Monat: April 2013

Fantastische Angebote

Ich staune immer wieder über die unglaublichen Angebote, die jeden Tag meine Mailbox füllen. Vor kurzem habe ich einmal zusammengezählt, wie viel Geld mir innerhalb von einer Woche versprochen wurde, und kam auf die gewaltige Summe von 26 Millionen Dollar. Aber es war alles Betrug. Jedes einzelne Angebot – ob 1 Million oder 7 Millionen – war nichts anderes als eine Lüge von skrupellosen Menschen, die nur Geld aus mir herauspressen wollten.

Schlechte Nachrichten

Viele sagen: ‚Wer wird uns Gutes sehen lassen?’“ (Ps. 4,7). Die Worte Davids scheinen die pessimistische Haltung, die auch in unserer heutigen Welt so leicht um sich greift, genau zu treffen. Die Titelseiten der Zeitungen und die Top-News in Internet und Fernsehen drehen sich scheinbar nur um Verbrechen, Unfälle, Politik, Wirtschaft und Prominente, die sich daneben benehmen. Unsere Gespräche an der Arbeit oder Zuhause kreisen um Probleme und man kann dabei wirklich den Mut verlieren. Wohin können wir uns wenden? Wo gibt es bessere Nachrichten?

Schreckliche Momente

Als unser erstes Kind geboren wurde, dauerten die Wehen bei meiner Frau Marlene über 30 Stunden. Das war sowohl für sie wie für das Kind sehr stressig. Der Arzt, der nur als Vertretung da war, kannte weder sie noch die Geschichte ihrer Schwangerschaft. So kam es, dass er mit der Entscheidung, einen Kaiserschnitt vorzunehmen, zu lange wartete und unser Sohn sofort nach der Geburt auf die Säuglings-Intensivstation musste. Aber sie konnten unserem Baby nicht helfen, das Geburtstrauma zu überwinden.

Du wirst gerufen

Mit ein paar Kollegen war ich gerade durch die Sicherheitskontrolle gegangen und auf dem Weg zum Abflug, als ich meinen Namen hörte: „Anne Cetas, bitte melden.“ Der Name ist nicht sehr häufig, also konnte nur ich gemeint sein. Vermutlich hatte ich beim Einchecken etwas vergessen. Ich meldete mich bei einem Angestellten und bekam zur Auskunft, ich solle ein rotes Telefon suchen, meinen Namen nennen und fragen, warum man mich ausgerufen habe. Das tat ich auch, aber die Stimme am anderen Ende sagte: „Nein, wir haben Sie nicht ausgerufen.“ Ich erwiderte: „Es war aber ganz bestimmt mein Name“, und bekam zweimal zur Antwort: „Nein, wir haben Sie nicht ausgerufen.“ Ich habe nie erfahren, wieso ich damals meinen Namen gehört habe.

Die beste Jahreszeit

Das Leben ist in mancher Beziehung wie das Wetter — auch da gibt es verschiedene Jahreszeiten. Und wir erleben sie, ob wir wollen oder nicht. Wenn so eine neue Jahreszeit beginnt, sind wir oft unsicher oder haben sogar Angst, was sie uns bringen mag.

Wenn Liebe schwer fällt

Vor Jahren leitete ich einmal eine Freizeit für schwierige Jungen. Es war eine echte Herausforderung. Sie behandelten die Tiere im nahen Kleintierzoo schlecht und manchmal gingen sie auch auf einander los. Ich versuchte möglichst ruhig, aber bestimmt aufzutreten. Und auch wenn sie mich oft an meine Grenzen brachten, achtete ich darauf, dass ihre körperlichen Bedürfnisse gestillt wurden.

Treu bis ans Ende

Beim Salomon-Kielder-Marathon in England stieg einer der Läufer nach 32 Kilometern (20 Meilen) aus und fuhr mit dem Bus in ein Waldgebiet in der Nähe der Ziellinie. Dort gliederte er sich wieder ins Rennen ein und beanspruchte den dritten Platz. Als er diesbezüglich befragt wurde, erwiderte er, er habe das Rennen unterbrochen, weil er müde gewesen sei.

Jetzt sehe ich

Deborah Kendrick besucht gern Musicals am Broadway, obwohl sie blind ist und es ihr immer schwer fällt zu verstehen, was auf der Bühne vor sich geht. Vor kurzem allerdings war sie in einer Vorführung, in der D-Scriptive eingesetzt wurde, eine neue Technik, welche die visuellen Elemente der Bühnenproduktion über einen kleinen UKW-Empfänger umsetzt. Eine an die Mischpulte für Licht und Sound gekoppelte Tonaufnahme schildert und erklärt, was sich auf der Bühne abspielt. In einem Bericht, den Deborah für eine Zeitung schrieb, sagt sie: „Wenn Sie mich fragen, ob ich letzte Woche in New York eine Show gesehen habe, dann lautet die Antwort Ja ... Ich meine wirklich und tatsächlich, dass ich die Show gesehen habe.“

Staub-Kunst

Als Gott beschloss, Adam aus Staub zu erschaffen (1.Mose 2,7), musste er nicht befürchten, ihm würde das Material ausgehen. In Das geheime Leben des Staubs von Hannah Holmes heißt es: „Jährlich fliegen zwischen 1 und 3 Milliarden Tonnen Wüstenstaub in den Himmel. Eine Milliarde Tonnen würde 14 Millionen Güterwagen füllen, d.h. der Zug würde sich sechsmal um den Äquator wickeln.“

Einzelab-fertigung

Edward Payson war seinerzeit ein bekannter Prediger. An einem stürmischen Sonntag saß nur eine Person in seinem Gottesdienst. Einige Zeit später kam dieser Mann zu einem Besuch und sagte: „Ich habe durch diesen Gottesdienst zum Herrn gefunden. Denn jedes Mal, wenn Sie von Sünde und Erlösung sprachen, habe ich mich umgeschaut, zu wem Sie reden. Aber da außer mir niemand da war, blieb mir nichts anderes übrig, als jedes Wort auf mich selbst zu beziehen!“

Wunderbar gemacht

Kürzlich bei einer Augenuntersuchung holte der Arzt ein Gerät herbei, das ich vorher noch nie gesehen hatte. Ich fragte ihm, um was es sich handelte, und er erwiderte: „Ich mache damit eine Aufnahme von innen von der Rückseite Ihres Auges.“

Stark durch Leiden

Gottesdienste schließen oft mit einem Segen. Ein bekannter ist den Worten des Petrus am Ende seines ersten Briefes entnommen: „Der Gott der Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen und gründen“ (1.Petr. 5,10). Manchmal wird dabei der Nebensatz „die ihr eine kleine Zeit leidet“ ausgelassen. Wieso? Vielleicht, weil man nicht gern vom Leiden redet.

Neues Leben

Frühling ist die Jahreszeit, in der Gott uns daran erinnert, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen. Innerhalb weniger Wochen erwacht zu neuem Leben, was hoffnungslos erstorben schien. Dürre Wälder verwandeln sich in bunte Landschaften. Bäume, deren nackte Äste sich den ganzen Winter über zum Himmel reckten, als würden sie darum bitten, verhüllt zu werden, erhalten plötzlich ein grünes Kleid. Blumen, die welkten und sich unter der Kälte zu Boden neigten, erheben sich langsam und trotzen dem Tod.

Am schönsten ist es zu Hause

Als ich noch Personalchef in einer Baufirma war, nahmen wir einmal verschiedene Aufträge in einem anderen Bundesstaat an. Das heißt, dass unsere Arbeiter jeden Tag einen Arbeitsweg von 2 Stunden hatten. Um ihnen entgegenzukommen, buchten wir Hotelzimmer vor Ort. Wir stellten aber auch Kleinbusse und Fahrer zur Verfügung, damit die, die lieber zu Hause übernachten wollten, pendeln konnten. Fast alle entschieden sich für die Busse!

Kap der Trübsal

Am 10. Juni 1770 lief der englische Seefahrer James Cook an der Nordostküste Australiens auf ein Riff. Er lenkte sein Schiff zurück ins tiefe Wasser, stieß jedoch erneut an den Felsen und diesmal so heftig, dass das Schiff beinah sank. Ins Logbuch schrieb er: „Den nördlichen Punkt nannten wir Kap der Trübsal, weil hier unser Elend begann.“