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Artikel von Tim Gustafson

Mit dem Kosmos spielen

In den frühen 1980er Jahren schrieb ein bekannter Astronom, der nicht an Gott glaubte: „Die Interpretation der Fakten durch den gesunden Menschenverstand legt nahe, dass eine Superintelligenz an der Physik, der Chemie und der Biologie herumgepfuscht hat.“ In den Augen dieses Wissenschaftlers zeigten die Beweise, dass jemand alles, was wir im Kosmos beobachten, entworfen hat. Er fügte hinzu: „In der Natur gibt es keine nennenswerten blinden Kräfte.“ Mit anderen Worten: Alles, was wir sehen, sieht aus, als sei es von jemandem geplant worden. Und doch blieb der Astronom Atheist.

Es sollte anders laufen

„Ich wollte irgendwie dafür sorgen, dass es anders läuft“, klagte der Mann in seiner Grabrede für den jung verstorbenen Freund. Seine Worte gaben dem abgrundtiefen Herzensschrei der Menschheit eine ergreifende Bedeutung. Der Tod betäubt und vernarbt uns alle. Wir sehnen uns danach, ungeschehen zu machen, was nicht ungeschehen gemacht werden kann.

„Es war Nacht“

Das Buch „Die Nacht“ von Eli Wiesel konfrontiert uns mit dem Horror des Holocaust. Basierend auf seinen eigenen Erfahrungen dreht Wiesel in seinem Bericht die biblische Geschichte des Exodus um. Während Moses und die Israeliten beim ersten Passahfest (2. Mose 12) der Sklaverei entkommen, erzählt Wiesel von der Verhaftung führender, jüdischer Persönlichkeiten nach dem Passahfest.

Verloren für die Vergangenheit

Der koreanische König Yeongjo (1694-1776) war verärgert über die Korruption und Extravaganz in seinem Reich und beschloss, etwas zu ändern. Er verbot die traditionelle Kunst der Goldfadenstickerei, da er sie für zu opulent ansah. Schon bald verschwand das Wissen über dieses komplizierte Verfahren in der Vergangenheit.

Die Sterne herausfordern

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts begründete der italienische Schriftsteller F. T. Marinetti den Futurismus, eine Künstlerbewegung, welche die Vergangenheit ablehnte, mit den traditionellen Vorstellungen von Schönheit brach und stattdessen die Welt der Maschinen verherrlichte. 1909 verfasste Marinetti Das futuristische Manifest, in dem er den „Faustschlag“ preist und betont: „Wir wollen den Krieg verherrlichen.“ Das Manifest schließt mit den Worten: „Auf dem Gipfel der Welt stehend schleudern wir unsere frechen Forderungen zu den Sternen!“

Zurück zu den Grundlagen

Vorsätze, so scheint es, sind dazu gemacht, gebrochen zu werden. Einige Leute machen sich darüber lustig, indem sie Neujahrsvorsätze vorschlagen, die – sagen wir mal – realisierbar sind. Hier sind ein paar aus den Sozialen Medien:

Generation Now

„Trau keinem über 30!“, sagte der junge Umweltschützer Jack Weinberg 1964. Dieser Kommentar stereotypisierte eine ganze Generation – Weinberg bedauerte das später. Rückblickend sagte er: „Etwas, das ich aus dem Stegreif gesagt habe, wurde völlig verzerrt und missverstanden.“

Anderen von Jesus erzählen

Vor zehn Jahren kannte das Volk der Banwaon in den Bergen von Mindanao auf den Philippinen den Namen Jesus noch nicht. Sie hatten kaum Kontakt mit der Außenwelt. Um Vorräte zu holen, waren sie oft zwei Tage unterwegs durch raues, unwegsames Gelände. Die Welt nahm dieses Volk nicht wirklich wahr.

Licht gegen die Dunkelheit

Lisa wollte einen Weg finden, die dunkle Jahreszeit zu erhellen. So viele Dekorationen, die sie im Oktober in den Häusern der Menschen sah, schienen den Tod zu feiern, manchmal auf grausame und makabre Weise. Entschlossen, der Dunkelheit etwas entgegenzusetzen, begann Lisa, Dinge, für die sie dankbar war, mit einem Permanentmarker auf einen großen Kürbis zu schreiben. „Sonnenschein“ war der erste Punkt. Bald fügten die Besucher weitere Punkte hinzu. Einige Einträge waren skurril: „Kritzeln“, zum Beispiel. Andere waren praktischer Natur: „ein warmes Haus“; „ein funktionierendes Auto“. Wieder andere waren ergreifend, wie der Name eines verstorbenen geliebten Menschen. Eine Kette der Dankbarkeit begann sich um den Kürbis zu winden.

Die Botschaft bleibt

Im frühen neunzehnten Jahrhundert gab Thomas Carlyle dem Philosophen John Stuart Mill ein Manuskript zur Durchsicht. Irgendwie, ob versehentlich oder absichtlich, wurde das Manuskript in ein Feuer geworfen. Es war die einzige Kopie von Carlyle. Unerschrocken machte er sich an die Arbeit, die verlorenen Kapitel neu zu schreiben. Die Flammen konnten die Geschichte nicht aufhalten, die in seinem Kopf intakt blieb. Aus großem Verlust heraus schuf Carlyle sein monumentales Werk Die Französische Revolution.

Ichabods Flucht

In der Legende von Sleepy Hollow erzählt Washington Irving von Ichabod Crane, einem Schullehrer, der eine schöne junge Frau namens Katrina heiraten möchte. Der Schlüssel zur Geschichte ist ein kopfloser Reiter, der den Ort heimsucht. Eines Nachts begegnet Ichabod einer geisterhaften Erscheinung auf einem Pferd und flieht entsetzt aus der Gegend. Es ist dem Leser klar, dass dieser „Reiter“ in Wirklichkeit ein rivalisierender Freier für Katrina ist, der sie dann heiratet.

Außerhalb des Camps

In dem Ort in Ghana, in dem ich aufwuchs, war freitags Markttag. Nach all diesen Jahren erinnere ich mich noch immer an eine bestimmte Verkäuferin. Ihre Hände und Zehen waren durch die Hansen-Krankheit (Lepra) weggefressen worden. Sie kauerte sich auf ihre Matte und schaufelte ihre Produkte mit einem ausgehöhlten Kürbis. Manche mieden sie. Meine Mutter hingegen kaufte regelmäßig bei ihr ein. Ich sah die Verkäuferin nur an diesen Markttagen. Danach verschwand sie außerhalb der Stadt.

Aktiver Glaube

Sams Vater musste während eines Militärputsches um sein Leben fliehen. Durch den plötzlichen Verlust des Einkommens konnte sich die Familie die lebenswichtigen Medikamente, die Sams Mutter am Leben hielten, nicht mehr leisten. Sam schäumte vor Wut auf Gott und dachte: Was haben wir getan, um das zu verdienen?

Sehnsucht nach Gott

Als Conrad und Sarah Schmidt einen Ort weiter zogen, drückte ihr Kater Simon seinen Unmut darüber durch Weglaufen aus. Die neue Bewohnerin schickte Sarah ein aktuelles Foto des alten Farmhauses. Auf dem Bild war Simon zu sehen!

Gott ist da

Christina kaufte einen mit Fleece gefütterten Mantel für ihren alten Vater. Aber er starb, bevor er ihn tragen konnte. Also steckte sie einen Ermutigungsbrief mit einem 20-Euro-Schein in die Tasche und spendete die Jacke für wohltätige Zwecke.