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Artikel von Tim Gustafson

Schenken will gelernt sein

Ein Pastor forderte seine Gemeinde auf, den Satz: „Für ihn würde ich mein letztes Hemd geben“ einmal ganz wörtlich zu nehmen. „Was würde passieren, wenn wir unsere Mäntel ausziehen und den Bedürftigen geben würden?“, fragte er. Dann nahm er seinen eigenen Mantel und legte ihn vorne nieder. Dutzende folgten seinem Beispiel. Es war Winter und die Heimfahrt war für manche etwas ungemütlich. Doch für Dutzende andere wurde es etwas wärmer.

Kossi zeigt Mut

Während Kossi darauf wartete, im Mono-Fluss in Togo getauft zu werden, hob er eine holzgeschnitzte Figur auf, die seine Familie seit Generationen angebetet hatte, und warf sie ins Feuer. Die besten Hühner sollten ab jetzt nicht mehr diesem Götzen geopfert werden.

Zwei Bilder

Stolz zeigte die Großmutter im Foyer der Gemeinde die zwei gerahmten Fotos herum. Auf dem einen war ihre Tochter, daheim in Burundi; auf dem anderen der Enkel, den die Tochter vor kurzem zur Welt gebracht hatte. Aber der Säugling lag nicht in den Armen seiner Mutter. Sie war bei der Geburt gestorben.

Mein ganzes Leben

Dem jungen Isaac Watts gefiel die Musik in seiner Gemeinde nicht. Sein Vater forderte ihn auf, doch etwas Besseres zu schaffen. Isaac tat es. Sein Lied „Schau ich zu deinem Kreuze hin“ gilt als der bekannteste englische Choral und wurde in viele andere Sprachen übersetzt.

Kleine Katzen, kleine Lügen

Mama sah gerade noch, wie der vierjährige Elias sich von den neugeborenen Kätzchen entfernte. Sie hatte ihm gesagt, er sollte sie nicht berühren. „Hast du die Kätzchen angefasst, Elias?“, fragte sie.

Tod dem Zweifel

Wir kennen ihn als Thomas, den Zweifler (siehe Joh. 20,24-29), aber die Bezeichnung ist nicht ganz fair. Wer von uns hätte denn wirklich geglaubt, dass unser hingerichteter Führer auferstehen würde? Wir können ihn genauso gut den „mutigen Thomas“ nennen. Schließlich hatte er beachtlichen Mut gezeigt, als Jesus sich ganz bewusst auf den Weg begab, der zu seinem Tod führen würde.

Der passende Aufzug?

Verschmitzt schaute der 4-Jährige unter der Kapuze seines liebsten Sweatshirts hervor, dem mit der Krokodilkapuze und dem Kiefer aus Plüsch, der aussah, als habe er seinen Kopf verschlungen! Die Mutter war entsetzt. Man wollte Bekannte besuchen, die man lange nicht mehr gesehen hatte, und einen guten Eindruck machen.

Allzu menschlich

In den Texten des englischen Schriftstellers Evelyn Waugh kam viel von seinen Schwächen zum Ausdruck. Auch als er Christ geworden war, hörten seine Probleme nicht auf. Eine Frau fragte ihn einmal: „Mr. Waugh, wie können Sie sich so verhalten und immer noch Christ nennen?“ „Madam“, erwiderte er, „vielleicht bin ich so schlecht, wie Sie sagen. Aber glauben Sie mir, wäre ich nicht fromm, wäre ich kaum ein Mensch zu nennen.“

Multiplizierte Liebe

Es sah nicht gut aus, als bei einer Frau aus Karins Gemeinde eine Motoneuron-Erkrankung festgestellt wurde. Diese brutale Krankheit greift Nerven und Muskeln an und führt schließlich zu völliger Lähmung. Die Versicherung wollte keine Hauspflege zahlen. Den Gedanken, seine Frau in ein Heim zu geben, konnte der Ehemann allerdings auch nicht ertragen.

Eine persönliche Geschichte

Ein nur wenige Stunden altes Baby wurde in der Krippe einer Krippenszene vor einer New Yorker Kirche abgelegt. Eine junge verzweifelte Mutter hatte den Kleinen warm eingepackt und an einem Ort hinterlassen, wo er gefunden werden würde. Anstatt sie zu verurteilen, sollten wir dankbar sein, dass das Baby eine Chance zum Leben hat.

Das Geld

V or Jahren wurde mir von einer Firma eine ähnliche Stelle angeboten wie die, die ich hatte, jedoch mit einem beträchtlich höheren Lohn. Unsere Familie hätte von dem Wechsel finanziell sehr profitiert. Aber da war ein Problem. Eigentlich suchte ich gar keinen anderen Job, denn ich liebte, was ich tat, und sah darin immer mehr eine Berufung.

Himmelsblick

Probleme an der Arbeit und zu Hause machten Matt zu schaffen. Deshalb beschloss er, rauszugehen und ein wenig zu laufen. Der Frühlingsabend lud förmlich dazu ein. Als der unendliche Himmel sich von Blau zu Schwarz färbte, legte sich dichter Nebel über das Land. Sterne begannen zu funkeln und den aufgehenden Mond anzukündigen. Für Matt war es ein tief spiritueller Moment. Er ist da, dachte er. Gott ist da und kann so etwas machen.

Zeichen und Gefühle

Ein junger Bekannter hat die Gewohnheit, Gott um Zeichen zu bitten. Das muss nicht verkehrt sein, aber mit seinen Gebeten sucht er vor allem eine Bestätigung seiner Gefühle. So betet er etwa: „Herr, wenn du willst, dass ich X tue, dann tu du doch bitte Y. Dann weiß ich, dass es richtig ist.“

Starke Überwinder

W ir alle hoffen, dass unsere Regierung gute Arbeit leistet und wir setzen uns auch selber für das Wohl unseres Landes ein. Doch die Haltung unserer Herzen können politische Lösungen nicht verändern.

Brüder und Schwestern

Pastor Bob Johnson sieht in der Wirtschaftskrise nicht nur ein Problem, sondern auch eine Chance. Darum bat er um ein Treffen mit dem Bürgermeister seiner Stadt und fragte: „Wie kann unsere Gemeinde helfen?“ Der Bürgermeister reagierte erstaunt. Normalerweise kommen die Leute zu ihm, weil sie Hilfe wollen. Und hier war ein Pastor, der ihm die Dienste einer ganzen Gemeinde anbot.

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Ewige Liebe

Es ist fast unmöglich, einen Tag hinter sich zu bringen, ohne in irgendeiner Weise kritisiert, ignoriert oder klein gemacht zu werden. Manchmal tun wir es sogar selbst.

Wenn der Morgen kommt

Es war schon spät, als wir vor dem Landgasthof außerhalb von München ankamen. Unser gemütliches Zimmer hatte sogar einen Balkon. Aber draußen herrschte dichter Nebel, sodass man in der Dunkelheit nichts sehen konnte. Doch als ein paar Stunden später die Sonne aufging, löste der Nebel sich auf und wir konnten sehen, was uns am Abend verborgen geblieben war—eine absolut idyllische Szenerie. Friedliche, üppig grüne Weiden, Schafe mit Glöckchen um den Hals, die darauf grasten, und dicke weiße Wolken am Himmel, die aussahen wie noch mehr Schafe—riesige, flauschige Schafe!

Alternative zum Ärger

Eines Morgens stellte Fionn Mulholland im australischen Perth fest, dass sein Auto verschwunden war. Im selben Moment fiel ihm ein, dass er es im Halteverbot geparkt hatte. Man hatte es wohl abgeschleppt. Er dachte an die Gebühren fürs Abschleppen und Falschparken und war frustriert. Doch er beschloss, seinen Ärger nicht an der Person auszulassen, mit der er über die Herausgabe seines Autos verhandeln musste. Stattdessen verfasste er ein lustiges Gedicht über die Angelegenheit und las es dem Arbeiter vor, den er beim Abschleppdienst traf. Dem Mann gefiel es und so wurde eine kritische Situation entschärft.