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Artikel von Arthur Jackson

Im Sturm ist er bei uns

Das Feuer wütete im Haus einer sechsköpfigen Familie aus unserer Gemeinde. Auch wenn Vater und Sohn überlebten, so war der Vater immer noch im Krankenhaus, als seine Frau, Mutter und zwei kleine Kinder beerdigt wurden. Solche tragischen Ereignisse geschehen leider immer wieder. Wenn sie sich wiederholen, dann taucht auch die jahrtausendende alte Frage auf: Warum passieren guten Menschen solch schlimme Dinge? Es überrascht uns nicht, dass es auf diese alte Frage immer noch keine neuen Antworten gibt.

In Fesseln, aber nicht verstummt

Im Sommer 1963 betraten die Bürgerrechtsaktivistin Fannie Lou Hamer und sechs andere schwarze Passagiere nach einer nächtlichen Überlandfahrt ein Restaurant, um etwas zu essen. Sofort wurden sie aufgefordert, das Restaurant zu verlassen und wurden von den Ordnungshütern festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Aber damit war die Demütigung noch nicht zu Ende. Alle wurden geschlagen und Fannie traf es am Schlimmsten. Nach einem brutalen Angriff, bei dem sie fast zu Tode kam, fing sie an zu singen: „Paulus und Silas gebunden war’n, lass mein Volk jetzt gehen.“ Und sie sang nicht allein. Andere Gefangene, gebunden am Körper, aber nicht an der Seele, stimmten mit ein.

In besten Händen

Zwanzig Minuten nachdem das Flugzeug New York in Richtung San Antonio verlassen hatte, begann das Chaos. Eines der Triebwerke war ausgefallen. Trümmerteile durchschlugen ein Fenster und führten zu einem Druckabfall in der Kabine. Mehrere Passagiere wurden verletzt und eine Person starb. Hätte im Cockpit nicht ein besonnener, fähiger Pilot gesessen — ein erfahrener Militärpilot von der Navy —, hätte alles noch tragischer enden können. Die Schlagzeile in unserer Zeitung lautete: „In besten Händen.“

Die Kraft der zweiten Luft

Im Alter von vierundfünfzig nahm ich mit zwei Zielen an einem Marathon teil — das Rennen zu beenden und es unter fünf Stunden zu schaffen. Meine Zeit wäre toll gewesen, wenn die zweiten 21 Kilometer so gut wie die ersten gelaufen wären. Aber das Rennen war anstrengend und die Kraft der zweiten Luft, dieses Phänomen auf die ich, wie jeder Läufer, hoffte, kam nie. Bis ich es zur Ziellinie geschafft hatte, hatte sich mein regelmäßiger Laufschritt in einen schmerzhaften Gang verwandelt.

Helle Lichter

Im Sommer 2015 wurde eine Gruppe unserer Gemeinde durch das ernüchtert, was wir in Mathare, einem der Slums in Nairobi, Kenia, sahen. Wir besuchten eine Schule mit Lehmböden, rostenden Metallwänden und Holzbänken. Aber vor dem Hintergrund der ausgesprochen ärmlichen Umgebung, stach eine Person hervor.

Durch Oma geprägt

Ihr Name war lang, ihre Jahre noch länger. Madeline Harriet Orr Jackson Williams wurde 101 Jahre alt und überlebte zwei Ehemänner. Beide waren Prediger. Madeline war meine Großmutter und wir nannten sie Oma. Meine Geschwister und ich lernten sie gut kennen; wir lebten in ihrem Haus, bis ihr zweiter Ehemann sie mitnahm. Aber selbst dann lebte sie weniger als 80 km von uns entfernt. Unsere Großmutter war eine Frau, die Glaubenslieder sang, den Katechismus rezitierte, Klavier spielte und Gott fürchtete. Meine Geschwister und ich wurden durch ihren Glauben geprägt.

Er hält uns an der Hand

Das kleine Mädchen, das an einem Sonntag die Treppe herunterkletterte, war wohl kaum älter als zwei Jahre. Aber sie war niedlich, mutig und unabhängig, wie sie da eine Stufe nach der anderen nahm, um nach unten zu kommen. Sie wollte die Treppe herunter und sie schaffte es. Ich musste lächeln, als ich ihr zusah. Das Kind hatte keine Angst, weil es wusste, dass die Mama über ihm wachte und ihre Hände bereit waren, im Notfall einzugreifen. Das ist ein gutes Bild für die Bereitschaft des Herrn, seinen Kindern auf ihrem Weg durch die Unwägbarkeiten des Lebens zur Seite zu stehen.

Mit eingeschaltetem Licht

Ich war mit einem Kollegen dienstlich unterwegs und es war schon spät, als wir uns auf den Heimweg machten. Ich werde älter und meine Augen werden es auch. Deshalb fahre ich nicht mehr gern bei Dunkelheit und bot an, die erste Etappe der rund 400 Kilometer zu übernehmen. Ich umklammerte das Lenkrad und starrte angestrengt auf die schlecht beleuchteten Straßen. Irgendwie sah ich besser, wenn die Scheinwerfer der nachfolgenden Autos die Fahrbahn vor mir beleuchteten. Ich war erleichtert, als mein Freund sich schließlich selbst ans Steuer seines Autos setzte. Dabei fiel ihm auf, dass ich die ganze Zeit mit den Nebelscheinwerfern gefahren war!

Anbetung mit Fragen

Bei einer langen (oder kurzen) Reise ist es in einer Reisegruppe nicht ungewöhnlich, wenn jemand fragt: „Sind wir schon da?“ oder „Wie lange noch?“. Wer hat diese Frage nicht schon von den Lippen der Kinder und Erwachsenen gehört, die es nicht abwarten konnten, das Ziel zu erreichen? Aber Menschen aller Altersgruppen neigen auch dazu, ähnliche Fragen zu stellen, wenn es scheint, als würden die Herausforderungen des Lebens nie enden wollen.

„Des Herrn“

Es ist kaum zu übersehen, dass es heutzutage sehr populär ist, sich „stechen“ zu lassen. Einige Tattoos sind so klein, dass man sie kaum bemerkt. Andere — von Sportlern bis hin zu Schauspielern oder ganz normaler Menschen — entschieden sich, einen Großteil ihrer Körper mit farbigen Stichen, Worten und Designs versehen zu lassen. Der Trend scheint anzuhalten. Ein Trend, der einen Nettoumsatz in Höhe von 3 Milliarden Dollar im Jahr 2014 einbrachte — und weitere 66 Millionen Dollar für Tattoo-Entfernung.

Sicher in seinen Armen

Das Wetter draußen war bedrohlich und der Alarm auf meinem Handy warnte vor der Möglichkeit von Sturzfluten. Eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Autos stand in meiner Nachbarschaft, als Eltern und andere, Kinder an der Haltestelle des Schulbusses abholten. Bis der Bus ankam, hatte der Regen schon begonnen. Da sah ich eine Frau, die aus ihrem Auto stieg und einen Regenschirm herauszog. Sie ging auf ein kleines Mädchen zu und achtete darauf, dass das Kind vor dem Regen geschützt wurde, bis sie wieder am Wagen ankamen. Was für ein schönes Bild der schützenden elterlichen Fürsorge, die mich an die Fürsorge unseres himmlischen Vaters erinnert.

Auf deinen Bruder hören

„Du hast auf mich zu hören, ich bin dein Bruder!“ Dieser Aufruf kam von einem besorgten älteren Bruder in meiner Nachbarschaft und richtete sich an ein jüngeres Geschwisterkind, das sich weiter entfernte, als das ältere Kind für richtig hielt. Offensichtlich war das ältere Kind eher in der Lage zu beurteilen, was das Beste in der Situation wäre.

Wie man fest steht

Es war ein kalter, eisiger Wintertag und meine Gedanken drehten sich nur darum, aus meinem warmen Auto in ein warmes Gebäude zu kommen. Plötzlich fand ich mich auf dem Boden wieder, meine Knie waren nach innen verdreht, meine Unterschenkel nach außen. Nichts war gebrochen, aber ich hatte Schmerzen. Der Schmerz wurde mit der Zeit schlimmer und es brauchte Wochen, bis ich wieder ganz gesund war.

Sei still, meine Seele

Stellt euch einen Elternteil vor, der sich liebevoll über ein Kind beugt, den Finger auf seine Nase und den Mund legt und sanft „Psst . . . und „shhhh . . .“ sagt. Das Verhalten und die Worte sollen angespannte Kinder mitten in der Enttäuschung, dem Unwohlsein oder bei Schmerzen beruhigen. Szenen wie diese sind universal und zeitlos und die meisten von uns waren entweder Empfänger oder Geber solcher liebevollen Worte. Wenn ich über Psalm 131,2 nachdenke, ist das das Bild, das mir dabei in den Sinn kommt.

Die Bitte eines blinden Mannes

Vor einigen Jahren bemerkte ein Reisebegleiter, dass ich mich bemühte, entfernte Objekte zu erkennen. Was er tat, war einfach, aber lebensverändernd. Er nahm seine Brille ab und sagte, „Hier, versuche die mal.“ Als ich seine Brille aufsetzte, wurde meine verschwommene Sicht ganz klar. Schließlich ging ich zu einem Optiker, der mir eine Brille verschrieb, um mein Sehproblem zu korrigieren.

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