Monat: Oktober 2016

Immer genug

Als ich eine Bekannte kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand fragte, was ihr im Blick auf den neuen Lebensabschnitt am  meisten Angst mache, erwiderte sie: „Ich muss dafür    sorgen, dass mir das Geld nicht ausgeht.“ Als ich am nächsten Tag mit meinem Finanzberater sprach, erklärte auch er mir, was ich tun müsse, damit mir das Geld nicht ausgeht. Ja, wir alle wünschen uns die Gewissheit, dass wir für den Rest des Lebens genug haben.

Gott hören

Ich kam mir vor, als wäre ich unter Wasser. Durch eine Erkältung und Allergien drangen Geräusche nur gedämpft an mein Ohr. Wochenlang konnte ich nicht deutlich hören. Dabei wurde mir klar, für wie selbstverständlich ich mein Gehör bislang genommen hatte.

Der Patient, der betet

Im Nachruf auf Alan Nanninga, einem Mann aus meiner Stadt, hieß es, er sei „vor allem ein eifriger Zeuge für Jesus“ gewesen. Der Artikel berichtet über sein Familien- und Berufsleben und erwähnt, dass sein Gesundheitszustand sich in den letzten zehn Jahren immer weiter verschlechtert habe. Er schließt mit den Worten: „Seine Krankenhausaufenthalte haben ihm den Ehrentitel, ‚der Patient, der betet‘, eingetragen. In Zeiten, wo es ihm selbst nicht gut ging, hat er für und mit anderen Patienten und vielen anderen gebetet, die Gebete brauchten.“

Zählen lernen

Mein Sohn lernt gerade, von eins bis zehn zu zählen. Er zählt alles, vom Spielzeug bis zu den Bäumen. Er zählt Dinge, die ich leicht übersehe, etwa die wilden Blumen an seinem Schulweg oder die Zehen an meinen Füßen.

Schritt für Schritt

4.Mose 33 ist ein Kapitel, das wir vielleicht ohne groß zu überlegen überspringen. Es scheint nichts weiter zu enthalten als eine Liste von Orten, an denen das Volk Israel auf dem Weg von Ägypten nach Moab lagerte. Aber es muss doch wichtig sein, denn es ist der einzige Abschnitt im ganzen Buch, in dem es heißt: „Mose schrieb auf nach dem Befehl des Herrn . . .“ (V.2).

Herzen heilen

V or kurzem ging ich zu einer Schneiderin, um ein paar Kleider ändern zu lassen, und staunte über das, was ich an den Wänden des Ladens sah. Auf einem Schild hieß es: „Wir können Ihre Kleider ändern, aber nur Gott ändert Ihr Herz.“ Daneben hing ein Bild mit einer weinenden Maria Magdalena, kurz bevor der auferstandene Herr sich ihr offenbarte. Auf einem anderen Aushang stand: „Brauchen Sie Hilfe? Wir beten für Sie.“

Ein Geschenk

V or ein paar Jahren schrieb ich einen Artikel über meine Sammlung von Spazier- und Wanderstöcken und meinte, dass ich irgendwann vielleicht noch einen Rollator brauchen könnte. Nun, inzwischen ist es soweit. Rückenprobleme und eine Nervenerkrankung haben dafür gesorgt, dass ich eine Gehhilfe vor mir herschiebe. Ich kann nicht mehr wandern; ich kann nicht mehr fischen; vieles von dem, was mir sonst Freude gemacht hat, kann ich nicht mehr tun.

Veränderungswillig

Mein Sohn hatte sich einen kleinen Roboter gekauft und programmierte ihn begeistert, damit er vorwärts laufen, anhalten und zurückgehen konnte. Er konnte ihn auch dazu bringen, zu piepen und Geräusche wiederzugeben, die er vorher aufgenommen hatte. Der Roboter tat genau das, was mein Sohn ihm befahl. Aber er lachte nie spontan drauflos oder lief einfach davon. Er konnte nicht frei entscheiden.

Ich bin bei dir

Als ich bei einer christlichen Zeitschrift ein Praktikum machte, schrieb ich einmal einen Bericht über eine  Person, die Christ geworden war. Er hatte sich radikal  von seinem früheren Leben abgewendet, um Jesus zu folgen, seinem neuen Herrn. Ein paar Tage nach der Veröffentlichung drohte ein anonymer Anrufer: „Darmani, sei vorsichtig. Wir beobachten dich! Dein Leben in diesem Land ist in Gefahr, wenn du solche Geschichten schreibst.“

Brüder und Schwestern

Pastor Bob Johnson sieht in der Wirtschaftskrise nicht nur ein Problem, sondern auch eine Chance. Darum bat er um ein Treffen mit dem Bürgermeister seiner Stadt und fragte: „Wie kann unsere Gemeinde helfen?“ Der Bürgermeister reagierte erstaunt. Normalerweise kommen die Leute zu ihm, weil sie Hilfe wollen. Und hier war ein Pastor, der ihm die Dienste einer ganzen Gemeinde anbot.

Große Güte

Die Landung bei einem kürzlichen Flug war etwas unsanft und wir wurden auf der Landebahn ziemlich durchgeschüttelt. Einige Passagiere waren sichtlich nervös. Aber die Spannung löste sich, als zwei kleine Mädchen in der Reihe hinter mir begeistert riefen: „Das war toll! Bitte nochmal!“

Deine Reise

Ich bin in den rebellischen 1960er Jahren aufgewachsen und wollte nichts mit Religion zu tun haben. Ich hatte mein ganzes Leben lang die Kirche besucht, habe aber erst Anfang Zwanzig nach einem schrecklichen Unfall zum lebendigen Glauben gefunden. Seit damals setze ich mich dafür ein, anderen von Jesu Liebe zu erzählen. Es war eine lange Reise.

Juwelen der Wüste

Edward Abbey, ein Parkwächter im heutigen Arches-Nationalpark im amerikanischen Bundesstaat Utah, erzählt in einem Buch mit dem Titel Desert Solitaire, was er bei seinen Einsätzen erlebt hat. Die Lektüre lohnt sich, und sei es nur wegen Abbeys klarer Sprache und den lebendigen Schilderungen aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten.

Von Herzen

In vielen Kulturen gelten lautes Weinen, Klagen und Zerreißen der Kleider als Zeichen der Trauer bei persönlichen oder nationalen Tragödien. Die Menschen Israels im Alten Testament brachten mit ähnlichen äußerlichen Verhaltensweisen ihr tiefes Bedauern über die Abkehr von ihrem Herrn zum Ausdruck.

Muss das sein?

Die Kinderstunde begann mit einem Gebet und einem Lied. Nach der Vorstellung von Aaron, dem Bibellehrer, betete die Leiterin noch einmal. Der sechsjährige Emmanuel wurde unruhig. Auch Aaron begann und schloss mit einem Gebet. Da platzte es aus Emmanuel heraus: „Das waren jetzt vier Gebete! So lange kann ich nicht stillsitzen!“

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