Katagorie  |  Unser Täglich Brot

Ein Baum am Fluss

Dieser Baum ist zu beneiden. Auf einem Grundstück am Fluss muss er sich keine Sorgen machen über Wettervorhersage, schwankende Temperaturen oder eine ungewisse Zukunft. Vom Fluss ernährt und gekühlt, verbringt er seine Tage damit, die Zweige der Sonne entgegenzustrecken und die Erde mit seinen Wurzeln zu umklammern. Mit seinen Blättern reinigt er die Luft und bietet allen Schatten, die Zuflucht vor der Sonne suchen.

Besser als eine Piñata

Ein mexikanisches Fest ohne Piñata ist undenkbar—einem Karton oder Krug mit Süßigkeiten oder anderen Leckereien. Die Kinder schlagen mit einem Stock danach, um an den Inhalt zu gelangen.

Der Leuchtturm

Allein durch sein Dasein und seinen Namen, „Leuchtturm“, zeugt ein Gemeindezentrum in Ruanda von Versöhnung. Es steht auf einem Grundstück, auf dem der Staatspräsident während des Völkermords im Jahr 1994 ein großes Haus hatte. Das neue Zentrum wurde von Christen errichtet und soll ein Licht—und Hoffnungsstrahl sein. Es beherbergt eine Bibelschule, in der eine neue Generation christlicher Leiter herangezogen wird, ein Hotel, ein Restaurant und verschiedene Dienstleistungsangebote. Aus der Asche kommt neues Leben. Die Erbauer des „Leuchtturm“ schauen auf Jesus als Quelle für Hoffnung und Versöhnung.

Ins Morgen sehen

Ich schaue gern in einen wolkenlos blauen Himmel. Der Himmel ist ein herrlicher Teil von Gottes großem Meisterwerk und wir dürfen uns daran freuen. Wie müssen erst Flugzeugpiloten den Anblick genießen. Sie haben verschiedene flugtechnische Ausdrücke für einen Himmel, der perfekte Bedingungen zum Fliegen bietet. Einer meiner liebsten ist: „Du kannst ins Morgen sehen.“

Schrottkünstler

Noah Purifoy begann seine Laufbahn als „Assemblage“-Künstler mit drei Tonnen Abfall. Aus kaputten Fahrradrädern und Kegelkugeln über entsorgte Reifen bis hin zu kaputten Fernsehern—Dingen, die nicht mehr gebrauchstüchtig sind—schuf er mit einem Kollegen Skulpturen, die eindrücklich bewusstmachen, wie Menschen von der modernen Gesellschaft als „Abfallprodukte“ behandelt werden.

Kleine Katzen, kleine Lügen

Mama sah gerade noch, wie der vierjährige Elias sich von den neugeborenen Kätzchen entfernte. Sie hatte ihm gesagt, er sollte sie nicht berühren. „Hast du die Kätzchen angefasst, Elias?“, fragte sie.

Sichtbare Liebe

Als in einer kanadischen Stadt eine Reihe roter Schilder mit den Worten „Ich liebe dich“ auftauchten, beschloss Lokalredakteurin Maryanne Firth, der Sache nachzugehen. Doch ihre Suche brachte nichts zutage. Wochen später erschienen neue Botschaften mit dem Namen eines städtischen Parks sowie einem Datum und einer Uhrzeit.

Tod dem Zweifel

Wir kennen ihn als Thomas, den Zweifler (siehe Joh. 20,24-29), aber die Bezeichnung ist nicht ganz fair. Wer von uns hätte denn wirklich geglaubt, dass unser hingerichteter Führer auferstehen würde? Wir können ihn genauso gut den „mutigen Thomas“ nennen. Schließlich hatte er beachtlichen Mut gezeigt, als Jesus sich ganz bewusst auf den Weg begab, der zu seinem Tod führen würde.

Sieh, was Jesus getan hat

„Ich habe Jesus lieb und will einmal Missionar werden“, sagte der Achtjährige zu Walter, einem Freund seiner Eltern. Walter beobachtete ihn beim Heranwachsen und betete für ihn. Als der junge Mann sich dann bei einer Missionsgesellschaft bewarb, um nach Mali zu gehen, sagte Walter: „Jetzt ist es soweit! Als du mir damals erzählt hast, was du vorhast, habe ich etwas Geld für dich angelegt. Jetzt ist der Moment da, auf den ich gewartet habe.“ Wally hat ein Herz für andere und dafür, Gottes Botschaft zu den Menschen zu bringen.

Ich weiß alles

Unser Sohn und seine Frau brauchten Hilfe. Unser Enkel Cameron hatte Lungenentzündung und Bronchitis und musste ins Krankenhaus. Sie fragten, ob wir Nathan, den Fünfjährigen, von der Schule abholen und nach Hause bringen könnten. Natürlich sagten wir sofort zu.

Anlehnen an Jesus

Wenn ich abends den Kopf aufs Kissen lege und bete, stelle ich mir manchmal vor, ich würde mich an Jesus lehnen. Dann fällt mir meist ein Abschnitt aus der Bibel über den Apostel Johannes ein. Johannes selbst berichtet dort, wie er beim letzten Abendmahl neben Jesus saß. „Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag bei Tisch an der Brust Jesu“ (Joh. 13,23).

Der Fürsprecher

Im Juni 1962 richtete Clarence Gideon aus der Gefängniszelle heraus ein Gesuch an den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und bat, seine Strafe für ein Verbrechen, das er nicht begangen hatte, zu überprüfen. Er fügte an, dass er kein Geld habe, um einen Rechtsanwalt zu zahlen.

Das Gute und das Schlechte

Eine gute Bekannte schickte mir eine SMS, in der es hieß: „Ich bin so froh, dass wir über alles reden können, das Gute und das Schlechte!“ Wir sind schon lange befreundet und haben gelernt, über das, was uns freut, genauso zu reden wie über unser Versagen. Wir wissen, dass wir längst nicht vollkommen sind, deshalb reden wir über unsere Probleme. Aber wir freuen uns auch, wenn der anderen etwas gelingt.

Macht es Freude?

Das Buch einer jungen Japanerin über das Aufräumen und Organisieren wurde schon über 2 Millionen Mal verkauft. Marie Kondo will Menschen helfen, unnötige Dinge in ihren Wohnungen und Schränken loszuwerden—Dinge, die sie nur belasten. „Nimm jedes Teil in die Hand“, sagt sie, „und frage dich, ob es dir Freude bereitet.“ Heißt die Antwort Ja, behalte es. Lautet sie Nein, gib es weg.

Geprüft und geläutert

In einem Interview erzählte eine in Amerika bekannte christliche Sängerin, wie schwierig es sei, Auftritte, Songschreiben, Ehe und Muttersein unter einen Hut zu bringen. „Manchmal habe ich das Gefühl, Gott würde mich durch eine Art Läuterungsprozess führen, ja, beinah als wollte er mich zerbrechen“, sagte sie.