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Artikel von Arthur Jackson

Erfrischt in Simons Haus

Meine Reise zu Simons Haus war unvergesslich. Unter dem Sternenhimmel von Nyahururu in Kenia machten wir uns auf den Weg zu seinem bescheidenen Haus, um dort zu Abend zu essen. Der schmutzige Boden und das Licht der Laterne spiegelten Simons begrenzte Mittel wider. Was auf der Speisekarte stand, weiß ich nicht mehr. Was ich nicht vergessen kann, war Simons Freude darüber, dass wir seine Gäste waren. Seine liebenswürdige Gastfreundschaft ähnelte Jesus so sehr – selbstlos, lebensnah und erfrischend.

Staubiges Gefühl

Als Walter während unseres wöchentlichen Telefongesprächs erwähnte, dass er sich „staubig“ fühle, ahnte ich, dass er damit auf die körperlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit Alter und Krankheit anspielte. Für Walter und seine Frau, beide Ende 60, bedeutete das Jahr 2020 Arztbesuche, chirurgische Eingriffe und die Umgestaltung ihres Hauses, um eine häusliche Pflege zu ermöglichen. Sie befanden sich auf dem Weg zum Winter ihres Lebens und spürten es.

Sichere Hände

Das Leben von Doug Merkey riss wie ein marodes Seil mit jedem Schicksalsschlag immer mehr entzwei. „Meine Mutter hatte ihren langwierigen Kampf gegen den Krebs verloren; eine langjährige Liebesbeziehung ging in die Brüche; meine Finanzen waren erschöpft; meine Berufung war nebulös … Die emotionale und geistliche Dunkelheit um mich herum und in meinem Inneren war tief und lähmend und scheinbar undurchdringlich“, beschrieb der Pastor und Bildhauer seine Situation. Diese einschneidenden Ereignisse in Verbindung mit dem tristen Leben auf einem beengten Dachboden bildeten den Rahmen für seine Skulptur The Hiding Place. Sie zeigt die starken, von Nägeln zerfurchten Hände Christi, die er als Ort der Sicherheit offen zusammenhält.

Eine rechtzeitige Lösung

Die ungelöste Verletzung zwischen Simon und Georg hatte jahrelang angehalten, und Simons Versuche, die Beziehung wieder aufzunehmen, wurden abgelehnt. Als er die Nachricht vom Tod von Georgs Mutter hörte, reiste Simon ins Landesinnere nach Kenia, um an ihrer Trauerfeier teilzunehmen. Simon erzählt von dieser Begegnung: „Ich hatte keinerlei Erwartungen an den Ausgang dieser Situation, aber nach dem Gottesdienst hatten wir eine richtig gute Unterhaltung. Wir umarmten uns, teilten diesen Augenblick, beteten zusammen und wollten uns wieder treffen.“ Hätten sich Simon und Georg nur früher versöhnen können, dann hätte so viel anhaltender Schmerz vermieden werden können.

Kühner Glaube

Im Zweiten Weltkrieg wurde Prem Pradhams (1924-1998) Flieger abgeschossen. Er konnte sich mit dem Fallschirm retten, erlitt dabei schwere Verletzungen. Seitdem humpelte er. „Ich habe ein steifes Bein“, sagte er einmal. „Ist es nicht lustig, dass Gott ausgerechnet mich dazu berufen hat, im Himalaja das Evangelium zu predigen?“ Pradham ging als Missionar nach Nepal – und stieß dort auf heftigen Widerstand. Er kam ins Gefängnis und verbrachte viel Zeit in der „Todeszelle“ unter extremsten Bedingungen. Zehn von fünfzehn Jahren saß er in 14 verschiedenen Gefängnissen. Doch sein Zeugnis trug Frucht. Menschen fanden zu Jesus, darunter Wärter und Gefangene, die die Botschaft dann zu ihrem eigenen Volk brachten.

Das Jesus-Etikett

„Mein Junge, ich kann dir nicht viel geben. Aber ich habe einen guten Namen. Also, mach damit keinen Unsinn.“ Johnnie Bettis sagte diese weisen Worte, als sein Sohn Jerome die Heimat verließ, um das College zu besuchen. Jerome zitierte seinen Vater später in einer Ansprache. Die Worte hatten ihn sein ganzes Leben begleitet und hatten für ihn so viel Gewicht, dass er sie bei diesem Anlass an seinen eigenen Sohn weitergab. „Mein Junge, ich kann dir kaum etwas Wichtigeres mitgeben als unseren guten Namen.“

Die Bibel studieren

J. I. Packer (1926-2020) sprach in seinem klassischen Werk Gott erkennen von vier bekannten Christusgläubigen, die er als „Bibel-Biber“ bezeichnete. Nicht alle waren ausgebildete Gelehrte, aber jeder von ihnen legte großen Wert darauf, Gott zu kennen, indem er sich in die Schrift einarbeitete, so wie ein Biber loslegt und an einem Baum nagt. Packer bemerkte weiter, dass Gott durch Bibelstudium zu kennen nicht nur etwas für Gelehrte ist. „Ein einfacher Bibelleser und Predigthörer, der voll des Heiligen Geistes ist, wird eine viel tiefere Bekanntschaft mit seinem Gott und Heiland entwickeln als ein Gelehrter, der sich damit begnügt, theologisch korrekt zu sein.“

Leere Hände

Robert war es peinlich, als er zu einem Frühstückstreffen erschien und feststellte, dass er seine Brieftasche vergessen hatte. Das störte ihn so sehr, dass er darüber nachdachte, ob er überhaupt etwas essen oder nur etwas trinken sollte. Nach einiger Überzeugungsarbeit durch seinen Freund gab er seinen Widerstand auf. Sie ließen sich das Essen schmecken, und sein Freund bezahlte gerne die Rechnung.

Wenn wir nicht verstehen

„Ich verstehe Gottes Plan nicht. Ich habe ihm doch mein ganzes Leben gegeben. Und dann passiert das hier!“ So lautete die Botschaft von Martin an seine Mutter, als sein Traum vom professionellen Sportler zu scheitern schien. Wer von uns hat nicht schon einmal eine unerwartete, enttäuschende Erfahrung gemacht, die uns mit verärgerten Ausrufen und offenen Fragen zurückließ? Ein Familienmitglied bricht die Kommunikation ohne Erklärung ab; gesundheitliche Fortschritte werden zunichtegemacht; der Arbeitgeber verlagert unerwartet seinen Standort; ein lebensverändernder Unfall passiert.

Nicht vergessen

„Onkel Arthur, erinnerst du dich an den Tag, an dem du mich zum Friseur und in den Supermarkt gebracht hast? Ich trug hellbraune Khakihosen, ein blau kariertes Oxford-Hemd, eine marineblaue Strickjacke, braune Socken und braune Rockport-Schuhe. Das Datum war Donnerstag, der 20. Oktober 2016.“ Die Herausforderungen, die mein Neffe Jared aufgrund seines Autismus hat, werden durch sein phänomenales Gedächtnis ausgeglichen. Er kann sich an Details wie Tage und Daten und die Kleidung, die er trug, noch Jahre nach einem Ereignis erinnern.

Vorurteil und Vergebung

Nachdem es in der Predigt um die Korrektur von Ungerechtigkeit ging, kam ein Gemeindemitglied weinend auf den Pastor zu, bat um Vergebung und gestand, dass er aufgrund seiner eigenen Vorurteile nicht für die Berufung des afroamerikanischen Pastors gestimmt hatte. „Ich brauche wirklich Ihre Vergebung. Ich möchte nicht, dass diese Vorurteile und dieser Rassismus auf meine Kinder überschwappen. Ich habe nicht für Sie gestimmt und das war falsch.“ Seine Tränen und sein Bekenntnis trafen auf die Tränen und die herzliche Vergebung des Pastors. Eine Woche später freute sich die gesamte Gemeinde über das Zeugnis des Mannes, wie Gott in seinem Herzen gewirkt hat.

Stell dir das mal vor!

Im Verlauf einer beliebten Fernsehsendung über die Renovierung eines Hauses hören die Zuschauer die Moderatorin oft sagen: „Stellen Sie sich das mal vor!“ Dann enthüllt sie fabelhafte Ergebnisse: alte Dinge wurden restauriert und eintönige Wände und Böden gestrichen oder gebeizt. In einer Episode war die Hausbesitzerin nach der Renovierung so überglücklich, dass mindestens dreimal die Worte „Ist das schön!“ über ihre Lippen kamen.

Schwer, aber hoffnungsvoll

In einem Peanuts-Comic warb die sehr unternehmungslustige Figur Lucy für „psychiatrische Hilfe“ für fünf Euro. Linus fand den Weg in ihr Büro und bekannte sich zu seinen „tiefen Gefühlen der Depression“. Als er sie fragte, was er gegen seinen Zustand tun könne, antwortete Lucy schnell: „Reiß dich zusammen. Fünf Euro, bitte.“

Deckung bei Gott

Die Heldentaten des amerikanischen Soldaten Desmond Doss, wurden 2016 in dem Kinofilm Hacksaw Ridge verfilmt. Während die innere Überzeugung es Doss verbat, ein Menschenleben zu nehmen, verpflichtete er sich als Rettungssanitäter. Er wollt Leben erhalten, selbst wenn er sein eigenes Leben verlieren könnte. Bei der Verleihung der Tapferkeitsmedaille an Doss am 12. Oktober 1945 hieß es: „Der Obergefreite Doss weigerte sich Deckung zu suchen. Er verblieb mit vielen Verwundeten in dem Gebiet, das unter Beschuss stand, wobei er einen nach dem anderen in Sicherheit brachte ... Er stellte sich bereitwillig dem Beschuss und dem Granatfeuer, um einem Artillerieoffizier beizustehen.“

Gott am Werk

„Gott weint.“ Diese Worte flüsterte Bill Haley zehnjährige Tochter, als sie mit einer Gruppe multikultureller Gläubiger an Jesus im Regen stand. Sie waren zusammengekommen, um zu versuchen, dem Erbe der Rassenunruhen in ihrem Land einen Sinn zu geben. Als sie auf dem Gelände standen, auf dem ehemalige Sklaven begraben worden waren, reichten sie sich die Hände im Gebet. Dann fing plötzlich der Wind an zu wehen und es begann zu regnen. Als der Leiter zur Rassenheilung (Racial Healing) aufrief, wurde der Regen noch heftiger. Die Versammelten glaubten, dass Gott am Werk sei, um Versöhnung und Vergebung zu bringen.