sich gelockt und konnte sie dann gesundpflegen. Auch wenn Chirpy in Instow Beach in Devon, England, nur zwischen September und März überwintert, finden sich Chirpy und John ganz einfach. Chirpy fliegt geradewegs zu ihm, wenn John täglich zum Strand kommt, auch wenn Chirpy sonst die Menschen meidet. Eine ungewöhnliche Beziehung.

In der Nachbarschaft

Unsere Nachbarschaft hat, wie viele andere, eine Website, die den Menschen hilft, direkt mit ihrer unmittelbaren Umgebung in Kontakt zu treten. Wir teilen einander mit, wenn irgendwo ein Berglöwe gesichtet wurde oder eine Evakuierung wegen Waldbränden angekündigt ist. Wir organisieren bei Bedarf eine Kinderbetreuung. Auch bei der Suche nach entlaufenen Haustieren hat sich die Website schon bewährt. Dank Internet kommen sich Menschen wieder in einer Weise nahe, die in unserer schnelllebigen Welt oft verloren geht.

Gut für dich

Weltweit gaben Menschen im Jahr 2016 schätzungsweise 86,6 Milliarden Euro für Schokolade aus. Die Zahl ist überwältigend und doch nicht allzu überraschend. Schokolade schmeckt schließlich köstlich und wir essen sie gerne. Die ganze Welt freute sich, als sich herausstellte, dass die süße Leckerei auch erhebliche gesundheitliche Vorteile bietet. Schokolade enthält Flavonoide, die den Körper vor Alterung und Herzerkrankungen schützen. Noch nie wurde ein Gesundheitsrezept so gut aufgenommen oder beachtet (natürlich in Maßen!).

Erlassene Schulden

Im Jahr 2009 beschloss Los Angeles County, dass Familien nicht mehr für die Inhaftierung ihrer Kinder bezahlen müssten. Auch wenn keine neuen Gebühren erhoben wurden, so mussten offene Gebühren, die vor Erlass des Gesetzes aufgelaufen waren, dennoch bezahlt werden. Im Jahr 2018 erließ dann der County sämtliche finanzielle Verpflichtungen.

Zielgerichtet

1994 erschien der Film Forrest Gump. Forrest, der Hauptdarsteller, wird berühmt für sein Laufen. Was als Spurt „bis zum Ende der Straße“ begann, dauerte drei Jahre, zwei Monate, vierzehn Tage und sechzehn Stunden. Jedes Mal, wenn Forrest an einem Ziel ankam, setzte er sich das nächste und lief weiter. So lief er kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, bis er eines Tages keine Lust mehr hatte. Weil er „Lust hatte“, hatte er mit dem Rennen begonnen. „Aus irgendeinem Grund“, sagt er, „beschloss ich an jenem Tag, ein bisschen zu laufen.“

Werde Teil des Straßenteams

Mitarbeiter des Gesundheitswesens gehen in einem Teil der Welt auf die Straße, um Obdachlose, die opiatabhängig sind, mit Medizin zu versorgen, um ihre Abhängigkeit zu behandeln. Diese Initiative begann als Reaktion auf die zunehmende Zahl der sich spritzenden Obdachlosen. Normalerweise warten Ärzte darauf, dass die Patienten in eine Klinik kommen. Aber indem die medizinische Versorgung zu den Betroffenen kam, mussten Patienten nicht die Herausforderungen stemmen, Transport zu organisieren oder sich einen Termin zu merken.

Die Wahrheit: Bitter oder süß?

Beinahe ein Jahr lang hatte ich auf der Nase einen Fleck, ehe ich damit zum Arzt ging. Das Ergebnis der Biopsie kam einige Tage später mit den Worten zurück, die ich nicht hören wollte: Hautkrebs. Auch wenn der Krebs zu operieren war und keine Lebensbedrohung darstellte, war es dennoch eine bittere Pille, die ich schlucken musste.

Blaue Linien

Abfahrtsrennstrecken sind oftmals auf der weißen Schneeoberfläche mit blauen Linien besprüht. Diese groben Bögen mögen für Zuschauer eine visuelle Ablenkung sein, sind aber lebensnotwendig für den Erfolg und die Sicherheit der Rennläufer. Die Farbe dient als Wegweiser für die Rennläufer, um die schnellste Strecke zum Fuß des Berges zu visualisieren. Zusätzlich bietet der farbliche Kontrast zum Schnee den Rennläufern eine Tiefenwahrnehmung, die ihrer Sicherheit dient, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit das Rennen fahren.

Frag jemand, der einen hat

Anfang des 20. Jahrhunderts erfand der Autohersteller Packard einen Slogan, um Käufer zu gewinnen. „Frag den Mann, der einen hat“, wurde zu einer stehenden Redensart, die sehr zum Ruf der Firma als Hersteller von Luxusfahrzeugen beitrug. Packard hatte offensichtlich begriffen, dass der persönliche Bezug ein entscheidendes Argument ist. Wenn ein Freund mit einem Produkt zufrieden ist, überzeugt das auch mich.

Augen im Hinterkopf

Als Kind hatte ich es, wie alle Kinder, faustdick hinter den Ohren. Ich versuchte mein schlechtes Benehmen zu verstecken, um keinen Ärger zu bekommen. Aber meine Mutter fand normalerweise dennoch heraus, was ich getan hatte. Ich weiß noch, wie sehr es mich verwunderte, wie schnell sie meine Eskapaden herausfand. Als ich sie fragte, woher sie das wüsste, sagte sie immer: „Ich habe Augen im Hinterkopf.“ Natürlich brachte mich das dazu, ihren Kopf zu betrachten, wann immer sie mir den Rücken zuwandte—waren die Augen unsichtbar oder vielleicht durch ihr rotes Haar verborgen? Als ich größer wurde, gab ich es schließlich auf, nach ihrem zweiten Augenpaar zu suchen und erkannte, ich war einfach nicht so raffiniert wie ich dachte. Ihre Aufmerksamkeit war einfach ein Beweis für ihre liebevolle Sorge um ihre Kinder.

Teilen

Steve, ein 62-jähriger obdachloser Militärveteran machte sich auf den Weg in ein warmes Klima, bei dem man das ganze Jahr lang draußen schlafen konnte. Eines Abends, als er versuchte etwas Geld zu verdienen, indem er seine handgezeichnete Kunst anbot, kam eine junge Frau zu ihm und bot ihm etliche Pizzastreifen an. Steve nahm sie dankbar an. Nur Augenblicke später teilte Steve seinen Reichtum mit einer weiteren hungrigen, obdachlosen Person. Beinahe sofort tauchte die junge Frau wiederum mit einem Teller Essen auf und belohnte ihn dafür, dass er so großzügig gehandelt hatte.

Für dich da

In den Vororten von Paris, wie in anderen Städten auf der ganzen Welt, versuchen Menschen den Obdachlosen zu helfen. Sie hängen zum Beispiel Kleider in wasserdichten Säcken an bestimmte Zäune, damit die, die etwas brauchen, sich bedienen können. Auf den Säcken steht: „Greif zu, wenn dir kalt ist. Ich bin für dich da.“ Die Geste wärmt nicht nur jene, die kein Obdach haben, sondern lehrt auch die Menschen in der Stadt, wie wichtig es ist, den Bedürftigen zu helfen.

Die beste Lebensstrategie

Wir sahen einem Basketballspiel unserer Tochter zu. Plötzlich hörten wir die Trainerin ein einziges Wort sagen: „Paare.“ Sofort änderten die Spielerinnen ihre Strategie. Bislang hatte jeweils eine einzelne Spielerin versucht, die größte Gegnerin abzuwehren. Nun bildeten sie Teams. Der Strategiewechsel war erfolgreich und es gelang ihnen, den Ball wieder in ihr eigenes Feld zu bringen.

Mit Frieden erfüllte Herzen

Selbst 45 Jahre, nachdem seine sportliche Karriere geendet hatte, war Jerry Kramer nicht in die Ruhmeshalle seiner Sportart (die höchste Anerkennung) eingeführt worden. Er genoss viele andere Ehrungen und Erfolge, aber diese eine blieb ihm versagt. Auch wenn er zehnmal für die Ehre nominiert wurde, so hatte er sie dennoch nicht erhalten. Obwohl seine Hoffnungen so häufig zerstört worden waren, sagte Kramer gütig: „Ich habe das Gefühl, dass die National Football League mir in meinem Leben 100 Ehrungen gegeben hat, darum wäre es dumm, traurig oder wütend über die eine zu sein, die ich nicht bekommen habe!“

Freude in schweren Zeiten

Als meine Freundin meinen Anruf nicht annehmen konnte, forderte mich ihr Anrufbeantworter auf, eine Nachricht zu hinterlassen. Diese Ansage endete mit den fröhlichen Worten: „Lass dies einen tollen Tag sein!“ Als ich über ihre Worte nachdachte, erkannte ich, dass es nicht in unserer Macht liegt, aus jedem Tag einen tollen Tag zu machen. Im Gegenteil, manche Umstände sind wirklich verheerend. Aber ein genauer Blick kann etwas Befreiendes und Schönes an meinem Tag offenbaren, ob die Dinge nun gut oder schlecht laufen.

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