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Artikel von Tim Gustafson

Die Ursache

Es war das Jahr 1854, und irgendetwas tötete Tausende von Menschen in London. Es muss an der schlechten Luft liegen, dachten die Leute. Und in der Tat wurde der Geruch so schlimm, dass er als „The Great Stink“ (Der große Gestank) bekannt wurde. Die Hitze brachte die mit Abwässern gefüllte Themse zum Kochen. Aber das schlimmste Problem war nicht die Luft. Die Forschungen von Dr. John Snow zeigten, dass verunreinigtes Wasser die Ursache für die Choleraepidemie war.

Gott im Kleinen

Es war eine schreckliche Woche für Kilian und Carolin. Kilians Anfälle hatten sich plötzlich verschlimmert, und er war ins Krankenhaus eingeliefert worden. Inmitten der Pandemie trieben ihre vier kleinen Kinder – Geschwister, die sie adoptiert hatten – den Lagerkoller auf ein neues Extrem. Darüber hinaus war der Kühlschrank so leer, dass Carolin nicht einmal eine anständige Mahlzeit zubereiten konnte. Seltsamerweise sehnte sie sich in diesem Moment nach Möhren.

Baby Boy

Mehr als ein Jahr lang lautete sein offizieller Name „Baby Boy“ (kleiner Junge). Baby Boy wurde von einem Wachmann entdeckt, der seine Schreie hörte. Er war erst ein paar Stunden alt und nur in eine Tüte eingewickelt auf einem Krankenhausparkplatz ausgesetzt worden.

Ein ungewöhnliches Zeitalter

Obwohl der römische Kaiser Konstantin (272-337 n. Chr.) die meiste Zeit seines Lebens als Heide lebte, führte er Reformen durch, die die systematische Verfolgung von Christen beendeten. Er führte auch den von uns verwendeten Kalender ein, der die gesamte Geschichte in v. Chr. (vor Christus) und n. Chr. (nach Christus) einteilt.

Geschaffen für Gemeinschaft

Kathrin kämpfte gegen Gehirnkrebs, als die COVID-19-Krise ausbrach. Es bildete sich Flüssigkeit um ihr Herz und ihre Lunge, und sie musste erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ihre Familie konnte sie wegen der Pandemie nicht besuchen. Ihr Mann David schwor sich, etwas zu unternehmen.

Drastische Maßnahmen

Der verschnörkelte Zeremonialbogen und der Köcher hatten jahrelang in unserem Haus an der Wand gehangen. Ich hatte sie von meinem Vater geerbt, der sie als Souvenir erworben hatte, als wir als Missionare in Ghana tätig waren. Dann besuchte uns eines Tages ein ghanaischer Freund. Als er den Bogen sah, verzog sich sein Gesicht. Er zeigte auf einen kleinen Gegenstand, der daran befestigt war, und sagte: „Das ist ein Zauberspruch. Ich weiß, dass er keine Macht hat, aber ich würde ihn nicht in meinem Haus aufbewahren.“ Schnell schnitten wir den Anhänger von der Schleife ab und warfen ihn weg. Wir wollten nichts in unserem Haus haben, das für die Anbetung von etwas anderem als Gott bestimmt war.

Rationalisierung ablehnen

Ein Polizist fragte eine Autofahrerin, ob sie wisse, warum er sie angehalten habe. „Keine Ahnung!“, sagte sie verblüfft. „Liebe Frau, Sie haben während der Fahrt eine SMS geschrieben“, sagte der Beamte zu ihr. „Nein, nein!“, protestierte sie und hielt ihr Handy als Beweis hoch. „Es ist eine E-Mail.“

Auf wen hören?

Am 21. September 1938 warnte ein junger Meteorologe das amerikanische Wetteramt vor zwei Fronten, die einen Hurrikan nach Norden zwangen. Aber der Prognosechef spottete über Charles Pierces Vorhersage. Sicherlich würde ein tropischer Sturm nicht so weit nördlich einschlagen.

Mit dem Kosmos spielen

In den frühen 1980er Jahren schrieb ein bekannter Astronom, der nicht an Gott glaubte: „Die Interpretation der Fakten durch den gesunden Menschenverstand legt nahe, dass eine Superintelligenz an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgepfuscht hat.“ In den Augen dieses Wissenschaftlers zeigten die Beweise, dass jemand alles, was wir im Kosmos beobachten, entworfen hat. Er fügte hinzu: „In der Natur gibt es keine nennenswerten blinden Kräfte.“ Mit anderen Worten: Alles, was wir sehen, sieht aus, als sei es von jemandem geplant worden. Und doch blieb der Astronom Atheist.

Es sollte anders laufen

„Ich wollte irgendwie dafür sorgen, dass es anders läuft“, klagte der Mann in seiner Grabrede für den jung verstorbenen Freund. Seine Worte gaben dem abgrundtiefen Herzensschrei der Menschheit eine ergreifende Bedeutung. Der Tod betäubt und vernarbt uns alle. Wir sehnen uns danach, ungeschehen zu machen, was nicht ungeschehen gemacht werden kann.

„Es war Nacht“

Das Buch „Die Nacht“ von Eli Wiesel konfrontiert uns mit dem Horror des Holocaust. Basierend auf seinen eigenen Erfahrungen dreht Wiesel in seinem Bericht die biblische Geschichte des Exodus um. Während Moses und die Israeliten beim ersten Passahfest (2. Mose 12) der Sklaverei entkommen, erzählt Wiesel von der Verhaftung führender, jüdischer Persönlichkeiten nach dem Passahfest.

Verloren für die Vergangenheit

Der koreanische König Yeongjo (1694-1776) war verärgert über die Korruption und Extravaganz in seinem Reich und beschloss, etwas zu ändern. Er verbot die traditionelle Kunst der Goldfadenstickerei, da er sie für zu opulent ansah. Schon bald verschwand das Wissen über dieses komplizierte Verfahren in der Vergangenheit.

Die Sterne herausfordern

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts begründete der italienische Schriftsteller F. T. Marinetti den Futurismus, eine Künstlerbewegung, welche die Vergangenheit ablehnte, mit den traditionellen Vorstellungen von Schönheit brach und stattdessen die Welt der Maschinen verherrlichte. 1909 verfasste Marinetti Das futuristische Manifest, in dem er den „Faustschlag“ preist und betont: „Wir wollen den Krieg verherrlichen.“ Das Manifest schließt mit den Worten: „Auf dem Gipfel der Welt stehend schleudern wir unsere frechen Forderungen zu den Sternen!“

Zurück zu den Grundlagen

Vorsätze, so scheint es, sind dazu gemacht, gebrochen zu werden. Einige Leute machen sich darüber lustig, indem sie Neujahrsvorsätze vorschlagen, die – sagen wir mal – realisierbar sind. Hier sind ein paar aus den Sozialen Medien:

Generation Now

„Trau keinem über 30!“, sagte der junge Umweltschützer Jack Weinberg 1964. Dieser Kommentar stereotypisierte eine ganze Generation – Weinberg bedauerte das später. Rückblickend sagte er: „Etwas, das ich aus dem Stegreif gesagt habe, wurde völlig verzerrt und missverstanden.“