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Artikel von Arthur Jackson

Besser als das Leben

Auch wenn Maria Jesus liebhatte, war das Leben schwer. Zwei Söhne starben vor ihr, wie auch zwei ihrer Enkel, die beide Opfer von Schießereien wurden. Maria selbst erlitt einen heftigen Schlaganfall, der sie einseitig gelähmt zurückließ. Aber sobald es ihr möglich war, machte sie sich wieder auf den Weg zum Gottesdienst. Dort war es nicht ungewöhnlich, dass sie in gebrochenem Deutsch den Herrn lobte: „Meine Seele liebt Jesus. Sein Name sei gepriesen!“

Von Jesus befreit

„Ich habe so lange bei meiner Mutter gewohnt, bis sie ausgezogen ist!“ Das sagt Tomi, dessen Leben, bevor er zu Jesus fand und nüchtern wurde, nicht sehr schön war. Er gibt heute offen zu, dass er gestohlen hat, um Drogen zu kaufen—auch von Angehörigen. Dieses Leben liegt jetzt hinter ihm und er hält sich das vor Augen, indem er die Jahre, Monate und Jahre notiert, die er clean ist. Ich treffe mich regelmäßig mit Tomi, um die Bibel zu lesen. Er ist ein veränderter Mann.

Geteiltes Leid

Innerhalb von nur zwei Monaten wurden 1994 in Ruanda eine Million Tutsis von ihren eigenen Landsleuten, Angehörigen des Hutu-Stammes, ermordet. Bischof Geoffrey Rwubusisi fragte seine Frau, ob sie sich um andere Frauen kümmern könnte, deren Angehörige ums Leben gekommen waren. „Ich möchte nur noch weinen“, erwiderte sie. Auch sie hatte einen Teil ihrer Familie verloren. Der Bischof reagierte, wie es nur ein wirklich weiser Leiter und liebender Ehemann tun kann. „Mary“, sagte er, „sammle die Frauen um dich und weine mit ihnen.“ Gerade das Leid seiner Frau machte sie fähig, andere in ihrem Leid zu begleiten.

Am Ende steht die Gnade

Die meisterhafte Skulptur des Künstlers Doug Merkey Ruthless Trust (schonungsloses Vertrauen), zeigt eine Bronzefigur, die sich verzweifelt an ein Kreuz aus Walnussholz klammert. Er schreibt: „Es ist ein sehr einfacher Ausdruck unserer ständigen und angemessenen Haltung im Leben—absolute, uneingeschränkte Intimität mit und Abhängigkeit von Christus und dem Evangelium.“

Fruchtbar bis zum Ende

Lenore war zwar schon vierundneunzig Jahre, aber ihr Verstand war immer noch klar. Sie hatte ein strahlendes Lächeln und ihre Liebe zu Jesus war ansteckend. Nicht selten fand man sie in der Gemeinde bei den Jungen. Ihre Präsenz und ihr Interesse waren eine Quelle der Freude und Ermutigung. Lenore war so lebendig, dass ihr Tod für uns alle überraschend kam. Wie ein Läufer war sie über die Ziellinie gesprintet. Ihre Energie und ihr Eifer waren so groß, dass sie noch ein paar Tage vor ihrem Tod einen Kurs abgeschlossen hatte, in dem es darum ging, die Botschaft von Jesus zu den Menschen zu bringen.

Anhaltendes Gebet

„Gebete sterben nicht.“ Der Ausspruch stammt von E. M. Bounds (1835-1913), dessen Bücher über das Gebet zu Klassikern wurden und schon Generationen geholfen haben. Er schreibt weiter über die Macht und anhaltende Wirkung unserer Gebete: „Die Lippen, die sie sagten, haben sich womöglich im Tod geschlossen, das Herz, das sie empfand, mag nicht mehr schlagen, aber die Gebete leben weiter vor Gott und Gott hat sie auf dem Herzen und Gebete überleben jene, die sie gesprochen haben. Sie überleben eine Generation, ein Jahrhundert, eine ganze Welt.“

Tue, was geschrieben steht

Richard sollte bei der Hochzeit seines Bruders einer der Platzanweiser sein, aber er erschien nicht. Verständlicherweise waren die Familienangehörigen enttäuscht, einschließlich seiner Schwester Claudia, die bei diesem Anlass die Schriftlesung übernahm. Fehlerlos las sie den bekannten über Liebe aus 1. Korinther 13. Als sie nach der Hochzeit von ihrem Vater gebeten wurde, Richard ein Geburtstagsgeschenk zu bringen, zögerte sie. Sie fand es schwerer, die Worte über Liebe auszuleben als sie zu lesen. Ehe der Abend vorbei war, hatte sie aber ihre Meinung geändert und gab zu: „Ich kann nicht dastehen und aus der Bibel über Liebe lesen, sie aber nicht ausüben.“

Ein Schild um mich

Unsere Gemeinde erlebte einen schmerzhaften Verlust, als unser begabter Lobpreisleiter Paul im Alter von 31 Jahren bei einem Bootsunglück starb. Paul und seine Frau kannten Schmerz. Sie hatten etliche Kinder beerdigen müssen, die durch eine Fehlgeburt starben. Nun würde neben den kleinen Gräbern der Kinder ein weiteres Grab sein. Die niederschmetternde Krise dieser Familie traf diejenigen, die sie liebten, wie ein Schlag.

Eine große Sache!

Am 9. November 1989 hörte die Welt voll Staunen vom Fall der Mauer in Berlin. Nach achtundzwanzig Jahren war die Mauer Geschichte und die geteilte Stadt wieder vereint. Auch wenn das Zentrum der Freude in Deutschland lag, feierte der Rest der Welt begeistert mit. Etwas Großes war geschehen!

„Aber“

Nach dem schweren Hurrikan Harvey im Jahr 2017 reiste ich mit einer Gruppe nach Houston, um den Menschen dort zu helfen. Wir wollten den Betroffenen vor allem Mut machen. Als wir mit ihnen in den zerstörten Kirchen und Häusern standen, wurde aber auch unser eigener Glaube gestärkt und herausgefordert.

Bereit für die Wiederherstellung

Als ich mit der Armee in Deutschland stationiert war, kaufte ich einen nagelneuen 1969er Volkswagen Käfer. Das Auto war eine Schönheit! Die dunkelgrüne Lackierung ergänzte sich fantastisch mit der braunen lederartigen Innenausstattung. Aber die Jahre forderten ihre Opfer, Dinge geschahen, einschließlich eines Unfalls, der das Trittbrett und eine der Türen zerstörte. Wäre meine Vorstellungskraft größer gewesen, hätte ich vielleicht gedacht: „Mein Klassiker ist der perfekte Kandidat für eine Wiederherstellung!“ Und mit mehr Geld hätte ich es auch geschafft. Aber das passierte nicht.

Göttliche Umleitungen

Es kann schwierig sein, wenn „nein“ oder „nicht jetzt“ gesagt wird, insbesondere, wenn wir meinen, dass Gott uns eine Tür geöffnet hat, um anderen zu dienen. Als ich mit meinem Dienst begann, tauchten zwei Möglichkeiten auf, bei denen ich dachte, dass meine Gaben und Talente zu den Bedürfnissen der Gemeinde passten. Aber schließlich schlossen sich beide Türen. Nach diesen beiden Enttäuschungen ergab sich eine weitere Position, für die ich schließlich ausgewählt wurde. Aus diesem Ruf entstanden 13 Jahre lebensverändernder pastoraler Dienst.

Im Sturm ist er bei uns

Das Feuer wütete im Haus einer sechsköpfigen Familie aus unserer Gemeinde. Auch wenn Vater und Sohn überlebten, so war der Vater immer noch im Krankenhaus, als seine Frau, Mutter und zwei kleine Kinder beerdigt wurden. Solche tragischen Ereignisse geschehen leider immer wieder. Wenn sie sich wiederholen, dann taucht auch die jahrtausendende alte Frage auf: Warum passieren guten Menschen solch schlimme Dinge? Es überrascht uns nicht, dass es auf diese alte Frage immer noch keine neuen Antworten gibt.

In Fesseln, aber nicht verstummt

Im Sommer 1963 betraten die Bürgerrechtsaktivistin Fannie Lou Hamer und sechs andere schwarze Passagiere nach einer nächtlichen Überlandfahrt ein Restaurant, um etwas zu essen. Sofort wurden sie aufgefordert, das Restaurant zu verlassen und wurden von den Ordnungshütern festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Aber damit war die Demütigung noch nicht zu Ende. Alle wurden geschlagen und Fannie traf es am Schlimmsten. Nach einem brutalen Angriff, bei dem sie fast zu Tode kam, fing sie an zu singen: „Paulus und Silas gebunden war’n, lass mein Volk jetzt gehen.“ Und sie sang nicht allein. Andere Gefangene, gebunden am Körper, aber nicht an der Seele, stimmten mit ein.

In besten Händen

Zwanzig Minuten nachdem das Flugzeug New York in Richtung San Antonio verlassen hatte, begann das Chaos. Eines der Triebwerke war ausgefallen. Trümmerteile durchschlugen ein Fenster und führten zu einem Druckabfall in der Kabine. Mehrere Passagiere wurden verletzt und eine Person starb. Hätte im Cockpit nicht ein besonnener, fähiger Pilot gesessen — ein erfahrener Militärpilot von der Navy —, hätte alles noch tragischer enden können. Die Schlagzeile in unserer Zeitung lautete: „In besten Händen.“

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